Morgenlage Wirtschaft am Montag, 24. April 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Montag, 24. April 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Merkel eröffnet Hannover-Messe: Mit Appellen für einen freien und fairen Welthandel ist die Hannover Messe am Sonntag an den Start gegangen. Bei der Eröffnungsfeier am Abend plädierte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eindringlich für offene Märkte. Abschottung und Protektionismus führten auf Dauer immer wieder zu Verlusten, warnte sie. Die Messe gilt als weltgrößte Leistungsschau für industrielle Neuerungen. Erwartet werden rund 200.000 Besucher und 6.500 Aussteller – 60 Prozent davon aus dem Ausland.
tagesspiegel.de, handelsblatt.com

US-Finanzminister bleibt bei harter Haltung: Die Vereinigten Staaten haben bei der IWF-Frühjahrstagung in Washington alle Versöhnungsversuche gekontert und bleiben in ihrer Kritik am offenen Welthandel hart. Der amerikanische Finanzminister Steven Mnuchin rückte in einem Statement zum Abschluss des Treffens der Welt-Finanzelite entgegen auch der Hoffnungen aus Deutschland nicht von seiner strikten Haltung ab. Mnuchin forderte Deutschland indirekt auf, seinen Exportüberschuss abzubauen: “Aus unserer Sicht sind extrem hohe Handelsüberschüsse genau wie extrem hohe Handelsdefizite nicht förderlich, um ein freies und faires Handelssystem zu unterstützen”.
faz.net, spiegel.de

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Energieverbände streiten um Stromtrassen: Zwischen zwei der wichtigsten deutschen Energieverbände gibt es offenen Streit um den Bau der geplanten Hochspannungsleitungen bis 2025. Stefan Kapferer, Hauptgeschäftsführer des Spitzenverbandes BDEW, bezeichnete es am Freitag in Berlin als “brandgefährlich”, dass Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender des Nürnberger Versorgers N-Ergie und in den Führungsgremien des Stadtwerkeverbandes VKU aktiv, den Bau einiger Trassen zuvor in Frage gestellt hatte. Das sei genau der falsche Ansatz, sagte Kapferer, der bis September 2014 Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium gewesen war.
tagesspiegel.de

Panama Papers: Drahtzieher wieder frei: Die beiden Gründer der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca, die im Fokus der Ermittlungen um die “Panama Papers” steht, sind auf Kaution freigelassen worden. Das zuständige Gericht in Panama-Stadt entließ Jürgen Mossack und Ramón Fonseca am Freitag gegen eine Zahlung von je einer halben Million Dollar aus der Haft. Es erklärte, die beiden Juristen dürften das Land nicht ohne gerichtliche Genehmigung verlassen. Gegen die beiden wird derzeit wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt.
faz.net, spiegel.de

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Tagesspiegel Wirtschaftsclub lädt ein: „Digitalisierung – Herausforderungen und Chancen im Mittelstand.” mit Sebastian Turner, Herausgeber Der Tagesspiegel, Freitag, 5.Mai 2017, 19.00 Uhr, anschließend frühlingshafter Abend mit Grillbuffet und Liveband, Anmeldung: wirtschaftsclub@tagesspiegel.de. Der Club richtet sich an UnternehmerInnen und Führungskräfte.

Streit zischen Mars und Edeka: Der größte deutsche Lebensmittelhändler streitet mit dem Süßwaren- und Tierfutterproduzenten und verbannt derzeit einige Produkte aus dem Regal. Aktuell seien wegen “Lieferengpässen” nicht alle Produkte der Firma Mars GmbH verfügbar, hieß es dort. Mars sei nicht gewillt, zu Preisen zu liefern, die es ermöglichen, das Sortiment von Mars zu einem angemessen Preis anzubieten, teilte Edeka mit. Und bot den Kunden gleich erstklassige und preiswerte Alternativen an – nämlich den Umstieg auf die Edeka-Eigenmarken.
tagesspiegle.de

Berlin Partner in Umbruch: Wirtschaftssenatorin Ramona Pop  hat bei den Berlin Partnern ihr erstes großes Problem zu lösen. Am 2. Mai trifft sich das Präsidium des Aufsichtsrats, um eine Entscheidung über den Aufsichtsratsvorsitz zu treffen. Jürgen Allerkamp, Vorstandschef der Investitionsbank Berlin (IBB) und bereits Aufsichtsrat der Partner, wird Andreas Eckert ablösen, Vorstandsvorsitzender der Medizintechnikfirma Eckert & Ziegler. Und es murrt in der Belegschaft: Am vergangenen Freitag trafen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber, um über die Arbeitsbedingungen der 200 Beschäftigten der Berlin Partner zu sprechen. Die Einkommen der Beschäftigten unterscheiden sich erheblich, nach Angaben von Verdi um bis zu 2.000 Euro bei vergleichbarer Tätigkeit.
tagesspiegel.de

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Diversity in Gefahr? Wie können wir Vielfalt sichern und entwickeln? Welche Auswirkungen haben die fortschreitende Digitalisierung und der aufkeimende Rechtspopulismus auf die Vielfalt in Unternehmen und Institutionen? Antworten gibt die Diversity-Konferenz am 16. und 17. November 2017 in Berlin.
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China kommt bei Entwicklung eines eigenen Passagierjets voran handelsblatt.com
US-Regierung: ExxonMobil darf nicht mit Rosneft kooperieren spiegel.de
Pils verliert an Marktanteil: Deutsche werden bei Bier wählerischer n-tv.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Debatte um überbuchte Flüge:  Die Überbuchung von Sitzplätzen ist laut einer Lufthansa-Sprecherin ein marktübliches Instrument. Meist würden Reiseanbieter, über die Airlines ihre Flüge vertreiben, ihr Platzkontingent nicht voll beanspruchen, erklärt ein Sprecher der Condor. Ein nicht voll besetztes Flugzeug sei weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll, daher überbuchen man auf Flügen, von denen man wisse, dass das Kontingent nicht aufgebraucht werde. Ein weiterer Grund für Überbuchungen sind die sogenannten No-Shows. Hinter dem Begriff verbergen sich Leute, die nicht zu ihrem gebuchten Flug erscheinen. Die Lufthansa hat nach eigenen Angaben etwa drei Millionen No-Shows pro Jahr.
tagesspiegel.de

Industrieland Polen im Wandel: Polen als diesjähriges Partnerland der Hannover Messe will weg von seinem Image als verlängerte Werkbank für europäische und amerikanische Industrie- und Technologiekonzerne. Doch die Analyse des Istzustands fällt ernüchternd aus: Rund 99 Prozent aller polnischen Firmen sind Klein- oder Mittelbetriebe. Sie konzentrieren sich meist auf den Binnenmarkt und haben kein Interesse am Export. Neue geschäftsträchtige Ideen haben es schwer, in diesem Umfeld zu gedeihen. Ein polnisches Siemens ist auf absehbare Zeit nicht in Sicht – kein Wunder, dass sich die bekannten Namen der europäischen Industrie in Polen ein Stelldichein geben. Sie füllen das Vakuum, das die staatlichen Betriebe nach ihrem Zusammenbruch kurz nach dem Fall des Eisernen Vorhangs hinterlassen haben.
handelsblatt.com

– ANGEZÄHLT –

Erstmals seit dem 19. Jahrhundert ist Großbritannien am Freitag 24 Stunden ohne Kohlestrom ausgekommen. Erneuerbare Energien, Gas- und Atomkraftwerke deckten den gesamten britischen Bedarf.
spiegel.de

– ZITATE –

“Meine persönliche Wette ist, dass diese Regierung das Land aus den Sparprogrammen führen wird.”

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras sieht die überraschend guten Haushaltszahlen seiner Regierung als klares Signal an die internationale Gemeinschaft.
faz.net

“Das ist das marktfreundlichste Szenario und wird sowohl französischen Aktien als auch dem Euro weiteren Auftrieb geben.”

Derzeit setzten Anleger auf einen Sieg des unabhängigen Kandidaten Emmanuel Macron, sagt Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets.
n-tv.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Macron und Le Pen gehen in die Stichwahl
AfD zieht mit Gauland und Weidel in den Wahlkampf
Merkel fordert Aufklärung nach Tod eines OSZE-Mitarbeiters
Seehofer will CSU-Chef und Ministerpräsident bleiben

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Wein rund um die Uhr: Der Rheingauer Winzer Christian Rees expandiert europaweit mit einer ungewöhnlichen Geschäftsidee. „Die Idee kam mir 2009 auf einer Flugreise. Ich habe von mir selbst auf meine Kunden geschlossen“, erzählte er. Er habe einen Ort gesucht, an dem Wein rund um die Uhr genossen – und gelagert – werden kann. Heraus gekommen sind die Winebanks an architektonisch interessanten Orten: etwa alten Weinkellern oder eben dem alten Postamt. Mit einer klassischen Wein-Bank, also einem Lagerraum für teure Weine, hat das wenig zu tun. „Für diejenige Leute, die ihren Wein 20 Jahre lagern wollen, ist das nichts. Herausgekommen ist vielmehr ein Business-Club rund um das Thema Wein“, sagt Rees.
handelsblatt.com

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Morgenlage Wirtschaft am Freitag, 21. April 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Freitag, 21. April 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Lagarde und Schäuble streiten in Washington: Der IWF und Deutschland streiten weiter über Exportüberschüsse. Diesmal direkt und auf prominenter Bühne auf der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank in Washington. Es geben keine vernünftige Maßnahmen, die Deutschlands Leistungsbilanzüberschuss senken würden, noch brauche man aktive wirtschaftspolitische Maßnahmen, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. “Nicht alles ist gerechtfertigt”, entgegnete hingegen IWF-Chefin Christine Lagarde. Einig waren sich Schäuble und Lagarde in der Tatsache, dass das Problem bereits kleiner werde. Schließlich habe Deutschland in die Kinderbetreuung und in die Integration von Flüchtlingen ordentlich investiert und in Zukunft stünden Investitionen in die Infrastruktur wie zum Beispiel in das Breitband-Netz auf der Agenda.
faz.net

Schäuble will Europäischen Währungsfonds: Wolfgang Schäuble hat eine Zukunft mit einem starken europäischen Gegengewicht zum IWF skizziert: Den Euro-Rettungsschirm ESM will der Bundesfinanzminister zu einem Europäischen Währungsfonds ausbauen. Auf die Frage, ob das kurzfristig möglich sei, antwortete er kurz vor Beginn der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank in Washington: “Ja, das denke ich schon.” Käme es zu einem neuen Hilfsprogramm für ein Krisenland, sollte dies ohne den IWF laufen.
spiegel.de

Mercedes überholt BMW: Zwar konnte BMW Umsatz und Gewinn im ersten Quartal deutlich steigern und übertraf sogar die Erwartungen, doch es wird auch deutlich: die Münchner können dem Rivalen aus Stuttgart nicht das Wasser reichen. Insgesamt hat BMW bis Ende März 587.000 Autos oder 5,2 Prozent mehr verkauft als im Vorjahresquartal. Das Ebit stieg unterdurchschnittlich um 6,1 Prozent auf 1,87 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite in der Sparte Automobile sank von 9,4 auf 9 Prozent. Bei Mercedes sprang die Marge im Autogeschäft von 7 auf 9,8 Prozent. Auch im Absatz war der Stuttgarter Rivale mit plus 16 Prozent rasanter.
faz.net

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Elektro-Autos: Wie ist die Million zu schaffen? Der 7. Tagesspiegel eMobility Summit zur Zukunft der Mobilität u.a. mit StS. Barthle (BMVI), Boos (arago), Harries (Daimler), Hoffmeister-Kraut (MWAW), Levermann (PIK) und Wissmann (VDA) am 9./10. Mai in Berlin. Themen-Special zur Bundestagswahl 2017.
Alle Sprecher, Themen, Registrierung: emobility-summit.de

Goldene Hasen: 86 Prozent des stimmberechtigten Aktienkapitals versammelten sich am Donnerstag zur Lindt-Hauptversammlung in Zürich. Die ungewöhnlich gute Anwesenheits -Quote liegt nicht nur an den guten Zahlen, die das Schoko-Unternehmen präsentierte: Der Umsatz liegt bei vier Milliarden Franken. Das Unternehmen hat eine Gewinnmarge vor Steuern von 14,2 Prozent. Die Aktie ist auch dementsprechend exklusiv: 66.824 Franken kostet ein einziger Anteilsschein. Und alle Aktionäre bleiben brav bis zum Ende: erst dann wurden “Schoggi”-Koffer im Wert von 150 Franken an jeden der anwesenden Aktionäre ausgeteilt.
faz.net

Verbraucherschützer gehen gegen Banken vor: Verbraucherschützer ziehen gegen Kreditinstitute wegen Gebühren fürs Geldabheben am Automaten vor Gericht. Mindestens drei Institute hätten ihre Kunden nicht ausreichend über die Preisänderung informiert, sagt Finanzmarktwächter Kay Görner von der Verbraucherzentrale Sachsen. Görner zufolge müssen Banken und Sparkassen ihre Kunden zwei Monate vor geplanten Preisänderungen informieren und sie auf ihr Kündigungsrecht aufmerksam machen.
tagesspiegel.de

Unterbezahlte Aufsichtsräte: Die Bezüge der Aufsichtsratschefs der großen deutschen Konzerne sind zwar im vergangenen Jahr um gut acht Prozent auf im Schnitt 386.000 Euro gestiegen. Trotzdem sind sie nach Ansicht der auf Vergütungsfragen spezialisierten Unternehmensberatung hkp deutlich unterbezahlt. Sie bekämen nur sieben Prozent dessen, was ein Vorstandsvorsitzender bekäme, sagt hkp-Experte Joachim Kayser. Einigermaßen angemessen bezahlt seien nur Paul Achleitner, Aufsichtsratschef der Deutschen Bank mit 800.000 Euro, Norbert Reithofer bei BMW mit 611.000 und Gerhard Cromme bei Siemens mit 605.000 Euro.
tagesspiegel.de

Postbankkunden müssen in Berlin auf Münzeinzahlautomaten verzichten tagesspiegel.de
Adidas-Chef Kasper Rorsted erwartet weniger Profit in China handelsblatt.com
US-Ölkonzern Exxon will Russland-Sanktionen umgehen sueddeutsche.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Facebook: Mit Gedanken schreiben: Geht es nach Facebook, so sollen in Zukunft Nachrichten direkt aus dem Gehirn heraus geschrieben werden können, einfach mit der Kraft der Gedanken und ohne sein Smartphone aus der Tasche zu holen. Um dies zu erreichen, werden Gehirnströme ausgewertet. Facebook-Managerin Regina Dugan stellte auf der Entwicklerkonferenz F8 in Aussicht, dass in einigen Jahren so eine Schreibgeschwindigkeit von 100 Worten pro Minute erreicht werden könne. Aktuelle Forschungen an der Stanford-Universität ermöglichen bei einer gelähmten Frau bereits eine Schreibgeschwindigkeit von acht Wörtern pro Minute. Es gehe aber nicht darum, wahllos in die Gedanken der User einzudringen, versicherte Dugan.
focus.de, tagesspiegel.de

Umweltschädlicher Kaffee: Kaffekapseln sind beliebt. Sie versprechen einfachen, schnellen und hochwertigen Kaffegenuss. Doch was die Ökologie angeht haben sie kein gutes Image: unnötiger Ressourcenverbrauch und hohes Abfallaufkommen, enthält umweltschädliches Aluminium etc. Die Stiftung Warentest hat den Kapselmüll in Deutschland 2015 auf fünf Tonnen Abfall hochgerechnet. Doch stimmt das? Die größte Umweltbelastung komme aus dem Kaffee selbst, sagt zum Beispiel Chahan Yeretzian, Dozent für analytische Chemie an der Züricher Hochschule für angewandte Wissenschaften: Diesel- und Benzin im Plantagenbetrieb, Düngemittel, die Zubereitung der Bohnen. Und da schneiden die Kapseln im Vergleich gut ab: Bei Vollautomaten und Filterkaffee rechne man mit bis zu neun Gramm Kaffee pro Tasse. In Kaffeekapseln sind etwa sechs Gramm.
faz.net

– ANGEZÄHLT –

53.000 Autos muss der Elektroautobauer Tesla wegen Bremsproblemen zurückrufen.
handelsblatt.com

– ZITATE –

“Wir sind strikt gegen diese Verwendung unserer Arzneimittel. Sie sind dazu bestimmt, Leben zu erhalten und die Lebensqualität kranker Menschen zu verbessern. Das lässt sich mit unserer Unternehmensmission nicht vereinbaren.”

Der Sprecher von Fresenius Deutschland wehrt sich gegen die Verwendung des Fresenius-Medikaments Kaliumchlorid in Giftcocktails zur Vollstreckung der Todesstrafe im US-Bundesstaat Arkansas.
handelsblatt.com

“Die jüngsten Maßnahmen der US-Regierung in Bezug auf die Ausgabe von Visa, strengere Sicherheitskontrollen und Restriktionen für elektronische Geräte an Bord haben direkte Auswirkungen auf die Nachfrage nach Flügen in die USA.”

Die Fluglinie Emirates streicht wegen US-Präsident Donald Trumps Einreisebann jeden vierten Flug in die USA.
sueddeutsche.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Tödlicher Angriff auf Polizisten in Frankreich
Schäuble will europäischen Währungsfonds
Russischer Thinktank plante Beeinflussung der US-Wahl
Streit in der AfD über Spitzenkandidatur

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

“Watergate” an der Elbe: Im Januar hatte die “Hamburger Morgenpost” behauptet, das in Till Schweigers Hamburger Restaurant  ausgeschenkte Leitungswasser für 4,20 Euro sei das teuerste der Stadt. Schweiger setzte gerichtlich eine Gegendarstellung durch, die nun auf der Seite eins prangte: “Ich verkaufe nicht das teuerste Leitungswasser.” Dich das konnte die Redaktion dann doch nicht unkommentiert lassen: Sie schrieben in großen Lettern, der Liter koste Schweiger nur 0,4 Cent. Immerhin habe er inzwischen einen Hinweis auf seine Speisekarte gesetzt, wonach es sich um “fein gefiltertes Hamburger Trinkwasser” handele. “Das ist doch schon mal ein Fortschritt.” Wer glaubt, die Sache sei damit erledigt, der irrt. Schweiger keilte via Facebook zurück. Das Ganze sei “kein Journalismus, das ist einfach nur armseligst”.
spiegel.de

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Morgenlage Wirtschaft am Donnerstag, 20. April 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Donnerstag, 20. April 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Neue Razzien wegen Cum-ex-Geschäften: Mit sogenannten “Cum-ex-Geschäften” hatten Banken und Börsenhändler in der Vergangenheit den Staat um Milliarden geprellt, bis die Gesetzeslücke 2012 geschlossen wurde. Jetzt müssen sich die Geldhäuser und ihre Mitarbeiter Insidern zufolge wegen dieser Geschäfte auf neue Durchsuchungen einstellen. Mit diesen Dividenden-Steuertricks vertraute Personen hätten bei der Staatsanwaltschaft Köln und dem Landeskriminalamt NRW ausgesagt, berichteten mehrere Insider am Mittwoch gegenüber Reuters und bestätigten damit einen Bericht von “Süddeutscher Zeitung”, “NDR” und “WDR”.
sueddeutsche.de, tagesspiegel.de

Berlin rüstet sich für Diskussion um Exportüberschüsse: Die Bundesregierung wappnet sich für kritische Nachfragen der Amerikaner zum deutschen Handelsüberschuss auf der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank Ende dieser Woche und auf dem vorgeschalteten Treffen der G20-Finanzminister. In dem Grundsatzpapier wird hervorgehoben, dass Deutschland keinen Einfluss auf den Wechselkurs hat und keine protektionistischen Instrumente anwendet. Auf globaler Ebene sollte die Beurteilung von Leistungsbilanzentwicklungen auf Ebene des Euroraums erfolgen, heißt es. So sei die kalifornische Leistungsbilanz mit China ebenso wenig Gegenstand der Diskussion wie es die deutsche Leistungsbilanz mit den Vereinigten Staaten sein sollte.
faz.net, spiegel.de

Trump macht ernst im Feldzug gegen ausländische Fachkräfte: Am Dienstag unterzeichnete US-Präsident Donald Trump ein Dekret, dass es ausländischen Fachkräfte erschweren soll, ein befristetes Visum zu bekommen. Die Maßnahme sende ein “kräftiges Signal an die Welt”, dass die USA ihre Arbeitskräfte und deren Jobs verteidigten, sagte Trump – ganz im Sinne seines Mottos “Amerika zuerst”. Mit den sogenannten H-1B-Visa rekrutieren vor allem IT-Firmen Fachkräfte zum Beispiel aus Indien.
handelsblatt.com

Bundesfinanzhof lockert Regeln beim Arbeitszimmer für Selbständige: Selbstständige können ein Arbeitszimmer zu Hause unter Umständen auch dann von der Steuer absetzen, wenn sie einen Schreibtisch im Betrieb haben. Das hat der Bundesfinanzhof im Fall eines selbstständigen Logopäden entschieden, der in zwei Praxen arbeitet. Für Verwaltungsarbeiten nutzt er ein häusliches Arbeitszimmer. Laut Einkommensteuergesetz kann ein häusliches Arbeitszimmer nicht von der Steuer abgesetzt werden, wenn ein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Das Finanzgericht entschied aber im konkreten Fall, dass die Büroarbeit in den Praxisräumen auch außerhalb der Öffnungszeiten nicht zumutbar sei.
zeit.de

Facebook setzt auf virtuelle Realität und Augmented Reality: Facebook hat auf der Entwicklerkonferenz F8 in einer Keynote seine technischen Neuerungen und Visionen präsentiert. Dabei wird klar: Dank Virtual Reality sollen wir die Welt immer mehr mit Facebooks Augen und sehen und Facebook unsere Welt mit unseren. Wie gut, dass Facebook mit der Oculus Rift bereits eine eigene Brille auf dem Markt hat. Passend dazu hat Facebook nun die VR-App “Spaces” veröffentlicht, mit der man sich mit bis zu vier Freunden in virtuellen Räumen treffen kann.  Außerdem kündigte Mark Zuckerberg an, die erste Augmented-Reality-Plattform für den Massenmarkt bereitzustellen.
spiegel.de, faz.net

Ubisoft ziehts nach Berlin: Ubisoft Blue Byte, einer der größten Verlage für PC- und Videospiele öffnet einen Standort in Berlin und schafft 50 neue Stellen. Anlässlich der bevorstehenden Gamesweek in Berlin (24. bis 30. April) kündigte Benedikt Grindel, Studio Manager von Ubisoft, diesen Schritt an. Die Mitarbeiter sollen im ersten Jahr an der Entwicklung eines so genannten AAA-Titels – also einem international vermarkteten PC- und Videopiel mit großen Umsatzzahlen – in Koproduktion mit anderen Ubisoft-Standorten arbeiten. Weiteres Wachstum wird angestrebt. Weltweit beschäftigen die Franzosen an 32 Standorten über 12.000 Mitarbeiter.
tagesspiegel.de

Deutschland hat mit 40 Prozent den größten Anteil am europäischen E-Bike-Markt faz.net
Frankreich-Wahlen, Nordkorea-Krise und Zweifel an Trumps Konjunkturpolitik belasten Anleihenmarkt handelsblatt.com
IG Metall macht bis zu vier Jahre lange Zeitarbeit möglich spiegel.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Soldaten zu Paketboten: Angesichts des anhaltenden Booms im Paketgeschäft suchen die Logistik-Unternehmen inzwischen händeringend nach Arbeitskräften. Da das verschickte Volumen in der Paketbranche nach Experten bis zum Jahr 2025 sich sogar verdoppeln wird, sei es umso wichtiger für alle Unternehmen, Ausschau zu halten nach Alternativen. Die Bedeutung von Paketshops werde zunehmen, man müsse über Crowd-Delivery, also die Zustellung durch Privatpersonen, oder auch über den Einsatz von Robotern nachdenken. Doch das ist Zukunftsmusik. Der Branchenprimus Deutsche Post DHL zapft eine andere Quelle an: So vereinbarten die Bonner erst vor wenigen Wochen mit der Bundeswehr eine Kooperation über die Integration von ausscheidenden Soldaten in den zivilen Arbeitsmarkt.
tagesspiegel.de

Niedrige Zinsen gefährden vor allem kleine Banken und Versicherer: Der IWF analysiert in seinem Stabilitätsbericht die Folgen dauerhaft niedriger Zinsen. Banken mit einem hohen Anteil an Finanzierung durch Kundeneinlagen sind davon besonders betroffen, weil sie negative Zinsen schlecht an ihre Kunden weitergeben können. Gleichzeitig rechnen sie damit, dass mehr Kunden ihr Geld in Bankkonten stecken. Das Modell der klassischen Lebensversicherung sehen sie ebenfalls als bedroht an. Und im Bereich der Altersvorsorge ist insgesamt die Abkehr von garantierten Leistungen abzusehen.
handelsblatt.com

– ANGEZÄHLT –

Um 13 Prozent auf 11.140 sind im Jahr 2016 die Zahl der Beschäftigten in der Computerspiel-Industrie in Deutschland nach Angaben des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) zurückgegangen.
tagesspiegel.de

– ZITATE –

“Die Leistungsberechnung ist lediglich ein mathematisches Regelwerk, ein Algorithmus, nachdem sich exakt berechnen lässt, wie viel Geld einem Hartz-IV-Empfänger zusteht.”

Der CDU-Sozialpolitiker Kai Whittaker will mit mehr Pauschalen und der Digitalisierung das Bürokratie-Monster “Hartz IV” bekämpfen. Einer Untersuchung der Friedrich-Naumann-Stiftung zufolge ist jeder zweite Mitarbeiter in den Arbeitsagenturen mit der Verwaltung von “Hartz IV” beschäftigt.
sueddeutsche.de

“Wir haben ein Problem mit der Wahrnehmung von Wirklichkeit. Über 90 Prozent der Weltbevölkerung würden morgen mit jedem in Deutschland tauschen. Wir haben Millionen neue Jobs, Lohn- und Rentensteigerungen, die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit, eine sehr hohe Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren. 80 bis 90 Prozent der Deutschen sagen, ihnen persönlich gehe es gut oder sehr gut. Ich wage zu behaupten: Nie ging es dem Land besser.”

CDU-Politiker Jens Spahn attestiert den Deutschen ein Wahrnehmungsproblem.
faz.net

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Türkische Wahlkommission weist Antrag auf Annullierung ab:
Britisches Parlament stimmt für Neuwahlen
Petry verzichtet auf Spitzenkandidatur
Experten bestätigen Giftgasangriff in Syrien

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Käfer gegen Kaefer: Das Münchner Unternehmen Feinkost Käfer und das Porzellanhaus Kaefer im Hunsrück führen nach achtzig Jahren friedlicher Koexistenz einen erbitternden Namensstreit. Es geht um den vor drei Jahren eröffneten Online-Shop der Schwestern Hildegard und Margret Kaefer, “kaefer-shop.de”. Dem Feinkost-Riesen in München wurmt, dass sie sich einst nur die Domain “feinkost-kaefer.de” gesichert haben. Es bestehe nun Verwechslungsgefahr, weil der Auftritt der Kaefers nicht mehr den Zusatz “Porzellan” habe. Rechtlich ist die Sache nicht eindeutig. Gut ist nur, dass die 350.000 Käferarten weltweit wohl gerichtlich keine Ansprüche geltend machen können.
sueddeutsche.de

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