Morgenlage Wirtschaft am Montag, 20. März 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Montag, 20. März 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Tengelmann und Edeka verklagen Bundeskartellamt auf Schadensersatz: Der Fall Kaiser’s Tengelmann könnte für das Bundeskartellamt noch ein teures Nachspiel haben. In der Behörde rechnet man mit Schadensersatzforderungen, weil die Wettbewerbsbehörde die geplante Übernahme ursprünglich verboten hatte. Edeka und Tengelmann klagen nach wie vor gegen die Untersagungsverfügung. Kein Einzelfall, so hatten etwa die Hörgerätehersteller Phonak und Resound das Amt nach dem Verbot einer geplanten Fusion auf eine Milliarde Euro Schadensersatz verklagt, waren mit der Klage aber gescheitert.
tagesspiegel.de, handelsblatt.com, n-tv.de

Piëch will seine VW-Anteile verkaufen: Ferdinand Piëch bereitet seinen endgültigen Rückzug aus dem Volkswagen-Porsche-Konzern vor. Piëch will seine Anteile an der Porsche Holding SE, die 52 Prozent der Stimmrechte an Volkswagen hält, verkaufen. Die Holding teilte am Freitag mit, sie sei davon unterrichtet worden, dass die Familien Porsche und Piëch Verhandlungen führen. Piëch hält 14,7 Prozent der Porsche-Stammaktien. Seine Aktien sollen rund eine Milliarde Euro wert sein.
tagesspiegel.de, n-tv.de

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Schulterschluss für den Freihandel: Kanzlerin Angela Merkel und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe haben sich am Rande der Eröffnung der Cebit in Hannover für einen raschen Abschluss des EU-Japan-Freihandelsabkommens ausgesprochen. Beide erteilten dem Protektionismus eine Absage, ohne den US-Präsidenten Trump zu erwähnen. Bei einem Treffen der G20-Finanzminister haben die USA zuvor eine Erklärung verhindert, die ein Bekenntnis zu Freihandel und Umweltschutz beinhaltet hätte.
faz.net, handelsblatt.com, spiegel.de

Dijsselbloem fordert europäischen IWF: Der Chef der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, will die Krisenhilfe in Europa neu organisieren. Der Euro-Krisenfonds ESM soll langfristig dabei zu einer Art europäischem IWF werden. Das würde auch bedeuten, dass die bisherige Troika-Konstruktion aus IWF, EZB und EU-Kommission aufgelöst werden müsse. Vor allem die EZB würde sich in ihrer momentanen Rolle sehr unwohl fühlen.
faz.net

Rupert Stadler im Visier der Behörden: Bei den Durchsuchen in der Audi-Konzernzentrale wurden 47 Personen im Durchsuchungsbeschluss namentlich aufgelistet. Darunter in Visier der Behörden: Audi-Chef Rupert Stadler. Gesucht wurde nach Korrespondenz, insbesondere E-Mail-Verkehr, sowie Aufsichtsrats- und Vorstandsprotokolle. Das Ziel: Aufschluss über Planung, Entscheidungsabläufe, den Informationsfluss und den Vertrieb der Autos im Zusammenhang mit der Betrugssoftware in den USA.
spiegel.de

Ökonomen kritisieren Schulz: Die Stimmung unter den deutschen Volkswirten ist positiv. Dies geht aus dem Ökonomen-Barometer von “Euro am Sonntag” und n-tv hervor. Der Index legte im Vergleich zum Februar um 1,4 Prozent auf 66,1 Punkte zu. Auch die Erwartungen für die nächsten 12 Monate verbesserten sich um 4 Prozent auf 68,5 Punkte. Durchweg kritisch sahen die Ökonomen aber die Pläne zur Reform des Arbeitslosengeldes von SPD-Kanzlerkandidat Schulz. “Das ist kein Reformvorschlag, sondern eine Rückwärtsrolle”, sagt etwa Jürgen Donges, emeritierter Professor des Instituts für Wirtschaftspolitik der Universität Köln.
n-tv.de

Google-Sicherheitschef Gerhard Eschelbeck und Alexander Schütz vom chinesischen Großaktionär HNA sollen künftig dem Aufsichtsrat der Deutschen Bank angehören tagesspiegel.de
BMW will Millionen in US-Werk investieren handelsblatt.com
Siemens hält Schmiergeldstudie unter Verschluss spiegel.de

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– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Kommt Amazon fresh?: Erst vor wenigen Tagen hat Amazon sein Lebensmittelangebot im sogenannten Trockensegment stark erweitert. Bereits jetzt können Kunden im Bereich  Artikel des täglichen Bedarfs bestellen, wie Zahnpasta, Toilettenpapier, aber eben auch Konserven oder andere nicht kühlungsbedürftige Nahrungsmittel wie Cerealien und Süßigkeiten. Nur frische Produkte sind bis jetzt wegen mangelnder Kühlung noch nicht möglich. Und jetzt kommt aus München das Gerücht, dass der Versandhändler hinter dem Bau eines großen Logistikzentrums mit Kühlbereich nahe München steckt.
tagesspiegel.de

Jenseits der Raffgier – Bankmanager in Skandinavien: Die sechs größten Banken Nordeuropas liefern eine Top-Performance ab. Häuser wie Danske Bank oder Nordea dominieren Ranglisten durch Ertrag- und Eigenkapitalstärke. Trotzdem bekommen ihre Vorstandschef nur etwa die Hälfte von dem, was ihre ausländischen Kollegen verdienen, hat der Nachrichtendienst Bloomberg ermittelt. Der Hintergrund ist eine komplett andere politische und soziale Kultur. Zu hohe Bezahlung der Manager würde bei einer sehr kritischen Öffentlichkeit auf Widerstand stoßen.
handelsblatt.com

– ANGEZÄHLT –

Immobilienkäufer in Deutschland zahlten 2016 durchschnittlich 242.000 Euro für ihr Eigenheim, wie aus der Studie “Wohnen in Deutschland 2017” der Sparda-Bank hervorgeht.
spiegel.de

– ZITATE –

“Wir machen seit zehn Jahren Geschäfte mit der Türkei. Natürlich gibt es da angesichts der politischen Spannungen jetzt Diskussionsbedarf. Aber die Türkei ist Nato-Partner. Und 7.000 deutsche Unternehmen haben Geschäftsaktivitäten in der Türkei, das setzt man doch nicht ohne weiteres aufs Spiel. ”

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender von Rheinmetall, möchte nicht nur die Türkei mit Waffen beliefern, sondern auch dort produzieren.
tagesspiegel.de

“In der Vergangenheit haben viele Regierungen – auch die deutsche – bei der Versteigerung von Mobilfunklizenzen zu sehr auf die Einnahmen geschaut. Den Telekomkonzernen haben deshalb anschließend das Geld für Investitionen gefehlt. Länder wie mein eigenes haben das anders gehandhabt und am Ende finanziell davon profitiert, weil die Wirtschaft stärker gewachsen ist.”

Der Estländer Andrus Ansip, Vizepräsident der Europäischen Kommission, warnt zum Auftakt der Cebit davor, beim Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes ins Hintertreffen zu geraten.
faz.net

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Erdogan wirft Deutschland Verstrickung in Putsch vor
Schulz nennt AfD eine Schande für die Bundesrepublik
Von der Leyen kontert Trump
Anti-Terror-Einheit ermittelt nach Anschlag in Frankreich

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Pasta ist wie Wein: Giovanni Fabbri aus Chanti in der Toskana ist Fabrikant von Luxusnudeln. Seine Spaghettoni trocknen fünf Tage lang bei niedrigen Temperaturen und sind eine Delikatesse. Seine Fabrik ist ein ehrwürdiges Familienunternehmen. Die Nudel-Manufaktur geht zurück auf das Jahr 1893. Seine Ware geht an Restaurant und Privatkunden per Kurier. Bei Pasta, sagt Fabbri, gebe es jede Menge Qualitätsunterschiede. Es gebe Massenware und hochspezialisierte Nischenprodukte. Wie beim Wein eben.
handelsblatt.com

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Morgenlage Wirtschaft am Freitag, 17. März 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Freitag, 17. März 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Weitere Ermittlungen gegen Audi und VW: Staatsanwälte, Richter und klagende Kunden setzen den VW-Konzern immer stärker unter Druck. Nach der groß angelegten Razzia bei Audi im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal sicherten die Ermittler am Donnerstag weitere Daten. Die Durchsuchungen seien noch nicht zu Ende, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft München II. Auch fanden Durchsuchungen bei der von Volkswagen mit der internen Aufklärung des Diesel-Skandals beauftragen Anwaltskanzlei Jones Day statt. Der VW-Konzern wies dieses Vorgehen am Donnerstag scharf zurück.
tagesspiegel.de, sueddeutsche.de

Bauboom in Deutschland: So viel ist in 18 Jahren nicht gebaut worden. 375.400 neue Wohnungen haben die Bauämter im letzten Jahr genehmigt. Das ist gegenüber 2015 eine Steigerung um 21,6 Prozent. 173.400 neue Wohnungen sind in Mehrfamilienhäusern genehmigt worden. Einfamilienhäuser stagnieren hingegen. Die Zahlen bestätigen einen Trend: Immer mehr Menschen ziehen in die Städte.
sueddeutsche.de

Merkel und Xi für Freihandel: Vor dem Besuch der Bundeskanzlerin bei Donald Trump in den USA haben Angela Merkel und der chinesische Staatspräsident Xi Jinping in einem Telefonat bekräftigt, sich gemeinsam für freien Handel und offene Märkte einzusetzen. Die weiteren Themen des Gesprächs: die Rahmenbedingungen für die deutsche Autoindustrie in China und eine enge Zusammenarbeit im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft.
spiegel.de

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IT-Sicherheit vor der Wahl – verfolgen Sie das Gesetzgebungsverfahren zur nationalen Umsetzung der NIS-Richtlinie im Tagesspiegel Politikmonitoring zur Netzpolitik. Nächste Ausgabe am Montag, 20.3.2017. Jetzt kostenlos und unverbindlich testen:
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Automatische Kartelle: Die EU-Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager hat bei der 18. Konferenz des Bundeskartellamts in Berlin vor automatisierten Kartellen und Preisabsprachen im Internethandel gewarnt. Algorithmen könnten den nötigen Wettbewerb im Netz unterlaufen. Anbieter könnten so vom Marktzugang abgeschnitten werden. Die Folge wären höhere Preise für die Kunden. Schon heute seien weite Teile der Preisgestaltung im Internethandel computergesteuert – auch, um die Ware beständig an die Preise der Konkurrenz anpassen zu können.
tagesspiegel.de

Mehr Arbeitslose in Griechenland: Die Arbeitslosigkeit in Griechenland ist zum Jahresende 2016 gestiegen. Die Erwerbslosenquote lag im vierten Quartal bei 23,6 Prozent, zuvor 22,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sank sie leicht: Ende 2015 hatte sie noch bei 24,4 Prozent betragen. Fast drei Viertel davon sind Langzeitarbeitslose. Junge Menschen sind besonders stark betroffen.
spiegel.de

Lufthansa mit Rekordgewinn: Die Lufthansa hat im vergangenen Jahr erneut einen Rekordgewinn eingeflogen. Auch dank eines Sondereffekts bei den Betriebsrenten der Flugbegleiter blieben unter dem Strich 1,8 Milliarden Euro Gewinn übrig und damit fast fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Die Tarifeinigung mit den Piloten vom Vortag dürfte den Überschuss im laufenden Jahr ebenfalls einmalig nach oben treiben.
n-tv.de

Chinesischer Großaktionär erhält Aufsichtsratsposten bei Donald Trump handelsblatt.com
Adobe legt dank Cloud-Geschäft im ersten Quartal um 20 Prozent zu handelsblatt.com
Wegen dem Dieselskandal in den USA festgenommener VW-Manager bleibt noch bis 2018 in Haft spiegel.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Equal Pay Day: Seit Anfang des Jahres haben Frauen in ganz Deutschland umsonst geschuftet. Erst am kommenden Samstag werden sie für ihre Arbeit bezahlt. Zumindest symbolisch. So rechnen nämlich die Organisatoren des “Equal Pay Day” den Gehaltsunterschied von 21 Prozent zwischen Männern und Frauen vor. Erklärungen für die Lohnlücke sind, dass mehr Frauen geringfügig beschäftigt sind als Männer und seltener Führungspositionen inne haben. Wenn sich Paare für Kinder entscheiden, unterbrechen nach wie vor eher Frauen die Karriere. Dagegen ankämpfen sollen Gesetzesinitiativen wie das Recht für die Rückkehr von Teilzeit- in Vollzeitarbeit und das Entgelttransparenzgesetz.
tagesspiegel.de

Der lange Weg aus der ultralockeren Geldpolitik: Die EZB steht zurzeit unter besonderer Beobachtung. Von einem “Exit” aus der ultralockeren Geldpolitik ist die Rede. Und einem “Tapering”, also einer Verringerung der Anleihenkäufe. EZB-Präsident Mario Draghi will davon aber nichts wissen. Die Reduzierung der Käufe von 80 auf 60 Milliarden Euro nennt er “Kalibrierung”. Hinter den Kulissen hat im EZB-Rat aber ein Ringen eingesetzt wie in Zukunft die Rhetorik verändert werden kann. Bundesbankchef Jens Weidmann, der Luxemburger EZB-Direktor Yves Mersch und einige andere wollen den Hinweis in den Leitlinien auf noch tiefere Leitzinsen zumindest streichen.
faz.net

– ANGEZÄHLT –

400.000 Bestellungen sind für Teslas neuen Mittelklasse-Stromer “Model 3” bislang eingegangen. In den vergangenen fünf Jahren hat das Unternehmen aber gerade einmal 180.000 Fahrzeuge ausgeliefert. Tesla plant und braucht deshalb einen sprunghaften Anstieg der Produktion.
faz.net

– ZITATE –

“Wir wollen keinen Handelskrieg.”

US-Finanzminister Steven Mnuchin betont bei seinem Besuch in Berlin trotz aller Misstöne in letzter Zeit den Willen zur Zusammenarbeit.
faz.net

“Die türkische Wirtschaft kollabiert.”

Analysten der Commerzbank sehen für die Türkei schwierige wirtschaftliche Zeiten: eine Abwertung der Lira im Vergleich zum Dollar auf 3,90 bis zum Jahresende ist wahrscheinlich, die Preiswachstumsrate hat bereits jetzt die Zehn-Prozent-Marke überschritten.
handelsblatt.com

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Briefbombe im Pariser IWF-Büro explodiert
Trump stützte Tweets gegen Obama nicht auf Beweise
Türkei warnt vor Religionskriegen in Europa
Wechsel im Schloss Bellevue

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Alster überradelt: Auch wenn die Radler-Trinker in Deutschland in der Mehrheit sind. Nördlich von Osnabrück und südlich von Magdeburg beginnt die Alster-Zone. Doch die Bier-mit-Limo Welt gerät ins wanken. Die Hamburger Kult-Bier-Marke Astra hat ihr Alster nun in “Kiezmische – fruchtiges, naturtrübes Radler” umbenannt und in den Sozialen Netzwerken tobt die Entrüstung und die Furcht, das Alster könne aus dem Sprachgebrauch verschwinden. Was war passiert: Alster gehört mittlerweile dänischen Brauerei-Konzern Carlsberg und dort hat man die Radler-Aster-Sache entweder nicht verstanden oder das Alster auf dem Altar der Bierglobalisierung geopfert.
sueddeutsche.de

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Morgenlage Wirtschaft am Donnerstag, 16. März 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Donnerstag, 16. März 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Razzia bei Audi: Die Staatsanwaltschaft München II hat wegen der Diesel-Abgasaffäre bei Audi ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts des Betruges und der strafbaren Werbung eingeleitet. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Am Morgen waren bereits Büroräume in der Audi-Zentrale in Ingolstadt durchsucht worden. Ein Unternehmenssprecher sagte am Mittwoch, die Durchsuchung habe kurz vor der Jahrespressekonferenz mit Audi-Chef Rupert Stadler begonnen.
tagesspiegel.de, sueddeutsche.de

Auch für Renault wird es eng: Schwere Vorwürfe gegen den Autobauer Renault. Die französische  Behörde für Wettbewerb, Verbraucher und Betrugsbekämpfung (DGCCRF) wirft Renault vor, schon seit mehr als 25 Jahren Strategien zu verfolgen, um bei Abgastests zu betrügen. Einige dieser Praktiken seien schon 1990 eingeführt worden.
tagesspiegel.de, faz.net, handelsblatt.com

Glyphosat: Entlastung und neue Vorwürfe: Die EU-Chemikalienagentur Echa entlastet Monsanto und spricht das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat frei von Krebsverdacht. In der Vergangenheit hatten widersprüchliche Studien eine einheitliche Zulassung durch die EU verhindert. Doch zeitgleich wird ein schwerer Verdacht publik: Nach einem Bericht der New York Times soll Monsanto Wissenschaftler und Studien beeinflusst haben.
sueddeutsche.de

PKW-Maut frühestens ab 2022: Die Maut für Autofahrer in Deutschland kann einem Bericht zufolge frühestens 2020 erhoben werden. Dies geht aus den Ausschreibungsunterlagen hervor. Den Dokumenten sei auch zu entnehmen, dass das geplante System zur Erhebung der Abgabe teurer werde als geplant und mehr Mitarbeiter zur Kontrolle erfordere als vorgesehen. Das Verkehrsministerium: Der Bericht basiere offensichtlich auf alten Unterlagen und sei nicht aktuell.
tagesspiegel.de

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Wie funktioniert der Transfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur? Und welche Rolle spielt die Internationalisierung? Antworten bekommen Sie beim WISSENSCHAFTSSALON – HAMBURGER EXZELLENZSTRATEGIEN am 30. März in Berlin mit Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und Uni-Präsident Prof. Dr. Dieter Lenzen, moderiert von Jan-Martin Wiarda. Anmeldung: uni-hamburg.de/wissenschaftssalon

Eon macht 16 Milliarden Verlust: Eon musste den Wert seiner konventionellen Kraftwerke im vergangenen Jahr um elf Milliarden Euro nach unten korrigieren. Zuzüglich einiger Milliarden aus Währungsverlusten und für den Kernenergieausstieg verbuchte Eon in Summe einen Konzernfehlbetrag von 16 Milliarden Euro. Diesen Miesen “steht jedoch die Befreiung des Unternehmens von Lasten der Vergangenheit gegenüber”, hieß es am Mittwoch bei der Vorlage der Jahresbilanz in Essen. Die konventionelle Kraftwerkswirtschaft hatte Eon in das neue Unternehmen Uniper abgespalten und an die Börse gebracht.
tagesspiegel.de, sueddeutsche.de, handelsblatt.com

Piloten einigen sich mit Lufthansa: Nach einer grundsätzlichen Einigung des Unternehmens mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit vom Mittwoch sind Streiks der Flugzeugführer vom Tisch. Die Parteien haben sämtliche tarifpolitischen Streitpunkte in dem Konflikt beigelegt, der bislang zu 14 Pilotenstreiks geführt hatte. Die Vereinbarungen unter anderem zu Gehältern und Betriebsrenten sollen bis Juni 2022 gelten, teilte Lufthansa am Mittwoch in Frankfurt mit. Dabei akzeptieren die Piloten unter anderem die Umstellung der Betriebsrenten auf Festbeiträge.
tagesspiegel.de, sueddeutsche.de

Lux-Leaks-Whistleblower Antoine Deltour und Raphaël Halet auch im Berufungsverfahren verurteilt sueddeutsche.de
US-Präsident Trump will Umweltregeln für Autobranche überprüfen faz.net
Fernverkehr der Bahn legt auf vier Milliarden Euro Umsatz zu handelsblatt.com

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– STRATEGIE & MANAGEMENT –

DIW mahnt mehr Investitionen an: Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent und von 1,7 Prozent für 2018. In den nächsten zwei Jahren sollen 1,5 Millionen neue Jobs entstehen. Doch DIW-Präsident Marcel Fratzscher ist nicht wirklich zufrieden. Statt 23,7 Milliarden Euro wie im Jahr 2016 werden Bund, Länder und Gemeinden in diesem Jahr nur noch ein Plus von 14,3 Milliarden Euro und 2018 von 8,6 Milliarden Euro erzielen. Statt Steuersenkungen fordert Fratzscher daher Investitionen.
tagesspiegel.de

DHL testet Lastenfahrräder: Das Logistigunternehmen DHL hat in Frankfurt damit begonnen City-Hubs zu testen.Bei einem City-Hub handelt es sich um einen Anhänger, auf dem bis zu vier kleine Container mit Express-Sendungen lagern können. Diese werden dann auf einem Liegerad mit vier Rädern mit Muskelkraft ausgeliefert. DHL verspricht sich von diesem Verteiler-Prinzip eine höhere Flexibilität und Zeitersparnis. Ein Nebeneffekt: Das Ganze ist auch noch umweltfreundlich.
handelsblatt.com

– ANGEZÄHLT –

Auf die spanne zwischen 0,75 und 1 Prozent wurde der Leitzins der US-Notenbank Fed um einen Viertelpunkt erhöht. Fed-Chefin Janet Yellen stellt weitere Erhöhungen für dieses Jahr in Aussicht. Damit verlässt die Fed die Strategie der lockeren Geldpolitik.
handelsblatt.com

– ZITATE –

“Trotz der Tagesaktualität würden wir uns wünschen, würde ich mir wünschen, dass wir uns auf das vergangene Geschäftsjahr konzentrieren.”

Audi-Chef Rupert Stadler findet bei der Präsentation der Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 nur wenige Worte zu den Durchsuchungen vom Morgen.
sueddeutsche.de

“Deregulierungen vorzunehmen in der Hoffnung, damit die Wirtschaft zu stimulieren, könnte nach hinten losgehen.”

Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat auf einer Tagung des internationalen Bankenverbands IIF in Frankfurt US-Präsident Trump davor gewarnt, die Regeln für Banken aufzuweichen.
faz.net

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Rutte-Partei ist stärkste Kraft in den Niederlanden
Paket mit Sprengstoff in Finanzministerium gefunden
Gabriel dringt auf konsularische Betreuung von Yücel
Schäuble warnt vor überzogenen Wahlversprechen

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– PETITESSE –

München streitet um den Bierpreisdeckel: In Bayern sind bereits Kriege ums Bier geführt worden.  So kam es rund um den 1. Mai 1844  in München zu mehrtägigen Straßenschlachten nach einer Bierpreiserhöhung. Dagegen ist, das, was sich zurzeit in der bayerischen Landeshauptstadt abspielt, fast harmlos. Josef Schmid (CSU), stellv. Bürgermeister, war im Februar mit dem Plan vorgeprescht, den Bierpreis auf dem Oktoberfest auf höchstens 10,70 Euro zu deckeln. Die Wirte wehrten sich prompt und warfen Schmid Populismus vor und sprachen von einem “Machtdiktat”. Oberbürgermeister Dieter Reiter, selbst von der Initiative überrumpelt, versucht zu schlichten, der Streit schade dem Ansehen Münchens.
wdr.de (Mai 1844), faz.net (Bierpreisdeckel)

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