Morgenlage Wirtschaft am Mittwoch, 15. März 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Mittwoch, 15. März 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Ab heute Streikpause: Im Tarifkonflikt des Bodenpersonals an den Berliner Flughäfen verzichtet die Gewerkschaft Verdi auf weitere Streiks bis einschließlich des Wochenendes. Der laufende Ausstand werde wie geplant Mittwoch früh gegen 5 Uhr beendet, kündigte Verdi-Streikleiter Enrico Rümker am Dienstag an. Anschließend werde sich der Betrieb auf den beiden Flughäfen schrittweise wieder normalisieren.
tagesspiegel.de, faz.net

Volkswagen versucht den Neuanfang: Im vergangenen Jahr hatte der inzwischen weltgrößte Autokonzern mit seinen zwölf Marken trotz weiterer Belastungen durch die Dieselaffäre einen Betriebsgewinn von 7,1 Milliarden Euro eingefahren. Während die Hauptmarke VW, die die größte Last des Umbaus tragen muss, einen Rückgang beim Betriebsergebnis verbuchte und auch Audi Federn ließ, glänzten Porsche und Seat mit einem deutlichen Gewinnplus. Für das laufende Jahr bekräftigte der Konzern das Ziel, den Umsatz um bis zu vier Prozent zu steigern und eine operative Rendite zwischen 6,0 und 7,0 Prozent einzufahren.
tagesspiegel.de

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Verkauf von Hamburg Süd an Maersk: Der dänische Konzern A.P. Möller-Maersk hat sich mit der Oetker-Gruppe auf Einzelheiten zum Kauf der Reederei Hamburg Süd geeinigt. Der Kaufvertrag ist am Dienstag unterschrieben worden. Der Bielefelder Nahrungsmittelkonzern und Maersk hatten bereits im vergangenen Jahr einen Vorvertrag unterzeichnet. Zum Kaufpreis wurden bislang keine Angaben gemacht. Die Gremien müssen noch zustimmen.
handelsblatt.com

Weniger Insolvenzen: 2016 gab es so wenig Firmenpleiten wie noch nie seit der Einführung er neuen Insolvenzordnung im Jahr 1999. Das Statistische Bundesamt teilte mit, dass die Gesamtzahl auf 21.518 Fälle gesunken ist. 6,9 Prozent weniger als 2015. Überhaupt sind die Insolvenzen seit der Wirtschafts- und Finanzkrise im Jahr 2009 rückläufig. Anders sieht es bei den Forderungen von Gläubigern aus. Diese sind von 17,3 Milliarden auf 27,4 Milliarden Euro gestiegen.
faz.net

Integration von Flüchtlingen im Arbeitsmarkt: Die OECD hat einen neuen Bericht zur deutschen Flüchtlingspolitik erstellt. Knapp jeder zehnte der in Deutschland registrierten Arbeitsuchenden ist ein Flüchtling. Und 400.000 Asylbewerber, deren Verfahren beendet ist, sind bereits im Hartz-IV-System angekommen, die meisten suchen händeringend Arbeit. Diejenigen, die bereits einen Job gefunden haben, kommen durchaus klar. 85 Prozent der Unternehmen erlebten nur wenige oder keine Schwierigkeiten im Arbeitsalltag, mehr als 80 Prozent sind auch mit der Arbeitsleistung zufrieden.
handelsblatt.com

Kopftuchurteil des EuGH: Nach einem Urteil des EuGH dürfen Unternehmen ihren Mitarbeitern unter bestimmten Umständen das Tragen von religiösen Symbolen wie Kopftüchern verbieten. Es sei zulässig im Kundenkontakt sich weltanschaulich neutral zu verhalten. Zustimmung kommt zum Beispiel von der CDU. “In Europa gelten die Werte Europas”, sagt der Europapolitiker Manfred Weber. Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, fürchtet hingegen Diskriminierung.
welt.de

Ölförderung gestiegen: Preise fallen wieder spiegel.de
Präsident der Volks- und Raiffeisenbanken zweifelt an Zukunft des Euro welt.de
Alexander Dobrindt bestätigt Bahn-Personalie Richard Lutz n-tv.de

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– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Besseren Investitionsschutz für schnelles Internet: Ultraschnelle Internetanschlüsse mit Leistungen von mindestens 1.000 Megabit je Sekunde sollen bis 2025 zum Maß der Dinge werden. Doch das wird teuer. 100 Milliarden Euro, so hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt in diesen Tagen erklärt, wird der Ausbau des Glasfasernetzes bis in die Wohnungen kosten. Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, kann es nicht schnell genug gehen. Mann könne nicht warten, bis der Markt alles regle, dann würde man das Kostbarste verspielen, was es in der digitalen Welt gebe, nämlich Zeit. Ein besserer Investitionsschutz so Homann soll den Ausbau erleichtern.
faz.net

Trumps Abhängigkeit vom Ausland: Donald Trumps Drohungen gegen die deutsche Wirtschaft sind fragwürdig und werden vom deutschen Maschinenbau eher belächelt. Die Abhängigkeit der USA vom Ausland ist wirtschaftlich größer, als es Trump lieb sein kann. Nach Jahrzehnten der Globalisierung stellen die USA längst nicht mehr alles selber her, was sie zum Betrieb der eigenen Industrie brauchen. Dazu gehören auch viele Maschinen – eines der wichtigsten deutschen Exportgüter. Knapp ein drittel der Maschinen in den USA kommen aus dem Ausland. Neben Deutschland vor allem aus China und Mexiko – beides Länder, denen Trump mit einem Handelskrieg gedroht hat.
spiegel.de

– ANGEZÄHLT –
Durchschnittlich 21 Prozent weniger Lohn bekamen Frauen im vergangenen Jahr für gleiche Arbeit im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen. Ein leichter Rückgang. 2015 waren es noch 22 Prozent.
tagesspiegel.de

– ZITATE –

“Im Kern bedeuten die Pläne mehr Staat, mehr Bürokratie sowie Erhöhung von Erbschaftsteuer, Wiedereinführung der Vermögensteuer und Erhöhung des Spitzensteuersatzes.”

Der stellvertretende Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) kritisiert den Zehn-Punkte-Reformplan von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, der vor allem die Entlastung kleinerer und mittlerer Einkommen vorsieht.
faz.net

“Gehaltstransparenz ist kein Zwangs-FKK, sondern eine kluge Methode, Arbeit sexy zu machen.”

Henrike von Platen, Vergütungsexpertin des weltweit größten Netzwerkes berufstätiger Frauen (BPW), findet, deutsche Firmen sollten sich in Sachen Gehaltstransparenz ein Vorbild an amerikanischen oder kanadischen Unternehmen nehmen, wo der offene Umgang mit Gehältern sehr viel selbstverständlicher sei.
handelsblatt.com

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Regierung droht Türkei mit Einreiseverboten für Politiker
Salafistenorganisation “Islamkreis Hildesheim” verboten
Merkel warnt vor Hackerattacken auf Infrastruktur und Stromversorgung
UN weisen Kriegsverbrechen in Syrien nach

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Ich will keine Schokolade: Die Schweizer Schokolade ist den Deutschen zu teuer geworden. Der Verkauf im wichtigsten Absatzmarkt Deutschland ist im zweiten Jahr in Folge eingebrochen. Im vergangenen Jahr exportierten die Schweizer nur noch rund 17.400 Tonnen Schokolade nach Deutschland, das waren 19 Prozent weniger als im Jahr 2015. Auch der Umsatz ging im selben Zeitraum in ähnlicher Größenordnung zurück.
spiegel.de

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