Morgenlage Wirtschaft am Donnerstag, 7. September 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Donnerstag, 7. September 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Paydirekt braucht neues Geld: Für Ausgaben wie zum Beispiel Einrichtungskosten bei E-Commerce-Seiten will der Bezahldienst Paydirekt neues Geld von den beteiligten Banken einwerben. Die Firma hoffe auf einen dreistelligen Millionenbetrag, allein die Sparkassen sollten 100 Mio. Euro zuschießen. Die Firma kommt gegen den Konkurrenten Paypal nur schleppend voran. Während Paypal in Deutschland rund 19 Mio. Accounts zählt, kommt Paydirekt nur auf 1,3 Mio. Nutzer.
heise.de

Intel erringt Etappensieg: Der Europäische Gerichtshof verweist eine Milliarden-Strafe der europäischen Kommission gegen den Chiphersteller Intel aus dem Jahr 2009 zur erneuten Prüfung an das EU-Gericht. Der Konzern soll über Rabatte und exklusiv Deals andere Hersteller aus dem Markt gedrängt haben. Intel hatte gegen die Strafe Berufung eingelegt.
tagesschau.de

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Tagesspiegel Wirtschaftsclub lädt ein: „Wie Wahlen gewonnen werden” Wahlanalyse mit Matthias Jung, Forschungsgruppe Wahlen, Donnerstag, 28. September 2017, 19.00 Uhr, anschließend Get-together, Anmeldung: wirtschaftsclub@tagesspiegel.de Der Club richtet sich an UnternehmerInnen und Führungskräfte.

Nordea flüchtet aus Schweden: Die schwedische Großbank Nordea verlagert ihren Hauptsitz nach Finnland. Durch den Umzug entgeht das Institut der schärferen Regulierung im Heimatland. Nach eigenen Angaben wird die Bank nun genauso scharf reguliert wie ihre europäischen Wettbewerber. Das Geldhaus, immerhin ein ehemaliger Staatsbetrieb, will durch den Umzug rund 1 Milliarde Euro sparen.
nzz.ch

Kleineres Kabinen-Gepäck: Ryanair streicht die Handgepäckgröße zusammen. Handelsübliche Trolleys dürfen ab November nicht mehr in die Kabine. Ab dann ist nur noch eine Tasche mit den Maßen 35 mal 20 mal 20 Zentimeter erlaubt. Weil die Airline für aufgegebenes Gepäck Zusatzgebühren erhebt, haben viele Fluggäste die Menge des Handgepäcks routiniert ausgereizt – zuviel für die Gepäckablagen in der Kabine.
spiegel.de

Trump kann US-Notenbank früher umbauen: Stan Fischer, 73 und Vize-Chef der US-Zentralbank Federal Reserve, tritt aus persönlichen Gründen zurück. Sein Mandat lief eigentlich noch bis Juni 2018. US-Präsident Trump hat dadurch früher als erwartet eine Gelegenheit, das Direktorium umzubauen. Die Amtszeit von Fed-Chefin Janet Yellen läuft noch bis Februar.
manager-magazin.de

UBS wächst in Lateinamerika: Die Schweizer Großbank UBS übernimmt einen Teil des südamerikanischen Geschäfts von der britischen Bank HSBC. Sowohl Kunden im Wealth-Management als auch rund 40 Mitarbeiter wechseln die Bank.
handelsblatt.com

Hans Rudolf Wöhrl will kommende Woche ein Gebot für Air Berlin abgeben handelsblatt.com
In Italien und Spanien entspannen sich die Kreditkonditionen sueddeutsche.de
250 Apple-Mitarbeiter sind vom Ende der Schutzklauseln für illegal in die USA eingewanderte Kinder betroffen heise.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Viele Häuser sprengen Kostenrahmen: Drei von vier Eigenheimen, die in den vergangenen fünf Jahren in Deutschland gebaut wurden, kosteten mehr als geplant, bilanziert die Bauherren-Studie 2017. Bei jedem zehnten Haus lagen die Kosten bis zu 30 Prozent über dem Planungswert.
cash-online.de

Schröder soll geschäfteln dürfen: 56 Prozent der Bundesbürger hätten kein Problem damit, wenn Altkanzler Gerhard Schröder in den Aufsichtsrat des russischen Ölkonzerns Rosneft einziehen sollte, ergibt eine Yougov-Umfrage im Auftrag der Madsack-Zeitungen. 49 Prozent finden, sein Job bei Rosneft ginge die Öffentlichkeit nichts an.
spiegel.de

Langanhaltendes Wachstum: In Australien wächst die Wirtschaft seit 26 Jahren ohne Unterbrechung. Weder die Finanzkrise 2008 noch der Rückgang bei den Rohstoffpreisen 2015 brachten das Land in die Rezession. Ein stabiles Bankensystem, ein starker Dienstleistungssektor und gute Nachfrage im Tourismus, der Bildung und nach Immobilien tragen die Konjunktur.
dw.com

– ANGEZÄHLT –

1,99 Euro kostet derzeit ein Stück Butter beim Discounter Aldi – soviel wie seit der Euro-Einführung im Jahr 2002. Verbraucher achteten nicht mehr so stark auf den Fettgehalt der Produkte, außerdem haben die Exporte nach China stark zugelegt.
morgenpost.de

– ZITATE –

“Die Konkurrenz auf den Weltmärkten schläft nicht. Deswegen müssen wir innovationsfreundlich sein und die Zeichen der Zeit erkennen.”

Bundeskanzlerin Angela Merkel drängt auf mehr Engagement der deutschen Autobauer, um neue Antriebe in ihre Produkte zu bekommen.
sueddeutsche.de

“Der Brexit könnte zu einem riesigen Konjunkturprogramm für Frankfurt werden. Das Land Hessen und die Stadt Frankfurt müssen es nur wollen.”

Deutsche-Bank-Chef John Cryan sieht Frankfurt als Gewinner des Brexits.
welt.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Ungarn und Slowakei müssen Flüchtlinge aufnehmen
USA streben Öl-Embargo gegen Nordkorea an
Russland weist Giftgasvorwürfe der UN zurück
Erdogan rückt Merkel und Schulz in die Nähe von Nazis

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Abgeflogen: Ein Gericht in Moskau urteilt, dass die Fluggesellschaft Aeroflot ihren Stewardessen künftig nicht mehr vorschreiben darf, welche Kleidergrößen zulässig sind. Die Airline räumt auf Nachfrage unumwunden ein, nach Optik zu diskriminieren. Die Schikane war Teil einer Schönheits-Offensive, im Zuge derer nur noch junge, schlanke Flugbegleiterinnen auf der Langstrecke eingesetzt werden sollten. Der Schadenersatz für die Klägerin beschränkt sich auf magere 300 Euro.
derstandard.at

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