Morgenlage Wirtschaft am Dienstag, 8. August 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Dienstag, 8. August 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Porsche prüft schnellen Dieselausstieg: Nach einem Exklusivbericht der FAZ prüft Porsche derzeit, ob ein schneller Ausstieg aus der Diesel-Technologie möglich ist. So soll es zum Beispiel vom neuen Cayenne, der im September auf der IAA in Frankfurt präsentiert wird, kein Diesel-Modell mehr geben. “In Bezug auf den Diesel spielen wir verschiedene Szenarien durch”, bestätigt ein Porsche-Sprecher. Eine Alternative wäre ein “sanfter Ausstieg”. In diesem Fall wäre der Cayenne dann das letzte Modell, das mit einem Diesel-Antrieb gebaut werden würde.
faz.net

Eierskandal: Ermittlungen gegen deutsche Landwirte: Im Eierskandal wird nun auch die deutsche Justiz aktiv. So ermittelt die Staatsanwaltschaft Oldenburg gegen niedersächsische Landwirte, die gegen das Lebensmittel- und Futtermittelgesetz verstoßen haben sollen. In den betreffenden Betrieben wurden Eier positiv auf das Insektizid Fipronil getestet.
faz.net

Bafin prüft Verfahren gegen Daimler und VW: Die Finanzaufsicht Bafin prüft, ob Volkswagen und Daimler die Anleger zu spät über ihre Selbstanzeige im Zusammenhang mit den Kartellabsprachen in der Autobranche informiert hatten. Der Hintergrund: Börsennotierte Unternehmen müssen mit sogenannten Ad-hoc-Mitteilungen ihre Aktionäre informieren, wenn Vorgänge den Aktienkurs erheblich beeinflussen könnten.
spiegel.de

Anhörung soll über Kengeters Zukunft entscheiden: Dem Chef der Deutschen Börse Carsten Kengeter droht möglicherweise der Rauswurf. Die Börsenaufsicht Bafin und das hessische Wirtschaftsministerium sehen unabhängig von einem Verfahren der Staatsanwaltschaft die Eignung Kengeters als Börsenchef in Frage gestellt. Beide Behörden wollen eine Anhörung erreichen. Über die Tochterunternehmen Eurex und Clearstream könnte die Bafin ein Inhaberkontrollverfahren gegen den Mutterkonzern einleiten, wenn sie Zweifel an dessen Führung hat.
spiegel.de

Opec-Treffen in Abu Dhabi: Die Disziplin in der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) bei der Durchsetzung der beschlossenen Förderbeschränkung lässt zu wünschen übrig. Das Öl-Kartell hat Mitglieder und die zehn Partnerländer nach Abu Dhabi zu einer zweitägigen Konferenz eingeladen, um einen Ausweg aus der Überproduktion zu finden. Vor allem die Vereinigten Arabischen Emirate und das Bürgerkriegsland Irak haben laut Commerzbank nur 30 Prozent der vereinbarten Kürzungen realisiert. Ecuador und das Partnerland Kasachstan haben bereits im Vorfeld erklärt, bei den Förderkürzungen nicht mitzumachen.
handelsblatt.com

Gründen in Berlin ist leichter: Die Gründer der Hauptstadt sind mit ihrem Standort äußerst zufrieden. 96 Prozent finden die Voraussetzungen in Berlin gut oder sehr gut, wie eine Umfrage der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC zeigt. Bundesweit liegt der Wert nur bei 86 Prozent. Vor allem bei so entscheidenden Fragen wie der Mitarbeitersuche und der Finanzierung haben es Berliner Start-ups leichter. 84 Prozent der Start-ups in Deutschland finanzieren die Geschäftsidee am Anfang aus eigenen Ersparnissen oder mit Hilfe von Familie und Freunden. Doch in Berlin wurde immerhin jede fünfte junge Firma im Zuge ihrer Gründung auch von früheren Gründern unterstützt, die nach einem Verkauf des Unternehmens ihr Geld in andere Start-ups investieren.
tagesspiegel.de

Insolvenzverfahren bedroht Dunkin’ Donuts-Filialen in NRW und Berlin spiegel.de
Uber soll defekte Autos mit Brandgefahr eingesetzt haben handelsblatt.com
Verbraucherschützer werfen O2 Tricksereien beim Roaming vor sueddeutsche.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Google und die Frauen: Google steht derzeit wegen der Benachteiligung von Frauen in der Kritik. Das US-Arbeitsministerium untersucht, ob es systematische Unterschiede bei der Bezahlung von Männern und Frauen in dem Konzern gibt. In den letzten Tagen ist ein Schriftstück von einem anonymen Entwickler aufgetaucht, den geringen Anteil von Frauen in der Technologiebranche mit “biologischen” Unterschieden rechtfertigt. Männer verfügten über “natürliche Fähigkeiten”, die sie zu besseren Programmierern machten. Auch in der deutschen Start-up-Szene kommt es immer wieder von Beschwerden von Frauen wegen Belästigungen am Arbeitsplatz.
tagesspiegel.de, sueddeutsche.de

Billige Kleidung übers Smartphone Shoppen: Das Fachmagazin Gründerszene und KPMG kürten den Online-Discounter Lesara im Vorjahr zum wachstumsstärksten Start-up Deutschlands. Um 1425 Prozent hatte der Umsatz in den vergangenen drei Jahren zugelegt. In diesem Jahr soll die Grenze von 150 Millionen Euro durchbrochen werden. Das Unternehmen stößt in eine Lücke: H&M nimmt nur in gut der Hälfte aller Märkte überhaupt Bestellungen im Netz an. Die boomende Billigkette Primark bietet derweil gar keinen Online-Shop, obwohl viele Fans schon seit Jahren danach fragen. In genau diese Lücke stößt nun Lesara. Das Unternehmen bietet Kleidung besonders günstig an. Dazu kommt noch Schnickschnack wie aufblasbare Brezeln für den Pool oder Solar-Leuchten in Bienenform.
digitalpresent.tagesspiegel.de

– ANGEZÄHLT –

71 Prozent der deutschen Berufstätigen sind auch im Urlaub für Kollegen und auch den Chef erreichbar.
faz.net

– ZITATE –

“Computerwissenschaft ist die neue Alphabetisierung. Das ist ein großes Problem. Wir sind im Mittelalter.”

Vishal Sikka, Chef des indischen IT-Dienstleisters Infosys, will in den kommenden Jahren 10.000 Computerwissenschaftler einstellen und fordert daher mehr Ausbildung im Programmieren.
blogs.faz.net

“Wir bewerten jedes Event, um den besten Weg zur Interaktion mit unseren Kunden zu finden.”

Eine Tesla-Sprecherin bestätigte am Montag, dass der Elektroautobauer nicht an der Automobilmesse IAA im September in Frankfurt vertreten sein wird.
handelsblatt.com

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Niedersachsens Opposition wusste 2016 von VW-Absprachen
Regierung weist Lindner-Vorstoß zu Russland zurück
Schiff der Identitären vor tunesischer Küste blockiert
Bundespräsident Steinmeier würdigt Kulturmanager Roth

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Die älteste App-Entwicklerin der Welt: Die 82-jährige Masako Wakamiya ist die älteste App-Entwicklerin der Welt. Im Juni war sie die älteste Teilnehmerin bei der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC und zog sogar die Aufmerksamkeit von Apple-Chef Tim Cook auf sich. “Im Zeitalter des Internets hat es Auswirkungen auf das tägliche Leben, wenn man mit dem Lernen aufhört”, erklärt Wakamiya ihre Motivation. Außerdem störte sie, dass es keine Apps für ältere Menschen gebe. Eine ihrer Entwicklungen: “Hinadan”, ein Spiel, in dem die Spieler Zierpuppen in traditionellen japanischen Kostümen in einer bestimmten Reihenfolge ordnen müssen.
faz.net

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