Morgenlage Wirtschaft am Mittwoch, 27. Dezember 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Mittwoch, 27. Dezember 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

IG Metall droht mit Streiks im neuen Jahr: Die Gewerkschaft hat in der laufenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie mit einer schnellen Eskalation gedroht. Mehr als zwei oder drei Wochen Warnstreiks machten keinen Sinn, sagte der Erste Vorsitzende der Gewerkschaft, Jörg Hofmann. Ende Dezember läuft die Friedenspflicht aus. Sollte sich bis Ende Januar nichts an der Position der Arbeitgeber ändern, werde die IG Metall über 24-Stunden-Warnstreiks nachdenken oder möglicherweise auch gleich zu einer Urabstimmung für Flächenstreiks aufrufen. Seit Mitte November verhandeln IG Metall und Arbeitgeber über einen neuen Tarifvertrag.
spiegel.de, zeit.de

BA-Chef Scheele fordert Einwanderungsgesetz: Um dem Fachkräftemangel langfristig entgegenzuwirken braucht Deutschland jedes Jahr eine Nettozuwanderung von 300.000 qualifizierten Arbeitskräften. Das sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit in der FAZ. Allein aus der EU sei der Bedarf nicht zu decken. Ein Einwanderungsgesetz habe nichts mit Flüchtlingen zu tun, die aus humanitären Gründen kämen, sondern mit Menschen, die kommen sollten. Deshalb könne Deutschland auch Kriterien aufstellen. Auch geduldete Flüchtlinge sollten die Chance erhalten, sich besser auf das Arbeitsleben vorzubereiten; deswegen sollten alle Geduldeten ebenso wie anerkannte Flüchtlinge an Integrations- und berufsbezogenen Sprachkursen teilnehmen könnten.
zeit.de, spiegel.de

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Gemischte Bilanz des Weihnachtsgeschäfts: Erwartungen kleinerer Händler hätten sich nicht erfüllt, größere Unternehmen sind hingegen ganz zufrieden; auch der Online-Handel machte gute Geschäfte. Zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken zählen dem Handelsverband Deutschland zufolge Bücher, Spielwaren und Bekleidung. Auch Sportartikel, Kosmetik und Drogeriewaren seien gefragt. Für November und Dezember prognostizierte der HDE einen Umsatz von 94,5 Milliarden Euro, eine Steigerung von drei Prozent im Vergleich zu Vorjahr. Der Samstag sei noch einmal ein umsatzstarker Tag gewesen.
tagesschau.de

Geschenkeumtausch nach dem Fest: Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland hat kein Problem, wenn ungeliebte Weihnachtsgeschenke umgetauscht werden, sie empfinden es nicht als undankbar. Das hat eine repräsentative Online-Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov ergeben. 32 Prozent sehen einen Umtausch hingegen immerhin mit gemischten Gefühlen, für fast jeden Fünften ist der Umtausch des Geschenks eine Art Beleidigung und wird gar nicht gern gesehen.
faz.net

Zahl der Wohnungseinbrüche sinkt: Nach jahrelangem Anstieg wurde 2016 erstmals ein spürbarer Rückgang der Wohnungseinbrüche verzeichnet; dieser Trend hat sich 2017 fortgesetzt. Das teilte BKA-Chef Holger Münch mit. Abschließende Zahlen gibt es im Frühjahr, wenn die offizielle Kriminalstatistik vorgestellt wird. Er betonte, die Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls habe für die Polizei angesichts der hohen Fallzahlen und der besonderen Bedeutung des Deliktes für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung eine große Bedeutung.
tagesschau.de zeit.de

Gutscheine für schnelles Internet: Deutschland müsse mit der Digitalisierung schneller vorankommen, fordert BDI-Präsident Dieter Kempf. Nötig sei ein Schulterschluss von Politik, Kommunen und Wirtschaft und ein Digital-Koordinator im Kanzleramt. Kempf schlug vor, wie etwa in Großbritannien, staatlich finanzierte Gutscheine für Zuschüsse zu Gigabit-Anschlüssen auszugeben. So könnten vor allem auf dem Land kleinere Unternehmen, Schulen oder Arztpraxen Zuschüsse für Gigabit-Anschlüsse bekommen.
faz.net

Indien wird 2018 fünftgrößte Wirtschaftsmacht zeit.de
Emirates darf in Tunesien nicht landen n-tv.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Rekordjahr für deutsche Unternehmen: Deutschlands Top-Unternehmen könnten dieses Jahr mit einem Rekord abschließen, allen voran die Automobilindustrie. Die 100 umsatzstärksten börsennotierten deutschen Unternehmen verdienen in diesem Jahr so viel Geld wie nie zuvor, ergibt eine EY-Untersuchung. Demnach stieg der Gewinn der entsprechenden Konzerne in den ersten neun Monaten 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent auf knapp 109 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz der 100 Firmen kletterte in den ersten drei Quartalen um knapp sieben Prozent auf 1,25 Billionen Euro.
tagesschau.de

Anstieg der Strompreise: Bereits im zu Ende gehenden Jahr sei Elektrizität so teuer wie noch nie in Deutschland gewesen, schreibt das “Handelsblatt” und beruft sich auf Zahlen des Verbraucherportals Verivox. Erneut steigende Tarife bei vielen Anbieter läßt den Durchschnittspreis weiter steigen. Dabei gäben viele Unternehmen rückläufige Kosten nicht an die Verbraucher weiter. Pro Kilowattstunden lag der Durchschnittspreis bei 28,20 Cent. Das seien 0,77 Cent mehr als im Jahr zuvor gewesen.
handelsblatt.com

– ANGEZÄHLT –

200 Pizzen hat eine Pizzeria in Herne an Heiligabend gratis an Obdachlose verteilt. Er hatte in sozialen Netzwerken auf die Aktion aufmerksam gemacht, rund 200 Menschen kamen.
welt.de

– ZITATE –

“2017 war ein gutes Jahr für die deutsche Wirtschaft – von den 100 umsatzstärksten Unternehmen schafften 76 einen Gewinnanstieg, sogar 84 konnten ihren Umsatz erhöhen.”

Mathieu Meyer, Mitglied der Geschäftsführung von EY, sieht eine branchenübergreifende positive Entwicklung.
faz.net

“Die negativen Folgen liegen vor allem in den vergebenen Chancen. Unsere Exportnation Deutschland muss rasch wetterfest gemacht werden.”

BDI-Chef Dieter Kempf mahnt zu Eile bei der Regierungsbildung.
faz.net

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Islamistisches Frauen-Netzwerk im Visier
Haftbefehl gegen Autofahrer der in SPD-Zentrale raste
Türkische Regierung kündigt Neueinstellungen an
SPD-Vize Schäfer-Gümbel fordert vertrauensbildende Maßnahmen

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Böller-Ausgaben würden Gesundheitsbedarf von Südsudan decken: Die 2,4 Mio. Menschen im Südsudan könnten von dem Geld, was in Deutschland für Silvesterböller ausgegeben wird, ein Jahr lang gesundheitlich betreut werden. Zur Versorgung der Bedürftigsten veranschlagt die WHO für das kommende Jahr rund 133 Millionen Euro. Der Verband der pyrotechnischen Industrie rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatz bei Feuerwerkskörpern von 137 Millionen Euro.
faz.net

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Morgenlage Wirtschaft am Freitag, 22. Dezember 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Freitag, 22. Dezember 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Streiks bei Ryanair: Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat die Piloten des Billigfliegers Ryanair zum ersten Streik in der Geschichte des irischen Unternehmens aufgerufen. Der Ausstand betreffe alle Ryanair-Flüge am Freitagmorgen zwischen 5 und 9 Uhr, die an deutschen Flughäfen geplant seien, erklärte die Pilotengewerkschaft am Donnerstag. Demnach waren zuvor erste Verhandlungen zwischen der VC und Ryanair für die Piloten “ergebnislos beendet” worden.
tagesspiegel.de, faz.net, spiegel.de, sueddeutsche.de, handelsblatt.com

Lufthansa darf Air-Berlin-Tochter LGW kaufen: Die EU-Kommission hat der Lufthansa den Kauf der Air-Berlin-Tochter LGW unter Auflagen erlaubt. Die Lufthansa habe ausreichende Zugeständnisse gemacht, sodass der Kauf nur begrenzte Auswirkungen auf den Wettbewerb habe, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Donnerstag zur Begründung. Demnach verzichtet die Lufthansa auf einige Start- und Landerechte in Düsseldorf. Außerdem verzichtete Deutschlands größte Airline zuletzt auf den Erwerb der Air-Berlin-Tochter Niki; der Ferienflieger meldete daraufhin seinerseits Insolvenz an.
tagesspiegel.de, faz.net, sueddeutsche.de, welt.de

VW entlässt verurteilten Manager Oliver Schmidt: VW hat den in den USA inhaftierten Manager Oliver Schmidt fristlos entlassen. Schmidt war als ehemaliger Leiter des Umweltbüros in den Staaten vor zwei Wochen zu sieben Jahren Haft und einer Zahlung von 400.000 Dollar verurteilt worden. Ein Konzernsprecher wollte dies nicht kommentieren, wies aber darauf hin: “Die Volkswagen AG prüft die angemessenen Maßnahmen in solchen Fällen sehr sorgfältig und nach eingehender Würdigung des spezifischen Sachverhalts”.
spiegel.de, sueddeutsche.de, welt.de

Offener Brief an Siemens-Familie: In einem offenen Brief an die Gründerfamilie werfen die Siemens-Betriebsratsvorsitzenden Konzernchef Joe Kaeser angesichts der möglichen Schließung mehrerer Standorte Verantwortungslosigkeit vor. “Geht man so mit Menschen um, die jahrelang unermüdlich Einsatz für das Unternehmen gezeigt haben?”, fragen darin die Betriebsräte. Man fühle sich anonymen Aktionärsinteressen und überzogenen Margenzielen geopfert. Siemens will in der Kraftwerks- und der Antriebssparte weltweit 6.900 Arbeitsplätze streichen, davon etwa die Hälfte in Deutschland.
spiegel.de, welt.de

Arbeitnehmer geben grünes Licht für Stahlfusion: Im Streit um die geplante Stahlfusion mit der indischen Tata Steel haben sich Vertreter der Arbeitnehmer und Thyssen Krupp geeinigt. Für einen Zeitraum von neun Jahren sollen betriebsbedingte Kündigungen und die Schließung von Standorten ausgeschlossen werden. “Das hat es auch im Stahl so noch nie gegeben“, sagte der stellvertretende Aufsichtsratschef von Thyssen-Krupp Steel Europe, Detlef Wetzel.
handelsblatt.com

Apple erklärt Leistungsschwankungen: Nach Berichten über langsamer werdende alte iPhones sah sich Apple zu einer Stellungnahme genötigt. “Bei Kälte, niedriger Batterieladung oder im Laufe der Zeit sind Lithium-Ionen-Batterien immer weniger in der Lage, Spitzenstrombelastungen zu liefern, was dazu führen kann, dass das Gerät unerwartet heruntergefahren wird, um seine elektronischen Komponenten zu schützen”, erklärte Apple. Um das zu verhindern würde gerade bei älteren Modellen die Leistung gedrosselt. Gerüchten, Apple würde bei älteren iPhones die Leistung drosseln, damit sich die Kunden ein neues Modell zulegen würden, trat der Konzern entschieden entgegen.
faz.net, welt.de

Paracelsus-Kliniken stellen Insolvenzantrag sueddeutsche.de
Nike: Schwache US-Geschäfte sorgen für Gewinnrückgang handelsblatt.com
Kartellamt verhängt so wenig Strafzahlungen wie seit langem nicht mehr welt.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Bundesregierung verfehlt Ziel für Breitbandausbau: Zum Jahreswechsel werden nach Angaben der Bundesnetzagentur nur 80 Prozent der Haushalte einen Breitbandanschluss besitzen. Damit wird das Ziel der Bundesregierung alle Haushalte bis 2018 mit Breitband zu versorgen nicht erreicht. Vor allem in ländlichen Regionen können nur die Hälfte aller Haushalte mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde surfen. Gerade in hügligen oder dünn besiedelten Gebieten ist der Breitbandausbau teuer und aufwendig.
sueddeutsche.de

Keine Arzneien aus dem Automaten: Der Versandhändler Doc Morris hat im baden-württembergischen Hüffenhardt einen Apothekenautomaten aufgestellt. Drei Apotheken und der Landesapothekerverband Baden-Württemberg hatten geklagt, das Landgericht Mosbach hat am Donnerstag den weiteren Betrieb des Automaten per einstweiliger Verfügung gestoppt. Die so praktizierte Abgabe von Medikamenten würde gegen das Arzneimittelgesetz verstoßen heißt es in der Begründung. “Wir warten jetzt die schriftliche Urteilsbegründung ab und entscheiden dann, wie und in welcher Form wir weitere Schritte in diesem Zivilverfahren unternehmen”, sagte Max Müller aus dem Vorstand von Doc Morris.
faz.net

– ANGEZÄHLT –

Um 500 Prozent ist der Wert einer Getränkefirma gestiegen, die ihren Namen von “Long Island Iced Tea” in in “Long Blockchain” umgenannt hat.
handelsblatt.com

– ZITATE –

“Der Boykott von T-Shirts aus Bangladesch ist nicht die Lösung. 80 Prozent der ausgeführten Güter aus Bangladesch sind Textilien. Mit einem Boykott nimmt man den Menschen dort ihre Lebensgrundlage. Stattdessen müssen wir die Labels großmachen, die sich dahinterklemmen, die Arbeitsbedingungen vor Ort zu verbessern.”

Die Autorin Imke Müller-Hellmann geht in ihrem neuen Buch “Leute machen Kleider” den oft menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie nach.
spiegel.de

“Ich bin fest davon überzeugt, dass das, was Siemens und Vorstandschef Joe Kaeser jetzt machen, richtig ist.Die Nachfrage ist dramatisch eingebrochen und wird nicht wieder das alte Niveau erreichen.”

Siemens-Aufsichtsratschef stellt sich in Sachen Stellenabbau hinter Konzernchef Joe Kaeser.
sueddeutsche.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Separatisten in Katalonien weiter an der Macht
Auch Deutschland verurteilt Jerusalem-Entscheidung der USA
Türkei lässt deutschen Pilger aus Haft frei
SPD kritisiert CSU-Einladungen an Orban und Kurz

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Der Klingenstreit: Gillette und Wilkinson, beides Hersteller von Nassrasierern, haben am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf über Patentrechte gestritten. Der Hintergrund: Wilkinson hatte günstigere Ersatzklingen für den Rasierer “Mach 3” des Konkurrenten Gillette produziert und durch mehrere Drogerieketten als Eigenmarke verkaufen lassen. Weil das 20 Jahre alte Patent ohnehin im Februar auslaufe, regte die zuständige Richterin eine gütliche Einigung an. Die kam nicht zustande, die Streithähne wollen es wissen. Ein Urteil wird für den 11. Januar erwartet.
faz.net

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Morgenlage Wirtschaft am Donnerstag, 21. Dezember 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Donnerstag, 21. Dezember 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Uber darf keine privaten Fahrer vermitteln: Der international tätige Fahrdienstvermittler Uber hat vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) eine schwere Schlappe erlitten. Uber kann die Vermittlung von privaten Fahrern zu taxiähnlichen Dienstleistungen über eine App verboten werden, weil dieses Angebot eine sogenannte Verkehrsdienstleistung ist und besondere Voraussetzungen verlangt. Dies entschied der EuGH in einem am Donnerstag in Luxemburg verkündeten Urteil. Der verhandelte Fall aus Spanien ist von grundsätzlicher Bedeutung für alle Mitgliedstaaten der EU.
tagesspiegel.de, sueddeutssche.de

Nach US-Steuerreform: Deutsche Wirtschaft fordert Entlastungen: Der US-Senat hat mit einer knappen Mehrheit Präsident Donald Trumps umstrittene Steuerreform verabschiedet. Die Reform beinhaltet niedrigere Unternehmenssteuern und volle und sofortige Abschreibung von Investitionen. Für die deutsch Wirtschaft scheint jetzt klar: Die Bundesregierung muss nun auch in Deutschland massiv die Unternehmenssteuern senken. “Jede neue Bundesregierung muss sich diesem verschärften internationalen Wettbewerb stellen”, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Joachim Lang. Mit Blick auf mögliche Belastungen für deutsche Exportunternehmen ist das Gesetz aber in letzter Minute entschärft worden.
faz.net

Klage gegen Lastwagenkartell: Deutsche Bahn, Bundeswehr und mehr als 40 weitere Unternehmen wollen Schadensersatzklage gegen die am Lastwagenkartell beteiligten Firmen erheben. Die Höhe der Schadensersatzforderung werde derzeit noch von Kartellexperten geprüft. Mit der Klage will man auch eine mögliche Verjährung der Ansprüche verhindern. Das Kartell von Daimler, Iveco, DAF, Volvo/Renault sowie MAN war schon 2011 aufgeflogen und hatte Strafzahlungen der EU von 3,8 Milliarden Euro nach sich gezogen. MAN als Kronzeuge kam straffrei davon.
faz.net, spiegel.de

Investmentfirmen sollen unter EZB-Aufsicht fallen: Große Investmentfirmen sollen nach dem Willen der EU-Kommission künftig wie systemrelevante Banken unter die Aufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) gestellt werden. Nach einem Gesetzesentwurf der Brüsseler Behörde sollen Firmen mit Vermögenswerten von mehr als 30 Milliarden Euro in Zukunft als wichtige Kreditinstitute eingestuft werden. “Unser Regelwerk muss der zentralen Rolle, die diesen Firmen bei der Lenkung der Investitionsströme in die Kapitalmärkte zukommt, Rechnung tragen und gleichzeitig sicherstellen, dass die mit ihren Tätigkeiten verbundenen Risiken angemessen abgedeckt sind”, sagte EU-Vizekommissionspräsident Jyrki Katainen.
spiegel.de

Paypal will ins Bankgeschäft: Der US-Bezahldienst Paypal ist mit einem zweistelligen Millionenbetrag beim Berliner Fintech Raisin eingestiegen. “Raisin nimmt im Bereich der grenzüberschreitenden Spareinlagen eine Pionierrolle ein“, lobt Paypal-Manager Stephen Taylor. Paypal will seinen Kunden künftig neue Angebote machen und ihnen offenbar auch ermöglichen, Geld anzulegen. “Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit PayPal mit dem Ziel, unsere Produkte für Hunderte Millionen Europäer zugänglicher zu machen”, sagt Raisin-Gründer Tamaz Georgadze.
tagesspiegel.de

Tarifvertrag bei Eurowings steht: Die Lufthansa-Tochter Eurowings hat sich mit den Gewerkschaften Verdi und Vereinigung Cockpit (VC) auf Bedingungen für das in Deutschland geplante Wachstum geeinigt. Damit könnten nun neue Stellen für Piloten und Flugbegleiter ausgeschrieben und etwa mit Mitarbeitern der insolventen Air Berlin besetzt werden, teilte die Billigfluglinie am Mittwoch mit. Die Flugzeugflotte werde bis zum Sommerflugplan 2018 um 30 Airbus-Maschinen aufgestockt. Bisher war das Wachstum von Eurowings in Deutschland auf 23 Flugzeuge begrenzt.
tagespiegel.de

IWF bezeichnet Brexit als größtes Risiko für Großbritannien spiegel.de
Heute endet Bieterfrist für Air Niki handelsblatt.com
Aldi will bei Lieferanten Einsatz von Glyphosat stärker kontrollieren sueddeutsche.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Dienstleister sind optimistisch: Das Geschäftsklima der Dienstleister stieg im Dezember um 0,5 auf 111,7 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit November 2016. Die vom Münchner Ifo-Institut befragten Unternehmen beurteilten ihre Geschäftslage nicht nur besser, sondern blicken auch weiterhin optimistisch in die Zukunft. Viele Unternehmen wollen mehr Personal einstellen. Am besten ist das Geschäftsklima im IT-Bereich. Unternehmensberater und Public-Relations-Manager blickten hingegen deutlich weniger optimistisch auf das kommende Halbjahr.
faz.net

Daimler und BVG starten Ride-Sharing-Dienst: Die Berliner Verkehrsbetriebe erweitern ihr Angebot. Neben Bus und U-Bahn können die drei Millionen Kunden in Zukunft auch Ride-Sharing nutzen. Zusammen mit dem Autobauer Daimler bringt die BVG ab Frühjahr 2018 Minibusse auf die Straße, die per App bestellt werden können und die – ähnlich wie ein Sammeltaxi – von Fall zu Fall Fahrgäste ansteuern, die ein ähnliches Ziel haben. In Berlin wird der neue Mobilitätsdienst im Frühjahr 2018 an den Wochenenden und abends zunächst mit 50 Fahrzeugen an den Start gehen, 300 sollen es nach den Plänen der Partner in der auf zwei Jahren angelegten Kooperation werden.
tagesspiegel.de

– ANGEZÄHLT –

Bis zu 1.000 Stellen sollen bei der Deutschen Bank wegfallen. Ein Freiwilligenprogramm soll mit Vorruhestandsregelungen und Abfindungen Mitarbeiter zum freiwilligen Abschied motivieren.
spiegel.de

– ZITATE –

“Über die Hälfte der Händler in den Innenstädten ist mittlerweile unzufrieden.”

Kai Falk, Geschäftsführer vom Handelsverband Deutschland, hofft nach einem kurzen Advent auf einen Schlussspurt im Weihnachtsgeschäft.
welt.de

“Banken werden weiterhin hier Geschäfte machen können und so sicherstellen, dass die Londoner City ihre globale Stellung behält.”

Die britische Premierministerin Theresa May will ausländische Banken im Land halten. In eine ähnliche Richtung geht ein Vorstoß der Bank of England.
handelsblatt.com

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Union und SPD planen Blitz-Sondierung
Gabriel zu Besuch in Afghanistan
Islamist soll Anschlag in Karlsruhe geplant haben
Trump droht anderen UN-Mitgliedern vor Jerusalem-Resolution

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Frauen zahlen drauf: Männer und Frauen bezahlen bei vielen Dienstleistungen unterschiedliche Preise und meistens Zahlen die Frauen sogar mehr. So ist schon bei Kindern das Schaumbad “Prinzessin Sternenzauber” (2,95 Euro) für Mädchen viel teurer ist als die blaue Version namens “Saubär” (1,75 Euro). Eines von vielen Beispielen aus einer Studie für die Antidiskriminierungsstelle des Bundes, die am Mittwoch vorgestellt wurde. Am deutlichsten ist der Preisunterschied zum Beispiel beim Friseur, bei dem Frauen durchschnittlich 12,50 mehr zahlen, auch wenn sie kurze Haare haben. Hintergrund solcher Unterschiede ist häufig, dass Männer und Frauen bereit sind, unterschiedliche Preise zu zahlen.
sueddeutsche.de

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