Morgenlage Wirtschaft am Dienstag, 2. Januar 2018

Für Wirtschafts-Entscheider am Dienstag, 2. Januar 2018

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Großbanken prognostizieren weiteres Wirtschaftswachstum: Konjunkturforscher und Volkswirte deutscher Großbanken gehen von einem weiteren Wachstum aus, sollten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht grundlegend ändern. Die deutsche Wirtschaft sei so gut aufgestellt, wie seit vielen Jahren nicht mehr. Die deutsche Konjunktur laufe im Moment mehr als rund, sagt Allianz-Volkswirt Rolf Schneider. Die DZ-Bank geht von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,2 Prozent aus, die Allianz rechnet sogar mit einem Plus von 2,4 Prozent.
tagesspiegel.de

Bundesagentur mit Plus von 5,5 Milliarden: Dank der boomenden Konjunktur hat die Bundesagentur für Arbeit erneut einen Überschuss erreicht. Ursprünglich rechnete der Vorstand mit einem Überschuss von 1,5 Mrd. Euro. Weil das Finanzpolster der Bundesagentur für Arbeit damit auf 17,0 Milliarden Euro wächst, werden Forderungen nach geringeren Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung lauter. Die Behörde hält Beitragssenkung erst ab Rücklagen von 20 Mrd. Euro für sinnvoll.
zeit.de

Handwerkspräsident nennt VW-Forderung kundenfeindlich: Den Vorschlag von VW-Chef Müller, die Dieselsubventionen auslaufen zu lassen, hat Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer als kundenfeindlich kritisiert. Diese Fahrzeuge seien dem Handwerk auch mit dem Argument geringeren Verbrauchs und wegen des günstigen Kraftstoffs verkauft worden, sagte er dem “Tagesspiegel”. Um Fahrverbote zu vermeiden, seien Nachrüstungen erforderlich. Im Handwerk stehe man für Fehler und Mängel gerade und bringe das in Ordnung, betonte Wollseifer. Nichts anderes erwarte man von den Autoherstellern.
tagesspiegel.de

Reaktor B in Gundremmingen ist abgeschaltet: Nach fast 34 Jahren Laufzeit ist Block B des Atomkraftwerks Gundremmingen in Bayern am Montag endgültig vom Netz genommen worden. Wie ein Sprecher mitteilte, wurde der Reaktor am Mittag abgeschaltet. Damit sind in Deutschland jetzt nur noch sieben Atomkraftwerke in Betrieb. Auch sie sollen aber bis Ende 2022 nach und nach vom Netz genommen werden. Die Bundesregierung hatte den Atomausstieg 2011 nach der Katastrophe im japanischen Fukushima beschlossen.
spiegel.de

Stecknadeln in Lebensmitteln entdeckt: Zunächst wurden in Backwaren eines Offenburger Supermarkts Stecknadeln gefunden, jetzt sind zwei weitere präparierte Lebensmittel entdeckt worden. Nach Angaben der Polizei wurde niemand verletzt. Ein Kunde hatte in einer Mitte Dezember gekauften Packung Toastbrot eine Nadel gefunden, eine Kundin fand zwei Stecknadeln in einem Salami-Snack. Bislang wurden fünf Fälle gemeldet.
swr.de

Saudi-Arabien führt Mehrwertsteuer ein spiegel.de
Stromnetz unter Druck: Tennet meldet Rekordkosten für Noteingriffe heise.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Zahl der gesetzlich Versicherten auf Rekordhoch: Anfang dieses Monats waren 72,7 Millionen Menschen und damit so viele wie noch nie in der gesetzlichen Krankenversicherung. Während gut 129.000 Menschen die Gesetzliche für ein privates Unternehmen verlassen hätten, seien mehr als 130.000 den umgekehrten Weg gegangen, sagte Doris Pfeiffer, Chefin des Krankenkassen-Spitzenverbandes. Bei den anstehenden Sondierungen von Union und SPD gehört das Thema Bürgerversicherung zu den zentralen Streitpunkten.
zdf.de

Gesetzesänderungen treten in Kraft: Mit beginn des neuen Jahres ist beispielsweise der Grundfreibetrag bei der Einkommenssteuer bei Ledigen auf 9.000 Euro, bei Paaren auf 18.000 gestiegen. Das Kindergeld wird um zwei Euro pro Monat erhöht. Bei der Krankenversicherung sinkt der Zusatzbeitrag, den Kassenpatienten allein tragen im Schnitt von 1,1 auf 1,0 Prozent des Bruttolohns. Der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung reduziert sich von 18,7 auf 18,6 Prozent.
faz.net

– ANGEZÄHLT –

1 Milliarde Euro hat der Netzbetreiber Tennet für Noteingriffe bezahlt. Grund ist die regionale Unwucht der Energiewende. Diese setze die Stromnetze unter Druck.
heise.de

– ZITAT –

“Es entstehen weiter viele neue Stellen. Aber es wird immer schwieriger, eine freie Stelle mit der richtigen Arbeitskraft zu besetzen.”

Bayern-LB-Volkswirt Stefan Kipar fürchtet, dass sich der Arbeitsmarkt zum Flaschenhals das Wachstum entwickeln könnte.
tagesspiegel.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Forderungen nach Debatte über Gewalt
Merkel ruft zu mehr Zusammenhalt auf
Tote bei Protesten im Iran
Union und SPD streiten über Bildungspolitik

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Italienisches Modelabel nennt sich “Steve Jobs”: Apple hat sich den Namen des Firmengründers nicht schützen lassen, deswegen haben zwei Brüder aus Italien ihr Modeunternehmen nach dem verstorbenen Visionär benannt. Apple klagte und unterlag. Das Unternehmen kann nun T-Shirts und Jeans mit dem Aufdruck und Label Steve Jobs verkaufen. Das Logo besteht aus einem stilisierten Jobs, welches sogar entfernt Ähnlichkeiten mit dem Apple-Logo hat. Auch das war für die italienischen Richter kein Problem. Unklar ist, ob Apple in Berufung geht.
macnotes.de

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