Morgenlage Wirtschaft am Dienstag, 14. November 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Dienstag, 14. November 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Lufthansa kündigt 1.000 neue Flüge pro Monat an: Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat 1.000 weitere innerdeutsche Flüge pro Monat angekündigt. Damit soll der Kapazitätsengpass behoben werden, der durch den Wegfall der Flüge der insolventen Air Berlin entstanden war und zu hohen Ticketpreisen auf gefragten Strecken geführt hatte. Lufthansa will mit den Teilgesellschaften LG Walter und Niki für 210 Millionen Euro einen beträchtlichen Teil des Air-Berlin-Flugbetriebs mit 81 Jets und den dazugehörigen Verkehrsrechten übernehmen. Die EU-Wettbewerbshüter müssen dafür grünes Licht geben. Die Kommission hat nach der Anmeldung des Deals vor knapp zwei Wochen 25 Arbeitstage Zeit, das Geschäft abzuklopfen. Haben die Wettbewerbshüter Bedenken, können sie vertieft prüfen. Dann wären es noch einmal 90 Arbeitstage. Bis zum Abschluss liegt das Geschäft auf Eis.
tagesspiegel.de

Amazon und Ebay sollen für Umsatzsteuerbetrug ihrer Händler haften: Handelsplattformen wie Amazon oder Ebay müssen in Zukunft in Deutschland für Umsatzsteuerbetrug einstehen, der auf ihrer Plattform durch Drittanbieter passiert. Die Landesfinanzminister tagen derzeit in Berlin und wollen heute entsprechende Vorschläge präsentieren. Durch Betrug von Online-Händlern aus Asien und China sollen dem deutschen Fiskus jedes Jahr Milliardenbeträge entgehen.
faz.net

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Die Bundespressekonferenz ist gelebte Pressefreiheit in Deutschland. Wir feiern sie jedes Jahr beim Bundespresseball. Wir fragen, was uns wichtig ist, und nicht, was Politiker gefragt werden wollen. Mit dem Preis der Bundespressekonferenz erinnern wir in diesem Jahr auch an die Kollegen weltweit, die verleumdet und verfolgt werden. Der Bundespresseball dankt seinen Partnern.

Renten sollen um über drei Prozent steigen: Die Renten in Deutschland sollen 2018 um mehr als drei Prozent steigen. Dies geht aus einem Entwurf des Rentenversicherungsberichts der Bundesregierung hervor. Eine neue Bundesregierung müsste dem Entwurf allerdings noch zustimmen. Und mehr noch: Bis 2031 sollen die Renten jährlich um 2,2 Prozent steigen. Insgesamt also um 36 Prozent.
faz.net, spiegel.de, handelsblatt.com

Lampenhersteller Ledvance muss Werke schließen: Der Lampenhersteller Ledvance streicht bis Ende 2018 jede zweite Stelle in Deutschland. Insgesamt sind 1.300 Arbeitsplätze betroffen. Bis März gehörten die betroffenen Werke noch zu Osram. Dann wurde die Osram-Abspaltung an ein chinesisches Konsortium verkauft. Geschlossen werden die Standorte in Berlin und in Augsburg. Die Werke in Eichstätt und Wipperfürth werden ein Gros der Belegschaft verlieren.
faz.net

Schlecker-Familie will Gefängnis entgehen: Die Familie Schlecker will durch Rückzahlungen in die Insolvenzmasse der Drogeriekette einer Freiheitsstrafe entgehen. In der vergangenen Woche ist die Zahlung von vier Millionen Euro an den Insolvenzverwalter angekündigt, bzw. geleistet worden. Damit soll möglicherweise das Gericht milde gestimmt werden. Die Wirtschaftskammer des Stuttgarter Landgerichts will demnächst ihr Urteil fällen. Firmen-Patriarch Anton Schlecker und seine Kinder Lars und Meike könnte sogar eine Freiheitsstrafe drohen.
sueddeutsche.de, handelsblatt.com

ADAC in der Defensive: Zum einen wird eine Nachzahlung der Versicherungssteuer in Höhe von 90 Millionen Euro fällig. Was erst der Anfang sein könnte, denn in den kommenden Jahren sind weitere millionenschwere Steuerforderungen wahrscheinlich. Gleichzeitig will der Automobilclub bis 2020 etwa 170 Millionen Euro einsparen. Dazu sollen 400 Stellen in der Münchner Zentrale gestrichen werden. Schwierige Verhandlungen mit den Sozialpartnern stehen demnach bevor.
sueddeutsche.de

Brexit: Deutsche Wirtschaftsvertreter suchen in London das Gespräch mit Theresa May spiegel.de
USA: ehemaliger Pharmamanager Alex Azar soll neuer Gesundheitsminister werden handelsblatt.com
Umweltminister wollen Schiffe in Häfen zur Abschaltung des Motors zwingen welt.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Bei Krankheit besser zuhause bleiben: Laut einem Bericht der Bundesregierung fehlen Beschäftigte zuletzt an durchschnittlich 15,2 Tagen im Jahr, weil sie krank waren. Wobei es noch viel mehr sein müssten: Fast die Hälfte der Deutschen geht nämlich mit Beschwerden zur Arbeit, statt im Bett zu bleiben. Die Unternehmensberatung Booz & Company hat vor einiger Zeit ausgerechnet: Zwei Drittel der Krankheitskosten in den Unternehmen entstehen durch das Dasein kranker Mitarbeiter. Während Konzerne wie Daimler sogar Prämien für niedrige Fehlzeiten auszahlen, ist Unternehmerin Andrea Pfundmeier eine progressive Ausnahme: “Wer krank ist, steckt nicht nur andere an, sondern ist unkonzentrierter, macht mehr Fehler bei der Arbeit.”
tagesspiegel.de

Mit Smart Home gegen Einbrecher: Zwischen Oktober und März ist Einbruchssaison, dann steigt die Anzahl der Einbrüche statistisch gesehen um 40 Prozent an. Das liegt daran, dass Einbrecher vor allem die dunkle Jahreszeit für ihre Aktivitäten nutzen. “Einbrecher scheuen den Kontakt zu Bewohnern”, erklärt Caroline Hackemack, vom gemeinnützigen Verein “Zuhause sicher”. Smart-Home-Systeme könnten dabei helfen, Einbrecher abzuschrecken. Aktivierte Lampen könnten vortäuschen, dass jemand zuhaue ist. Auch Jalousien und Überwachungskameras lassen sich smart steuern, Sensoren können unbefugten Zutritt melden.
sueddeutsche.de

– ANGEZÄHLT –

230 Berufsgruppen sind laut einer Daten-Auswertung der ARD auch bei langer Lebensarbeitszeit von Altersarmut betroffen. Momentan sind nur drei Prozent der Rentner auf Zusatzleistungen angewiesen. 2036 könnten bereits 20 Prozent der Rentner betroffen sein.
tagesschau.de

– ZITATE –

“Fragen Sie Bono, weshalb er sich so entschieden hat. Im Übrigen vor zehn Jahren, wir reden ja nicht über etwas, das sich gerade zugetragen hat. Tatsache ist, dass Länder bei Steuern konkurrieren – Apple ist nach Irland gegangen, nicht nach Malta. Tatsache ist auch, dass wir da wettbewerbsfähig sind. Wir verhehlen das nicht.”

Maltas Regierungschef Joseph Muscat sieht den Inselstaat Malta zu Unrecht am Steuerpranger. Zum Beispiel nutzt der Rockstar Bono Malta als Steueroase.
spiegel.de

“Wer krank ist, sollte grundsätzlich zu Hause bleiben und sich auskurieren. Oft quält einen ja das schlechte Gewissen, dass man die Kollegen mit der Arbeit allein lässt, sie zusätzliche Aufgaben übernehmen müssen, aber es ist auch eine Belastung für andere, wenn ich permanent laut huste oder an einem Tag eine Kleenex-Box wegschniefe.”

Linda Kaiser empfiehlt als zertifizierte Trainerin der Knigge Akademie und stellvertretende Vorsitzende der Deutschen-Knigge-Gesellschaft: Erkältungen auszukurieren ist höflich.
tagesspiegel.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Weiter Differenzen bei Sondierungen
Frankreich gedenkt Opfern der Terroranschläge von Paris
Europäische Verteidigungsunion gestartet
EU-Parlamentspräsident Tajani will EU-Steuern erheben

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Das zerbrechlichste iPhone aller Zeiten: Stiftung Warentest warnt: Das iPhone X ist das zerbrechlichste iPhone aller Zeiten. Den Falltest habe die Glashülle nicht bestanden. Bei einem von drei getesteten Exemplaren war die gläserne Rückwand zertrümmert. Bei den anderen Modellen war das Display kaputt. Doch natürlich ist nicht alles schlecht am neuen iPhone: es habe die beste Kamera aller Smartphones und sei absolut wasserdicht. Suboptimal ist auch der Akku. Er hielt nur 16 Stunden durch. Der Testsieger von Lenovo kommt immerhin auf 35 Stunden.
welt.de

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Morgenlage Wirtschaft am Montag, 13. November 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Montag, 13. November 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Briten verweigern konkrete Schuldenzusage: Großbritannien will bei den Brexit-Verhandlungen nach wie vor keine “Zahl oder Formel” zu den Restschulden bei der EU nennen. Dies machte Brexit-Minister David Davis klar, nachdem vom EU-Brexit-Beauftragten Michel Barnier den Briten am Freitag ein Ultimatum gestellt wurde. Diese hätten noch zwei Wochen, um sich in strittigen Punkten zu bewegen.
spiegel.de

Jamaika plant höhere Sozialausgaben: Die Jamaika-Koalitionäre planen offenbar soziale Wohltaten. So sollen nicht nur die Steuern gesenkt und zweistellige Milliardenbeträge in Bildung und Forschung gesteckt werden. Zusätzlich zeichnet es sich ab, dass mit etwa 27 Milliarden Euro die Leistungen der Sozialversicherungen ausgeweitet werden sollen. Mit einem “Sofortprogramm” könnten die Arbeitsbedingungen in der Alten- und Krankenpflege schnell und “deutlich spürbar” verbessert werden.
faz.net

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Diversity ist eine Herausforderung. Aber Unternehmen die Vielfalt leben, sind erfolgreicher. Als head of inclusion and diversity, leitet Candice Morgan das Vielfaltsmanagement bei Pinterest. In ihrer ESMT Open Lecture gibt sie Einblicke in die erfolgreiche Strategie des Digitalunternehmens, mit ihren Herausforderungen, Erfolgen und Überraschungen. Anmeldungen: esmt.org/openlectures

Pazifik-Staaten treiben auch ohne USA Freihandel voran: Es geht auch ohne die USA. Das ist das Signal, das die Politiker beim Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft Apec in Vietnam in die Welt senden. Auch nach dem Ausstieg der Vereinigten Staaten wollen die elf verbliebenen Partnerländer an dem Transpazifischen Freihandelsabkommen TPP festhalten. Sie hätten sich auf die Kernelemente der Vereinbarung geeinigt, teilten die beteiligten Staaten am Wochenende mit. Für die Asien-Pazifik-Region ist das ein großer Schritt. Denn es war längst nicht klar, dass die übrigen Länder nach dem Ausstieg der USA tatsächlich noch ein Abkommen zustande bringen würden.
tagesspiegel.de

Druck auf Sparkassenpräsident Fahrenschon wächst: Der Präsident des Sparkassen- und Giroverbands Georg Fahrenschon soll offenbar aus dem Amt gedrängt werden. Das DSGV-Präsidium will am Dienstag darüber beraten, wie es nach dem Bekanntwerden der Steueraffäre weitergehen soll. Vor allem die Regionalverbände erwarten laut “BamS” einen freiwilligen Rückzug. So war es auch Thomas Mang, Fahrenschons Stellvertreter, der als Präsident des Sparkassenverbands Niedersachsen zu der Krisensitzung eingeladen hat.
spiegel.de , handelsblatt.com

Schwere Panne bei Amazon Marketplace: Amazon hat Tausenden Händlern im Amazon Marketplace ihr Guthaben nicht ausgezahlt. Dadurch sind die betroffenen Händler teilweise in schwere finanzielle Probleme geraten. Hintergrund ist ein technischer Fehler bei der Auszahlung von Guthaben. Die Ausstände der Händler betragen in einzelnen Fällen bis zu 450.000 Euro.
handelsblatt.com

Arbeitslosengeld im Supermarkt: Arbeitslosengeld soll es künftig in Einzelfällen auch im Supermarkt geben. Das Angebot richtet sich vor allem an Arbeitslose, die kein Konto haben und am Ende des Monats an ihr Geld kommen wollen. Bislang gab es zu diesem Zweck spezielle Automaten in Jobcentern und Arbeitsagenturen. Bis Ende des kommenden Quartals soll das System flächendeckend eingeführt werden.
sueddeutsche.de, faz.net

Leinwand bleibt dunkel: Kinobeschäftigte mit Warnstreiks in Stuttgart welt.de
Autozulieferer Continental denkt über eigene Batteriefabrik in Europa nach faz.net
Seilbahnen aus Österreich bekämpfen Verkehrschaos in Städten Lateinamerikas handelsblatt.com

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Das Ende der Inflation: Notenbanker und Ökonomen plagt ein “Mysterium”. Trotz Nullzinspolitik und Investitionsprogrammen gibt es kaum Teuerung. Das angestrebte Ziel von zwei Prozent Teuerung wird in vielen Ländern nicht erreicht. Ein “Ende der Inflation” wird ernsthaft diskutiert. Ein inflationsfreier Aufschwung wie er derzeit weltweit passiert, dürfte es eigentlich gar nicht geben. Aktuelle Erklärungsmodelle: Die Globalisierung drückt die Preise, der Einsatz neuer Technologien hat die Wirtschaft in den letzten zehn Jahren radikal verändert.
sueddeutsche.de

Giga-Gipfel in Sölden: In Sölden in Tirol haben sich auf 3048 Metern Entscheider, Gestalter und Visionäre getroffen, um die digitale Zukunft in Deutschland und Europa zu diskutieren. Deutschlands Leitmedien “Die Zeit”, “Tagesspiegel”, “Wirtschaftswoche” und das “Handelsblatt” hatten geladen. Der legendäre Ice Q – bekannt aus dem letzten James Bond-Film – mit seinem imposanten Panorama bildete den Austragungsort für den Giga-Gipfel. Das Ziel der 50 Visionäre, darunter Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter, Siemens-Personalvorstand Janina Kugel, VW-Digitalchef Johann Jungwirth, Kuka-Chef Till Reuter und Daimler-Zukunftsforscher Alexander Mankowsky, ist ein digitales Manifest, um die Zukunft neu zu schreiben.
tagesspiegel.de

– ANGEZÄHLT –

Sieben von acht Testern können die alte Nutella geschmacklich von der neuen Rezeptur und anderen Nuss-Nougat-Cremes unterscheiden.
tagesspiegel.de

– ZITATE –

“Die Vorstellung, dass man morgens im Büro den Arbeitstag beginnt und mit dem Verlassen der Firma beendet, ist veraltet. So brauchen Unternehmen beispielsweise Sicherheit, dass sie nicht gesetzwidrig handeln, wenn ein Angestellter abends noch an einer Telefonkonferenz teilnimmt und dann morgens beim Frühstück seine Mails liest.”

Der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, fordert eine Reform des Arbeitszeitgesetzes, die aber nicht eine heimliche Ausweitung der Arbeitszeiten bedeuten.
sueddeutsche.de

“Ich will bei der Debatte um das Gehalt von Winkelmann nur sagen, dass man die Fakten korrekt wiedergeben muss. Etihad zahlt das Gehalt. Ich kann verstehen, dass andere es für problematisch halten. Aber juristisch lässt sich dagegen wenig sagen.”

Die scheidende Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries verteidigt das Millionengehalt trotz Insolvenz an den Ex-Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann als rechtens.
faz.net

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Jamaika-Gespräch in Schlussphase
Laschet wirbt für regionale Klimapolitik
Europäische Verteidigungsunion
Bayern Wirtschaftsministerin Aigner kritisiert Machtkämpfe in der CSU

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Bill Gates baut smarte Stadt in Arizona: Eine Investmentfirma unter Bill Gates hat für 80 Millionen Dollar Land in der Wüsten Arizona gekauft. Auf dem Grundstück soll eine “smarte Stadt” mit Datenzentren, eigener Logistik und neuen Technologien entstehen. Doch es gibt Zweifler: Es gebe nicht genug Wasser, um all die Menschen zu versorgen schreibt etwa der aus Arizona stammende Kolumnist der “Seattle Times” Jon Talton. Und der Klimawandel würde die Lage eher noch verschärfen: “Schon jetzt ist es eine menschengemachte Umgebung, die komplett abhängig ist von Elektrizität, um Klimaanlagen zu betreiben und Benzin durch anfällige Pipelines zu pumpen.”
spiegel.de

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Morgenlage Wirtschaft am Freitag, 10. November 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Freitag, 10. November 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Opel will Neustart möglichst ohne Entlassungen: Rund 100 Tage nach der Übernahme von Opel durch die Peugeot-Mutter PSA geht es mit dem Umbau voran. Bis 2020 soll der Autobauer zurück in die Gewinnzone, und das ohne Entlassungen oder Schließungen der sechs Werke in Europa. Bis 2020 sollen auch 20 neue Märkte erschlossen werden. Derzeit ist Open nicht in der Lage, den ab 2020 von der EU-Kommission geforderten Grenzwerk für Kohlendioxid einzuhalten; dafür soll es in allen Modellreihen mindestens ein Batterie- und Hybridfahrzeug geben. Dank vollem Zugriff auf die Technologie von PSA Peugeot-Citroën werde Opel mit der britischen Schwestermarke Vauxhall bei den CO2-Emissionen europaweit eine Führungsrolle einnehmen, verspricht Opel-Chef Michael Lohscheller.
tagesspiegel.de, spiegel.de

Siemens-Chef Kaeser bereitet Stellenabbau vor: In der Kernkraftsparte und im Geschäftsfeld Prozessindustrie stehen stellen auf der Kippe; für den Konzern gibt es ein drastisches Sparprogramm. Spekuliert wird über die Streichung von bis zu 4.000 Jobs. Der Markt für Gasturbinen werde kleiner werden, die Nachfrage sich in Richtung Asien, Lateinamerika und Afrika verschieben. Der Windturbinenhersteller Siemens Games hat angekündigt, knapp 6.000 Stellen zu streichen. Bei der Bilanzpressekonferenz präsentierte Joe Kaeser mit 6,1 Mrd. Euro Gewinn nach 5,5 Mrd. Euro im Vorjahr positive Zahlen vor. Gut lief es in der Sparte digitale Fabrik, Medizintechnik und im Zuggeschäft.
tagesspiegel.de

Keine Mehrheit für Glyphosatverlängerung: Die Entscheidung über eine Neuzulassung von Glyphosat ist von der EU abermals vertagt worden. Die Vertreter der EU-Mitgliedstaaten wollten den Vorschlag der EU-Kommission an diesem Donnerstag weder mit qualifizierter Mehrheit annehmen noch ablehnen. Die Kommission hatte eine Neuzulassung von fünf Jahren vorgeschlagen. Glyphosat ist in Europa bis Mitte Dezember zugelassen. Die Kommission teilte mit, dass sie ein Vermittlungsverfahren einberufen wolle.
faz.net, tagesspiegel.de

Einzelhandel rechnet mit gutem Weihnachtsumsatz: Die größten Zuwächse werden im Innenstadthandel und im Online-Handel erwartet, meldet der Handelsverband Deutschland; kleinere Unternehmen teilen den Optimismus nicht. Die Schere zwischen Groß und Klein öffne sich weiter, sagte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Nur knapp ein Viertel der Unternehmen mit weniger als fünf Beschäftigten geht von einem Umsatzplus im zweiten Halbjahr aus.
faz.net

Middelhoff kommt Ende November frei: Der wegen Untreue zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilte Thomas Middelhoff kommt Ende November nach Verbüßung von zwei Drittel seiner Strafe frei; die Reststrafe wird zur Bewährung ausgesetzt. Der frühere Top-Manager arbeitet bereits seit Haftantritt als Freigänger in einer Behindertenwerkstatt in Bielefeld-Bethel.
tagesspiegel.de, n-tv.de

EU einigt sich auf Reform des Emissionshandels: Nach monatelangen Verhandlungen haben sich EU-Vertreter auf eine Reform des europäischen Emissionshandels ab 2020 geeinigt. Die Unterhändler des EU-Parlaments und der Mitgliedsländer haben sich auf einen Kompromiss verständigt, der das System der Verschmutzungsrechte und den Umweltschutz stärke sowie Innovationen und Modernisierungen im Energiesektor unterstütze, teilte die estnische EU-Ratspräsidentschaft mit. Die Einigung muss noch formal von den EU-Staaten und vom Parlament bestätigt werden. spiegel.de, zeit.de, n-tv.de

Drogeriemarktkette Rossmann ruft Trink-Ampullen zurück focus.de
Bester Oktober aller Zeiten für VW faz.net
Telekom stellt US-Tochter auf eigene Beine n-tv.de
Uber arbeitet mit Nasa an fliegenden Taxis n-tv.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Wöchentliche Ruhezeit flexibel: Die vorgesehene wöchentliche Ruhezeit für Arbeitnehmer muss nicht zwingend nach sechs aufeinander folgenden Arbeitstagen gewährt werde. Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden. Die Ruhezeit sei an einem beliebigen Tag innerhalb eines Siebentageszeitraums möglich; damit kann ein Arbeitnehmer die Ruhezeit auch direkt zu Beginn eines Zeitraums nehmen und somit theoretisch zwölf Tage am Stück arbeiten.
beck.de, n-tv.de

EZB erwägt Änderungen bei umstrittenen Problemkrediten: Die neue Richtlinie der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Umgang mit faulen Bankkrediten sorgt für Streit zwischen der Notenbank und wichtigen Europaparlamentariern. Die EZB will massiv gegen die Problemkredite in den Bankbilanzen vorgehen – und stößt auf erbitterten Widerstand aus Italien. Vor allem EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani wirft der EZB Kompetenzüberschreitungen vor. Nun erhält er Rückendeckung vom juristischen Dienst des EU-Parlaments.
handelsblatt.com, orf.at

– ANGEZÄHLT –

26 Milliarden Euro mehr als angenommen erwartet die Bundesregierung bis 2021 an Steuereinnahmen.
tagesspiegel.de

– ZITATE –

“Die Bäume wachsen auch in den nächsten Jahren nicht in den Himmel.”

Der geschäftsführende Finanzminister Peter Altmaier warnte ein mögliches Jamaika-Bündnis trotz Rekordeinnahmen.
tagesschau.de

“Wir machen zu viel Handarbeit, was uns fehleranfällig und ineffizient macht.”

Deutsche-Bank-Chef John Cryan stellt erheblichen Stellenabbau in Aussicht und setzt auf Maschinen.
faz.net

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Zustimmung zu Jamaika-Bündnis sinkt
Spekulationen über Verteidigungsministerin von der Leyen
U-Haft für katalanische Parlamentspräsidentin gefordert
Hamburgs Bürgermeister Scholz verteidigt Entscheidung für G20-Gipfel

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Neuer Rekord mit Düsenantrieb: Der britischer Tüftler Richard Browning sauste mit 51,53 Kilometern pro Stunde in seinem düsenbetriebenen Anzug über eine See nahe Reading, westlich von London. Er ist damit der schnellste Mensch in einem düsenbetriebenen Anzug. Browning kündigte an, den eigenen Rekordversuch schlagen zu wollen; er glaube wirklich, dass er das nochmal überbieten könne, sagte er.
sueddeutsche.de

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