Morgenlage Wirtschaft am Montag, 13. November 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Montag, 13. November 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Briten verweigern konkrete Schuldenzusage: Großbritannien will bei den Brexit-Verhandlungen nach wie vor keine “Zahl oder Formel” zu den Restschulden bei der EU nennen. Dies machte Brexit-Minister David Davis klar, nachdem vom EU-Brexit-Beauftragten Michel Barnier den Briten am Freitag ein Ultimatum gestellt wurde. Diese hätten noch zwei Wochen, um sich in strittigen Punkten zu bewegen.
spiegel.de

Jamaika plant höhere Sozialausgaben: Die Jamaika-Koalitionäre planen offenbar soziale Wohltaten. So sollen nicht nur die Steuern gesenkt und zweistellige Milliardenbeträge in Bildung und Forschung gesteckt werden. Zusätzlich zeichnet es sich ab, dass mit etwa 27 Milliarden Euro die Leistungen der Sozialversicherungen ausgeweitet werden sollen. Mit einem “Sofortprogramm” könnten die Arbeitsbedingungen in der Alten- und Krankenpflege schnell und “deutlich spürbar” verbessert werden.
faz.net

Anzeige
Diversity ist eine Herausforderung. Aber Unternehmen die Vielfalt leben, sind erfolgreicher. Als head of inclusion and diversity, leitet Candice Morgan das Vielfaltsmanagement bei Pinterest. In ihrer ESMT Open Lecture gibt sie Einblicke in die erfolgreiche Strategie des Digitalunternehmens, mit ihren Herausforderungen, Erfolgen und Überraschungen. Anmeldungen: esmt.org/openlectures

Pazifik-Staaten treiben auch ohne USA Freihandel voran: Es geht auch ohne die USA. Das ist das Signal, das die Politiker beim Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft Apec in Vietnam in die Welt senden. Auch nach dem Ausstieg der Vereinigten Staaten wollen die elf verbliebenen Partnerländer an dem Transpazifischen Freihandelsabkommen TPP festhalten. Sie hätten sich auf die Kernelemente der Vereinbarung geeinigt, teilten die beteiligten Staaten am Wochenende mit. Für die Asien-Pazifik-Region ist das ein großer Schritt. Denn es war längst nicht klar, dass die übrigen Länder nach dem Ausstieg der USA tatsächlich noch ein Abkommen zustande bringen würden.
tagesspiegel.de

Druck auf Sparkassenpräsident Fahrenschon wächst: Der Präsident des Sparkassen- und Giroverbands Georg Fahrenschon soll offenbar aus dem Amt gedrängt werden. Das DSGV-Präsidium will am Dienstag darüber beraten, wie es nach dem Bekanntwerden der Steueraffäre weitergehen soll. Vor allem die Regionalverbände erwarten laut “BamS” einen freiwilligen Rückzug. So war es auch Thomas Mang, Fahrenschons Stellvertreter, der als Präsident des Sparkassenverbands Niedersachsen zu der Krisensitzung eingeladen hat.
spiegel.de , handelsblatt.com

Schwere Panne bei Amazon Marketplace: Amazon hat Tausenden Händlern im Amazon Marketplace ihr Guthaben nicht ausgezahlt. Dadurch sind die betroffenen Händler teilweise in schwere finanzielle Probleme geraten. Hintergrund ist ein technischer Fehler bei der Auszahlung von Guthaben. Die Ausstände der Händler betragen in einzelnen Fällen bis zu 450.000 Euro.
handelsblatt.com

Arbeitslosengeld im Supermarkt: Arbeitslosengeld soll es künftig in Einzelfällen auch im Supermarkt geben. Das Angebot richtet sich vor allem an Arbeitslose, die kein Konto haben und am Ende des Monats an ihr Geld kommen wollen. Bislang gab es zu diesem Zweck spezielle Automaten in Jobcentern und Arbeitsagenturen. Bis Ende des kommenden Quartals soll das System flächendeckend eingeführt werden.
sueddeutsche.de, faz.net

Leinwand bleibt dunkel: Kinobeschäftigte mit Warnstreiks in Stuttgart welt.de
Autozulieferer Continental denkt über eigene Batteriefabrik in Europa nach faz.net
Seilbahnen aus Österreich bekämpfen Verkehrschaos in Städten Lateinamerikas handelsblatt.com

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Das Ende der Inflation: Notenbanker und Ökonomen plagt ein “Mysterium”. Trotz Nullzinspolitik und Investitionsprogrammen gibt es kaum Teuerung. Das angestrebte Ziel von zwei Prozent Teuerung wird in vielen Ländern nicht erreicht. Ein “Ende der Inflation” wird ernsthaft diskutiert. Ein inflationsfreier Aufschwung wie er derzeit weltweit passiert, dürfte es eigentlich gar nicht geben. Aktuelle Erklärungsmodelle: Die Globalisierung drückt die Preise, der Einsatz neuer Technologien hat die Wirtschaft in den letzten zehn Jahren radikal verändert.
sueddeutsche.de

Giga-Gipfel in Sölden: In Sölden in Tirol haben sich auf 3048 Metern Entscheider, Gestalter und Visionäre getroffen, um die digitale Zukunft in Deutschland und Europa zu diskutieren. Deutschlands Leitmedien “Die Zeit”, “Tagesspiegel”, “Wirtschaftswoche” und das “Handelsblatt” hatten geladen. Der legendäre Ice Q – bekannt aus dem letzten James Bond-Film – mit seinem imposanten Panorama bildete den Austragungsort für den Giga-Gipfel. Das Ziel der 50 Visionäre, darunter Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter, Siemens-Personalvorstand Janina Kugel, VW-Digitalchef Johann Jungwirth, Kuka-Chef Till Reuter und Daimler-Zukunftsforscher Alexander Mankowsky, ist ein digitales Manifest, um die Zukunft neu zu schreiben.
tagesspiegel.de

– ANGEZÄHLT –

Sieben von acht Testern können die alte Nutella geschmacklich von der neuen Rezeptur und anderen Nuss-Nougat-Cremes unterscheiden.
tagesspiegel.de

– ZITATE –

“Die Vorstellung, dass man morgens im Büro den Arbeitstag beginnt und mit dem Verlassen der Firma beendet, ist veraltet. So brauchen Unternehmen beispielsweise Sicherheit, dass sie nicht gesetzwidrig handeln, wenn ein Angestellter abends noch an einer Telefonkonferenz teilnimmt und dann morgens beim Frühstück seine Mails liest.”

Der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, fordert eine Reform des Arbeitszeitgesetzes, die aber nicht eine heimliche Ausweitung der Arbeitszeiten bedeuten.
sueddeutsche.de

“Ich will bei der Debatte um das Gehalt von Winkelmann nur sagen, dass man die Fakten korrekt wiedergeben muss. Etihad zahlt das Gehalt. Ich kann verstehen, dass andere es für problematisch halten. Aber juristisch lässt sich dagegen wenig sagen.”

Die scheidende Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries verteidigt das Millionengehalt trotz Insolvenz an den Ex-Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann als rechtens.
faz.net

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Jamaika-Gespräch in Schlussphase
Laschet wirbt für regionale Klimapolitik
Europäische Verteidigungsunion
Bayern Wirtschaftsministerin Aigner kritisiert Machtkämpfe in der CSU

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Bill Gates baut smarte Stadt in Arizona: Eine Investmentfirma unter Bill Gates hat für 80 Millionen Dollar Land in der Wüsten Arizona gekauft. Auf dem Grundstück soll eine “smarte Stadt” mit Datenzentren, eigener Logistik und neuen Technologien entstehen. Doch es gibt Zweifler: Es gebe nicht genug Wasser, um all die Menschen zu versorgen schreibt etwa der aus Arizona stammende Kolumnist der “Seattle Times” Jon Talton. Und der Klimawandel würde die Lage eher noch verschärfen: “Schon jetzt ist es eine menschengemachte Umgebung, die komplett abhängig ist von Elektrizität, um Klimaanlagen zu betreiben und Benzin durch anfällige Pipelines zu pumpen.”
spiegel.de

morgenlage.tagesspiegel.de erscheint täglich als E-Mail-Newsletter gegen 6 Uhr. Für den Ausdruck hier ein PDF-Dokument herunterladen. Für ein kostenloses E-Mail-Abo einfach hier klicken oder eine E-Mail an abo-mw@tagesspiegel.de schicken.