Morgenlage Wirtschaft am Montag, 19. Juni 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Montag, 19. Juni 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Wirtschaft würdigt Helmut Kohl: Das Wirken des am Freitag verstorbenen Altkanzlers Helmut Kohl wird von den Vorstandschefs der Dax-Konzerne gewürdigt. “Helmut Kohl war ein großer deutscher und europäischer Patriot”, sagte Volkswagen-Chef Matthias Müller. “Die friedliche Wiedervereinigung Deutschlands ist sein herausragendes politisches Vermächtnis”, erklärte Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser. “Er war ein Baumeister Europas,” erinnert Allianz-Chef Oliver Bäte an den Alt-Kanzler. In jungen Jahren hatte Kohl als Werkstudent beim Chemiekonzern BASF gearbeitet. “Der Antrieb war weniger Leidenschaft für Chemie; er wollte Geld verdienen, um sich einen italienischen Motorroller zu kaufen, mit dem er zu politischen Versammlungen fuhr”, weiß BASF-Chef Kurt Bock dem Handelsblatt zu berichten.
handelsblatt.com

Sorgenkind A380: Der Flugzeugbauer Airbus greift für die Zukunft seines kaum noch gefragten Flaggschiffs A380 in die technische Trickkiste. Durch den Anbau riesiger, abgeknickter Flügelenden könne der Treibstoffverbrauch des weltgrößten Passagierjets um vier Prozent schrumpfen, teilte der Hersteller am Sonntag vor Beginn der Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris mit. Zusammen mit Veränderungen in der Kabine, die Platz für mehr Fluggäste schaffen, könnten diese die Kosten je Sitzplatz für die Fluggesellschaften um 13 Prozent senken. Airbus steht bei dem A380 unter Zugzwang. Wegen ausbleibender Neubestellungen fährt das Unternehmen die Fertigung von 28 Jets im vergangenen Jahr auf nur noch 12 Maschinen im Jahr 2018 zurück.
handelsblatt.com, faz.net, spiegel.de, welt.de

Leipziger Kita-Streit vor Gericht: Heute verhandelt der Bundesgerichtshof noch einmal im viel diskutierten Leipziger Kita-Streit: Mehrere Frauen hatten geklagt, weil sie viel zu spät einen Betreuungsplatz für ihre Kinder bekommen hatten und ihnen dadurch ein Verdienstausfall entstanden war. Anspruch auf Schadenersatz haben sie, so viel ist schon klar. Nun muss der oberste Gerichtshof noch klären, ob die Stadt Leipzig auch an der verzögerten Platzvergabe Schuld trägt. Die Zuteilung von Kitaplätzen ist nicht nur in Leipzig, sondern auch in vielen anderen deutschen Großstädten trotz Rechtsanspruch weiter ein Problem.
faz.net

Google will gegen den Terror kämpfen: Nach Facebook hat auch Google angekündigt, den Kampf gegen terroristische Inhalte im Netz mit künstlicher Intelligenz zu verstärken. Der Internet-Konzern werde dafür mehr Entwickler und seine modernste Technologie bei selbstlernenden Maschinen einsetzen, kündigte Google-Chefjurist Kent Walker am Sonntag an. Gleichzeitig will Google aber auch verstärkt auf Hilfe von Experten setzen. Damit sollen unter anderem bei der Videoplattform YouTube automatisch mehr Clips mit Terrorpropaganda aufgespürt werden. Auch die Zahl der Experten, die über als verdächtig markierte Videos entscheiden, werde stark erhöht.
faz.net

Schneller nach Berlin: Zum ersten Mal sind exklusiv geladene Fahrgäste auf der neuen Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Erfurt und Ebensfeld bei Bamberg unterwegs. Die Premierenfahrt führt über einen Teil des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nummer 8. Auf der schnellen Verbindung wird sich die Fahrtzeit von Berlin nach München bald von sechs auf vier Stunden verkürzen, mit Geschwindigkeiten von maximal 300 Stundenkilometern. Der 107 Kilometer lange Abschnitt durch Thüringen mit 22 Tunneln und 29 Talbrücken geht in 177 Tagen ans Netz.
tagesspiegel.de

Wenn Air Berlin vom Markt verschwände: In den vergangenen Monaten hat Air Berlin eine Vielzahl von defizitären Routen aus ihrem Streckennetz gestrichen und konzentriert sich heute auf Verbindungen zu ihren Drehkreuzen in Berlin und Düsseldorf. Sollte die Airline vom Markt verschwinden würden 8.000 Menschen ihre Arbeit verlieren. Für die dann wegfallenden Strecken gibt es aber bereits jetzt Alternativen. Die Ausnahmen: Ziele im Osten wie Warschau, Danzig, Krakau und Prag. Innerdeutsch bietet Air Berlin die einzigen Flüge von Karlsruhe/Baden-Baden und Saarbrücken in die Hauptstadt.
tagesspiegel.de

Anteil der Menschen in extremer Armut hat seit 1970 stark abgenommen spiegel.de
Verbraucherzentralen dringen auf längere Garantiezeiten für hochwertige Produkte n-tv.de
Amazon übernimmt weltgrößte Biomarktkette Whole Foods sueddeutsche.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Unternehmen müssen Stress reduzieren: Immer mehr Menschen leiden aufgrund ihrer Arbeitsbelastung unter mentaler Erschöpfung. Die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen hat sich in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdreifacht. Gründe für Stress sind zu viele, zu komplexe Aufgaben, ein starker Termin- und Leistungsdruck, Multi-Tasking, Unterbrechungen, ständige Erreichbarkeit sowie eine ungesunde Führungs- und Arbeitskultur. Immer mehr Betriebe versuchen hier gegenzusteuern. Im Kampf um Talente und Fachkräfte ist das auch geboten.
tagesspiegel.de

Outdoor-Messe in Friedrichshafen: Auf dem Messegelände in Friedrichshafen begann am Sonntagmorgen die Outdoor-Messe, mit 1.000 Ausstellern der größte Treff der Branche weltweit. Das einst so wachstumsstarke Geschäft tritt auf der Stelle. Zwar ist der Umsatz der Hersteller in Europa vergangenes Jahr um drei Prozent auf knapp 5,5 Milliarden Euro geklettert. Doch die Durchschnittspreise seien leicht gefallen, denn die Stückzahlen kletterten um 3,4 Prozent.Von einem zweistelligen Plus wie Anfang des Jahrzehnts ist die Industrie derzeit weit entfernt. Um überhaupt noch zuzulegen, versuchen Hersteller und Händler, neue Kundengruppen zu erschließen: “Urban Outdoor” lautet daher die Zauberformel, also wetterfestes Equipment für Städter. Hundehalter statt Bergsteiger, das ist der Trend in Friedrichshafen.
handelsblatt.com

– ANGEZÄHLT –

Neun Euro sollen die öffentliche Hand und alle Unternehmen, die sich in Berlin um öffentliche Aufträge bewerben, in der Stunde zahlen. Eine Abweichung vom Mindestlohn um 50 Prozent. Dies entspricht dem Koalitionsvertrag der rot-rot-grünen Landesregierung, erzürnt aber Vertreter der Wirtschaft.
tagesspiegel.de

– ZITATE –

“Lebensmittel werden zu oft als Lockangebote eingesetzt. Das ist vor allem beim Fleisch so. Wir sollten Lebensmittel nicht verramschen.”

Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) ärgert sich über die Preispolitik des Handels.
tagesspiegel.de

“Als Teil unseres globalen Wachstumsplans haben wir alle Aspekte unseres Geschäfts überdacht und haben diese Entscheidung in Zusammenarbeit mit dem IOC getroffen, um uns auf verschiedene Prioritäten zu fokussieren.”

McDonalds-Marketingchefin Silvia Lagnado begründet den Ausstieg von McDonalds als Werbepartner der Olympischen Spiele nach 41 Jahren Zusammenarbeit.
spiegel.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Macron-Partei holt absolute Mehrheit
Europäischer Staatsakt für Helmut Kohl
Grüne beschließen Wahlprogramm
US-Luftwaffe schießt syrisches Kampfflugzeug ab

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

25-Jahre D-Netze: Am 30. Juni des Jahres nahm D2 Mannesmann, heute Vodafone, den Betrieb auf, einen Tag später das D1-Netz der Deutschen Telekom. Mobil Telefonieren war fortan nicht nur Politikern und Managern vorbehalten, sondern wurde zum Massenmarkt. Mannesmann – heute Vodafone – lag damals als Marktführer klar vorn. Rund 200.000 D2-Kunden standen halb so viele D1-Nutzer gegenüber.
faz.net

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Morgenlage Wirtschaft am Freitag, 16. Juni 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Freitag, 16. Juni 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Neue Kredite für Griechenland: Griechenland bekommt frisches Geld. Die Euro-Finanzminister einigten sich am Donnerstagabend nach monatelangem Hin und Her auf die Freigabe von rund 8,5 Milliarden Euro aus dem Eurorettungsschirm ESM. Auch der Internationale Währungsfonds sagte nach langem Zögern formal seine Beteiligung an dem Hilfsprogramm zu. Zudem wird als Teil möglicher Schuldenerleichterungen zum Ende des Hilfsprogramms 2018 erwogen, Griechenland einen Aufschub bei der Rückzahlung weiterer Kredite von 15 Jahren zu gewähren.
faz.net, handelsblatt.com, spiegel.de

Brexit-Verhandlungen beginnen am Montag: Die EU und Großbritannien haben sich offiziell auf einen Start der Brexit-Verhandlungen am Montag festgelegt. Damit bleibt es bei dem schon vor Wochen angepeilten Termin, obwohl sich die Regierungsbildung in Großbritannien verzögert. Fast genau ein Jahr nach dem Votum der Briten für den EU-Austritt sprechen beide Seiten dann erstmals über die Bedingungen der Trennung. Die Frist für die Verhandlungen läuft bis März 2019. Die EU will zunächst über Garantien für die EU-Bürger auf der Insel sowie über die Schlussrechnung nach mehr als 40 Jahren Mitgliedschaft und die künftige Grenze zwischen Irland und Nordirland sprechen.Großbritannien will sofort auch über die künftigen Beziehungen und ein ambitioniertes Freihandelsabkommen reden.
faz.net

Volkswagen will mögliche Defekte beheben: Volkswagen will mögliche Defekte im Zusammenhang mit der Umrüstung von manipulierten Dieselautos zwei Jahre lang kostenlos beheben. Eine rechtsverbindliche Garantie soll es aber nicht geben. Der Autohersteller spricht von Kulanz. Für VW-Kunden heißt das: Wenn VW sich weigert, ein Problem zu beheben, müssten die Kunden im Streitfall weiterhin vor Gericht. Volkswagen hatte sich in dieser Woche mit EU-Justizkommissarin Vera Jourová auf entsprechende Zusagen geeinigt. Jourová sprach von einem Erfolg, für sie ist die Angelegenheit aber noch nicht erledigt.
tagesspiegel.de

Deutsche Bank baut Kerngeschäft um: Die Deutsche Bank baut ihr Kapitalmarktgeschäft kräftig um. Das auf Kunden zugeschnittene Investmentbanking wird in einem neuen Bereich gebündelt. Außerdem gibt es zwei neue Spar- und Effizienz-Kommissariate. Das geht aus einem internen Memo an die Mitarbeiter hervor. “Wir wollen unseren Klienten die gesamte Kapitalmarkt- und Emissionsexpertise der Deutschen Bank aus einer Hand anbieten”, erläutern der designierte Vize-Chef Marcus Schenck und sein Investmentbanking-Co-Chef Garth Ritchie in der Mitteilung.
handelsblatt.com

Wirtschaftswachstum überhitzt: Der deutschen Wirtschaft droht nach Einschätzung des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) eine konjunkturelle Überhitzung. Die Wirtschaft wachse wie seit dem Boomjahr 2007 nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte laut IfW im Jahr 2017 um 1,7 Prozent wachsen, im Jahr 2018 um zwei Prozent. Damit wurden die bisherigen Schätzungen bestätigt. Das schwächere Wachstum im laufenden Jahr sei auf die höhere Zahl an Feiertagen zurückzuführen. Arbeitstäglich bereinigt dürfte die Wirtschaft laut IfW 2017 ebenfalls um zwei Prozent wachsen.
spiegel.de

StreamOn und die Netzneutralität: Seit dem Start des Telekom-Dienstes StreamOn, bei dem Inhalte von Partner nicht auf das mobile Datenvolumen angerechnet werden, wird über den Dienst gestritten. Verbraucherschützer fordern ein Verbot, derzeit prüft die Bundesnetzagentur die Zulässigkeit. Auch Anja Zimmer, Direktorin der Medienanstalt Berlin Brandenburg, sieht Probleme, vor allem dann, wenn Tarife einzelne Mediatheken bevorzugen würden und die Auswahl nicht mehr beim Kunden liegen würde.
tagesspiegel.de

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Pharmahersteller Takeda weiht neue Produktionshalle in Oranienburg ein tagesspiegel.de
Lidl eröffnet erste Filialen in den USA handelsblatt.com
Nike streicht wegen Onlinehandel 1.400 Jobs spiegel.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Nahles scheitert mit Arbeitszeit-Reform: Nach der befristeten Teilzeit ist Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) mit einem weiteren Plan für den Arbeitsmarkt gescheitert. Eine gesetzliche Öffnung für mehr Freiräume bei der Arbeitszeit in einer Probephase kommt vorerst nicht, wie Nahles in Berlin einräumte. Sie werde das Thema aber weiterverfolgen. Im Mai hatte Nahles bereits mitgeteilt, dass ihr Gesetzentwurf für ein Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit an den Arbeitgebern und der Union gescheitert sei.
faz.net

Jedes fünfte Kind ist arm: Laut einer Erhebung des Uno-Kinderhilfswerks Unicef lebt jedes fünfte Kind in Industriestaaten in relativer Armut. Jedes achte Kind laufe Gefahr, nicht genug zu essen zu bekommen, heißt es in dem Bericht “Die Zukunft schaffen: Kinder und die nachhaltigen Entwicklungsziele in reichen Ländern”. Unicef untersuchte dafür auch Länder mit mittleren Einkommen, darunter Rumänien, Bulgarien und Chile.Deutschland schnitt bei der Untersuchung vergleichsweise gut ab: Unter den 41 untersuchten Ländern landet die Bundesrepublik auf Platz zwei. Spitzenreiter ist Norwegen.
spiegel.de

– ANGEZÄHLT –

Bei 5,9 Cent je Kilowattstunde für Sonnenstrom in Deutschland lag bei der jüngsten Ausschreibung für Photovoltaikanlagen auf Freiflächen der höchste Zuschlagwert. Im Durchschnitt gaben sich die erfolgreichen Bieter mit einer Einspeisevergütung von 5,66 Cent zufrieden. In der vorhergehenden Runde waren es noch 6,58 Cent gewesen. Damit ist zum ersten Mal die 6-Cent-Grenze unterschritten worden.
faz.net

– ZITATE –

“Die Wirtschaft ist mit überhöhter Drehzahl unterwegs und das bereits im höchsten Gang.Einfach höher schalten geht also nicht.”

IfW-Konjunkturchef Prof. Stefan Kooths hält ein stärkeres Wirtschaftswachstum als momentan in Deutschland nicht für möglich.
faz.net

“Viel Wasser trinken, kein schweres Essen zu sich nehmen. Wenn Ihnen nachts um eins Käsetortellini serviert werden, damit Sie danach ins Verdauungskoma fallen, wissen Sie, dass ihr Gegenüber etwas im Schilde führt. Tückisch sind übrigens die Pausen, da geht die Konzentration in den Keller. Dann hilft es, an etwas anderem zu arbeiten. Und bloß keinen Kaffee trinken! Der bringt den Kreislauf durcheinander.”

Stada-Chef Matthias Wiedenfels hat nicht erst seit dem Verhandlungsmarathon um die Übernahme des Arzneimittelherstellers Erfahrung mit langen und nächtlichen Verhandlungen.
welt.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Putin bietet Comey Asyl an
Trump bezeichnet Vorwurf der Justizbehinderung als verlogen
Haftbefehle gegen Erdogan-Leibwächter erlassen
Opposition kritisiert Überwachung von Messengerdiensten

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Mark Zuckerberg schottet sich ab: Mark Zuckerberg igelt sich ein und zieht den Zorn der Einheimischen auf der Hawai-Insel Kauai auf sich. Der 33-jährige Facebook-Gründer hat sich seit 2014 auf Kauai für rund 100 Millionen Dollar ein 300 Hektar großes Paradies zusammengekauft, umgeben von Stränden, bewachsen mit Palmen, rundum tummeln sich Albatrosse und Meeresschildkröten. Aber umgeben ist es von einer zwei Meter hohen Steinmauer, es drohen weit sichtbare Verbotsschilder in den Facebook-Farben blau und weiß und Wächter in Geländefahrzeugen. Matthias Hohensee berichtet im Handelsblatt von der “dunklen Seite” des Mark Zuckerberg.
handelsblatt.com

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Morgenlage Wirtschaft am Donnerstag, 15. Juni 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Donnerstag, 15. Juni 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Fed erhöht Leitzins: Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins zum zweiten Mal binnen weniger Monate erhöht. Die Währungshüter um Fed-Chefin Janet Yellen hoben ihn am Mittwoch um einen Viertel-Prozentpunkt auf die neue Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent an. Experten hatten damit gerechnet, da praktisch Vollbeschäftigung herrscht. Zuletzt zog die Fed die Zügel im März an. Die erneute Anhebung begründete die Fed unter mit der “soliden” Entwicklung auf dem US-Arbeitsmarkt.
tagesspiegel.de, spiegel.de, handelsblatt.com

Optimismus auf Hauptversammlung von Air Berlin: Alles angeblich nicht so schlimm bei Ai Berlin. 2017 sei ein Jahr des Übergangs, doch für 2018 peile das Unternehmen auf operativer Ebene schwarze Zahlen an, sagte Finanzchef Dimitri Courtelis am Mittwoch auf der Hauptversammlung am Flughafen London-Heathrow. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft steckt nach strategischen Fehlern und einer jahrelangen Verlustserie in einer existenziellen Krise. Allein vergangenes Jahr standen unter dem Strich knapp 800 Millionen Euro Verlust. Wegen der schwierigen Lage lotet der Lufthansa-Rivale seit vergangener Woche die Möglichkeit aus, von zwei Bundesländern Bürgschaften zu erhalten.
tagesspiegel.de, spiegel.de

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Grünes Licht für Griechenland: Im Tauziehen um die nächsten Hilfsgelder für Griechenland ist eine Zwischenlösung in Sicht. In Brüssel und Berlin wird damit gerechnet, dass die Gläubiger beim Eurogruppen-Treffen der Finanzminister an diesem Donnerstag die bis zu sieben Milliarden Euro aus dem laufenden dritten Rettungspaket freigeben, die Griechenland spätestens im Juli braucht, um alte Kreditschulden abzulösen. Die Tranche war bisher blockiert, weil sich die Europäer mit dem Internationalen Währungsfonds nicht auf das weitere Vorgehen einigen konnten.
tagesspiegel.de, faz.net

Immer mehr Fahrverbote: Wer mit einem Auto unterwegs ist, das nicht der modernsten Abgasnorm Euro 6 entspricht, könnte vom kommenden Jahr an in vielen Städten Probleme bekommen. Hamburg hat schon zwei große Durchgangsstraßen für Diesel gesperrt. In Stuttgart sollen ältere Fahrzeuge ab 2018 nicht mehr in die Innenstadt fahren dürfen, Düsseldorf erwägt ebenfalls Fahrverbote. Nun schließt sich wie erwartet auch München an. Die Städte wollen nicht, sie müssen, weil Gerichte sie dazu zwingen. Viele wurden von Umweltverbänden, allen voran der Deutschen Umwelthilfe (DUH), verklagt.
tagesspiegel.de

Streiks bei VW in der Slowakei: Die Mitarbeiter von Volkswagen in der Slowakei wollen vom kommenden Dienstag an in einen unbefristeten Streik treten. Das kündigte die Gewerkschaftsvertretung in der Hauptstadt Bratislava am Mittwoch an. Zuvor waren Verhandlungen zwischen Firmenleitung und Gewerkschaftern über mehr Geld für die rund 12.000 Beschäftigten gescheitert. Die Unternehmensleitung hatte die Forderung nach einer Erhöhung um 16 Prozent als unrealistisch abgelehnt.
faz.net

Briten bieten EU-Bürgern Recht auf Arbeit an: Großbritannien gibt einem Zeitungsbericht zufolge im Streit um die Rechte von EU-Bürgern nach dem Ausstieg des Königreichs aus der Staatengemeinschaft nach. Brexit-Minister David Davis werde der Europäischen Union gleich zum Auftakt der Verhandlungen in Brüssel anbieten, dass die bisherigen Privilegien der drei Millionen EU-Bürger in Großbritannien gewahrt würden. Die Regierung habe dies zwar nur jenen EU-Bürgern zugestehen wollen, die vor der Einleitung des formalen Austrittsverfahrens am 29. März auf der Insel gelebt haben. Sie werde sich aber wahrscheinlich der Forderung der EU beugen, die Frist auf den 2019 angepeilten Vollzug des Brexit zu verschieben.
handelsblatt.com

Britische Reallöhne sinken wegen schwachem Pfund spiegel.de
EuGH: Sperrung von Online-Tauschbörsen ist möglich focus.de
Bosch will milliardenschwere Chip-Fabrik in Dresden bauen handelsblatt.com

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Wie Firmen und Behörden Drohnen abwehren: Drohnen werden immer mehr zum Sicherheitsrisiko. Ob Anschläge oder Industriespionage: Möglichkeiten zum Missbrauch gibt es viele. Eine ganze Branche konkurriert um die besten Abwehrmöglichkeiten. Ob Drohnenschutzschild oder dressierte Adler. Die Ansätze sind gleichermaßen zahlreich wie kreativ. Dass sich bald jeder B-Promi einen Drohnenwarner in den Garten stellt und jede Polizeidirektion Drohnenabwehrgeräte kauft, dürfte aber nicht nur aus rechtlichen Gründen noch eine Weile dauern.
digitalpresent.tagesspiegel.de

Das iPhone-Buch: Das iPhone ist zehn Jahre alt. Ein neues Buch zeigt, wie ein Produkt Apple zum wertvollsten börsennotierten Konzern der Welt gemacht und das Leben von Millionen Menschen verändert hat. Das Internetportal “The Verge” hat nun aus dieser insgesamt 400 Seiten langen Geschichte einen Auszug veröffentlicht. Offenbar, so beschreibt es Autor Brian Merchant, wusste nicht einmal jeder der an der Sache Beteiligten, worum es letztendlich ging. Aber wer beteiligt war, machte nichts anderes mehr. “Das iPhone ist der Grund, aus dem ich geschieden bin”, erzählt Andy Grignon, einer der ranghöheren Ingenieure, die am iPhone mitgebaut haben.
faz.net

– ANGEZÄHLT –

664.000 Dollar zahlt ein Manager in Hongkong für einen Stellplatz für sein Auto. Laut Marktkennern ist das die höchste jemals für einen Parkplatz gezahlte Summe.
spiegel.de

– ZITATE –

“Wir wollen keine Steuergelder, wir wollen nicht verstaatlicht werden.”

Thomas Winkelmann, Vorstandschef von Air Berlin, spricht bei der Hauptversammlung in London nicht von Staatshilfen, sondern von einer möglichen Bürgschaft.
faz.net

“Am Donnerstag kriegen wir es auch hin. Sie werden es sehen.”

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist vor dem Eurogruppen-Gipfel optimistisch.
spiegel.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Schüsse auf US-Republikaner in Virginia
Tote bei Hochhausbrand in London
Innenminister verschärfen Kampf gegen Gefährder
CHP-Abgeordneter in Türkei inhaftiert

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Kein veganer Käse: Vegane Produkte dürfen in der EU nicht unter Namen wie “Pflanzenkäse” oder “Tofubutter” verkauft werden. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Mittwoch entschieden. Die höchsten EU-Richter verwiesen auf Regelungen im europäischen Recht, wonach die Bezeichnung “Milch” ausschließlich Produkten vorbehalten ist, die aus der “normalen Eutersekretion” von Tieren gewonnen werden. Das Gleiche gilt für weiterverarbeitete Produkte wie Rahm, Sahne, Butter, Käs oder Joghurt.
tagesspiegel.de

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