Morgenlage Wirtschaft am Mittwoch, 20. Dezember 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Mittwoch, 20. Dezember 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Peter Terium verlässt Innogy: Peter Terium gibt seinen Chefposten bei der RWE-Ökostrom-Tochter Innogy auf. Die Trennung geschieht angeblich in Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat und mit sofortiger Wirkung. Personalvorstand Uwe Tigges wird einstweilen die Leitung übernehmen. Wegen andauernder Probleme auf dem britischen Markt und stark gestiegener Investitionen hatte das Unternehmen vor einer Woche seine Gewinnerwartung für 2017 nach unten korrigiert.
faz.net, spiegel.de, handelsblatt.com

Air Berlin zahlt Teil des Staatskredits zurück: Die insolvente Air Berlin hat einen Teil des vom Bund gewährten 150-Millionen-Sonderkredits an die staatliche KfW zurückgezahlt. Medienberichten zufolge sollen es 40 Millionen gewesen sein. Ob der Staat die komplette Summe zurückerhält, bleibt ungewiss, weil für die Tilgung auch die Erlöse des Verkaufs der Niki benutzt werden sollten.
spiegel.de

Flughäfen verschmerzen Air-Berlin-Aus: Die deutschen Flughäfen stecken nach Angaben des Brancheverbandes ADV die Air-Berlin-Pleite blendend weg. Auf innerdeutschen Strecken ging der Verkehr leicht zurück, auf europäischen Routen und vor allem Interkontinentalstrecken nahm der Verkehr um so stärker zu. Und das Volumen der beförderten Fracht stieg innerhalb eines Jahres auch um starke 8,2 Prozent. Ein Ausreißer im November war erwartungsgemäß Berlin-Tegel, die einst größte Basis von Air Berlin: Hier starteten und landeten in dem Monat 21,1 Prozent weniger Gäste als im November 2016.
tagesspiegel.de

Ärzte fordern mehr Studienplätze: Die Bundesärztekammer will das gestrige Urteil des Bundesverfassungsgerichts dazu nutzen, mehr Studienplätze für Medizin in Deutschland zu schaffen. Die Zahl der Studienplätze müsse nach Ansicht von Ärztekammerpräsident Frank Ulrich Montgomery “um mindestens zehn Prozent” auf dann 10.000 steigen. Die Krankenhausärztegewerkschaft Marburger Bund sieht das ähnlich. Weil der Ersatzbedarf an Ärzten zunehme, seien zehn Prozent mehr Studienplätze geboten. Das Bundesverfassungsgericht hatte am Dienstag Teile des Zulassungsverfahrens zum Medizinstudium für unzulässig erklärt.
faz.net

Autohersteller wollen Diesel-Prämie: Die Autohersteller finden Gefallen an der Diesel-Umtauschprämie und verlängern die Verkaufshilfe, die eigentlich Ende 2017 auslaufen sollte. Die Unternehmen hatten die Prämie im August beim Diesel-Gipfel der Bundesregierung zugesagt. Inzwischen hat sie sich ähnlich wie die Abwrackprämie 2009 zu einer Art Konjunkturprogramm für die Branche entwickelt. Das vierte Jahr in Folge stiegen 2017 die Verkaufszahlen im Inland, wie der Autoverband VDA kürzlich mitteilte. Zum Jahresende werden es knapp 3,5 Millionen Autos sein. Der Anteil der Dieselautos sank dabei unter 40 Prozent.
tagesspiegel.de

Kartellamt rügt Facebook: Die Behörde moniert in einer vorläufigen Einschätzung vor allem, dass das weltgrößte Online-Netzwerk in Deutschland “unbegrenzt jegliche Art von Nutzerdaten aus Drittquellen sammelt“ und mit dem Facebook-Konto zusammenführt. Zu diesen Quellen gehören etwa der Messengerdienst WhatsApp oder die Videoplattform Instagram, aber auch Websites anderer Betreiber, die auf Facebooks Schnittstellen zugreifen. Nach Einschätzung der Kartellwächter nimmt das US-Unternehmen in Deutschland eine marktbeherrschende Stellung ein. “Die Realität ist, dass Facebook keinerlei Anzeichen eines dominanten Unternehmens in Deutschland oder anderswo zeigt“, entgegnet hingegen Facebook-Managerin Yvonne Cunnane.
tagesspiegel.de

Bundesverwaltungsgericht: Letzte Klagen gegen Elbvertiefung abgewiesen spiegel.de
Paradise Papers: NGO Public Eye zeigt Rohstoffkonzern Glencore wegen Korruption im Kongo an sueddeutsche.de
Audi darf in den USA vom Abgasskandal betroffene Dieselwagen umrüsten handelsblatt.com

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Deutsche Bahn testet On-Demand-Fahrdienst: 2.000 Bahn-Beschäftigte sind Test-Kunden von ioki. Die vier Buchstaben stehen für “Input Output Künstliche Intelligenz”. ioki will individuelle Verkehrswünsche über Sammeltaxis auf Abruf mit dem öffentlichen Verkehr verknüpfen und dadurch die Belastung der Innenstädte verringern, aber auch den ländlichen Raum besser an den öffentlichen Verkehr anbinden. 40 Experten arbeiten seit drei Jahren an dem Projekt, ermitteln den Bedarf für solche Abruf-Lösungen, stehen in Kontakt mit Behörden, entwickeln die digitalen Plattformen und die notwendigen Apps. “Es geht darum, den Verkehr auf Abruf intelligenter zu gestalten als bei Uber”, gibt ioki-Direktor Barillère-Scholz die Richtung vor.
tagesspiegel.de

Auslaufmodell Bewerbung: Die klassische Bewerbung, so das Jobportal “Meinestadt.de”, ist ein Auslaufmodell. In einer Studie des Portals hält die Hälfte der befragten Fachkräfte Formalien wie ein Anschreiben für eine schwere Hürde. Die Konsequenz: Gerade bei den begehrten Fachkräften müssen Unternehmen umdenken und Hürden senken, um ausreichend Bewerbungen zu erhalten. 15 Prozent der befragten Fachkräfte sind das Formulieren längerer Texte nicht gewohnt.
handelsblatt.com

– ANGEZÄHLT –

Mit 387 Kilometern pro Stunde hat die moderne Rohrpost Hyperloop One in der Test-Röhre in Nevada einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt. Mit dem System will Tesla-Gründer Elon Musk die Zukunft des Transports revolutionieren. Vor allem das Formulieren bereitet vielen Probleme.
faz.net

– ZITATE –

“Es ist ein Skandal, dass Ryanair hier eine Zweiklassengesellschaft errichten will. Arbeitnehmerrechte können nicht an der Cockpit-Tür haltmachen.”

Nicoley Baublies, Tarifvorstand der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo, droht dem irischen Billigflieger mit Streik.
spiegel.de

“Es ist spekulativ, man kann Geld damit verlieren. Ein Zahlungsmittel sollte ja eine Wertstabilität aufweisen. Diese Eigenschaften fehlen dem Bitcoin.”

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sagt: der Bitcoin ist kein Zahlungsmittel.
handelsblatt.com

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Gedenken an Opfer des Terroranschlags vom Breitscheidplatz
SPD will später über Koalitionsgespräche entscheiden
Istanbuler Gericht hebt Ausreiseverbot für Kölner Soziologen auf
US-Repräsentantenhaus stimmt für Steuerreform

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Kein Happy End für Hollywoods Hutmacher: “Casablanca”, “Indiana Jones”, “Der Pate”: Kaum ein Film-Klassiker ohne den Kult-Hut Borsalino. Ein eleganter Filzhut aus dem Fell von Hasen und Kaninchen in der italienischen Provinz hergestellt. Im piemontesischen Alessandria gründete Giuseppe Borsalino 1857 seine Familienmanufaktur, hier arbeiteten zuletzt noch über 100 Menschen. Jetzt erklärte ein Gericht in Alessandria den Hutmacher für insolvent. Vielleicht kann die Produktion vorerst noch weiter gehen, sicher ist das aber nicht.
sueddeutsche.de

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Morgenlage Wirtschaft am Dienstag, 19. Dezember 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Dienstag, 19. Dezember 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

EU nimmt Ikea ins Visier: Nach einer Reihe von US-Konzernen nimmt die EU-Kommission auch das schwedische Möbelhaus Ikea wegen möglicherweise unzulässiger Praktiken zur Steuervermeidung ins Visier. Zwei Steuerabkommen mit dem niederländischen Staat könnten der Franchise-Tochter von Ikea “einen unfairen Vorteil gegenüber anderen Unternehmen” gegeben haben, erklärten die EU-Wettbewerbshüter am Montag. Dabei könne “ein Verstoß gegen EU-Regeln zu Staatsbeihilfen” vorliegen. Erhärtet sich dies, müssten die Niederlande Steuern nachfordern.
tagesspiegel.de, spiegel.de, sueddeutsche.de

Ökostromumlage: Bundesregierung wusste seit Monaten von Brüsseler Einwänden: Die Bundesregierung wusste nach Angaben eines Sprechers bereits seit dem Sommer, dass die EU-Kommission die Befreiung bestimmter Kleinkraftwerke von der Ökostromumlage nicht mehr verlängern werde. Erst vor zwei Wochen hatte das Bundeswirtschaftsministerium die Industrieverbände und damit betroffene Unternehmen informiert. Dies könnte für Firmen, Schulen und Klinken mit entsprechenden Anlagen jährliche Mehrbelastungen in Millionenhöhe bedeuten. Die Bundesregierung befindet sich nach eigenen Angaben mit Brüssel in einem “konstruktiven Dialog” und will einen Kompromiss erwirken.
faz.net, spiegel.de

Wirtschaftsforscher fordern Entlastung der Steuerzahler: Das Leibnitz-Instituts für Wirtschaftsforschung (IWH) in Halle fordert eine Entlastung der Steuerzahler. “Es ist nicht Aufgabe der Finanzpolitik, dauerhaft strukturelle Überschüsse zu erzielen”, sagt IWH-Vizepräsident Oliver Holtemöller. In einer noch unveröffentlichten Untersuchung beziffert das IWH den Spielraum des Staates auf jährlich 30 Milliarden Euro. Weil höhere Staatsausgaben die aktuelle konjunkturelle Lage eher noch befeuern würden, befürworten die Forscher eine Reduzierung der Einnahmen. Im Klartext: Steuererleichterungen.
faz.net

Angst vor den “Zombies”: Angesichts der anhaltend niedrigen Zinsen und einer möglicherweise zu laschen Regulierung könnten Unternehmen und Banken am Leben erhalten werden, die eigentlich gar nicht lebensfähig sind. Von “Zombies” ist die Rede. Die Bundesbank hat sich im jüngsten Monatsbericht die Situation für Deutschland angeschaut. Ergebnis:  Die “Zombies” haben hierzulande nur eine geringe Bedeutung und von ihnen dürften “aktuell keine spürbar dämpfenden Effekte auf das Produktivitäts- und Wirtschaftswachstum in Deutschland ausgehen“. Die Gefahr gehe eher von anderen Ländern aus: Studien zufolge zählten Mitte des Jahres neun Prozent der größten börsennotierten Unternehmen in Europa zu solchen “Untoten“.
tagesspiegel.de, faz.net

Alternative Zustellung: Post wertet Test aus: Briefe nur alle zwei Tage oder gar bloß einmal pro Woche: Nach einem halben Jahr hat die Deutsche Post ihren Test alternativer Zustellrhythmen planmäßig beendet. Man beginne jetzt mit der Auswertung, teilte der Konzern mit. Ziel sei es, “in einer zunehmend digitalisierten Kommunikationswelt mehr über die heutigen Bedürfnisse der Kunden beim Briefempfang zu erfahren“, sagte eine Post-Sprecherin dem Tagesspiegel. Alle Kundengruppen hätten freiwillig teilgenommen. Manche fürchten, dass die Post Briefe bald grundsätzlich nicht mehr sechs Tage austrägt, wozu sie jedoch gesetzlich verpflichtet ist.
tagesspiegel.de

Weitere Fusion auf dem Immobilienmarkt: Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia baut seinen Bestand an Wohnungen deutlich aus. Der Dax-Konzern kündigte am Montag an, nach der Übernahme der österreichischen Conwert wolle man sich im Nachbarland auch den dortigen Rivalen Buwog einverleiben. Mit der Führung des Wiener Unternehmens hat sich Vonovia bereits verständigt. 5,2 Milliarden Euro ist dem deutschen Wohnungskonzern die Buwog wert. Die Aktionäre müssen dem Deal noch zustimmen. Nach wie vor profitieren die Wohnungsunternehmen von der hohen Nachfrage nach Wohnraum in Deutschland und den sehr günstigen Rahmenbedingungen für Immobilieninvestments wie niedrigen Zinsen und moderaten Preisen.
tagesspiegel.de, spiegel.de

Vordenker des Desertec-Projekts: Gerhard Knies im Alter von 80 Jahren verstorben tagesspiegel.de
Fraport: Witterungsbedingte Aussetzer bringen Flughafen-Drehkreuz Frankfurt an die Leistungsgrenze faz.net
US-Konzerne rechnen nach Steuerreform mit drastischen Gewinnsprüngen spiegel.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Keine dienstlichen Emails zu Feierabend mehr: Der Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück hat eine technische Blockade dienstlicher Emails nach Feierabend gefordert. Hintergrund ist, dass viele Arbeitnehmer auch nach Feierabend noch Emails beantworten oder ihr Postfach aufräumen. “Abends noch Mails vom Chef lesen und beantworten, ist unbezahlte Arbeitszeit, die den Stress erhöht – das geht gar nicht”, so Hück. Seine Forderung: Zwischen 19 und 6 Uhr sollten die beruflichen Accounts blockiert werden.
tagesspiegel.de

Pilotengewerkschaft Cockpit verliert an Macht: Empfindlicher Rückschlag für die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC). Eine größere Gruppe von Piloten ist zur Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di übergetreten, nachdem Cockpit sich einem Kompromiss der Eurowings-Piloten mit der Geschäftsführung für mehr Wachstum und bessere Aufstiegsmöglichkeiten verweigert hatte. So konnte der neue Tarifvertrag bei Eurowings doch noch ausgehandelt werden, den nun auch VC-Piloten unterschreiben sollen. Der Vertrag regelt auch Beschäftigungs- und Aufstiegsperspektiven für ehemalige Air-Berlin-Piloten. 86 neue Kapitänsstellen sollen ausgeschrieben werden.
spiegel.de

– ANGEZÄHLT –

Mehr als 3.400 Beschwerden gingen in den ersten drei Quartalen des Jahres beim Verbraucherservice Post der Bundesnetzagentur ein. Mit der Anzahl der Pakete erreichen damit auch die Beschwerden ein neues Rekordhoch.
sueddeutsche.de

– ZITATE –

“Das ist keine Frage des Ob, sondern des Wann. Amazon wird sich nie dem verschließen, was der Kunde will.”

Weil immer noch zwischen 90 und 95 Prozent des Handels stationär stattfinden, kündigt Ralf Kleber, Chef von Amazon Deutschland, eine neue Offline-Strategie des Konzerns an.
spiegel.de

“Wir werden 2018 einen Preiszuschlag für das Weihnachtsgeschäft einführen.”

Hermes-Geschäftsführer Frank Rausch will in Zukunft mit einer neuen Preispolitik der Flut an Paketen zur Weihnachtszeit entgegenwirken.
sueddeutsche.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Mesale Tolu nach Turbulenzen in Freiheit
Kanzlerin Merkel strebt feste Koalition mit SPD an
Merkel verspricht Angehörigen von Terror-Opfern mehr Unterstützung
Trump erklärt China und Russland zu Rivalen

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morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Do it yourself: Das gesündeste Mineralwasser der Welt: Mineralwasser ist eines der Lieblingsgetränke der Deutschen. Kein Wunder, denn Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium oder Eisen sind die Basis für eine gesunde Ernährung. Darauf baut auch das Berliner Startup Mitte. Das Unternehmen will mit einer von ihm hergestellten Wasseraufbereitungsanlage aus Leitungswasser Mineralwasser machen. Geräte, um Leitungswasser zu filtern und mit Sprudel anzureichern gibt es zwar schon lange. Doch Mitte geht noch einen Schritt weiter und reichert das Wasser aus dem Hahn auch noch mit Mineralien an. Selbstbewusst behaupten die Gründer auf ihrer Website, dass die Anlage für Zuhause das “gesündeste und sauberste Mineralwasser der Welt“ herstellen könne.
tagesspiegel.de

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Morgenlage Wirtschaft am Montag, 18. Dezember 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Montag, 18. Dezember 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Deutsche Wirtschaft fürchtet Trump: US-Präsident Donald Trump ist in Sachen Steuerreform kurz vor dem Ziel. Bereits am Dienstag sollen die finalen Abstimmungen über einen Kompromissentwurf beginnen. Auf diesen hatten sich Senat und Repräsentantenhaus geeinigt. In beiden Kammern haben die Republikaner die Mehrheit. Die deutsche Wirtschaft befürchtet allerdings durch die US-Reform massive Nachteile. Durch die Senkung der Unternehmenssteuern könnten Investitionen in die USA verlagert werden. Weniger Investitionen in Deutschland könnten dann auch den Verlust von Arbeitsplätzen hierzulande bedeuten.
handelsblatt.com

Immer mehr Interessenten für Niki: Immer mehr Interessenten bekunden ihr Interesse für eine Übernahme der insolventen Fluggesellschaft Niki. Neben dem Firmengründer Niki Lauda, dem Reiseveranstalter Thomas Cook und dem Billigflieger Ryanair hat nun auch ein Bieterkonsortium um den Berliner Logistiker Zeitfracht und die Wartungsfirma Nayak Interesse angemeldet. Man prüfe bereits die Bücher. Doch auch andere sind aktiv. “Wir können bereits am kommenden Mittwoch ein Angebot vorlegen”, sagte zum Beispiel Niki Lauda dem “Handelsblatt”.
spiegel.de

Forderungen nach einem Untersuchungsausschuss: Die Insolvenz der Air Berlin und ihrer Tochtergesellschaft Niki wird zunehmend zum Politikum. In Berlin stellt man sich über Parteigrenzen hinweg Fragen wie: Wie segensreich war das Einwirken der Bundesregierung auf die geplante Übernahme dieser Airlines durch den heimischen Marktführer Lufthansa? Was wird aus der Tilgung des 150-Millionen-Euro-Kredits der Staatsbank KfW?  “Ich fordere einen Untersuchungsausschuss des Bundestages, der die Monopolstellung der Lufthansa und die Vorgänge rund um die Insolvenz der Air Berlin durchleuchtet”, sagte Christian Gräff, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, am Freitag.
tagesspiegel.de

EU kippt Befreiung von der Ökostromumlage: Die EU hat etwa 10.000 Betrieben überraschend die Befreiung von der Ökostromumlage gestrichen. Damit steigt für die betroffenen Betriebe ab Januar die Stromrechnung empfindlich. “Die Fortführung der Begrenzung der EEG-Umlage auf 40 Prozent für KWK-Neuanlagen ist laut Kommission derzeit in vorliegender Form noch nicht genehmigungsfähig”, bestätigt auch das Bundeswirtschaftsministerium. Man arbeite an einer EU-konformen Neuregelung.
faz.net

Auch in den Chefetagen verdienen Frauen weniger: Auch in den Vorstandsetagen und Aufsichtsräten der Dax-Unternehmen klafft ein Gender Pay Gap. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Boston Consulting Group. Zwar werde die Lücke zunehmend kleiner, sei aber auch weit davon entfernt zu verschwinden. Über alle Unternehmen gerechnet, erhält ein weiblicher Vorstand 2,1 Millionen Euro, gut 30 Prozent weniger als die durchschnittliche Vergütung eines männlichen Kollegen (3,1 Millionen).
spiegel.de

Kommt der 500er zurück? Das Aus für den 500-Euro-Schein und die Debatte um Obergrenzen für Bargeldzahlungen haben Verbraucher nach Einschätzung der Bundesbank verunsichert. “In der Bevölkerung gibt es durchaus die Sorge, dass das Bargeld abgeschafft wird”, sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. Allerdings könnte der 500er in einigen Jahren möglicherweise ein Comeback feiern. “Die Entscheidung des EZB-Rates, den 500er nicht mehr auszugeben, bezieht sich nur auf die zweite Banknotenserie mit neuen Sicherheitsmerkmalen”, sagte Thiele. “Wahrscheinlich wird eine neue Banknotenserie im Euro-Raum im Laufe des nächsten Jahrzehnts kommen.” Und dann könnte der 500-Euro-Schein wieder mit von der Partie sein.
tagesspiegel.de

Ehemaliger britischer Premier David Cameron übernimmt Leitungsrolle bei britisch-chinesischen Infrastrukturfonds zur Unterstützung der “Neuen Seidenstraße” faz.net
Proteste im ganzen Land: Israels Pharmakonzern Teva will ein Viertel seiner Stellen streichen spiegel.de
Bitkom-Chef beklagt die Tatenlosigkeit der Bundesregierung beim Breitbandausbau sueddeutsche.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Das Ende der Netzneutralität: Die amerikanische Telekommunikationsaufsicht FCC hat der Aufhebung der Netzneutralität zugestimmt, die in den USA bisher konsequent umgesetzt wurde. Damit hat die Aufsichtsbehörde ihre eigenen Kontrollaufgaben stark beschränkt. So dürfen Telekommunikationsunternehmen in Zukunft bestimmte Inhalte im Internet bei der Datenübertragung bevorzugen oder benachteiligen. Sie sollen frei entscheiden können, welche Angebote vorrangig und besonders schnell die Kunden und Nutzer erreichen. Große Unternehmen könnten sich damit eine “Überholspur” in den Netzen kaufen, kleinere Anbieter wie Startups, freie Initiativen oder Privatleute könnten benachteiligt werden.
tagesspiegel.de

Post und Bahn machen Autoherstellern Konkurrenz: Die Automobilindustrie gerät nicht nur wegen Tesla, Google und Co. unter Druck, auch hierzulande zeigen zwei Unternehmen wie man das Thema E-Mobilität richtig anpackt. So sorgt die Post seit eineinhalb Jahren mit dem Streetscooter, einem E-Lieferwagen für Furore. Die Deutsche Bahn testet bereits einen autonomen Kleinbus in der Praxis. Beide Hersteller praktizieren das sogenannte Design Thinking: Ziel ist es, sich in die Köpfe der Kunden hineinzuversetzen und das zu konstruieren, was der Markt wirklich will.
sueddeutsche.de

– ANGEZÄHLT –

Statistisch gesehen klaut jeder Bundesbürger im Schnitt pro Jahr Waren im Wert von 27 Euro. Damit wird jedes Geschäft mehr als einmal pro Woche Opfer von Diebstahl. Jeder 200. Einkaufswagen passiert die Kasse unbezahlt.
tagesspiegel.de

– ZITATE –

“Wenn ich die politische Landschaft richtig sehe, gibt es keinen Konsens, Infrastrukturinvestitionen für Dritte zu öffnen.”

Markus Faulhaber, Vorstandsvorsitzender der Allianz Lebensversicherung, macht keine großen Hoffnungen mehr, dass man sich in Deutschland an Infrastrukturprojekten beteilige.
tagesspiegel.de

“Es handelt sich um das erste Regierungsprogramm seit langem, das keine Belastungen, sondern dringend benötigte Entlastungen für die Unternehmen und den Mittelstand enthält. Die Reformen sind sehr gut geeignet, dass Österreich international in absehbarer Zeit wieder zu den Top-Standorten gehört.”

Der Präsident der Wirtschaftskammer, Christoph Leitl, hält die Koalition zwischen der konservativen ÖVP und der rechtspopulistischen FPÖ in Österreich für gut für die Wirtschaft.
faz.net

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Weiter Proteste nach Anerkennung Jerusalems
Grüne drängen Union zu Einlenken beim Familiennachzug
Grüne künftig mit Realo-Doppelspitze?
Erster SPD-Landesverband gegen GroKo

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Hessen verkauft beschlagnahmte Bitcoins: Im Kampf gegen Internetkriminalität beschlagnahmten hessische Fahnder vor drei Jahren 126 Bitcoins – die waren damals noch weniger als 50.000 Euro wert. “Es war das erste Mal, dass wir eine große Anzahl Bitcoins auf einen Schlag sicherstellen konnten”, sagt Staatsanwalt Benjamin Krause. Nun sollen die Bitcoins zu Geld gemacht werden. “Die Veräußerung soll in den nächsten Tagen stattfinden“, sagt Krause. Das dürfte sich für die Staatskasse lohnen, schließlich ist der Kurs der Digitalwährung rasant gestiegen. Und während auch deutsche Banker und Politiker vor der Spekulation mit Bitcoin warnen, dürfte Hessen zum Profiteur des Booms werden. 1,9 Millionen Euro sind die Bitcoins derzeit wert.
tagesspiegel.de

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