Morgenlage Wirtschaft am Montag, 24. Juli 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Montag, 24. Juli 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Kartell und Diesel: Autoindustrie in der Defensive: VW, Audi, Porsche, BMW und Daimler sollen schon lange bei geheimen Treffen technische Standards unter anderem auch bei der Abgasreinigung kartellverdächtig absprechen. Dies berichtete “Der Spiegel” am Freitag. Die Grünen fordern nun eine Sondersitzung des Verkehrsausschusses im Bundestag, die noch vor dem “Nationalen Forum Diesel” am 02. August stattfinden soll. Audi hat am Freitag eine freiwillige und für die Kunden kostenlose Rückrufaktion für 850.000 Fahrzeuge bekanntgegeben, bei der über ein Software-Update das “Emissionsverhalten” verbessert werden soll. Es geht um Sechs- und Achtzylinder-Dieselmotoren mit der Abgasnorm Euro 5 und Euro 6. Der Service gelte auch für Modelle der Marken Porsche und Volkswagen, die mit baugleichen Motoren ausgerüstet sind. Daimler hatte eine Software-Aktion am Dienstag für drei Millionen seiner Fahrzeuge angekündigt. Die parallelen Aktivitäten der Hersteller haben ein gemeinsames Ziel: Sie sollen verhindern, dass es in Großstädten wie Stuttgart oder München zu gerichtlich verfügten Fahrverboten für ältere Diesel kommt.
tagesspiegel.de, handelsblatt.com (Überblick), faz.net (Grüne)

Brexit: Bank of America geht nach Dublin: Die Bank of Amercia verlegt ihre Europa-Zentrale des Investmenbankings nach Dublin. Dies betätigte Vorstandschef Brian Moynihan gegenüber der “Financial Times”. Um wieviel Jobs es gehe, stünde noch nicht fest, man werde aber aufstocken müssen und mehr als die 700 Stellen brauchen, die es derzeit in London gibt. Die Gründe, warum die Wahl auf den Standort Irland fiel, sind unklar. Die niedrigen Steuern in Irland oder gar Staatshilfen seien aber nicht der Grund gewesen, versichert Moynihan.
faz.net, spiegel.de

Konzernchefs finden Merkel toll: In den Führungsetagen deutscher Konzerne würden 87 Prozent der Manager Angela Merkel wählen. Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz wirkt hier blass und kann nur 12 Prozent überzeugen. Die geht aus einer Erhebung hervor, die das Meinungsforschungsinstitut Allensbach unter 521 Entscheidern aus Politik, Wirtschaft und Behörden erhoben hat. In allen Einzelpunkten wie Sachkenntnis, Problembewusstsein und strategischen Fähigkeiten schneidet die Kanzlerin besser ab. Und das ist nach Allensbach-Chefin Renate Köcher auch deswegen bemerkenswert, weil Schulz bei der Elite besser bekannt sei, als beim Durchschnitt der Bevölkerung und als Europapolitiker keinen schlechten Ruf gehabt habe.
faz.net

USA will neue Russlandsanktionen erlassen: Das US-Repräsentantenhaus will neue Russland-Sanktionen verabschieden. Demokraten und Republikaner haben sich auf ein Paket geeinigt, das neben Sanktionen gegen Russland auch Maßnahmen gegen den Iran und Nordkorea vorsieht. Damit ist der Weg frei für Abstimmungen im Senat und im Repräsentantenhaus. Noch vor dem Sommer könnten die Sanktionen verabschiedet werden. Die USA werfen Russland die Einmischung in den Präsidentschaftswahlkampf, die Annexion der Halbinsel Krim und die Unterstützung des syrischen Diktators Assad vor. Die EU kritisiert den Schritt und warnt vor Alleingängen. Sanktionen gegen Russland sollten wie bisher koordiniert erfolgen.
spiegel.de, handelsblatt.com

Azubis werden ausgebeutet: Viele Auszubildende in Deutschland werden ausgenutzt. Sie müssen einem Bericht der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” zufolge unbezahlte Überstunden leisten. Auch ein Freizeitausgleich entfällt. Auch fallen Aufgaben an, die mit der Ausbildung nichts zu tun haben. Besonders schlimm ist die Lage bei Friseuren, in Zahnarztpraxen, Reisebüros, in der Gastronomie sowie in der Hotel- und Reinigungsbranche.
n-tv.de

Verbraucherzentralen warnen Banken: Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat Banken vor zweifelhaften neuen Gebühren gewarnt. Gegen mehrere Institute laufen Klagen. Niemand erwarte so Verbraucherzentralen-Chef Klaus Müller, dass Banken umsonst seien. Digitalisierung, Datenschutz oder Risikovorsorge hätten sicher ihren Preis. Die Angebote müssten aber einfach und nachvollziehbar sein. Niemanden sei damit gediente, die Verbraucher zu verwirren.
spiegel.de

Toyota entwickelt Elektroauto für chinesischen Markt handelsblatt.com
Bayer kann Notfall-Aspirin womöglich über Monate nicht liefern n-tv.de
Problematische Vergangenheit: Volkswagen soll Komplize der brasilianischen Militärdiktatur gewesen sein sueddeutsche.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Heartbeat Labs gründet Startups in der Gesundheitsindustrie: Jan Beckers hat mehr als 20 Firmen in den vergangenen Jahren gegründet. Zu den erfolgreichsten zählen die Akademiker-Jobbörse Absolventa, der Handy-Werbeanbieter AppLift und vor allem Finleap, ein Startup, das Startups im Finanzbereich gründet. Nun hat sein Unternehmen Hitfox den Start von Heartbeat Labs bekannt gegeben, einem “company builder”, der Unternehmen im Gesundheitssektor gründen soll – jährlich drei bis fünf sind vorerst geplant. “Wir wollen der erste Anlaufpunkt für die Digitalisierung des Gesundheitswesens werden”, sagt Beckers zum Ziel des Unternehmens. Dafür will er mit Ärzten, Krankenhäusern, Medizintechnik-Herstellern, Versicherungen und Pharmakonzernen Angebote entwickeln, “die das Gesundheitssystem ins digitale Zeitalter bringen” und gleichzeitig Kosten einsparen.
digitalpresent.tagesspiegel.de

Deutschland verliert bei Digitalisierung Anschluss: Deutschland droht Gefahr, beim Thema Digitalisierung abgehängt zu werden. In einer Untersuchung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) liegt Deutschland auf Platz 17, abgeschlagen hinter Ländern wie Finnland, Großbritannien oder den USA. BDI-Präsident Dieter Kempf fordert daher: “Ein Muss für Digitalisierung und Industrie 4.0 ist, den Breitbandausbau voranzutreiben und den digitalen europäischen Binnenmarkt zu verwirklichen.”
handelsblatt.com

– ANGEZÄHLT –

Ein Schaden von 55 Milliarden Euro jährlich erleidet die Industrie durch Industriespionage, Sabotage und Datendiebstahl. Dies geht aus einer Studie des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien (Bitkom) hervor. 53 der befragten Unternehmen sind betroffen. 26 Prozent gaben an “vermutlich Opfer eines Angriffs geworden zu sein.”
tagesspiegel.de

– ZITATE –

“Ich werde es nicht zulassen, dass Porsche durch Tricksereien von Audi in Gefahr gerät. Eigentlich muss der Audi-Aufsichtsrat die Vorstände freistellen.”

Uwe Hück, Betriebsrats-Chef bei Porsche, sieht sein Unternehmen von Audi hintergangen und fordert die Entlassung von Vorständen bei der VW-Schwester.
faz.net

“Die Glaubwürdigkeit wird noch stärker erschüttert. Kein Mensch glaubt mehr an den Diesel.”

Ferdinand Dudenhöfer, Professor für Automobilwirtschaft an der Universität Duisburg-Essen, wirft der Politik vor, die Autoindustrie zu lange in ihrem Treiben unterstützt zu haben.
spiegel.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Blutiger Kampf um Tempelberg
Trumps neuer Kommunikationsdirektor löscht alte Twitter-Nachrichten
Kanzleramt erwägt Schließung der Roten Flora
BKA traut Reichsbürgern Terroranschläge zu

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Oktoberfest 2017 – Wasser kostet mehr als Bier: Wir sagen’s nicht gerne, aber der Herbst kommt. Und schon bald ist wieder September und dann ist Oktoberfest (klingt komisch, ist aber so). Es wird wohl die teuerste Wiesn aller Zeiten. Die höheren Sicherheitskosten werden an den Besucher weitergegeben. Am Zweiten Wochenende, wenn traditionell die Italiener kommen, steigen die durchschnittlichen Preise für ein Hotelzimmer auf 359 Euro die Nacht. Die Preise für eine Maß Bier liegen zischen 10,60 und 10,95 Euro. Und wer lieber Wasser trinkt? Der muss 11,60 Euro für die Maß Mineralwasser blechen. Die spinnen, die Münchner.
handelsblatt.com

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Morgenlage Wirtschaft am Freitag, 21. Juli 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Freitag, 21. Juli 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Deutschland prüft Wirtschaftshilfen für Türkei: Angesichts des angespannten Verhältnisses zur Türkei stellt die Bundesregierungen die Hermes-Bürgschaften zur Absicherung von Geschäften und Exporten, Investitionskredite sowie die Wirtschaftshilfe für das Land auf den Prüfstand. Damit haben Unternehmen, die mit der Türkei Handel betreiben bzw. in die Türkei investieren, deutlich größere Risiken. Außenminister Sigmar Gabriel verkündete am Donnerstag in Berlin nach Rücksprache mit der Kanzlerin eine Neuausrichtung der deutschen Türkei-Politik.
faz.net, handelsblatt.com

Türkei bei Reisenden weiterhin beliebt: Trotz neuer Sicherheitshinweise durch das Auswärtige Amt ändert sich für die Reiseveranstalter in Sachen Türkei zunächst nichts. Dem Reiseveranstalter FTI zufolge, der nach eigenen Angaben Marktführer im Türkei-Geschäft ist, gebe es derzeit weder Stornierungs- und Umbuchungswünsche noch Einbrüche bei der Zahl der Buchungen. “Die Türkei gehört in der aktuellen Sommersaison zu einem der am stärksten nachgefragten Zielgebiete bei FTI und wird beispielsweise häufiger gebucht als Mallorca”, sagt eine Sprecherin. Trotzdem: Seit dem Putsch waren im Vergleich zum Vorjahr 30 Prozent weniger deutsche Reisende in dem Land unterwegs.
tagesspiegel.de, faz.net, handelsblatt.com

Leitzins bleibt bei Null: Die Europäische Zentralbank (EZB) belässt den Leitzins im Euroraum weiterhin auf dem Rekordtief von null Prozent und knöpft Geschäftsbanken für das Geldparken nach wie vor 0,4 Prozent Strafzinsen ab. Zudem steckt die Notenbank noch bis mindestens Ende Dezember 2017 Monat für Monat 60 Milliarden Euro in den Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen. Die Hoffnung war groß, dass Notenbank-Präsident Mario Draghi bei der Sitzung am Donnerstag zumindest Andeutungen zu einem Einstieg in den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik machen würde. Anfang Juni hatte die EZB erste vorsichtige Hinweise gegeben.
tagesspiegel.de, faz.net, spiegel.de

Zypries will Frauen für den Bahn-Vorstand: Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) hat sich für die Besetzung zweier Posten im Bahnvorstand mit Frauen ausgesprochen. “Ich bin dringend dafür, dass beide Vorstandspositionen mit Frauen besetzt werden”, sagte sie dem “Handelsblatt”. Es gebe genug qualifizierte Frauen, fügte Zypries vor dem Hintergrund der laufenden Debatte über die Neubesetzungen hinzu. Für diesen Donnerstagvormittag war dem Bericht zufolge eine Sondersitzung des Aufsichtsrats geplant, in der über die Posten entschieden werden sollte. Dem “Handelsblatt” zufolge wurde die Sitzung aber am Mittwochabend mit Verweis auf weiteren Abstimmungsbedarf kurzfristig abgesagt. Im Gespräch ist u.a. BVG-Chefin Sigrid Nikutta und die Informatikerin Sabina Jeschke.
tagesspiegel.de

Streit um G20-Entschädigungen: Die Pläne des Bundes und der Stadt Hamburg zur Entschädigung der Schäden aus den G20-Krawallen stößt auf Kritik. Die Handelskammer Hamburg forderte, dass geschädigten Unternehmen einen Rechtsanspruch auf Entschädigung haben sollten, ohne dass diese ihre Versicherung in Anspruch nehmen müssen. Bund und Land wollen insgesamt 40 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Die Fonds werden allerdings nur Schäden abdecken, die nicht versichert sind. “Das ist mehr eine Art Gnadenakt, das gefällt uns nicht”, sagt Handelskammer-Präsident Tobias Bergmann.
spiegel.de

Verfahren gegen Börsen-Chef Kengeter weiterhin offen: Angeblich sollte das Verfahren gegen Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter eingestellt werden, hieß es diese Woche. Doch die Nachricht wurde etwas voreilig von Seiten der Börse verbreitet. “Wir haben noch keine Angaben gemacht zum Verfahren mit Herrn Kengeter”, heißt es bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt. Konkret ist hingegen eine Strafe für die Deutsche Börse. Hier sollen insgesamt 10,5 Millionen gezahlt werden. Die Börse muss nun die Strafe akzeptieren, tut sie das nicht, bleibt das Verfahren offen.
spiegel.de

US-Regierung verhängt wegen Russland-Geschäften Millionenstrafe gegen Exxon spiegel.de
München soll digitaler Knotenpunkt für Versicherungen werden handelsblatt.com
Telefonica Deutschland tauscht Finanzvorstand aus sueddeutsche.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Genossenschaftlich Streamen mit Resonate: Die Einnahmen von Streaming-Diensten wie Spotify oder Apple Music landen zum großen Teil bei den Labels und kommen kaum bei den Musikern an. Der Künstler und Webentwickler Peter Harris will diesen “neuen Oligarchien der Musik” eine dezentrale Vertriebsstruktur entgegensetzen. Zusammen mit zehn auf der ganzen Welt verteilten Mitstreitern hat Harris das genossenschaftliche Startup Resonate gegründet. Mit dem Prinzip “Stream-to-own” zahlt man zu Beginn kaum etwas für einen Song, hört man ihn aber öfter, steigt der Betrag, bis man ihn schließlich zum iTunes-Preis gekauft hat. Dank Blockchain-Technologie kann das Geld an alle Beteiligten schnell und transparent verteilt werden. Die Einnahmen der Plattform werden genossenschaftlich verteilt: Hörer und Musiker entscheiden, was mit dem Geld passieren soll.
digitalpresent.tagesspiegel.de

Angeblich Zusage für den Bau der ersten Hyperloop-Strecke: Die Hochgeschwindigkeits-Untergrund-Magnetbahn “Hyperloop” soll kommen. Tesla-Chef und Hyperloop-Gründer Elon Musk hat angeblich die mündliche Zusage der US-Regierung für den Bau einer Verbindung zwischen New York und Washington. Die Fahrtzeit für die ca. 330 Kilometer soll dann 29 Minuten betragen. Die hohe Geschwindigkeit wird erreicht, weil dank reibungsarmer Magnetbahntechnik in Vakuum-Tunnels gefahren wird.
handelsblatt.com

– ANGEZÄHLT –

Kokain im Wert von 800 Millionen Euro hat der Zoll bei drei Aktionen in Hamburg beschlagnahmt. Die bunten Päckchen wiegen insgesamt 3,8 Tonnen. Ein schwerer Schlag für den Drogenmarkt.
faz.net

– ZITATE –

“Eine starke Unterstützung ist weiter nötig.”

EZB-Chef Mario Draghi zeigt sich zufrieden mit der wirtschaftlichen Entwicklung, kann aber erst bei anziehenden Preisen vor allem im Bereich der Löhne den Leitzins erhöhen.
faz.net

“Man kann niemandem zu Investitionen in ein Land raten, wenn es dort keine Rechtssicherheit mehr gibt und sogar Unternehmen, völlig unbescholtene Unternehmen in die Nähe von Terroristen gerückt werden.”

Außenminister Sigmar Gabriel rät deutschen Unternehmen angesichts der gegenwärtigen Spannungen von Türkei-Geschäften ab.
faz.net

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Schulz bei Macron
Justizreform in Polen verabschiedet
Brexit-Verhandlungen ohne Ergebnisse
Politik gedenkt dem 20. Juli

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Das Geschäft mit dem Seelenheil: Aura-Harmonisierung, Chakra-Ausgleich, Zellnahrungs-Kekse gegen das Altern. Die Esoterik-Branche ist ein boomender Markt und setzt jährlich zwischen 15 und 20 Milliarden Euro um, sagt Trend- und Zukunftsforscher Eike Wenzel. Das wäre fast das Bruttoinlandsprodukt von Estland. Aber verlässliche Zahlen gibt es nicht, die Branche ist nicht durch einen Bundesverband organisiert. Am meisten wird wohl mit Büchern verdient. Das kann auch der  Börsenverein des Deutschen Buchhandels bestätigen. 2015 waren 9,6 Prozent aller verkauften Sachbücher aus dem Bereich Psychologie, Esoterik, Spiritualität und Anthroposophie.
sueddeutsche.de

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Morgenlage Wirtschaft am Donnerstag, 20. Juli 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Donnerstag, 20. Juli 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Erdogan wirft deutschen Firmen Terrorunterstützung vor: Die türkische Regierung hat den deutschen Behörden eine weitere Liste mit angeblichen Terrorunterstützern übergeben, auf der sich erstmals auch deutsche Firmen befinden. Auf der Liste, die dem Bundeskriminalamt vor Wochen übergeben wurde, stehen angeblich Namen von insgesamt 68 Unternehmen und Einzelpersonen, darunter auch Daimler und BASF. Auf der Liste seien aber auch ein Spätkauf-Imbiss sowie eine Dönerbude in Nordrhein-Westfalen. Die genannten Unternehmen sollen Verbindungen zur Bewegung des Predigers Fethullah Gülen haben, die in der Türkei als Terrororganisation verfolgt wird.
tagesspiegel.de, faz.net, handelsblatt.com

Bringen Cum-Cum-Geschäfte Banken in Bedrängnis?: Die fragwürdigen Cum-Cum-Geschäfte haben den Steuerzahler in den letzten Jahren Millionen gekostet. Der Staat fordert jetzt im Nachhinein einen Teil der ausgefallenen Steuereinnahmen von den Banken ein. Die Bankenaufsicht Bafin befürchtet nun, die massiven Steuernachzahlungen könnten Banken in Bedrängnis bringen. Nun wurde an 1.600 Institute ein Fragekatalog verschickt. Die Bafin will wissen, welche Belastungen den Banken nun drohen, was das für die Solvenz bedeutet und ob weitere bankaufsichtliche Maßnahmen nötig sind.
welt.de

USA schwenken beim Thema Freihandel auf pragmatischen Kurs um: In etwa einem Monat sollen die Neu-Verhandlungen des Nafta-Abkommens mit Kanada und Mexiko für die USA beginnen. Die Regierung hat nun ein 17-seitiges Eckpunktepapier veröffentlicht, das dem Handelsbeauftragten Robert Lighthizer in Verhandlungen als Richtschnur dienen soll. Demnach wollen die USA einen leichteren Marktzugang für amerikanische Industriebetriebe, Landwirte und Dienstleister. Außerdem soll das Handelsdefizit mit Mexiko reduziert werden. Der Ansatz vertritt sehr wohl in einem pragmatischen Sinne amerikanische Interessen, ist aber nicht protektionistisch. Strafzölle und feste Importquoten werden in dem Papier nicht erwähnt.
sueddeutsche.de

Großbritannien verbietet sexistische Werbung: Großbritannien will Werbung, die mit sexistischen und stereotypen Geschlechterrollen arbeitet, verbieten. Dies ließ die Advertising Standards Authority (ASA) wissen. Die Werbeaufseher sehen einen negativen Einfluss auf die Kinder und ihre unvoreingenommene Entwicklung gefährdet. Frauen dürften also in Zukunft auch in der britischen Werbung mehr sein als Modepuppe, Hausfrau oder Ballerina.
sueddeutsche.de

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Ausbeutung im griechischen Tourismus: In diesem Jahr werden in Griechenland 30 Millionen Touristen erwartet, so viele wie noch nie zuvor. Doch die Arbeitsbedingungen bei den 350.000 Beschäftigten der Branche grenzen an Ausbeutung. Lange Tage, schlechte Bezahlung, illegale Beschäftigung, kein Versicherungsschutz. Es reicht, finden Tourismus- und Gastronomie-Gewerkschaften und haben für Donnerstag zum ersten Streik seit 2012 aufgerufen.
spiegel.de

Max Schrems zieht erneut gegen Facebook vor Gericht: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) beschäftigt sich erneut mit einer Klage des Österreichers Max Schrems gegen Facebook. Seiner Sammelklage gegen die Weitergabe von Daten hatten sich 25.000 Nutzer angeschlossen. Die Klage soll in Österreich verhandelt werden. Facebook wehrt sich dagegen, das EuGH muss entscheiden. Schrems einsamer Kampf gegen die Datensammelwut des Giganten Facebook reicht zurück bis in das Jahr 2011, als es darum ging, die massive Datenspeicherung durch Facebook zu unterbinden. Außerdem warf er Facebook vor, mit dem US-Geheimdienst zusammenzuarbeiten. Infolge des Gerichtsprozesses wurde das “Safe Harbor”-Abkommen zwischen der EU und den USA gekippt.
handelsblatt.com

Sagrotan-Hersteller Reckitt Benckiser verkauft Lebensmittelgeschäft faz.net
BMW will trotz Brexit seinen E-Mini in Oxford bauen handelsblatt.com
Spanischer Ex-Bankchef Blesa nach Verurteilung wegen Korruption tot aufgefunden spiegel.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Google Glass für Unternehmen: Die Alphabet-Tochter “Google X” hat nun offiziell die Glass Enterprise Edition vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Augmented-Reality-Brille “Google Glass”, die für den Arbeitseinsatz gedacht ist. Über 50 Unternehmen konnten das Gerät in einer zweijährigen Testphase erproben. Jetzt ist ein breiterer Einsatz der Technik in Fabriken oder der Logistik anvisiert. Ein Erfolg ist dringend nötig, denn die Verbraucher-Variante “Google Glass” konnte sich nicht durchsetzen.
faz.net

AfD ist die neue Arbeiterpartei: Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hat die Wählerschaften jetzt auf ihre sozioökonomische Zusammensetzung untersucht. Die Ergebnisse: CDU und SPD haben eine fast identische Wählerschaft. Die AfD ist die neue Heimat der Arbeiter. Mit einem Anteil von 34 Prozent ist der Anteil der Arbeiter bei der AfD um das Doppelte höher als bei der SPD. Insgesamt hat die Arbeiterschaft aber bei allen Parteien an Bedeutung verloren. Selbständige sind mit 15 Prozent bei der FDP zuhause, aber auch mit 14 Prozent bei der AfD. Beim monatlichen Haushaltseinkommen verdienen FDPler am meisten, Anhänger der Linken am wenigsten.
spiegel.de

– ANGEZÄHLT –

41 Prozent des Energieverbrauchs im Jahr 2016 fällt auf den Sektor “Haushalte, Gewerbe und Dienstleistungen”. Die Industrie hält sich Wacker auf 30 Prozent. Ein Vergleich zum Jahr 2005 überrascht: Obwohl die Wertschöpfung in den letzten Jahren gestiegen ist, hat die Industrie nicht mehr Energie verbraucht. Wachstum muss also nicht mehr Energieverbrauch bedeuten.
faz.net

– ZITATE –

“Tegel offen zu halten ist für die FDP eine der verkehrspolitischen Prioritäten der kommenden Jahre.”

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner macht die Offenhaltung Tegels zum Wahlkampfthema und will sich auf Bundesebene für den Weiterbetrieb Tegels einsetzen.
tagesspiegel.de

“Der Brexit bringt nur Nachteile, das kann man ohne Relativierung sagen.”

Nikolas Stihl, Aufsichtsratsvorsitzender des Motorsägenherstellers Stihl, informiert sich mit 30 anderen Familienunternehmern derzeit in London über den Stand der Dinge.
welt.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Botschafter Ankaras ins Auswärtige Amt einbestellt
Trump stoppt Waffenlieferungen an Anti-Assad-Rebellen
NSU-Prozess bis Dienstag unterbrochen
Weitere Niederlage für Trump bei Einreiseverboten

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Deutschlands verbotene Produkte: Im letzten Jahr wurden 1,2 Millionen Produkte aus dem Verkehr gezogen. Darunter die Spielpuppe “Ceyla”, die als Spionagepuppe heimlich Gespräche aufgezeichnet hat. Der “Powerbank Teddy” wurde ohne Ladegerät ausgeliefert und wurde wegen einer zu hohen Verletzungsgefahr vom Markt verbannt. Ein Radiowecker funktionierte einwandfrei, störte aber den Funkverkehr des Dortmunder Flughafens. Eine Designer-Glühbirne leuchtete strahlend hell, wenn man sie eingeschalten hat. Nur leider wurde dann der Radio-Empfang im Zimmer empfindlich gestört. Finden Sie weitere misslungene und gefährliche Geräte hier:
handelsblatt.com

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