Morgenlage Wirtschaft am Mittwoch, 6. Dezember 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Mittwoch, 6. Dezember 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

EU beschließt Schwarze Liste der Steueroasen: Die EU-Finanzminister wollen Drittstaaten zu mehr Steuertransparenz und Datenaustausch verpflichten. Deswegen wurde erstmals eine “Schwarze Liste” mit 17 Steueroasen beschlossen: Bahrain, Barbados, Grenada, Guam, Macau, die Marschall-Inseln, die Mongolei, Namibia, Palau, Panama, Samoa, Amerikanisch-Samoa, St. Lucia, Südkorea, Trinidad und Tobago, Tunesien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die EU wirft den genannten Staaten vor, nicht genug zu tun, um Steuerflucht zu bekämpfen. Außerdem stehen 45 weitere Länder unter Beobachtung.
faz.net , sueddeutsche.de

Deutschland und Frankreich befürchten Steuerdumping in den USA: Die von US-Präsident Donald Trump geplante Steuerreform stößt in Europa auf Widerstand. Vor allem Deutschland und Frankreich wollen prüfen, ob es sich dabei um eine Form von Steuerdumping handelt. “Wir müssen die amerikanischen Vorschläge daraufhin überprüfen, inwieweit sie für den Steuerwettbewerb zwischen den Staaten Voraussetzungen verändern”, sagte etwa der geschäftsführende deutsche Finanzminister Peter Altmaier. Auch deutsche Industrieverbände sehen schwere Nachteile für europäische Unternehmen.
spiegel.de, sueddeutsche.de

Kraftfahrt-Bundesamt prüft BMW: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat einen ersten Erfolg im Fall BMW erzielt: Als Konsequenz aus ihren Messungen zu möglichen Manipulationen der Abgasreinigung beim Modell 320 d teilte das Bundesverkehrsministerium am Dienstag mit, dass das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) dem Fall nachgehe. Die DUH verlangt aber darüberhinaus Auskunft darüber, welche Abschalteinrichtungen bei Diesel-Pkw dem KBA bekannt sind. DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch sagte, seine Organisation habe dafür eine Frist von vier Wochen gesetzt. “Jeder Autofahrer hat Anspruch darauf zu wissen, ob sein Auto eine Abschalteinrichtung hat”, sagte Resch zur Begründung.
tagesspiegel.de, spiegel.de, sueddeutsche.de

Brief Dumping: Ermittlungen gegen Deutsche Post: Die Wettbewerbsbehörden ermitteln gegen die Deutsche Post wegen Briefdumping. Im Zentrum steht die Compador Dienstleistungs GmbH, eine Tochtergesellschaft. Die Firma sammelt bei Großversendern wie Unternehmen, Banken, Behörden und Versicherungen Briefe ein, sortiert sie und übergibt sie der Post, die sie dann zustellt. Seit zehn Jahren muss die Post den Markt für andere Anbieter ohne Zustellnetz öffnen, mit der eigenen Tochter mischt die Post hier mit. Für die Dienstleistung gibt es Rabatte, die die Dienstleister an ihre Kunden weitergeben können. Weil die Firma Verluste macht, ist womöglich der einzige Grund für die Existenz, die Preise gegenüber anderen Anbietern zu drücken.
faz.net, spiegel.de, handelsblatt.com

Ausländische Autohersteller wollen sich nicht am Dieselfonds beteiligen: Die ausländischen Autohersteller in Deutschland stellen sich stur. Sie werden keinen Cent zur Finanzierung des nationalen Dieselfonds zur Verbesserung der Luft in deutschen Städten beisteuern. Das sei eine staatliche und kommunale Aufgabe, sagte Reinhard Zirpel, Präsident des Verbandes der Autoimporteure am Dienstag in Frankfurt am Main. Der Verband der deutschen Automobilindustrie VDA fordert eine Beteiligung der Importeure zur Schließung der Lücke von 250 Millionen Euro, die von den Auto-Herstellern gefordert wird.
tagesspiegel.de

Deutsche Bauern fürchten afrikanische Schweinepest: Deutschlands Bauern sorgen sich, dass die Afrikanische Schweinepest hierzulande ausbrechen könnte. Die Krankheit war in Europa zunächst in Georgien festgestellt worden, hat inzwischen aber auch die Nachbarländer Tschechien und Polen erreicht. “Das Thema beschäftigt uns sehr”, sagte Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied am Dienstag in Berlin. Griffe die Pest auf Deutschland über, hätte das “desaströse Auswirkungen”.
tagesspiegel.de

Designierter US-Notenbankchef Powell passiert Bankenausschuss des Senats faz.net
Mi-Pad: Apple gewinnt Markenstreit gegen chinesischen Hersteller Xiaomi spiegel.de
Siemens will RWE-Chefkontrolleur Werner Brandt in Aufsichtsrat holen handelsblatt.com

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Rekordergebnisse für Fluglinien: Trotz Air-Berlin-Pleite und der Insolvenz bei Alitalia sieht der Weltluftfahrtverband IATA rosige Zeiten für die internationale zivile Luftfahrt. Für 2018 wird mit 38,4 Milliarden Dollar ein neuer Gewinnrekord in der Branche erwartet. Auch das Jahr 2017 wirft mit 34,5 Milliarden Dollar ein stolzes Ergebnis ab. Zu dem Ergebnis tragen zwar alle Weltregionen bei. Vor allem die stark gebeutelte europäische Luftfahrt konnte sich aber konsolidieren.
spiegel.de

Werber entdecken das Sport-Marketing: Immer mehr Werbefirmen entdecken das Sport-Marketing für sich. Geschäftsfelder für neue Firmen sind das Management von Athleten, die Organisation von Events und das relativ neue Phänomen des E-Sports. “Sport ist eines der emotionalsten Umfelder für Unternehmen”, sagte etwa der frühere Profi-Tennisspieler Lars Zimmermann, der für die Düsseldorfer Werbeagentur Grey Sports arbeitet. Die Anforderungen und Möglichkeiten würde seiner Einschätzung nach stetig steigen und der Markt sich ständig weiterentwickeln.
handelsblatt.com

– ANGEZÄHLT –

Um 67,6 Prozent sind seit 2013 die Grundkosten für einen Stromanschluss gestiegen. Sie wurden im Schnitt von 36,10 Euro auf 60,50 angehoben. Vor allem Kleinverbraucher trifft dieser Preisanstieg, während größere Haushalte und Gewerbe von stabilen Arbeitspreisen pro Kilowattstunde profitieren.
tagesspiegel.de

– ZITATE –

“Wir glauben, dass der Schlaf einer von drei Pfeilern ist, die das Wohlbefinden bestimmen. Sport ist einer, damit werden Adidas und Nike assoziiert. Gesundes Essen ist ein weiterer. Mit Casper wollen wir die Marke für guten Schlaf werden, das Nike des Schlafens.”

Philip Krim, Chef des Matratzen-Start-ups Casper, will, dass jeder bei “Schlafen” sofort an seine Matratzen denkt.
sueddeutsche.de

“Langfristig betrachtet rechne ich damit, dass Bitcoin wertlos werden könnte.”

Thomas Peterffy, Gründer und Chef von Interactive Brokers, gilt als Pionier der Branche und ist bei interessanten Phänomen auf den internationalen Finanzmärkten stets auf der Höhe der Zeit.
nzz.ch

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Trump will US-Botschaft nach Jerusalem verlegen
Anis Amri hatte engere IS-Verbindungen als bekannt
Schulz macht Überraschungsbesuch bei Grünen
Deutschtürken zeigen sich loyal zu Erdogan

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Winklevoss-Zwillinge sind erste Bitcoin-Milliardäre: Die Zwillinge Cameron and Tyler Winklevoss sollen die ersten bekannten Bitcoin-Milliardäre sein. Bekannt sind die Brüder, weil sie Facebook-Gründer Mark Zuckerberg einst des Ideenklaus bezichtigt hatten und dafür in einem Vergleich 65 Millionen Dollar bekommen haben. Teile des Geldes, rund 11 Millionen, haben sie gut investiert, denn damals hat der Bitcoin nur 120 Dollar pro Münze gekostet. Heute sind es 11.000 Dollar.
spiegel.de

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