Morgenlage Wirtschaft am Montag, 13. März 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Montag, 13. März 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Neue Streiks an Berliner Flughäfen: Zum Wochenstart müssen sich Passagiere erneut auf Verspätungen und Flugausfälle an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat die rund 2.000 Beschäftigten des Bodenpersonals zu einem weiteren Streik aufgerufen. Der Ausstand soll am Montagmorgen gegen 4 Uhr mit Beginn der Frühschicht starten und am Dienstagmorgen mit dem Ende der Nachtschicht gegen 5 Uhr enden. Erneut sind hunderte Verbindungen betroffen.
tagesspiegel.de, sueddeutsche.de, n-tv.de

BER: Anzeige gegen Unbekannt: Die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg hat wegen des Verdachts auf Geheimnisverrats Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Vertrauliche Inhalte wurden, so der Verdacht, an Medien weitergegeben. So auch ein vertrauliches Protokoll einer Telefonkonferenz der drei Gesellschafter Berlin, Brandenburg und Bund. Der neue Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup habe den Vorgang veranlasst.
faz.net, n-tv.de

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Piëch soll entmachtet werden: Die Familien Porsche und Piëch wollen nach Medienberichten dem ehemaligen VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch sein Aufsichtsratsmandat bei der Porsche SE entziehen. Nach Angaben eines Sprechers müsse der Aufsichtsrat bis Mitte April entscheiden, wer dem Gremium angehören soll. Die Porsche SE gilt wegen deren milliardenschweren Beteiligungen als Machtzentrum des VW-Konzerns.
handelsblatt.com, spiegel.de, sueddeutsche.de

Merkel trifft Trump: Angela Merkel reist in der kommenden Woche in die USA. Bei ihrem Antrittsbesuch bei US-Präsident Donald Trump wird es vor allem um Wirtschaftsthemen wie die Zukunft von Freihandel und Globalisierung gehen. Dabei soll vor allem die Einführung einer Grenzausgleichsteuer abgewendet werden. Merkel nimmt auch prominente Konzernbosse mit nach Washington: Die Vorstandsvorsitzenden von BMW und Siemens, Harald Krüger und Joe Kaeser sowie der Chef des Autozulieferers Schaeffler, Klaus Rosenfeld.
spiegel.de, sueddeutsche.de

Lufthansa legt Zahlen vor: Am Donnerstag legt die Lufthansa als letzter Dax-Konzern die Zahlen für das vergangene Jahr vor. Es sieht erneut nach einem Milliardengewinn aus. Airline-Chef Carsten Spohr wird darüber hinaus den weiteren Umbau des Konzerns forcieren. Eine Zentrale Rolle spielt dabei die Billigtochter Eurowings. Und weiterhin nicht vom Tisch dürfte ein weiteres Engagement  bei Air Berlin sein.
n-tv.de

Deutsche Werften trotzen der Krise: Seit 2008 haben weltweit rund 560 Werften ihren Betrieb eingestellt. In den vergangenen Jahren wurden 1.600 Schiffe fertiggestellt. Doch der Markt scheint gesättigt, neue Aufträge Fehlanzeige. Deutsche Werften liegen mit einem Marktanteil von 20 Prozent weltweit auf Platz zwei hinter China. Von den Entwicklungen des Weltmarkts kann sich die heimische Produktion aber nicht abkoppeln, auch wenn die Talsohle erreicht sei, wie Reinhard Lüken, Hauptgeschäftsführer des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) feststellt.
handelsblatt.com

Island hebt Kapitalkontrollen auf handelsblatt.com
Bord-Restaurants der Bahn fahren Millionendefizit ein spiegel.de
US-Banken hängen europäische Konkurrenz ab n-tv.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Niederlande – die Streber Europas: Um 2,1 Prozent ist die Wirtschaft der Niederlande zuletzt gewachsen, so stark wie seit neun Jahren nicht mehr. Auch die Arbeitslosenquote fällt mit 5,5 Prozent niedrig aus. Pro Kopf exportieren sie doppelt so viel wie die Deutschen. Doch die Verunsicherung in der Bevölkerung ist groß. So zeigen die offiziellen Zahlen auch nicht die ganze Wahrheit. Trotz niedriger Arbeitslosenquote machen sich viele Niederländer Sorgen um ihren Arbeitsplatz. Hatten 2008 noch deutlich mehr als die Hälfte von ihnen einen “sicheren Job”, traf das zuletzt nur noch auf ein Drittel zu.
tagesspiegel.de

Google-Maps für Unwetter, Unglücke und Terror: Das Unternehmen A3M in Tübingen hat eine Art Google-Maps für Unglücke und Gefahren entworfen. Mittlerweile ist das Unternehmen das Kriseninformationszentrum der deutschen Reisebranche. Sicherheit ist eines der Hauptkriterien bei der Wahl von Urlaubszielen. Die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) sagt: 38 Prozent der Bevölkerung fühlen sich durch den Terror in ihrer aktuellen Reiseplanung beeinflusst. Die Daten von A3M sollen aber auch den Verbrauchern direkt helfen. Reisende, die bei der Buchung ihre Handynummer hinterlegt haben, können dann per SMS gewarnt werden.
faz.net

– ANGEZÄHLT –

Mehr als zwei Milliarden Tulpen wollen niederländische Blumenhändler in diesem Jahr verkaufen.
tagesspiegel.de

– ZITATE –

“Qualität bekommt man nicht zum Nulltarif, aber billig schlägt in unserer Branche oft Qualität.Ob da nun ein solide ausgebildeter Sicherheitsmann steht oder jemand, der 40 Stunden lang einen Kurs besucht hat, entscheidet letztlich der Kunde und dessen Zahlungsbereitschaft.”

Manfred Buhl, Chef des Sicherheitsunternehmens Securitas Deutschland, fordert eine bessere Ausbildung in der Sicherheitsbranche.
tagesspiegel.de

“Wenn ein Vorstandsvorsitzender das 148-fache eines Facharbeiters verdient, dann wird das eben nicht mehr als gerecht empfunden – so viel kann keine Arbeit wert sein.”

Ingrid Schmidt, Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts (BAG), hat eine klare Meinung zur aktuellen Diskussion um die Höhe von Managergehältern.
faz.net

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Streit über Auftritte türkischer Politiker in Europa
Politiker fordern Abzug der Bundeswehr aus Incirlik
IS-Kämpfer soll für Terrordrohung in Essen verantwortlich sein
US-Außenpolitiker verurteilen Trumps Einreisebann

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Betrügerisches Deutschland: 44 Prozent der Deutschen, zeigt eine aktuelle Umfrage, haben ihre Ferien schon mal auf Krankenschein verlängert. Es ist bei weitem nicht der einzige Schwindel-Klassiker, wie die Studie im Auftrag des Berliner Cashback-Portals Shoop nahelegt. Demnach haben 20 Prozent schon einmal ein privates Dinner als Geschäftsessen deklariert. Immerhin 17 Prozent erschleichen sich Neukundenrabatte, indem sie Verträge kündigen und auf den Namen ihres Partners neu abschließen. 15 Prozent legen abgelaufene oder gänzlich gefälschte Studentenausweise vor, um günstiger an Fahrkarten, ins Theater oder Kino zu kommen.
tagesspiegel.de

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