Morgenlage Wirtschaft am Donnerstag, 7. Dezember 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Donnerstag, 7. Dezember 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

DHL-Erpresser will gar kein Bargeld: Der Erpresser des Post-Dienstleisters DHL verlangt statt Geldscheinen offenbar Datengeld. Einen entsprechenden Bericht der „Bild“-Zeitung wollte die Polizei in Brandenburg zwar nicht offiziell bestätigen. Doch die Signale aus Ermittlerkreisen sind klar: Demnach fordert der Erpresser zehn Mio. Euro in der Kryptowährung Bitcoin. Damit will der Erpresser verhindern, dass er erkannt wird und seine Identität preis geben muss. Mit einem Code hat er einfachen Zugang zum Internetgeld, ohne dass er damit zurückverfolgt werden kann.
tagesspiegel.de

Apple gewinnt Markenrechtsstreit mit Xiaomi: Die Klage von Xiaomi gegen eine Entscheidung des EU-Parlaments hat das Gericht der EU abgewiesen. Die Richter bestätigten eine Verwechslungsgefahr zwischen den Marken „iPad“ und MiPad“; das chinesische Unternehmen darf seine Tablet-Marke in Europa nicht registrieren. Nach Ansicht des Gerichts ist sie der Apple-Marke iPad zu ähnlich. Diese Ähnlichkeit könnte Verbraucher in die Irre leiten und zu Verwechslungen führen.
zdnet.de

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Staatsanwaltschaft prüft Vorwürfe gegen BMW: Die Münchner Staatsanwaltschaft teilte mit, sie habe aufgrund der Berichterstattung ein Vorprüfungsverfahren eingeleitet. Zuvor hatten die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und das ZDF-Magazin “WISO” dem Konzern vorgeworfen, eine illegale Abschalteinrichtung für die Abgasreinigung zu verwenden. Die Staatsanwaltschaft prüft nun nach eigenen Angaben, ob genügend Verdachtsmomente vorliegen, um ein Ermittlungsverfahren einzuleiten. BMW wies die Vorwürfe zurück und hielt dagegen, in dem Test der Umwelthilfe seien bewusst untypische Fahrweisen im Randbereich erzwungen worden, um “plakative Emissionswerte” zu konstruieren.
spiegel.de

EU-Kommissarin will Roaming-Gebühren auch auf dem Balkan abschaffen: EU-Digitalkommissarin Marija Gabriel will bei einem Gipfel in Bulgarien im Mai 2018 einen Plan vorlegen, mit dem die Roaming-Gebühren zwischen der EU und den Staaten des Westbalkans abgeschafft werden sollen. Die Kommissarin will einen detaillierten Plan vorlegen, mit dem die Mobil-Gebühren in Mazedonien, Serbien, Montenegro und Bosnien-Herzegowina abgeschafft würden. Rechtsexperten der Kommission würden diesen Plan derzeit erarbeiten. Bulgarien richtet am 17. Mai einen EU-Westbalkan-Gipfel in Sofia aus. Das Land übernimmt ab Januar die EU-Ratspräsidentschaft.
tagesspiegel.de

Außenminister Gabriel will europäischen Währungsfonds: Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, den Posten eines Europäischen Wirtschafts- und Finanzministers zu schaffen. Außerdem soll der Europäische Stabilitätsmechanismus in einen Europäischen Währungsfonds umgebaut werden. Sigmar Gabriel begrüßte die Vorschläge und mahnte, die Antwort dürfe Deutschland nicht mit dem verengten Blick nach dem Motto suchen, was werde uns das kosten. Der Versuch, den großen Reformbedarf auszusitzen, sei naiv und schlichtweg gefährlich für das europäische Projekt. Es gehe bei der Reform der Eurozone nicht um wirtschaftliche Eckdaten, sondern um den Erhalt europäischer Demokratien und Werte.
spiegel.de, zeit.de

Bitcoin steigt erstmals über 12.000 US-Dollar: Der Kurs des Bitcoin ist am Mittwoch erstmals über 12.000 US-Dollar gestiegen. Auf der bekannten Handelsplattform Bitstamp kletterte der Wert einer Einheit der Digitalwährung am Morgen bis auf gut 12.345 Dollar. Die baldige Einführung von Terminkontrakten auf Bitcoins sorgt für Auftrieb bei der Digitalwährung – denn damit stößt die Digitalwährung ins traditionelle Finanzgeschäft vor. Die US-Börse CBOE will bereits Ende der Woche den ersten Bitcoin-Future in den Handel bringen. Eine Woche später will der weltweit größte Börsenbetreiber, die Chicago Mercantile Exchange Group (CME), folgen.
handelsblatt.com

VW-Manager in den USA zu sieben Jahren Haft verurteilt: Das US-Gericht sah es als erwiesen an, dass der Manager die Abgasmanipulationen bei Volkswagen lange Zeit vertuscht hatte. Oliver S. hatte sich schuldig bekannt, sonst hätte ihm womöglich eine noch härtere Strafe gedroht. Zudem muss er eine Geldstrafe von 400.000 Dollar leisten. Damit zeigte das Gericht maximale Härte – das Strafgesetzbuch sieht für die Schmidt zur Last gelegten Verbrechen bis zu sieben Jahre Haft und eine Geldstrafe zwischen 40.000 und 400.000 Dollar vor.
tagesspiegel.de

Markenhersteller dürfen Verkauf über Amazon verbieten spiegel.de
Lufthansa liefert sich mit Easyjet jetzt Preiskampf welt.de
Daten von 31 Millionen Nutzern der App ai.type Keyboard geleakt heise.de
Deutsche Post beschafft sich frisches Geld in Milliardenhöhe handelsblatt.com

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Kfz-Versicherung noch kündigen: Am 30. November lief die Kündigungsfrist der meisten Kfz-Versicherungen ab und nichtgekündigte Policen haben sich automatisch um ein Jahr verlängert. Was viele Versicherte ärgert: Die Beitragsrechnungen ihrer Kfz-Versicherungen haben sie meist erst Mitte November erhalten. Oder sogar erst Anfang Dezember. Zu spät, um rechtzeitig die Preise zu vergleichen und noch zu wechseln. Mit dem Sonderkündigungsrecht können Versicherte nach dem Stichtag Ende November auch aus ihrer Versicherung aussteigen, wenn der Anbieter seinen Beitrag erhöht. Dann haben Kunden einen Monat Sonderkündigungsrecht nach Zugang des Schreibens mit der Preiserhöhung.
bild.de

Technologietitel werden verkauft: Wenige Minuten nach der Handelseröffnung an der Wall Street verlor der Standardwerteindex Dow Jones 0,1 Prozent und der technologielastige Nasdaq büßte 0,4 Prozent ein. Investoren beurteilten die Aussichten der Technologiewerte zwar weiterhin positiv, sagte Andre Bakhos, Geschäftsführer des Vermögensverwalters Janlyn. Weil die Kurse in den vergangenen Monaten aber überdurchschnittlich gestiegen seien, machten einige Anleger Kasse und schichteten Geld in andere Branchen um. Die Aktien von Apple, Amazon, Microsoft, Facebook und der Google-Mutter Alphabet gaben bis zu 1,9 Prozent nach.
handelsblatt.com

Trump trifft Schweizer Banken: Die Steuersenkungspläne in den USA könnten erhebliche Folgen haben für die Bilanzen der beiden Schweizer Großbanken Credit Suisse (CS) und UBS. Falls es tatsächlich so kommt wie geplant, wären CS und UBS schlagartig zu enormen Abschreibungen gezwungen. Beide Banken haben mit ihren Geschäften in Übersee in früheren Jahren hohe Verluste eingefahren. Diese Verluste führen in den Bilanzen zu steuerlichen Verlustvorträgen, welche die tatsächlichen Steuerlasten in den Folgejahren minderten respektive in der Zukunft noch mindern. Wenn jedoch die Steuerbelastung in den USA sinkt, reduziert sich auch der Wert der noch bestehenden Verlustvorträge. Folglich drohen happige Abschreibungen.
faz.net

– ANGEZÄHLT –

Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung haben 1,8 Millionen Beschäftigte im vergangenen Jahr weniger als 8 Euro 50 je Stunde verdient. Der gesetzliche Mindestlohn wird offenbar längst nicht in allen Betrieben gezahlt.
handelsblatt.com

– ZITATE –

“Für mich besteht die rote Linie darin, den besten Brexit für Großbritannien zu ermöglichen.”

Der britische Brexit-Minister David Davis hat eine mögliche Angleichung des britischen Handelssystems nach dem Brexit an den Binnenmarkt und die Zollunion ins Spiel gebracht. Dadurch, so die Hoffnung, könnte ein von der DUP abgelehnter handelspolitischer Sonderstatus für Nordirland vermieden werden.
faz.net

“Extrapoliert man die derzeitige Wirtschaftsaufhellung, ist es kaum vorstellbar, dass wir das derzeitige Volumen unserer Ankäufe noch einmal erhöhen müssten.”

EZB-Direktor Yves Mersch rechnet wegen der anhaltenden wirtschaftlichen Erholung derzeit nicht mehr mit einer erneuten Aufstockung der Anleihenkäufe.
handelsblatt.com

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

USA erkennen Jerusalem als Hauptstadt Israels an
De Maiziere für Initiative mit SPD zum Familiennachzug
Neue Jobs für Ex-Ministerpräsidenten Albig und Kraft
Regierung für längere Amtzeit von Nato-Generalsekretär Stoltenberg

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Kreml will Olympia 2018 nicht boykottieren: Nach dem IOC-Urteil zum russischen Dopingskandal hat Russlands Präsident Wladimir Putin einen Boykott der Olympischen Winterspiele 2018 durch sein Land ausgeschlossen. Putin stellte Russlands Sportlern einen Start bei den Spielen in Südkorea frei. Moskau werde die Sportler nicht daran hindern, an den Wettbewerben teilzunehmen. Zugleich kritisierte Putin die Entscheidung des IOC als politisch motiviert.
tagesspiegel.de

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