Morgenlage Wirtschaft am Freitag, 17. November 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Freitag, 17. November 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Siemens baut 6.900 Stellen ab: Der Industriekonzern Siemens steuert auf eine heftige Auseinandersetzung zwischen der Konzernführung um Vorstandschef Joe Kaeser und der mächtigen Arbeitnehmervertretung zu. Trotz eines Rekordgewinns von 6,2 Milliarden Euro im vergangenen Jahr will Siemens weltweit rund 6.900 Stellen abbauen, davon die Hälfte in Deutschland. Nach einer Sitzung des Wirtschaftsausschusses, in dem Konzern- und Arbeitnehmervertreter über strukturelle Veränderungen diskutieren, kündigte Siemens am Donnerstag Nachmittag an, dass an der Spree 870 Arbeitsplätze wegfallen sollen. “Eine Schließung des Standorts Berlin ist jedoch nicht vorgesehen”, teilte Siemens mit.
tagesspiegel.de, spiegel.de, sueddeutsche.de, handelsblatt.com

Tavares Pläne für Opel: PSA-Chef Carlos Tavares hat auf dem Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung seine Pläne für Opel konkretisiert. Opel soll in den nächsten Jahren zu einem europäischen Champion werden. Dazu muss die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und Kosten gesenkt werden. Der Autohersteller habe drei Jahre Zeit, um in die Gewinnzone zu kommen. Opel brauche “Luft zum Atmen”. Wichtige Entscheidungen sollen weiterhin in Rüsselsheim getroffen werden.
sueddeutsche.de

VW will mit E-Autos China erobern: Volkswagen will mit Milliardeninvestitionen in E-Autos und neuen Modellen den chinesischen Markt erobern. In den nächsten sieben Jahren will man zusammen mit Partnern vor Ort dafür zehn Milliarden Euro in die Hand nehmen. Nirgendwo in der Welt wachse der Markt für E-Mobilität schneller. Am Freitag entscheiden die VW-Kontrolleure über die Planung für die kommenden fünf Jahre. “Im Moment ist das Geld da, aber man muss es gut einsetzen”, meinte der Autoexperte Stefan Bratzel. Für Volkswagen ein Balanceakt, weil wegen der vielen Prozesse und Verfahren auch Geld für Entschädigungen und Gerichtskosten beiseite gelegt werden muss.
handelsblatt.com

EU-Rechnungshof kritisiert Griechenland-Hilfen: Der Europäische Rechnungshof hat der EU-Kommission Fehler in der Griechenland-Krise vorgeworfen. Die Rechnungsprüfer kritisierten, man habe keine Prioritäten bei der Umsetzung von Reformen festgelegt und keine breiter angelegte Strategie für das pleitebedrohte Land gehabt. So hätten die Programme nur eingeschränkt zu Griechenlands wirtschaftlicher Erholung beigetragen. Ökonomische Grundannahmen seien nur unzureichend belegt und begründet gewesen. In Zukunft müssten derart weitreichende Entscheidungen fundierter getroffen werden.
faz.net, spiegel.de

Lehman Brothers: Großanleger bekommen ihr Geld zurück: Neun Jahre nach der Pleite der US-Investmentbank konnten auch manche Kleinanleger ihre Verluste wettmachen. So konnte der deutsche Insolvenzverwalter Michael Frege für die hiesigen Gläubiger sehr viel mehr rausholen als erwartet. Sollten es zunächst nur 100 Millionen Euro sein, die an die hiesigen Gläubiger verteilt werden, sind es inzwischen 17 Milliarden Euro. “Uns ist es gelungen, die Rechte der von uns verwalteten Einheit voll und ganz durchzusetzen”, sagte Frege im Interview mit der Fachzeitschrift “INDat”. Das Insolvenzverfahren könne daher voraussichtlich noch in diesem Jahr beendet werden.
tagesspiegel.de

Ubisoft zieht nach Berlin: Am Donnerstag verkündete die Computerspielfirma Ubisoft, dass sie ihr Hauptstadtstudio auf 1.800 Quadratmetern  in der Hardenbergstraße eröffnen will. Bis Ende 2018 sollen mindestens 50 neue Arbeitsplätze entstehen. Dass Ubisoft nach Berlin kommen würde, war schon seit der Games Week im April bekannt. Auf genauere Infos musste die Branche aber bis heute warten. Für die Berliner Digitalindustrie ist die Ansiedlung zweifellos eine gute Nachricht: Mit 12.000 Mitarbeitern in 35 Studios zählt Ubisoft zu den größten Games-Produzenten der Welt, das vergangene Geschäftsjahr brachte einen Umsatz von 1,46 Milliarden Euro.
tagesspiegel.de

Weltklimakonferenz: Auch Großbritannien und Kanada verkünden Kohleausstieg faz.net
BGH: Verträge für die Riester-Rente sind nicht pfändbar spiegel.de
Ex-Münchener-Rück-Chef Bomhard soll Aufsichtsrat der Deutschen Post leiten handelsblatt.com

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Diversity-Konferenz: An zwei Tagen diskutieren in Berlin Expertinnen und Experten unter anderem über Fragen des Diversity Managements. Diskutiert wurde unter anderem inwiefern die Digitalisierung neue Chancen zu Gleichstellung eröffnen könnte. Hauptredner des ersten Tages war der frühere Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche Wolfgang Huber. Vielfalt würde die Leistungsfähigkeit eines Teams steigern. Die Zusammenarbeit würde vielleicht nicht einfacher, aber kreativer und spannender werden. Gleichzeitig warnte er aber vor Typisierungen, die Menschen auf ein Identitätsmerkmal reduzieren würden.
tagesspiegel.de

Digitalisierung verunsichert viele Arbeitnehmer: Jeder sechste fürchtet so das Ergebnis einer Untersuchung der Beratungsgesellschaft EY um seinen Arbeitsplatz. Immerhin 70 Prozent rechnen durch die Globalisierung mit einer Veränderung im Aufgabenbereich. Zwei von drei Arbeitnehmern spüren bereits diese Veränderungen. Konkret bringen bei 59 Prozent der Befragten internetfähige Arbeitsgeräte wie Tablet oder Smartphone Veränderungen. Bei 57 Prozent geschieht dies durch neue IT-Anwendungen oder Programme.
spiegel.de

– ANGEZÄHLT –

Um 26 Prozent sind die Preise für Privatleute auf innerdeutschen Strecken an Werktagen im Oktober gestiegen, an Wochenenden sogar um fast 40 Prozent. Für Geschäftskunden ist es teilweise noch teurer geworden.
tagesspiegel.de

– ZITATE –

“Wann immer wir Menschen auf ein einziges oder auf wenige Identitätsmerkmale festlegen, gefährden wir den Frieden, in einem Unternehmen genauso wie in der Gesellschaft.”

Der Theologe und ehemalige Bischof Wolfgang Huber hält Diversität für ein Rezept für gesellschaftlichen Frieden.
tagesspiegel.de

“Es brennt lichterloh auf den Märkten. Deswegen müssen wir schnell reagieren.”

Siemens-Personalchefin Janina Kugel verteidigt den massiven Stellenabbau bei Siemens.
faz.net

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Streit um Familiennachzug gefährdet Jamaika-Koalition
Islamist fliegt trotz Fußfessel nach Griechenland
Internationale Allianz gegen Kohle
US-Abgeordnetenhaus beschließt Steuerreform

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Deutschland ist beliebt: Juhu, Deutschland hat weltweit das beste Image. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsinstitut GfK und der Politikberater Simon Anholt in einer Umfrage. Der sogenannte Anholt-GfK Nation Brands Index ermittelt jährlich, wie 50 Länder weltweit wahrgenommen werden. Gemessen werden Kategorien wie Exporte, Regierung, Kultur, Bevölkerung, Tourismus und Immigration/Investition. Die USA wurden nicht nur von Platz eins verdrängt, sondern rutschten sogar auf Platz sechs ab. Deutschland hatte schon in früheren Jahren den ersten Platz der Rangliste eingenommen, zuletzt 2014.
spiegel.de

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Morgenlage Wirtschaft am Donnerstag, 16. November 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Donnerstag, 16. November 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Stuttgart 21 wird teurer: Stuttgart 21 droht zum Desaster zu werden. Die Fertigstellung wird sich stand jetzt um zwei Jahre verzögern und damit werden auch die Kosten die bislang veranschlagten 6,5 Milliarden Euro übersteigen. Auch weil die Ausschreibungen weiterer Bauarbeiten wegen des generellen Baubooms teurer ausfallen, überprüfen externe Gutachter derzeit Zeitplan und Kosten. Die Bahn erhielt laut Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla “exorbitant” von den Kalkulationen abweichende Angebote.
sueddeutsche.de

Deutsche Autobauer profitieren von Kinderarbeit: Amnesty International wirft in dem aktuellen Bericht “Time to recharge” Elektronikherstellern wie Apple, Samsung oder Sony aber auch deutschen Autoherstellern wie Daimler, BMW und VW vor, von Kinderarbeit in der Demokratischen Republik Kongo zu profitieren. Mehr als die Hälfte des weltweiten Kobaltbedarfs stammt aus den Minen des zentralafrikanischen Landes. Keines der 29 untersuchten Unternehmen sei den Sorgfaltspflichten zur Offenlegung und Unterbindung von Menschenrechtsverletzungen nachgekommen. Der steigende Bedarf nach effizienten Energiespeichern unter anderem in Elektroautos und Smartphones sorgt für eine steigende Nachfrage nach dem Rohstoff.
spiegel.de

US-Investor Cerberus steigt bei Deutscher Bank ein: US-Finanzinvestor Cerberus steigt bei der Deutschen Bank ein. Aus einer Stimmrechtsmitteilung vom Mittwoch geht hervor, dass die Amerikaner mittlerweile drei Prozent der Stimmen halten. Cerberus ist seit dem Sommer auch mit 5,01 Prozent bei der Commerzbank beteiligt. An den Börsenmärkten hat die Mitteilung Spekulationen über eine Fusion zwischen Deutscher Bank und Commerzbank geschürt. Aktien der Deutschen Bank drehten ins Plus. Titel der Commerzbank konnten ihre Verluste eingrenzen.
faz.net

OECD attestiert Deutschland gute Lebensqualität: Der Wohlstandsindex der OECD zeigt: Alle untersuchten Kategorien für Deutschland haben sich zwischen den Jahren 2005 und 2015 verbessert. In dem Bericht “How’s Life?” misst die OECD ihre Mitgliedsländer nicht nach Bruttoinlandsprodukt, sondern nach Kriterien wie Einkommen, Lebenszufriedenheit, gesellschaftlichem Vertrauen, Forschungsinvestitionen, Bildung, Umweltzustand oder ehrenamtlichem Engagement. Ein Wermutstropfen: Was die Einkommensverteilung angeht, ist Deutschland im OECD-Vergleich nur Durchschnitt.
faz.net

Müssen Händler Matratzen zurücknehmen? Diese Frage muss nun der Europäische Gerichtshof beantworten. Denn der Bundesgerichtshof (BGH) legte die entsprechende Frage am Mittwoch den Richtern in Luxemburg vor. Der Streit begann im Jahr 2014. Damals bestellte ein Privatmann die “Dormiente Natural Basic” zum Preis von knapp 1.200 Euro im Internethandel. Nach ein paar Tagen stellte der Käufer aber fest, dass die Matratze nichts für ihn war und forderte den Händler auf, das Teil wieder abholen zu lassen und ihm den Kaufpreis zu erstatten. Die Schutzfolie hatte er allerdings von der Matratze entfernt. Der Händler nahm die Dormiente nicht zurück. Nun wird seit Jahren vor Gericht gestritten, wer die Kosten trägt.
tagesspiegel.de, spiegel.de

Telekom-Tochter zieht nach Berlin: Die Telekom-Tochter Detecon kommt nach Berlin. Am Mittwoch eröffnete die Technologie- und Managementberatung ein “Digital Engineering Center” in der Hauptstadt. “Berlin ist im letzten Jahrzehnt zum Innovations-Hotspot und zur Gründermetropole Europas geworden”, sagte Detecon-Chef Heinrich Arnold dem Tagesspiegel. Schwerpunkte sollen die Themen Cybersicherheit, Datenanalyse, Industrielles Internet der Dinge und Co-Innovation sein. Zunächst sollen dort zwischen 20 und 30 Mitarbeiter eingestellt werden. Das Innovationszentrum zieht in die Winterfeldtstraße, wo die Deutsche Telekom unter anderem auch schon die Innovation Laboratories und den Startup-Inkubator Hubraum betreibt.
tagesspiegel.de

Größter Auftrag der Firmengeschichte: Airbus verkauft 430 Jets für 42 Milliarden Euro an US-Investor spiegel.de
Hypo-Vereinsbank-Chef Theodor Weimer soll neuer Börsenchef werden faz.net
Gericht verbietet kostenlose Wetter-App des Deutschen Wetter Dienstes handelsblatt.com

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

IG Metall fordert neue Arbeitszeitregeln: In der Metall- und Elektrobranche haben die Tarifverhandlungen begonnen. Gefordert werden sechs Prozent mehr Lohn sowie ein Anspruch auf Arbeitszeitverkürzung samt finanziellem Teilausgleich. So sollen Beschäftigte ihre Arbeitszeit vorübergehend von 35 auf bis zu 28 Stunden pro Woche senken können. Das Modell solle nach dem Willen der Gewerkschaft allen offenstehen und auch Geringverdienern eine Verkürzung der Arbeitszeit ermöglichen. Arbeitgeber halten die Vorschläge allerdings für nicht umsetzbar.
spiegel.de

Arbeitnehmer haben keine Angst vor Kündigung: Die neue Studie “Gute Arbeit” des Deutschen Gewerkschaftsbundes zeigt: Arbeitnehmer werden immer selbstbewusster. So haben 90 Prozent der Beschäftigten keine Sorge mehr um ihren Arbeitsplatz. Sorgen machen sich dagegen viele um ihre Rente. 80 Prozent der Befragten zweifeln daran, dass ihre Alterssicherung reichen wird. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sehen viele wegen der Ausdehnung der Arbeitszeit skeptisch. Ein Lob gibt es für den Chef: eine große Mehrheit fühlt sich wertgeschätzt und empfindet den Arbeitsablauf als effizient geplant.
sueddeutsche.de

– ANGEZÄHLT –

Bis zu 2 Billionen Euro könnte in den nächsten 33 Jahren die CO2-Minderung auf 85 Prozent gegenüber 1990 kosten, auch weil dann die Kapazität der Windkraft- und Photovoltaikanlagen auf ein Fünf- bis Siebenfaches anwachsen müsste.
faz.net

– ZITATE –

“Die Schere zwischen Arm und Reich ist nur durch eine viel stärkere Besteuerung großer Einkommen und Vermögen zu verringern.”

Matthias Miersch, Sprecher der SPD-Linken, fordert eine “Renaissance des Staates”, reine Marktgläubigkeit könne es nicht richten.
handelsblatt.com

“Die Sparanstrengungen führen allerdings dazu, dass die Lebensqualität in der betroffenen Stadt weiter sinkt und die Lebensverhältnisse zwischen reichen und armen Städten immer weiter auseinandergehen, was erheblichen gesellschaftlichen Sprengstoff birgt.”

Bernhard Lorentz, Partner bei der Unternehmensberatung EY, hat die finanzielle Lage der Kommunen analysiert und festgestellt: vielen Kommunen steht das Wasser bis zum Kopf.
welt.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Grüne akzeptieren offenbar Aufnahmezentren für Asylbewerber
Berlin kritisiert russisches Mediengesetz
Nordkoreas Staatszeitung berichtet von Todesurteil gegen Trump
Altkanzler Schröder rechnet mit Neuwahlen

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Superstau in der Wüste Gobi: In der Wüste Gobi stauen sich derzeit tausende LKWs. Insgesamt ist die Schlange 130 Kilometer lang. Die Kohlelieferungen aus der Mongolei nach China sind in der ersten Jahreshälfte um das Vierfache gestiegen. Doch die Grenzen sind ein Nadelöhr. An beiden Seiten herrscht Personalmangel. Häufige Unfälle sorgen für weitere Verzögerungen. Und seit einigen Wochen hat China aus Angst vor Schmuggel die Kontrollen sogar noch einmal verschärft. Eine Bahnverbindung zwischen den Kohleminen in der Mongolei und China sollte das Problem eigentlich lösen. Wegen Finanzierungsproblemen steckt das Projekt fest, eine Fertigstellung ist nicht abzusehen.
handelsblatt.com

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Morgenlage Wirtschaft am Mittwoch, 15. November 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Mittwoch, 15. November 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

VW: Durchsuchungen in Chefetage: Bei VW sind in Wolfsburg die Büros des Aufsichtsrats und des Betriebsrats durchsucht worden. Es sind Akten und PCs beschlagnahmt worden. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt, ob der Betriebsratschef überhöhte Zahlungen erhalten hat. Bei unangemessen hohen Vergütungen könnten die Betriebsausgaben zu hoch gewesen sein und zu wenig Steuern gezahlt worden sein.
sueddeutsche.de

Fahrenschon soll Amt ruhen lassen: Die Sparkassen planen für eine Zukunft ohne ihren amtierenden Präsidenten Georg Fahrenschon. Dieser soll bis Mai 2018 sein Amt ruhen lassen. Bis dahin soll Vize Thomas Mang die Geschicke des Verbandes leiten. Dann wird neu gewählt. Zu diesem Ergebnis kamen die drei Präsidentinnen und neun Präsidenten der regionalen Sparkassenverbände bei einem Treffen am Dienstag in Hannover.
faz.net

Umweltbundesamt reicht Stilllegung von zehn Kraftwerken: Das Umweltbundesamt hat sich angesichts des Streits um einen Kohleausstieg in den Jamaika-Sondierungen in die Debatte eingeschaltet. Der Vorschlag des Amtes: Kurzfristig mindestens Kapazitäten in Höhe von fünf Gigawatt der ältesten und ineffizientesten Braunkohlekraftwerke stilllegen. Zusätzlich müsse die Produktion von Kohlekraftwerken gedrosselt werden, die älter als 20 Jahre seien. So könnte insgesamt die Stilllegung von zehn Kraftwerken vorerst reichen.
spiegel.de

E-Auto-Prognose ernüchternd: Nach Ansicht der Internationalen Energieagentur wird das E-Auto auch längerfristig nur einen bescheidenen Anteil zum Klimaschutz leisten. Zwar werde die Anzahl in den kommenden Jahren massiv steigen. Der Ausstoß des Treibhausgases CO2 werde aber  dadurch bis zum Jahr 2040 nur um ein Prozent gesenkt. Weil auch Fahrzeuge mit herkömmlichen Antrieben zunehmen werden,  werden auch in knapp einem Vierteljahrhundert nur 14 Prozent aller Autos auf der Welt elektrisch betrieben sein.
faz.net

Mittlere Generation fühlt sich prächtig: Die Generation Mitte, also die 30- bis 59-Jährigen, wird immer zufriedener. Wie denkt diese Generation über Deutschland? Mit dieser Frage hat sich das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft beschäftigt. Die Generation Mitte bewertet demnach ihre eigene Lebensqualität so gut wie nie seit Einführung der jährlichen Studie im Jahre 2013. Aktuell bezeichnen vier von fünf Befragten ihre derzeitige Lebensqualität als gut oder sehr gut. Auf die Frage, wie es sich insgesamt in Deutschland lebt, antworteten 70 Prozent mit “gut”, 17 Prozent sogar mit “sehr gut”. Nur ein Prozent ist mit der Lebensqualität gar nicht zufrieden. Neben der guten wirtschaftlichen Lage und dem hohen Lebensstandard, sehen die Befragten auch das kulturelle Angebot, die Meinungs- und Pressefreiheit sowie das Gesundheitssystem als besondere Stärken Deutschlands.
tagesspiegel.de, spiegel.de

Viele Deutsche können nicht vom Ersparten leben: Die Mehrheit der Deutschen würde bei einem finanziellen Notfall schlecht schlafen: Jeder dritte Haushalt könnte seine Konsumausgaben nur wenige Wochen lang von seinem Ersparten bezahlen. Die ärmsten 20 Prozent hätten laut dem neuen Verteilungsbericht des gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts überhaupt gar keine Rücklagen. Die reichsten fünf Prozent könnten von ihren Ersparnissen hingegen länger als zwei Jahrzehnte leben.
tagesspiegel.de, sueddeutsche.de

EU will Verbraucher beim Online-Shopping besser schützen spiegel.de
Merril Lynch: die meisten Investoren halten Aktien für zu teuer handelsblatt.com
RWE fährt nach Verlusten im Zuge der Energiewende wieder Milliarden ein tagesschau.de
Rentenbeitrag wird 2018 leicht sinken spiegel.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Führungswechsel beim VDA kündigt sich an: Die Diesel-Affäre, ein missglückter Auto-Gipfel, die Kartellvorwürfe, drohende Fahrverbote und verfehlte CO2-Ziele: es sind nicht die besten Tage von Matthias Wissmann an der Spitze des Verbandes der Automobilindustrie. Und es werden wohl seine letzten sein: Sein Vertrag endet offiziell im Frühjahr. Die Autobosse, die im Verband das Sagen haben, haben sich dem Vernehmen nach bereits auf einen Nachfolger geeinigt: Bernhard Mattes, Präsident der amerikanischen Handelskammer in Deutschland und früherer Ford-Deutschland-Chef, soll im kommenden Jahr an die Spitze des VDA rücken.
tagesspiegel.de

Auch Italiens Wirtschaft weint: Das verpasste Teilnahme von Italiens Fußball-Nationalmannschaft hat auch Auswirkungen auf die italienische Wirtschaft. Branchen wie Werbewirtschaft, Gastronomie und Tourismus sind betroffen sowie die Sängerin Gianna Nannini, deren Hit “Magische Nächte” bei Spielen der Squadra Azzurra gerne aufgelegt wird. Bei der letzten WM sahen die Spiele des Nationalteams im Schnitt 17,7 Millionen Zuschauer. Bei der letzten EM wurden eine Million blaue Kleidungsstücke abgesetzt. Die Aktie der bekannten Sportzeitung “Gazetta dello Sport” reagierte mit einer Talfahrt.
faz.net, spiegel.de

– ANGEZÄHLT –

Um 0,8 Prozent ist die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal gewachsen – Experten hatten eigentlich “nur” mit einem Plus von 0,6 Prozent gerechnet. Noch deutlicher fällt der Vorjahresvergleich aus: In diesem Zeitraum lag das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts sogar bei 2,3 Prozent.
tagesspiegel.de, tagesschau.de

– ZITATE –

“Vor 20 Jahren konnten in Berlin noch Gering- oder Durchschnittsverdiener problemlos ihre Miete zahlen. Heute wird das bei Neuanmietung einer Wohnung zunehmend schwierig, weil viele Menschen immer mehr von ihrem Einkommen für die Miete ausgeben müssen.”

Dieter Puhl, Leiter der Bahnhofsmission am Berliner Zoo, hält das Wohnen mittlerweile sogar für das größte soziale Problem in Deutschland.
sueddeutsche.de

“Die Strategie greift, aber es geht zwei Schritte nach vorne und einen zurück. Netto schaffen wir dann immerhin einen Schritt in die richtige Richtung.”

Bilfinger-Vorstandschef Tom Blades sieht noch einen langen Weg hin zu profitablen Wachstum.
handelsblatt.com

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Sondierer kommen bei Verkehrspolitik nicht voran
Deutschland gibt 107 Mio. Euro für Entwicklungsländer aus
Emirate werfen Deutschland lasche Moschee-Kontrolle vor
USA gestattete IS-Kämpfern Flucht aus Rakka

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Müssen Konzerne für Klimaschäden aufkommen? Muss der deutsche Kraftwerksbetreiber RWE für Schäden in Peru aufkommen, die dort mutmaßlich durch den Klimawandel verursacht werden? Mit dieser Frage befasst sich seit Montag das Oberlandesgericht Hamm. Geklagt hat der peruanische Bauer Saúl Luciano Lliuya, der sein Haus in Huaraz etwa 450 Kilometer nördlich von Lima von Überschwemmungen bedroht sieht, die mutmaßlich vom Klimawandel verursacht werden. Dafür macht er den Kraftwerksbetreiber RWE mitverantwortlich. Vor Gericht errang er nun einen Etappensieg. Das Gericht habe nach der Interpretation der Umweltorganisation Germanwatch klar zu erkennen gegeben, dass große Emittenten wie RWE grundsätzlich verpflichtet seien, Betroffene von Klimaschäden in armen Ländern zu unterstützen.
tagesspiegel.de, spiegel.de

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