Morgenlage Wirtschaft am Freitag, 28. April 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Freitag, 28. April 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Samsungs zwei Gesichter: Das Vorzeigesmartphone Note 7 mussten die Südkoreaner wegen brennender Akkus vom Markt nehmen. Zudem sitzt der inoffizielle Firmenchef Lee Jae Yong in Untersuchungshaft. Dem 48-Jährigen werden Präsidentenbestechung und Untreue vorgeworfen. Und trotzdem legte Samsung am Donnerstag den höchsten Quartalsgewinn seit drei Jahren vor. Der Überschuss stieg im Jahresvergleich um 46 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Die hohe Nachfrage nach Displays und Halbleitern sorgte für den Gewinnschub und konnte die Kosten von schätzungsweise fünf Milliarden Euro für den Handy-Rückruf mehr als kompensieren.
tagesspiegel.de

Mario Draghi unbeirrt: EZB-Präsident Mario Draghi und der Rat der Europäischen Zentralbank schätzen die Konjunktur in der Euro-Zone zwar optimistischer ein als in den vergangenen Monaten und sprechen von einer “breiten und soliden” Entwicklung. Aber die Inflationsrate ist in ihren Augen noch nicht nachhaltig genug auf dem Weg zur für die Notenbank entscheidenden Marke von zwei Prozent. Deshalb bleibt der Leitzins bei 0,0 Prozent, für Einlagen bei der EZB müssen Banken weiter einen Strafzins von 0,4 Prozent zahlen. Auch die monatlichen Käufe von Staatsanleihen der Euro-Länder wird die EZB mindestens bis Ende des Jahres fortsetzen.
tagesspiegel.de, faz.net, spiegel.de

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Deutsche Bank auf Kurs: John Cryan, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, hat die Quartalszahlen seines Instituts veröffentlicht. Ein Nettogewinn von 575 Millionen Euro in den ersten drei Monaten – nach 236 Millionen Euro im Vorjahresquartal – lässt den Vorstandschef der Deutschen Bank wieder “mit einer guten Portion Optimismus” in das weitere Geschäftsjahr schauen. Gleichzeitig betont er, dass es noch viel zu tun gebe. Er fordert die Deutschbanker auf, weitere Fortschritte auf faire Weise anzustreben. “Handeln Sie stets ehrlich und integer – genauso also wie sie von anderen behandelt werden wollen”, schreibt er in einer Nachricht an die Beschäftigten zur Vorlage der Quartalszahlen.
tagesspiegel.de, handelsblatt.com

Lufthansa nicht an Alitalia interessiert: Der Lufthansa-Konzern ist gut ins Geschäftsjahr gestartet – auch mit umlackierten Jets der Air Berlin. An eine Komplett-Übernahme der verschuldeten Konkurrenz denkt man (angeblich) nicht. Auch Alitalia sei kein Thema, sagte Finanzvorstand Ulrik Svensson am Donnerstag bei der Vorlage des Quartalsberichtes. Mit Blick auf Air Berlin gibt es nach Ansicht des Lufthansa-Managers für einen Kauf nach wie vor drei hohe Hürden: Das Kartellamt, die hohen Schulden des Wettbewerbers und die Kostenfrage. Unabhängig davon zeigte sich Svensson aber sehr zufrieden mit der Miete von 38 Jets von Air Berlin mit der jeweiligen Besatzung.
tagesspiegel.de

Neuer Aufsichtsratschef für Messe Berlin: Die Messe Berlin bekommt einen neuen Aufsichtsratschef. Der Immobilienunternehmer Wolf-Dieter Wolf tritt an die Stelle von Peter Zühlsdorff, Industriemanager und Mitgesellschafter der Beteiligungsgesellschaft DIH. Der Wechsel kommt nicht unerwartet, denn Zühlsdorff, der den Aufsichtsrat seit knapp drei Jahren führt, wollte das Amt ursprünglich sogar nur bis Ende 2016 ausüben. Der frühere Wella-Vorstand ist nämlich auch noch Aufsichtsratschef des Klinikkonzerns Vivantes.
tagesspiegel.de

Amazons Wachstum: Amazon hat seinen Gewinn zu Jahresbeginn überraschend kräftig gesteigert. Der Überschuss kletterte im ersten Quartal im Jahresvergleich um 41 Prozent auf 666 Mio. Euro. Die Prognosen der Analysten wurden damit klar übertroffen. Die Erlöse stiegen um 23 Prozent auf 35,7 Milliarden Dollar und wuchsen damit ebenfalls stärker als erwartet. Für das laufende zweite Quartal stellte Amazon ein Umsatzwachstum zwischen 16 und 24 Prozent und einen operativen Gewinn zwischen 425 Millionen und 1,08 Milliarden Dollar in Aussicht.
handelsblatt.com, faz.net

Starbucks enttäuscht beim Wachstum handelsblatt.com
United Airlines schließt Vergleich mit herausgeworfenem Passagier spiegel.de
Trumps-Steuerpläne: Steuer-Trick von US-Konzernen sollen legalisiert werden sueddeutsche.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

50 Milliarden Schaden durch Cyberkriminalität: Die deutsche Wirtschaft wird offenbar massiv durch Cyberattacken und andere Formen von Spionage und Sabotage getroffen. Jährlich entstehe ein Schaden von schätzungsweise 50 Milliarden Euro, sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Hans-Georg Maaßen, am Donnerstag in Berlin. Eine genaue Zahl lasse sich nicht nennen, da viele Angriffe erst spät entdeckt würden. Maaßen äußerte sich auf der Sicherheitstagung des BfV und des Bundesverbandes der “Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft” (ASW).
tagesspiegel.de

Was ist Wohlstand?: Schweden hat in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung weg von der Wohlfahrt für alle hin zum Wohlstand für wenige vollzogen. Das jedenfalls legt ein Bericht der Industrieländerorganisation OECD nahe, demzufolge in keinem anderen westlichen Industriestaat die Einkommensunterschiede so schnell gestiegen sind wie in Schweden. Die Koalition aus Sozialdemokraten und Grünen im Stockholmer Reichstag will das nun ändern. Das schwedische Zentralamt für Statistik hat kürzlich einen Katalog zusammengestellt, der herkömmlichen wirtschaftlichen Indikatoren wie Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, Beschäftigungsgrad, Arbeitslosenquote, privater und öffentlicher Verschuldung einen sozialen und einen ökologischen Block zur Seite stellt. “Wir wollen eine breitere Debatte darüber haben, was Wohlstand eigentlich ist und wohin wir unsere Gesellschaft entwickeln wollen,” sagte Finanzministerin Magdalena Andersson.
spiegel.de

– ANGEZÄHLT –

1.000 Beschäftigte der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) und der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA), derzeit noch in London, suchen nach dem Brexit eine neue Heimat. Vor allem der Bankenstandort Frankfurt am Main, aber auch Berlin sind im Rennen.
sueddeutsche.de

– ZITATE –

“Wir sind überzeugt, Ergo wird das schaffen, ich bin da sehr zuversichtlich.”

Der neue Munich-Re-Chef Joachim Wenning ist überzeugt, dass der zweitgrößte deutsche Erstversicherer in diesem Jahr wieder in die Gewinnzone zurückkehren wird.
handelsblatt.com

“Hier sieht’s ja aus wie bei Nordsee.”

Das Aldi-Bistro, mit dem der Discounter Aldi-Süd einen testweisen Ausflug ins Restaurant-Geschäft wagt, sorgt in Köln für gemischte Reaktionen.
faz.net

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Oberleutnant unter Terrorverdacht festgenommen
Neue Alterspräsidenten-Regel kann kommen
Koalition blockiert Entscheidung über Abschiebestopp
Merkel warnt vor Abkehr von der Türkei

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Fahrverbot für Diebe: In der Diskussion über eine rigorosere Strafverfolgung von Ladendiebstahl und organisierten Diebesbanden hat der Justizminister Bayerns, Winfried Bausback (CSU), mit Nachdruck gefordert, zur Abschreckung Tätern den Führerschein zu entziehen. “Ladendiebstahl darf keinesfalls als bloße Bagatelle abgetan werden. Schon lange setze ich mich dafür ein, das Fahrverbot als Sanktion für alle Straftaten zu öffnen”, sagte Bausback der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Gerade Straftäter, die durch eine Geldstrafe nicht erreicht werden könnten, könne ein Fahrverbot empfindlich treffen.
faz.net

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Morgenlage Wirtschaft am Mittwoch, 26. April 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Mittwoch, 26. April 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

G20-Frauengipfel mit Ivanka Trump: Alle Augen richteten sich auf dem G20-Frauengipfel in Berlin auf Ivanka Trump. Es ist der erste große Auftritt der Präsidenten-Tochter in ihrer Rolle als Beraterin von Donald Trump. An der Seite von Bundeskanzlerin Angela Merkel und IWF-Chefin Christine Lagarde diskutierte sie über die Förderung von Unternehmerinnen. Das Fazit: Sie hörte konzentriert zu, nickte viel, wenn sie sich äußerte, dann mit Fachkenntnis. Dennoch, ein “Auftritt ohne Kontur”, schrieb die FAZ.
faz.net

Rocket Internet mit Rekordverlust: Die ins Straucheln geratene Start-up-Schmiede Rocket Internet hat am Dienstag Jahreszahlen präsentiert. Der gemeinsame Umsatz der größten Rocket-Beteiligungen stieg um eine halbe Milliarde auf 2,2 Milliarden Euro. Gleichzeitig fuhr die Firma selbst allerdings einen Rekordverlust von 742 Millionen Euro ein. Entscheidend ist jedoch, dass Rocket dem Ziel näher gekommen ist, bei den wichtigsten Beteiligungen die Verluste zurückzufahren. So konnte das operative Minus (EBITDA) der wichtigsten Unternehmen im Jahresvergleich von 590 auf 356 Millionen Euro reduziert werden.
tagesspiegel.de , faz.net, spiegel.de

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Alitalia vor dem Aus: 67 Prozent der 12.500 Mitarbeiter haben den vom Verwaltungsrat vorgelegten “Blut-und-Tränen-Plan” zur Rettung der Airline abgelehnt. Dem Plan zufolge hätten rund 1.400 Alitalia-Beschäftigte ihre Stelle verloren, die Löhne wären generell um acht Prozent gekürzt worden. Im Gegenzug hätten die Aktionäre weitere zwei Milliarden Euro in die Airline gepumpt. Die Alitalia, die eine Flotte von mehr als 120 Maschinen hat, gehört zu 49 Prozent der arabischen Etihad und zu 51 Prozent einem italienischen Investorenkonsortium unter der Führung der beiden Großbanken Unicredit und Intesa-SanPaolo. Frisches Geld gibt es nun nicht, es  droht die Zwangsverwaltung.
tagesspiegel.de, welt.de, faz.net, spiegel.de

Keine WhatsApp-Daten für Facebook: Das Verwaltungsgericht Hamburg hat entschieden, dass Facebook nicht auf Daten des Nachrichten-Dienstes WhatsApp zugreifen darf. Damit scheiterte der Konzern mit einem Eilantrag gegen die Untersagung der Weitergabe durch den Hamburger Datenschutzbeauftragten. Facebook, das WhatsApp 2014 übernommen hatte, möchte auf bestimmte Daten unter anderem für Netzwerksicherheit und Werbezwecke zugreifen. Ermöglichen sollte das eine Änderung der WhatsApp-Nutzungsbedingungen. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte untersagte aber die Praxis und forderte Bedingungen, die dem strengen deutschen Datenschutzrecht Rechnung tragen würden.
faz.net

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Diversity in Gefahr? Wie können wir Vielfalt sichern und entwickeln? Welche Auswirkungen haben die fortschreitende Digitalisierung und der aufkeimende Rechtspopulismus auf die Vielfalt in Unternehmen und Institutionen? Antworten gibt die Diversity-Konferenz am 16. und 17. November 2017 in Berlin.
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Mietpreisbremse wirkt nicht: Die Mietpreisbremse wirkt nicht: Die Mietforderungen waren sogar nach der Einführung der Mietpreisbremse am 1. Juni 2015 höher als im Halbjahr zuvor. Das zeigt zumindest die jüngste Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Das Ergebnis verblüfft. Schließlich hatten Marktbeobachter im ersten Halbjahr 2015 bereits Vorzieheffekte beobachtet: Weil Vermieter die zukünftig eingeschränkten Mieterhöhungsmöglichkeiten fürchteten, schraubten sie die Mietforderungen vor Einführung der Bremse besonders hoch. Dementsprechend hätte die Steigerung im zweiten Halbjahr eigentlich geringer ausfallen müssen.
handelsblatt.com

10.000 Tonnen gefälschter Lebensmittel beschlagnahmt: Europol und Interpol haben laut einem TV-Bericht zwischen Dezember 2016 und März 2017 knapp 10.000 Tonnen und 26 Millionen Liter Lebensmittel sichergestellt. Die Waren hätten einen Wert von rund 230 Millionen Euro. Insgesamt haben die Fahnder demnach in mehr als 60 Ländern kontrolliert, davon in 21 EU-Mitgliedstaaten. Mehr als 50.000 Inspektionen wurden in Gewerbegebieten, in Häfen und auf Märkten durchgeführt.
spiegel.de

Anteil der Männer am Kita-Personal stark gestiegen welt.de
Kein Geld im Haushalt: US-Präsident Trump muss vorerst auf Mauerbau verzichten handelsblatt.com
Umweltministerin Hendricks fordert Nachrüstung aller Diesel n-tv.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Industrie 4.0 erfordert neue Partnerschaften: Auf der Hannover-Messe sind sich die Experten einig: Die klassischen Grenzen zwischen Herstellern, Lieferanten und Kunden werden verschwinden. Als Relais zwischen Kunden und Hersteller schieben sich innovative Lösungsanbieter, die die Hersteller zu bloßen Subunternehmern degradieren. Am besten beobachten lässt sich die Entwicklung in den USA: Ebay, Uber, Airbnb und Co bringen ganze Branchen durcheinander. Die Etablierten sehen sich durch Neueintritte in den Markt und Start-ups herausgefordert. Besonders der produzierende Mittelstand ist bedroht. Lösungswege können im Verbund verschiedener Unternehmen und in Kooperationen mit Stat-ups liegen.
welt.de

Flüchtlingskrise sorgt nicht für mehr Arbeitslosigkeit: Trotz Flüchtlingskrise rechnet die Bundesregierung nicht mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit in den nächsten zwei Jahren. Die Arbeitslosenquote wird in den Jahren 2017 und 2018 bei jeweils 5,7 Prozent liegen, schreibt die Bundesregierung in ihrer Frühjahrsprognose. Wegen der Flüchtlingskrise hatten viele Experten mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit gerechnet. Denn viele der nach Deutschland Geflüchteten kommen dieses oder im nächsten Jahr auf den Arbeitsmarkt.
handelsblatt.com

– ANGEZÄHLT –

11.541 Fälle von Geldwäsche gab es im Jahr 2016 in Deutschland. 1997 waren es nur 543. Seitdem nimmt die Geldwäsche stetig zu.
faz.net

– ZITATE –

“Homesharing meint das Vermieten aus den eigenen vier Wänden heraus. Das heißt, Sie als Gastgeber kehren etwa nach einer Dienstreise oder einem Urlaub wieder in Ihre Wohnung zurück. Touristen oder Geschäftsreisende nutzen also die bewohnten Wohnungen von anderen. Das ist wichtig als Kriterium. Denn dadurch wird kein Wohnraum entzogen.”

Deutschland-Chef Alexander Schwarz verteidigt im Interview mit dem Tagesspiegel die Plattform Airbnb gegen das Image in Zeiten von Wohnknappheit und Gentrifizierung die Mietsituation in Städten wie Berlin anzuheizen.
tagesspiegel.de

“Wir werden in den nächsten drei bis fünf Jahren eine Frau an der Spitze eines Großunternehmens mit mehr als fünf Milliarden Euro Umsatz sehen.”

Nach der renommierten Personalberaterin, Christine Stimpel von Heidrick & Struggles, dauert es noch einige Jahre, bis Frauen die Chefsessel erobern.
welt.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Netanjahu sagt Treffen mit Gabriel ab
Nur ein TV-Duell zwischen Schulz und Merkel
Europarat stellt Türkei unter Beobachtung
Nordkorea hält größte Militärübung ab

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Heiß duschen dank der preußischen Porzellanmanufaktur: Das älteste Unternehmen Berlins, die Königliche Porzellan-Manufaktur (KPM), versorgt die Hauptstadt ab sofort nicht mehr nur mit handgefertigtem Geschirr, sondern auch mit heißem Wasser. Am Dienstag gaben die KPM und Vattenfall eine Kooperation bekannt, bei der die KPM-Produktionsabwärme aus der Porzellanherstellung ab jetzt in das Berliner Fernwärmesystem eingeschleust wird. “Das sorgt für 150.000 heiße Duschen pro Jahr”, sagt Gunther Müller, Vorstandschef der Vattenfall Wärme Berlin.
tagesspiegel.de

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Morgenlage Wirtschaft am Dienstag, 25. April 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Dienstag, 25. April 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Dax auf Allzeithoch: Der Erfolg des europafreundlichen französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron im ersten Wahlgang hat die Aktienmärkte entfesselt. Vor dem Wochenende war die Skepsis groß, am Montagmorgen die Erleichterung noch größer. Dazu gesellt sich der gestiegene Ifo-Index, der die gute Stimmung in der deutschen Wirtschaft signalisiert. Da ist es fast logisch, dass der Deutsche Aktienindex Dax am Montag eine neues Allzeithoch von mehr als 12.400 Zählern markierte.
tagesspiegel.de, n-tv.de, spiegel.de

Bundesbank gegen “Vollgeld”: Die Finanzkrise hat radikale Kritiker des bestehenden Finanzsystems auf den Plan gerufen. Einige wünschen sich ein sogenanntes Vollgeld oder 100-Prozent-Reserve-System. Die Bundesbank widmet den Vorschlägen in ihrem aktuellen Monatsbericht ein paar Seiten, weist sie aber letztlich als nicht überzeugend zurück. Eine Anhebung des Reservesatzes auf 100 Prozent führe nicht zwingend zu einer Stabilisierung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, heißt es. Dafür bräuchte es zusätzlich eine effektive Regulierung. Die Einschränkung der Geldschöpfung für das gesamte Finanzsystem schränke außerdem eine wichtige Funktion des Bankensektors ein:  die Schaffung von Liquidität.
faz.net

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Gewinnen Sie zwei Freikarten für den 7. Tagesspiegel eMobility Summit. Am 9./10. Mai treffen sich die Spitzen der Elektromobilität im Tagesspiegel-Haus. Exklusiv für Morgenlage-Leser/innen haben wir zwei Freikarten für den Kongress zurückgelegt. Senden Sie eine Email an emobility-summit@tagesspiegel.de. Alle Themen und Sprecher finden Sie unter www.emobility-summit.de

Adidas gibt den Ball ab: Der deutsch-dänische Sportausrüster Derbystar jagt dem Platzhirsch Adidas in der Bundesliga den Ball ab. Die prestigeträchtige Lizenz für Herstellung und Verkauf des offiziellen Spielballs der ersten und zweiten Bundesliga geht ab der Saison 2018/19 an das Unternehmen aus dem niederrheinischen Goch, wie die Deutsche Fußball-Liga (DFL) am Montag mitteilte. Die Zusammenarbeit sei auf vier Spielzeiten bis 2022 angelegt. Adidas hält seit 2010 die Rechte, die erstmals 2009 frei ausgeschrieben wurden.
faz.net

Ermittlungen gegen PSA: Die französische Staatsanwaltschaft hat nach Reuters-Informationen gegen den Peugeot- und Citroen-Hersteller PSA Ermittlungen wegen des Verdachts auf Abgasmanipulation bei Dieselfahrzeugen eingleitet. Bei den Untersuchungen habe es Hinweise auf einen möglichen Betrug an Verbrauchern gegeben, verlautete am Montagabend aus Justizkreisen. PSA erklärte, die Gesetze in allen Ländern zu befolgen, in denen der Autobauer vertreten sei. In der Vergangenheit hatte der Autobauer jegliches Fehlverhalten zurückgewiesen.
faz.net, spiegel.de

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Sie suchen einen neuen Job in der Hauptstadt? Nicht suchen, sondern gleich finden: karriere.tagesspiegel.de
Die Stellenbörse für Berlin und Brandenburg. Vom Leitmedium der Hauptstadt.

Bundesregierung blockiert schärfere Abgaskontrollen: Als Antwort auf millionenfache Manipulationen, Gefahren für die Umwelt und die Gesundheit der Bürger durch überhöhte Schadstoffwerte fordert die Kommission eine strengere Überwachung der Industrie. So will Brüssel die nationalen Aufsichtsbehörden wie das Kraftfahrtbundesamt stärker kontrollieren lassen. Dies und eine härtere Bestrafung höherer Abgaswerte sieht die Bundesregierung aber kritisch.
n-tv.de

Industrie rechnet mit 500.000 neuen Jobs: Die Digitalisierung der Industrie bringt Deutschland nach Einschätzung von Wirtschaftsexperten enorme Chancen.  Nach Einschätzung des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) wird sich die sogenannte Industrie 4.0 positiv auf Deutschland als Produktionsstandort auswirken. Digitale Technologien seien kein Jobkiller, sagte VDI-Direktor Ralph Appel auf der Industrieschau. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sagt für 2017 die Schaffung von 500.000 neuen Arbeitsplätzen voraus.
n-tv.de

Konsortium unter Beteiligung von Fraport übernimmt Hafen von Thessaloniki spiegel.de
T-Mobile US mit überraschend kräftigem Umsatzwachstum handelsblatt.com
Fünf Konzerne aus vier europäischen Ländern finanzieren umstrittene Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 spiegel.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Reinigungsbranche mit Absatzsorgen: Jede fünfte Reinigungsmaschine, die weltweit im Einsatz ist, wird in Deutschland gebaut. Der Exportanteil der rund 50 deutschen Anbieter von Reinigungssystemen für den gewerblichen und industriellen Einsatz liegt bei 73 Prozent. Mit knapp über 900 Millionen Euro lag der Umsatz der Branche, die rund 5.250 Mitarbeiter beschäftigt, im vergangenen Jahr um 2,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Doch gerade das Auslandsgeschäft erweist sich nicht nur durch den Brexit in Großbritannien und den Präsidentenwechsel in den USA als turbulent.
tagesspiegel.de

Amazon setzt auf autonomes Fahren: Amazon will sich laut einem Zeitungsbericht die Verkehrs-Revolution durch Roboter-Fahrzeuge zu Nutzen machen. Der weltgrößte Online-Händler habe bereits vor über einem Jahr ein auf autonomes Fahren fokussiertes Team gebildet, schrieb das “Wall Street Journal” am Montag. Derzeit gehe es nicht darum, eine Fahrzeugflotte zu bauen, berichtete das Blatt unter Berufung auf informierte Personen. Stattdessen gehe es darum, welche Rolle selbstfahrende Fahrzeuge bei der Zustellung von Waren spielen könnten.
faz.net

– ANGEZÄHLT –

Nur noch eine Milliarde Euro Umsatz machte die Musikbranche 2015 mit physischen Tonträgern. Im Jahr 2000 waren es noch 2,6 Milliarden.
tagesspiegel.de

– ZITATE –

“Früher dienten Konzerte nur Promotion-Zwecken, um das Album bekannt zu machen. Übertrieben gesagt sind heute Downloads, Streaming und CDs eher Promo-Material für die Konzerte.”

Markus Große, stellvertretender Geschäftsführer der Berliner Konzertagentur FourArtists erklärt, dass Konzertkarten immer teurer werden, weil die Musikbranche heute vor allem mit den Tickets ihr Geld verdient.
tagesspiegel.de

“Macron ist kein echter Reformer: Seine Politik wird das Problem der bedrückend hohen Arbeitslosigkeit allenfalls lindern, aber nicht lösen.”

Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, bremst ein wenig die Frankreich-Euphorie an den Märkten.
n-tv.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Le Pen legt vorübergehend Parteivorsitz nieder
Außenminister Gabriel gedenkt Holocaust-Opfern
Herrmann wird CSU-Spitzenkandidat
Streit um Zuwanderer in der Schule

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Gefühlte Inflation: Fragt man jemanden, der alt genug ist, die Euro-Einführung miterlebt zu haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Antwort lautet: Die Preise haben sich als Konsequenz verdoppelt. Das entspricht noch nicht einmal annähernd der Wirklichkeit – die Inflation betrug 2,2 Prozent im Jahr 2002 und bewegt sich seither um dieses Niveau. Eine Studie der Europäischen Zentralbank zeigt, dass Verbraucher das Preiswachstum praktisch immer überschätzen. Zwischen 2004 und Mitte 2015 lag der Mittelwert der wahrgenommenen Inflationsrate in der Eurozone bei 9,5 Prozent, die tatsächliche durchschnittliche Inflationsrate bei 1,8 Prozent. Laut der Studie neigen Konsumenten stärker zur Überschätzung der Inflation während einer Rezession.
handelsblatt.com

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