Morgenlage Wirtschaft am Freitag, 5. Januar 2018

Für Wirtschafts-Entscheider am Freitag, 5. Januar 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Insiderhandel bei Intel? Nach der Enthüllung einer schwer wiegenden Sicherheitslücke in Computer-Chips, von der Intel-Prozessoren massiv betroffen sind, erregt ein Aktienverkauf von Konzernchef Brian Krzanich Aufmerksamkeit. Krzanich hatte Ende November ein millionenschweres Aktienpaket abgestoßen.  Die von Forschern entdeckte Sicherheitslücke war Intel bereits seit dem Sommer bekannt. Nun steht der Verdacht im Raum, dass der Intel-Chef mit einem baldigen Wertverlust seines Aktienpakets gerechnet haben könnte.
tagesspiegel.de, sueddeutsche.de, handelsblatt.com

Niki-Kauf könnte noch platzen: Ist Berlin oder Wien der korrekte Ort für das Insolvenzverfahren der Air-Berlin-Tochter Niki? Das Amtsgericht Charlottenburg verwies die Entscheidung über eine Beschwerde aus Österreich an das Landgericht Berlin. Das Flugrechte-Portal FairPlane aus Wien hatte gegen den Insolvenzort Berlin Beschwerde eingelegt. Dies könnte die Ungewissheit über die Zukunft von Niki noch verlängern. Sollte das Landgericht der Beschwerde stattgeben, wäre der kürzlich besiegelte Kauf von Niki durch den britisch-spanischen Luftfahrtkonzern IAG ungültig.
handelsblatt.com, tagesspiegel.de

Ab heute fliegt Easyjet von Tegel: Easyjet übernimmt einen Teil der Strecken der insolventen Air Berlin und startet auch ab Tegel. Damit bedient der britische Billigflieger beide Hauptstadtflughäfen. Und es gibt wieder Wettbewerb und niedrigere Preise auf diversen Routen. Trotz des massiven Passagiereinbruchs nach der Betriebseinstellung von Air Berlin im Oktober stieg das Fluggastaufkommen an den Berliner Flughäfen im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent auf 33,3 Millionen Reisende. Während Schönefeld um 10,4 Prozent auf 12,9 Millionen Passagiere zulegte, ging das Aufkommen in Tegel um 3,7 Prozent auf 20,5 Millionen zurück.
tagesspiegel.de, spiegel.de

Neuer Ökostrom-Rekord: Nach einem Bericht der Berliner Denkfabrik Agora Energiewende kam am Neujahrstag zeitweise bis zu 95 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien, ein neuer Rekord. “Das ist ein gutes Zeichen”, sagte Agora-Geschäftsführer Patrick Graichen. Ursache waren der starke Wind, Sonnenschein und der zu Feiertagen immer etwas niedrigere Stromverbrauch. Der alte Rekord von 88 Prozent stammte vom April 2016.
spiegel.de, sueddeutsche.de

Tesla bekommt Produktion nicht in den Griff: Der US-Hersteller bekommt die Produktion seines neuen Elektroautos Model 3 nicht in den Griff. Tesla-Chef Elon Musk hat am Donnerstag zum wiederholten Mal seine Zeitpläne geändert. Damit enttäuschte Milliardär Musk nicht nur die Erwartungen der Börse – der Aktienkurs rutschte um knapp vier Prozent nach unten –, sondern auch der nach Tesla-Angaben 500.000 Kunden, die bereits ein Model 3 angezahlt haben. So liefen im dritten Quartal statt der angepeilten 1.500 Exemplare nur 260 von den Bändern.
tagesspiegel.de, spiegel.de, handelsblatt.com

Bosch und Continental steigen bei Here ein: Die Auto-Zulieferer Bosch und Continental wollen Google und Co. Konkurrenz machen und steigen bei dem Kartendienst Here ein. “Digitale Karten und standortbasierte Dienste sind Schlüsselinnovationen für die vernetzte Mobilität der Zukunft”, sagte der Vorstandsvorsitzende von Continental, Elmar Degenhart. Beide Unternehmen erhalten je 5 Prozent an dem Konsortium, zu dem auch die Autokonzerne BMW, Audi und Daimler gehören.
faz.net

Österreichischer Notenbankchef Nowotny fordert eine Mehrwertsteuer für Bitcoin derstandard.at
Box-Legende Mike Tyson errichtet Cannabisfarm in kalifornischer Wüste faz.net
Norwegische Richter erlauben Ölförderung in der Arktis spiegel.de
Dow Jones springt erstmals über 25.000 Punkte handelsblatt.com

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Umsatzsteuertricks im Einzelhandel: Bis zu zehn Milliarden Euro jährlich gehen dem Staat durch die Lappen, weil Gastronomen oder Einzelhändler bei ihren Einnahmen tricksen. So kann zum Beispiel die Ladenkasse auf verschiedene Arten manipuliert werden. Eine Möglichkeit ist die Trainings-Taste, bei der zwar für den Kunden ein Bons gedruckt wird, der Betrag aber nicht beim Tagesumsatz gebucht wird. Ein von der Großen Koalition auf den Weg gebrachtes Gesetz, das bis 2020 eine spezielle Sicherheitseinrichtung an Registrierkassen vorsieht, droht an der technischen Umsetzung zu scheitern.
spiegel.de

Direktvertrieb von Strom: Die Stadtwerke Wuppertal sind dank der Blockchain-Technologie der erste Stromanbieter in Deutschland, der die direkte Stromlieferung von lokalen Produzenten an benachbarte Verbraucher ermöglicht. Auf der Webseite des Unternehmens können die Verbraucher nun auswählen, von welchem Öko-Kraftwerk in der Umgebung sie Strom beziehen wollen. Die Direktvermarktung von Ökostrom wird bislang wenig umgesetzt. Die Blockchain könnte jetzt für einen Durchbruch sorgen. Auch die Firma Enyway aus Hamburg entwickelt gerade ein ähnliches Angebot.
taz.de

– ANGEZÄHLT –

330 Milliarden Dollar Schaden haben Stürme, Erdbeben und Überschwemmungen im Jahr 2017 verursacht. 135 Milliarden Dollar davon waren versichert. Ein neuer Rekord.
faz.net

– ZITATE –

“Wer hierzulande Ware verkauft, muss auch die korrekte Umsatzsteuer dafür bezahlen. Nur so funktioniert im Handel ein fairer Wettbewerb. Die ehrlichen Steuerzahler unter den Unternehmen dürfen nicht die Verlierer sein.”

Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des deutschen Handelsverbands, begrüßt ein härteres Vorgehen gegen den Plattformbetreiber Amazon im Kampf gegen den Umsatzsteuerbetrug chinesischer Händler.
sueddeutsche.de

“Auf die Daten von allen Programmen, die gerade im Computer verarbeitet werden. Das können im Browser gespeicherte Passwörter sein oder Informationen aus Dokumenten, die Sie gerade verwenden. Wir können im Prinzip alles mitlesen, was Sie gerade eintippen.”

Michael Schwarz von der TU Graz ist einer der Entdecker der Schwachstelle an Intel-Prozessoren und schildert, auf welche Informationen er zugreifen hätte können.
tagesspiegel.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

CSU-Landesgruppe berät über Forderung für Sondierungen
Mehrheit der Deutschen lehnt neue Große Koalition ab
Türkische Regierung bekräftigt Terrorvorwürfe gegen Yücel
Proteste im Iran halten an

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Air Berlin versteigert Inventar: Tausende Objekte aus dem Inventar der seit Sommer insolventen Airline kommen ab 15. Januar bei einer Online-Auktion unter den Hammer. Wie viele Stücke es genau sind, könne man nicht sagen, erklärt Toke Bransky vom Auktionshaus Dechow. So kommen zum Beispiel auch Restbestände der berühmten Schokoherzen, die Fluggästen das Verlassen der Maschine versüßt haben, in die Auktion oder ein mehrere Meter langes Air-Berlin-Modell im Verhältnis 1:10, das ursprünglich 55.000 Euro gekostet hat. Das Startgebot liegt jetzt bei 4.000 … ein Schnäppchen.
tagesspiegel.de

morgenlage.tagesspiegel.de erscheint täglich als E-Mail-Newsletter gegen 6 Uhr. Für den Ausdruck hier ein PDF-Dokument herunterladen. Für ein kostenloses E-Mail-Abo einfach hier klicken oder eine E-Mail an abo-mw@tagesspiegel.de schicken.

Morgenlage Wirtschaft am Donnerstag, 4. Januar 2018

Für Wirtschafts-Entscheider am Donnerstag, 4. Januar 2018

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Kein Interesse an Kaufprämie für E-Autos: Deutsche Autokäufer haben trotz der im Juli 2016 eingeführten Prämie für Elektroautos kein Interesse an der Anschaffung eines elektronischen Gefährts. Von 600 Millionen Euro, die zur Förderung bereitstehen, sind lediglich 65 Millionen abgerufen worden. Für den Kauf eines E-Autos kann ein Zuschuss von 2,000 Euro abgerufen werden, für ein Plug-In-Hybride-Fahrzeug 1,500 Euro. “Die neue Bundesregierung könnte einen Teil des Budgets umwidmen und für die Förderung privater Ladeinfrastruktur bereitstellen”, schlägt der Präsident des zuständigen Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Andreas Obersteller, als Ausweg vor.
faz.net, tagesspiegel.de, spiegel.de

Googles Steuertricks: Google hat im Jahr 2016 mit Geldtransfers von den Niederlanden auf die Bermudas Steuern in Milliardenhöhe umgangen. Insgesamt wurden 15,9 Milliarden Euro an eine Briefkastenfirma in dem britischen Überseegebiet überwiesen. Dabei bediente sich Google zweier Verfahren, die als “Double Irish” und “Dutch Sandwich” bekannt sind. Dabei wird Geld von der irischen Tochter, über eine niederländische Firma ohne Angestellte an die Briefkastenfirma auf den Bermudas verschoben.
spiegel.de, sueddeutsche.de

Liste der Topmanagerinnen: Mehr Frauen gelangen in Top-Positionen von großen Unternehmen. Das Manager-Magazin, das alljährlich in seiner Januar-Ausgabe die einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft kürt, konnte seine Liste von 75 auf 100 erweitern. Erstmals gab es genügend Kandidatinnen. Auf Platz 1 liegt Saori Dubourg, BASF-Vorstand für Pflanzenschutz.
tagesspiegel.de

Schwerer Fehler in Intel-Chips: Entwickler bei Microsoft, Linux und anderen Softwareunternehmen mussten in den vergangenen Tagen Sonderschichten einlegen, um an neuen Sicherheitsupdates zu arbeiten. Damit soll eine gravierende Schwachstelle in Prozessoren des Chipriesen Intel behoben werden, die Sicherheitsexperten kürzlich entdeckten. Betroffen seien moderne Prozessoren aus der letzten Dekade. Damit dürfte das Problem den Großteil aller Computernutzer treffen, denn der Marktanteil von Intel lag in den vergangenen Jahren zwischen 70 und 80 Prozent. Sicherheitsupdates werden in diesen Tagen bereitgestellt, die Installation dringend empfohlen.
tagesspiegel.de, handelsblatt.com

Air Berlin verkauft Fluglizenz an Thomas Cook: Die Zerschlagung von Air Berlin geht weiter. So wird die Air Berlin Aviation GmbH an den britischen Touristikkonzern Thomas Cook verkauft. Der Gläubigerausschuss hat bereits grünes Licht gegeben. Nach dem Verkauf von Geschäftsanteilen der Air Berlin an Lufthansa und Easyjet haben wir nun auch für die Aviation AOC einen Käufer gefunden, erklärte der Generalbevollmächtigte für Air Berlin, Frank Kebekus. Thomas Cook überweist einem Insider zufolge einen mittleren einstelligen Millionenbetrag und hilft, die Kapazität im deutschen Markt auszubauen.
spiegel.de

So essen die Deutschen: Trotz der Popularität von gesunder Ernährung, Food-Blogs und dem boomenden veganen Markt: Für den Deutschen ist Fleisch immer noch sein Gemüse. Dies zeigt zumindest das Einkaufsverhalten der Bundesbürger. So essen nach dem neuen Ernährungsreport des Bundeslandwirtschaftsministeriums 30 Prozent der Befragten täglich Fleisch oder Wurst. Das sind nur vier Prozent weniger als 2016. Zusätzlich essen 20 Prozent der Frauen und 17 Prozent der Männer täglich Süßigkeiten. Und auch der Bio-Supermarkt bleibt mit 11 Prozent Marktanteil ein Nischen-Phänomen.
faz.net, spiegel.de

Umstrittene Modemarke Naketano stellt Betrieb ein sueddeutsche.de
Emirates ist die sicherste Airline der Welt handelsblatt.com
Nie zuvor wurden weltweit so viele Autos verkauft wie 2017 welt.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Mittelständler geraten ins Hintertreffen: Bereits für 61 Prozent der Unternehmen ist der Fachkräftemangel schon heute ein Wachstumshindernis. Die Hälfte der Unternehmen musste bereits auf Umsatz verzichten, so das Ergebnis einer Umfrage der DZ-Bank. Vor allem der Mittelstand befindet sich im Wettbewerb mit attraktiven Arbeitgebern wie Facebook, Google, BMW, Siemens und Co. im Hintertreffen. Kaum ein Hochschulabsolvent will zu einem Mittelständler. Ein Schicksal, das Mittelständler auf dem Land mit denen in der Stadt gemeinsam haben.
faz.net

Headhunter haben es auf Teams abgesehen: Im Headhunting werden mittlerweile nicht nur einzelne Mitarbeiter, sondern ganze Teams abgeworben, vor allem im Bereich Softwareentwicklung und IT-Beratung. Oft lohnt sich der Einkauf, wenn kurzfristig ganze Abteilungen aufgebaut werden müssen. Der größte Vorteil eines Teamwechsels ist die kostenlose Qualitätskontrolle: Ein Chef nimmt zu einem neuen Arbeitgeber nur Leistungsträger mit, die er fachlich und menschlich wertschätzt. Und auch umgekehrt gilt: “Gute” Mitarbeiter folgen nur “guten” Chefs.
karriere.de

– ANGEZÄHLT –

185.000 Mitarbeiter fehlen nach Einschätzung des Beamtenbundes dbb derzeit im Staatsdienst; es mangelt an Lehrer, Polizisten und Erzieher.
spiegel.de

– ZITATE –

“Ich glaube, dass wir zu der Zeit, als wir die Grundsatzvereinbarung mit Tata verhandelt haben und wir öffentlich keine Fakten nennen konnten, eine andere Form des Dialogs hätten führen sollen.”

Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger gibt nach massiven Protesten gegen die geplante Stahlfusion mit Tata Kommunikationsfehler im Umgang mit den Beschäftigten zu.
handelsblatt.com

“Die gigantische Energieverschwendung ist einer der Gründe, die massiv gegen den Bitcoin sprechen.”

Der Berliner Robert Küfner ist mit dem “Mining” von Bitcoins zum Millionär geworden.
tagesspiegel.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Parteichefs gehen optimistisch in Sondierungsgespräche
SPD will Energieverbrauch neu besteuern
Proteste und Gegenproteste im Iran
Trump kontert Ex-Berater Bannon

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Die Bahn kommt. Aber anders als gedacht: In Anlehnung an den Woody-Allen-Klassiker “Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten” warb die Bahn mit Männern im Spermien-Kostüm und mit Frauen als Eizellen verkleidet in einem Werbe-Spot für das “Zusammenkommen”. Der Spot ging schnell viral, ein Sex-Artikeln-Versand bot eine Kooperation an und selbst Familienpolitiker der CDU sahen sich zu einer Stellungnahme genötigt. Am Ende wurde der Bahn der Trubel aber zu viel. Am Mittwochnachmittag wurde das Video aus dem Netz genommen.
sueddeutsche.de

morgenlage.tagesspiegel.de erscheint täglich als E-Mail-Newsletter gegen 6 Uhr. Für den Ausdruck hier ein PDF-Dokument herunterladen. Für ein kostenloses E-Mail-Abo einfach hier klicken oder eine E-Mail an abo-mw@tagesspiegel.de schicken.

Morgenlage Wirtschaft am Mittwoch, 3. Januar 2018

Für Wirtschafts-Entscheider am Mittwoch, 3. Januar 2018

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Mehr Erwerbstätige, weniger Selbstständige: Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist im vergangenen Jahr so stark gestiegen wie seit zehn Jahren nicht mehr. 2017 legte sie um 638.000 oder 1,5 Prozent auf 44,3 Millionen zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist der höchste Wert seit der Wiedervereinigung. Zuletzt war im Jahr 2007 eine ähnliche Zunahme verzeichnet worden. Gesunken sei dagegen die Zahl der geringfügig Beschäftigten, teilte das Bundesamt mit. Auch die Zahl der Selbstständigen fiel um 26.000 auf 4,3 Millionen.
tagesspiegel.de, spiegel.de

Sanktionen gegen Facebook: Das Bundeskartellamt will Facebook mit Sanktionen belegen, sollte nicht endlich den Nutzern eine Widerspruchsmöglichkeit gegen das Sammeln von Daten eingeräumt werden. “Wir kritisieren die Art und Weise, wie das Unternehmen persönliche Daten sammelt und verwertet, als möglichen Missbrauch von Marktmacht”, so Kartellamts-Chef Andreas Mundt. Vor Weihnachten habe man Facebook diesbezüglich kontaktiert. Wenn es keine Reaktion gebe, wolle man dem Konzern das Sammeln und Verwerten von Daten aus Drittquellen verbieten.
zeit.de, spiegel.de

China verbietet Produktion von Benzinfressern: China hat im Kampf gegen die Luftverschmutzung die Produktion von 553 Automodellen mit besonders hohen Verbrauchswerten verboten. 61 Marken sind von dem Verbot betroffen. Darunter befinden sich auch Daimler und Audi, die insgesamt 13 Modelle nicht mehr in China produzieren dürfen. Allerdings würden, so die Unternehmenssprecher der Konzerne, die betroffenen Wägen ohnehin nicht in Fabriken in China produziert.
handelsblatt.com

Genossenschaftsbanken: Sie leben noch: Trotz Filialsterben ist das Modell der Volks- und Raiffeisenbanken nicht tot. Banken des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken konnten im Jahr 2017 ihren Marktanteil bei Privatkunden um 0,2 Prozentpunkte auf 24 Prozent erhöhen. Der Bereich der geschäftlichen Kredite wuchs um 6,2 Prozent auf 243 Milliarden Euro. Das bedeutet einen Marktanteil von 19,5 Prozent. Zwar wurde die Zahl genossenschaftlicher Banken in den letzten Jahren durch Fusionen reduziert, doch ein breitgefächertes Filialnetz vor allem im ländlichen Raum ist immer noch die wesentliche Stärke der Genossenschaftsbanken.
handelsblatt.com

Star Wars rettet Hollywood: 2017 war in den USA kein gutes Kinojahr für Hollywood. Einzig der Mega-Erfolg von “Star Wars: Die letzten Jedi” mit seinen bisher eingespielten 517 Millionen Dollar konnte die Bilanz retten. Insgesamt wurden 2017 11,1 Milliarden Dollar an den US-Kinokassen umgesetzt, drei Prozent weniger als noch im Vorjahr. Aber: Das bedeutet immer noch das drittbeste Ergebnis in der Geschichte.
faz.net

Legal Kiffen in Kalifornien: In Kalifornien hat der legale Verkauf von Marihuana begonnen. Zu Jahresbeginn war zunächst nur der Kauf in einer begrenzten Anzahl von Läden möglich. Am Dienstag wurde aber der Verkauf auf dutzende lizenzierte Verkaufsstellen ausgeweitet. Vor den Läden bildeten sich lange Schlangen. Bis 2020 dürfte sich ein Markt mit sieben Milliarden Dollar Umsatz jährlich entwickeln.
spiegel.de

Analysten: Übernahmewahrscheinlichkeit von Netflix durch Apple liegt bei 40 Prozent zdnet.de
Erotikkette Beate Uhse hofft auf Investor spiegel.de
Investment-Guru Peter Thiel besitzt mit seinem Fonds Bitcoins im Gesamtwert von mehreren Hundert Millionen Euro handelsblatt.com

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Mit Startup-Flair gegen Amazon: Otto-Technikchef Michael Müller-Wünsch will mit Startup-Methoden dem großen Konkurrenten Amazon Paroli bieten. So dürfen inzwischen alle 53.000 Mitarbeiter ihre Chefs duzen und die  Hamburger Konzernzentrale wurde zum sogenannten “Collabor8” mit Coworking-Atmosphäre umgebaut. Damit seine Leute sich dort auch in Gruppen zusammenfinden können, hat Müller-Wünsch dafür gesorgt, dass Mitarbeiter statt der alten Tischcomputer Laptops und Tablets bekommen. Mit den modernen Arbeitsbedingungen sollen auch begehrte Fachkräfte gegen Konkurrenten wie Facebook oder Google gewonnen werden.
tagesspiegel.de

Iran: Geplatzte Träume: Nach dem Atomabkommen mit dem Iran waren die Hoffnungen der deutschen Wirtschaft auf Milliardenaufträge groß. Zwar hat das Handelsvolumen 2017 um 3,5 Milliarden zugelegt, doch die Entwicklung der Handelsbeziehungen blieb hinter den Erwartungen zurück. “Die angespannte politische Lage dürfte die Situation weiter belasten”, fürchtet DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Vor allem die Iran-Politik der USA bereitet der Wirtschaft Kopfzerbrechen. Weil weiterhin Sanktionen existieren und neue Strafmaßnahmen durch die Trump-Regierung drohen, weigern sich europäische Großbanken in Iran-Geschäfte zu investieren. Auch die aktuellen Proteste bereiten der Wirtschaft Sorgen.
faz.net (USA), spiegel.de (Proteste)

– ANGEZÄHLT –

Neuer Rekord: Auf 6,1 Billionen Euro beläuft sich derzeit das Geldvermögen der Deutschen. Pro Bundesbürger macht das 75.000 Euro. Allerdings ist das Vermögen ungleich verteilt. 1,2 Millionen Bundesbürger haben ein Geldvermögen von mehr als einer Million Euro.
welt.de

– ZITATE –

“Wir haben alles, was wir brauchen: ein einzigartiges Geschäftsmodell, eine von anderen wertgeschätzte Technologie und – soweit ich das bisher habe erleben dürfen – eine motivierte und exzellent ausgebildete Mannschaft.”

Theodor Weimer, seit 01. Januar neuer Chef der Deutschen Börse, hofft für das neue Jahr nach dem Turbulenten 2017 auf ein ruhigeres Fahrwasser.
faz.net

“Auf jede neue Vorschrift kommen 22, die wir beseitigt haben. Das spart den Steuerzahlern acht Milliarden Dollar und hat die US-Betriebe aus den Fängen einer aufgeblähten Verwaltung befreit.”

US-Präsidentensprecherin Sarah Sanders präsentiert genüsslich die positive Entwicklung der US-Wirtschaft im Jahr 2017.
tagesspiegel.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Streit um Flüchtlingspolitik
Bamf will Asylanträge-Stapel deutlich minimieren
Ajatollah Ali Chamenei machte ausländische Kräfte für Unruhen verantwortlich
Polnisches Justizministerium stellt Sexualstraftäter-Datenbank ins Internet

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Keine Toten: Sicherstes Jahr der kommerziellen Luftfahrt: Das gab es noch nie: 2017 gab es keinen tödlichen Unfall mit einem kommerziellem Passagierflugzeug. Laut einem Bericht des Aviation Safety Network geht 2017 als sicherstes Jahr in die Geschichte der zivilen Luftfahrt ein. Weltweit registrierte die Datenbank bis Silvester neun tödliche Flugzeugunglücke mit insgesamt 67 Toten, so wenig wie nie zuvor. Bei allen Unfällen handelte es sich um Sportflugzeuge oder Frachtmaschinen.
futurezone.de

morgenlage.tagesspiegel.de erscheint täglich als E-Mail-Newsletter gegen 6 Uhr. Für den Ausdruck hier ein PDF-Dokument herunterladen. Für ein kostenloses E-Mail-Abo einfach hier klicken oder eine E-Mail an abo-mw@tagesspiegel.de schicken.