Morgenlage Wirtschaft am Donnerstag, 23. März 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Donnerstag, 23. März 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Richard Lutz ist offiziell Bahnchef: Die Bahn hat einen neuen Vorstandsvorsitzenden und der alte Chef einen neuen Job. Der Aufsichtsrat des Konzerns wählte am Mittwoch erwartungsgemäß Richard Lutz (52) als Nachfolger von Rüdiger Grube an die Spitze der Deutschen Bahn, deren Eigentümer der Bund ist. Lutz bleibt zugleich Finanzchef, sein Vertrag gilt für fünf Jahre. Wie sein Vorgänger verdient er ein Grundgehalt von 900.000 Euro. Er habe keinerlei Bedenken, der Doppelrolle nicht gerecht zu werden, sagte Lutz in Berlin. Rüdiger Grube (65), der im Januar im Streit über seine Vertragsverlängerung zurückgetreten war, soll im Juni Aufsichtsratsvorsitzender der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) werden.
tagesspiegel.de, faz.net, handelsblatt.com

Nahles kündigt Rentenerhöhung an: Etwa 21 Millionen Rentner in Deutschland können sich ab dem 01. Juli über mehr Geld freuen. Die Bezüge werden im Westen um 1,9 Prozent und im Osten um 3,6 Prozent steigen, wie Arbeitsministerin Andrea Nahles bekanntgab. Infolge einer erwarteten Preissteigerung von knapp zwei Prozent gleicht die Erhöhung für die rund 16,9 Millionen Ruheständler im Westen den Kaufkraftverlust aus. Höhere Lohnanstiege im Osten führen dazu, dass die Renten dort fast doppelt so stark zulegen.
faz.net, spiegel.de

Anzeige
Wie baut man einen Fußballverein ohne Historie zu einer Marke aus? Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz wagte das Experiment. Wie die Macher von RB Leipzig einen professionellen Fußballclub und das Marketing neu aufgebaut haben, lesen Sie in der neuen Ausgabe der absatzwirtschaft. Bestellen Sie jetzt Ihr Gratis-Paket!
absatzwirtschaft.de

Ermittlungen gegen Daimler-Mitarbeiter: Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen Daimler-Mitarbeiter wegen Betrugs im Zusammenhang mit Abgasmanipulationen. Die Ermittlungen richten sich gegen bekannte Personen und gegen Unbekannt. Daimler teilte mit, man stehe mit den Behörden und der Staatsanwaltschaft in Kontakt. Das Kraftfahrt-Bundesamt habe aber bei seinen Messungen im vergangenen April keine Verstöße feststellen können. Das US-Justizministerium hatte Daimler 2016 aufgefordert, interne Untersuchungen des Zertifizierungsprozesses in Bezug auf Abgasemissionen vorzunehmen.
handelsblatt.com, spiegel.de, sueddeutsche.de, welt.de

Ex-VW-Manager fordert 1,4 Millionen Bonuszahlungen: Heinz-Jakob Neußer, von Juli 2013 bis September 2015 VW-Markenvorstand, hat VW auf die Nachzahlung eines Bonus in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro verklagt.Vor dem Arbeitsgericht Braunschweig kommt es deshalb am heutigen Donnerstag zu einer Güteverhandlung. Neußer soll ab 2012, damals noch für die Motorenentwicklung verantwortlich, VW-Ingenieure dazu angehalten haben, den Betrug bei den Abgasmessungen zu verschleiern.
spiegel.de

Neue Energielabel sind die alten: Verbraucher sollen besonders energiesparende Geräte im Laden künftig wieder einfacher erkennen. Die EU will die recht verwirrende Kennzeichnung von Waschmaschinen und Kühlschränken mit Labels wie A+++ abschaffen. Es gilt wieder die Skala von A bis G. Die Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten haben sich am Dienstag auf diesen Schritt verständigt. Außerdem sollen Geräte künftig in einer Datenbank erfasst werden. So können Verbraucher den Energieverbrauch vergleichen und das sparsamste Gerät finden.
spiegel.de

Anzeige
IT-Sicherheit vor der Wahl – verfolgen Sie das Gesetzgebungsverfahren zur nationalen Umsetzung der NIS-Richtlinie im Tagesspiegel Politikmonitoring zur Netzpolitik. Nächste Ausgabe am Montag, 20.3.2017. Jetzt kostenlos und unverbindlich testen:
monitoring.tagesspiegel.de oder 030 29021 11424

Amazon Fresh soll in Berlin starten: Die Hinweise auf einen Start des Lebensmitteldienstes Amazon Fresh verdichten sich weiter. Insidern zufolge soll das Angebot im April in Berlin starten. Der US-Konzern habe eine exklusive Kooperation mit der Post-Tochter DHL geschlossen, berichtet das Handelsblatt. Zunächst sei ein Testlauf geplant. Weder Amazon noch die Post wollten sich dazu äußern.
tagesspiegel.de

Siemens-Chef Joe Kaeser verkauft erstmals seit fünf Jahren Siemens-Aktien und erlöst 3,78 Millionen Euro faz.net
Roman Heini, Sprecher des Verwaltungsrates, verlässt Aldi-Süd mit sofortiger Wirkung handelsblatt.com
Kaufkraft der Deutschen das dritte Jahr in Folge gestiegen spiegel.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Falsche Führungskultur: Schlechte Führungskräfte rauben Mitarbeitern nicht nur die Motivation, sondern kosten die deutsche Volkswirtschaft auch bis zu 105 Milliarden Euro im Jahr. Auf diese Summe kommt das Beratungsunternehmen Gallup, das am Mittwoch seine aktuelle Umfrage zur Stimmung in deutschen Unternehmen vorgestellt hat. 15 Prozent der Befragten fühlen sich emotional an ihren Arbeitgeber gebunden – und sind somit hoch engagiert. Die Mehrheit (70 Prozent) macht das, was Pflicht ist. Rund jeder Siebte hat innerlich schon gekündigt. Motivation hinge demnach meist vom Vorgesetzten ab: Gerade einmal jeder Fünfte gab an, sein Chef motiviere ihn. Die Führungskräfte selbst sind sich dessen gar nicht bewusst: 97 Prozent halten sich für eine gute Führungskraft.
tagesspiegel.de

Deutsch-türkische Geschäfte leiden unter der politischen Krise: Die politischen Spannungen zwischen Deutschland und der Türkei belasten zunehmend die Geschäftsbeziehungen zwischen beiden Ländern. Zahlreiche Unternehmen stellen ihr Türkei-Geschäft angesichts der angespannten Lage auf den Prüfstand. Derzeit sind fast 7.000 deutsche Unternehmen in dem Land aktiv, so viele wie aus England, Russland und den USA zusammen. Bei der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) in der Türkei haben sich die Geschäftsanfragen deutscher Unternehmen im vergangenen Jahr halbiert.
tagesspiegel.de

– ANGEZÄHLT –

Einen Verlust von 90 Prozent mussten im Jahr 2016 die Aktionäre des Maschinenbauers Singulus Technologies hinnehmen. Unter den 50 von der Deutsche Schutzvereinigung (DSW) ermittelten größten Kapitalvernichtern befinden sich auch vier Dax-Konzerne: die Deutsche Bank, die Commerzbank, Eon und RWE.
tagesspiegel.de

– ZITATE –

“Ich kann nicht mein ganzes Geld für Schnaps und Frauen ausgeben und anschließend Sie um Ihre Unterstützung bitten. Dieses Prinzip gilt auf persönlicher, lokaler, nationaler und eben auch auf europäischer Ebene.”

Chef der Euro-Finanzminister, Jeroen Dijsselbloem, hat mit dieser Äußerung einen Shitstorm vor allem aus Spanien, Portugal und Italien hervorgebracht. Heute rudert er zurück, sagt, das sei allgemein gemeint gewesen und bedauert, dass es als “Nord gegen Süd” aufgefasst wurde.
faz.net

“In einer solchen Situation wird niemand das Spielsystem und die Strategie infrage stellen. Bahnchef ist kein Job wie jeder andere. Ich will und werde das auch zu 150 Prozent machen.”

Der neue Bahnchef Richard Lutz will nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr die Marschroute nicht grundlegend ändern.
handelsblatt.com

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Terrorattacke in Londons Zentrum
Neuer Bundespräsident Steinmeier fordert Freilassung von Yücel
Türkischer Präsident Erdogan droht Europäern
Trump vielleicht zufällig im Geheimdienst-Visier

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Ausgeradelt: Kiezmische heißt wieder Alster: An dieser Stelle berichteten wir bereits von der Umwidmung des Alsterwassers in ein Radler durch die Hamburger Brauerei Astra bzw. dem Eigner Carlsberg. Nach tagelangem Protesten ruderte die Brauerei zurück und und zwar mit einer geschickten Marketing-Offensive: Per Facebook durften die Nutzer abstimmen: von 18.000 Teilnehmern votierten 15.000 für das Alsterwasser und siehe da: sogar der Absatz der “Kiezmische”, die zukünftig im Untertitel wieder “Alsterwasser” heißen soll, konnte gesteigert werden.
welt.de

morgenlage.tagesspiegel.de erscheint täglich als E-Mail-Newsletter gegen 6 Uhr. Für den Ausdruck hier ein PDF-Dokument herunterladen. Für ein kostenloses E-Mail-Abo einfach hier klicken oder eine E-Mail an abo-mw@tagesspiegel.de schicken.

Morgenlage Wirtschaft am Mittwoch, 22. März 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Mittwoch, 22. März 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Richard Lutz kann mit breiter Mehrheit rechnen: Der 52-jährige Finanzchef der Deutschen Bahn soll am kommenden Mittwoch vom Aufsichtsrat zum neuen Vorstandsvorsitzenden des Schienenkonzerns gewählt werden. Verkehrsminister Alexander Dobrindt informierte den Aufsichtsrat am Samstag offiziell über den Personalvorschlag des Bundes, der Eigentümer der Bahn ist. Der Vorschlag ist einstimmig für gut befunden worden. Mit einer breiten Mehrheit auch von Arbeitnehmerseite wird gerechnet.
tagesspiegel.de

USA: 480 Milliarden Leistungsbilanzdefizit: Das in diesen Tagen viel beklagte Leistungsbilanzdefizit der USA ist 2016 sogar noch einmal gestiegen. Im Vergleich zu 2015 legte es um 3,9 Prozent auf 481,2 Milliarden Dollar zu. Das sind 2,6 Prozent der Wirtschaftsleistung der größten Volkswirtschaft der Welt. Aber: Gegen Ende 2016 ist das Defizit überraschend geschrumpft. Es fiel im vierten Quartal um 3,1 Prozent auf 112,4 Milliarden Dollar. Eine Trendwende?
faz.net, spiegel.de

Anzeige
Elektro-Autos: Wie ist die Million zu schaffen? Der 7. Tagesspiegel eMobility Summit zur Zukunft der Mobilität u.a. mit StS. Barthle (BMVI), Boos (arago), Harries (Daimler), Hoffmeister-Kraut (MWAW), Levermann (PIK) und Wissmann (VDA) am 9./10. Mai in Berlin. Themen-Special zur Bundestagswahl 2017. Alle Sprecher, Themen, Registrierung:
www.emobility-summit.de

Adidas greift Nike in den USA an: Der Siegeszug der Marke Nike in den Sportgeschäften der USA scheint langsam zu Ende zu gehen. In dem am 28. Februar abgeschlossenen dritten Quartal des Geschäftsjahres ist der Umsatz im größten Sportmarkt der Welt lediglich um drei Prozent geklettert. Das liegt nicht zuletzt am Vormarsch des deutschen Rivalen Adidas. Im vergangenen Quartal ist der US-Umsatz der Marke um fast ein Drittel in die Höhe geschossen. Adidas investiert viel, um mehr Platz in den Regalen der amerikanischen Sporthändler zu erobern.
handelsblatt.com

BMW startet Elektrooffensive: BMW will bis zum Jahresende 100.000 Elektroautos produzieren. und auch sonst hat der Konzern ehrgeizige Pläne. Bei einer Pressekonferenz am Dienstag kündigte der Autobauer eine Modelloffensive an. Die Reichweite für Elektromobilität sei demnächst kein Kriterium mehr und auch dem Brexit sieht BMW gelassen entgegen. Den Mini könne man auch in den Niederlanden produzieren.
handelsblatt.com

EU-Politiker gegen chinesische Investoren: EU-Politiker wollen gesetzlich gegen das zunehmende Engagement chinesischer Investoren in Europa vorgehen. Neun Abgeordnete der EVP-Fraktion im Europaparlament, darunter deren Chef Manfred Weber (CSU) und der handelspolitische Sprecher Daniel Caspary (CDU), haben einen Vorschlag für ein EU-Gesetz präsentiert. Ausländische Investitionen sollen demnach verboten werden, wenn sie gegen EU-Marktregeln verstoßen, mithilfe staatlicher Subventionen zustande kommen oder europäische Firmen keine ähnlichen Investitionschancen im Heimatland des Investors erhalten.
spiegel.de

Ex-Chef der Skandalbank HRE erhebt Vorwürfe: Im Strafprozess wegen Bilanzfälschung weist der angeklagte frühere Chef der Skandalbank Hypo Real Estate (HRE), Georg Funke, alle Vorwürfe von sich. Seine Erklärung: Die HRE sei von außen zerstört worden. Zum Beispiel von der Deutschen Bank. Wäre man dort nicht mit falschen Informationen zum Finanzministerium und in die Öffentlichkeit gegangen, wäre das Vertrauen in die HRE nicht zerstört worden. Wäre das nicht passiert, hätte man die Liquiditätskrise überstanden.
spiegel.de

Geschwister Stefan Quandt und Susanne Klatten erhalten von BMW für das vergangene Jahr mehr als eine Milliarde Euro Dividende faz.net
Elf Mal seit Anfang 2016 hat die Bundesregierung Waffenlieferungen in die Türkei verweigert handelsblatt.com
Britische Industrie erwartet wegen billigem Pfund Auftragsboom spiegel.de

Anzeige
IT-Sicherheit vor der Wahl – verfolgen Sie das Gesetzgebungsverfahren zur nationalen Umsetzung der NIS-Richtlinie im Tagesspiegel Politikmonitoring zur Netzpolitik. Nächste Ausgabe am Montag, 20.3.2017. Jetzt kostenlos und unverbindlich testen:
monitoring.tagesspiegel.de oder 030 29021 11424

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Das Ende der Mittelstandsgesellschaft: Deutschland war mal eine Mittelstandsgesellschaft. Soziale Absicherung und Flächentarifverträge sorgten für sozialen Frieden und Aufstiegschancen, so die These von Gerhard Bosch und Thorsten Kalina von der Universität Essen. Doch die Mittelschicht schwindet. Ihr Anteil an der Bevölkerung schrumpfte seit der Wiedervereinigung von 56 auf 48 Prozent. Etwa zwei Millionen Deutsche sind seit der Wiedervereinigung sozial abgerutscht. Und die Politik? Sieht dabei zu, kritisiert Alexander Hagelücken in der “Zeit”. Dabei gebe es Rezepte: Mehr Bildung, Entlastung von Steuern und Sozialabgaben, höhere Löhne und mehr Unterstützung für Familien.
zeit.de

Digitalisierung: Wie weit ist der deutsche Mittelstand?: Weiter als man denkt, sagt Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries. Microsoft widerspricht: In der Breite gelte, dass zu wenig in digitale Produkte, zu wenig in digitale Prozesse, zu wenig in den Umgang mit dem Wissen über die Kunden und auch zu wenig in die Attraktivität als Arbeitgeber für die jüngere Generation investiert werde. Microsoft beruft sich auf eine Studie, die man unter 1.000 kleinen und mittleren Unternehmen durchgeführt habe. Nach einer Untersuchung der staatlichen Förderbank KFW hätten in den vergangenen drei Jahren vier von fünf Unternehmen in ihre digitale Infrastruktur investiert. Aber: die Hälfte davon investierte unter 10.000 Euro.
faz.net

– ANGEZÄHLT –

Etwa 247.000 Unterschriften sind von der Initiative “Tegel bleibt offen” für ein Volksbegehren zur Offenhaltung des Flughafens gesammelt worden. Dies teilte die Landesabstimmungsleiterin am Dienstagmittag mit. Jetzt wird gezählt. Mit einer Quote von mindestens 16,8 Prozent ungültiger Unterschriften wird gerechnet. 174.000 gültige Unterschriften müssen vorliegen.
tagesspiegel.de

– ZITATE –

“Ich persönlich denke: Er hat unvergessene Meilensteine gesetzt im Automobilbau und er hat an der Existenz des VW-Konzerns maßgeblichen Anteil.”

Hans Dieter Pötsch, Vorstandsvorsitzender der Porsche SE, will das Lebenswerks Ferdinand Piechs anlässlich seines 80. Geburtstags am 17. April noch ausreichend würdigen.
faz.net

“Der Kunde soll seine digitale Welt so gestalten können, wie er es möchte.”

Nicolaus Gollwitzer, Chef von Telefonica Next, will mit dem Start-up Nutzerdaten von der “Mutter” Telefonica Deutschland für Städte, Unternehmen und Konsumenten verwerten, zum Wohle des Kunden.
faz.net

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Erleichterung über Absage von türkischen Wahlkampfauftritte
SPD unterstützt Gesetzentwurf zur PKW-Mau
Vorwürfe um Spionage im Wahlkampf
Merkel fordert mehr Geduld mit EU-Konzepten

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Dolce al Cioccolato: Darauf haben wir alle gewartet: Dr. Oetker nimmt unter dem Label “Ristorante” eine Schokoladenpizza dauerhaft mit in die Produktpalette. Es sei eine Kuchenalternative, aber mehr Pizza als Kuchen, versichert die Pressestelle. Ab April liegen 300g schokoladiger Genuss in den Tiefkühlregalen. Und mal ganz ehrlich. Wer sich Nutella auf den warmen Tost schmieren kann, dem schmeckt sicher auch die Schokoladenpizza.
welt.de

morgenlage.tagesspiegel.de erscheint täglich als E-Mail-Newsletter gegen 6 Uhr. Für den Ausdruck hier ein PDF-Dokument herunterladen. Für ein kostenloses E-Mail-Abo einfach hier klicken oder eine E-Mail an abo-mw@tagesspiegel.de schicken.

Morgenlage Wirtschaft am Dienstag, 21. März 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Dienstag, 21. März 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Enthüllungen über russische Geldwäsche in der EU: Nach einem Bericht der “Süddeutschen Zeitung” sind mehr als 18,6 Milliarden Euro dubioser Herkunft zwischen 2010 und 2014 aus Russland in die EU geschoben worden. Über Briefkastenfirmen in Großbritannien und korrupten Richtern in Moldau wurde das Geld auf legale Konten im Westen transferiert. Damit seien Produkte im Einzelhandel oder online gekauft worden. Die Süddeutsche Zeitung berichtet von 662 Fällen und 70.000 Überweisungen.
n-tv.de, sueddeutsche.de

Experten prophezeien Maut keinen Erfolg: Bei einer Anhörung im Verkehrsausschuss des Bundestags haben mehrere Experten Zweifel an der Einnahmeerwartung von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt für die PKW-Maut geäußert. Der Verkehrswissenschaftler Ralf Ratzenberger hatte bereits eine Analyse für den Autofahrerclub ADAC erstellt. Sein Fazit: Im besten Fall handelt es sich bei Einnahmen und Ausgaben um ein Nullsummenspiel.
n-tv.de

Anzeige
Tagesspiegel Wirtschaftsclub lädt ein: „Wie wir Berlin bewegen.” mit Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Donnerstag, 23.03.2017, 19.00 Uhr, anschließend Get-together, Anmeldung: wirtschaftsclub@tagesspiegel.de Der Club richtet sich an UnternehmerInnen und Führungskräfte.

Kommt die EU-Bankenaufsicht nach Frankfurt?: Die EU erwägt im Rahmen des Brexit die bisherige Struktur der Finanzmarktaufsicht neu zu ordnen. Unter anderem wird die Frage diskutiert, ob die bisher in London ansässige EU-Bankenaufsichtsbehörde Eba nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU nur ihren Standort wechseln oder gleich in eine größere Finanzaufsichtsbehörde integriert werden soll. Eines von mehreren Szenarien: eine Fusion mit der in Frankfurt ansässigen Versicherungsaufsicht Eiopa. Im Gegenzug könnte die Börsenaufsichtsbehörde Esma in Paris mit neuen Kompetenzen im Verbraucherschutz ausgestattet werden.
faz.net

Cebit öffnet ihre Tore: 3.000 Aussteller präsentieren bis Freitag neue Technologien wie Roboter, künstliche Intelligenz oder Drohnen in konkreten Anwendungsbeispielen. Die Cebit ist kleiner als früher. Vor 20 Jahren tummelten sich noch 775.00 Besucher auf dem Messegelände. Heute sind es “nur” noch 200.000. Aber immer noch ist die Cebit die größte Computermesse der Welt, wobei der Begriff Computer eher weit gefasst wird. Ein Computer ist alles, was sich digital vernetzen lässt: Automobile, Smartphones und Zahnbürste … das Internet der Dinge ist erneut in aller Munde. 20 bis 50 Milliarden Geräte je nach Schätzung sollen bis 2020 vernetzt sein.
heute.de, faz.net

Top-Manager verlässt Uber: Die Turbulenzen beim Fahrdienst-Vermittler Uber vertreiben einen Hoffnungsträger aus der Chefetage: Die Nummer zwei hinter Chef Travis Kalanick verlässt das Unternehmen nach weniger als einem Jahr. Der Top-Manager Jeff Jones, der auf dem Posten eines Präsidenten unter anderem für das Marken-Image, die Beziehungen zu Fahrern und die Entwicklung von Mitfahrangeboten zuständig war, zeigte sich zum Abgang verärgert. “Es ist klar, dass die Überzeugungen und Ansätze, die meine Karriere bestimmt haben, nicht vereinbar sind mit dem, was ich bei Uber gesehen und erlebt habe”, erklärte Jones dem Tech-Blog “Recode”.
tagesspiegel.de

EU will nach Fleischskandal Kontrollen verschärfen: Nach Bekanntwerden eines Gammelfleischskandals in Brasilien hat die EU angekündigt, keine Ware mehr aus verdächtigen Schlachthäusern zu beziehen. Dafür werde die EU garantieren, sagte Enrico Brivio, Sprecher der Kommission für Gesundheitsfragen, am Montagnachmittag. Gleichzeitig appellierte Brivio an die Mitgliedsstaaten, erhöhte Vorsicht beim Import von Fleischprodukten aus Brasilien walten zu lassen und die Zollkontrollen zu verschärfen.
tagesspiegel.de, n-tv.de

Ende einer Dynastie: Letzter Rockefeller-Enkel ist tot n-tv.de
Lobbyist des Autoherstellers Opel soll CDU-Wahlkampf leiten faz.net
Drogerieketten werfen Lieferanten Preisabsprachen vor sueddeutsche.de

Anzeige
Experten-Kritik an Pkw-Maut-Gesetzentwurf – Weitere Hintergründe in der aktuellen Ausgabe des Tagesspiegel Politikmonitoring zur Verkehrspolitik. Jetzt testen! monitoring.tagesspiegel.de / 030 29021 11424

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Immer mehr Menschen müssen wegen psychischer Probleme in Reha: Immer mehr Menschen müssen wegen psychischer Probleme in Reha-Kliniken, um wieder fit für den beruflichen Alltag gemacht zu werden. Dies geht aus Zahlen der Deutschen Rentenversicherung hervor. 156.500 stationäre Rehabilitationsleistungen wurde wegen psychischer Erkrankungen bewilligt – mehr als jemals zuvor. Die häufigsten Diagnosen: Depressionen und Angsterkrankungen.
faz.net

Japan setzt auf Roboter: Bis 2020 soll das Bruttoinlandsprodukt um fast ein Fünftel auf 4,95 Billionen Euro steigen. Dabei sollen Roboter, künstliche Intelligenz und vernetzte, smarte Maschinen rund ein Drittel des Wachstums bringen, sagt Yuichiro Anzai, Präsident der Japanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft. Obwohl die USA und auch Deutschland seiner Ansicht nach noch vorne seien, könne Japan aufholen. Der Vorteil: “niedrige kulturelle Hürden”: Japaner sähen Roboter nicht als Bedrohung, sondern als unterhaltsame Freunde des Menschen.
handelsblatt.com

– ANGEZÄHLT –

31,7 Milliarden Euro schütten Deutschlands 30 Dax-Konzerne nach Berechnungen des Beratungsunternehmens EY für das vergangene Geschäftsjahr an Dividenden aus.
handelsblatt.com

– ZITATE –

“Es wäre gut, wenn Amazon in den Lebensmittelmarkt einsteigt. Manchmal braucht man auch Unternehmen, die von außen in einen Markt einsteigen. Denken Sie an die Musikindustrie, die vor 20 Jahren darüber geklagt hatte, dass sie kein Geld verdient. Dann kam Apple und hatte mit seinem Musikstreaming ein überzeugendes Geschäftsmodell.”

Der Chef des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, will den deutschen Lebensmittelmarkt für Newcomer öffnen.
tagesspiegel.de

“Man kann für Aufregung sorgen, man kann wundervolle Werbung machen, man kann alle möglichen Arten von Presse bekommen. Aber wenn man nicht liefert, werden die Leute es irgendwann merken.”

Der jetzige US-Präsident Donald Trump in seinem Buch “The Art of the Deal” aus dem Jahr 1987.
n-tv.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Nazi-Vergleiche aus Sorge um europäische Staaten
Koalitionsausschuss ohne SPD-Kanzlerkandidat Schulz
Weißes Haus nimmt Abhörvorwürfe nicht zurück
Syrische Regierung bombardiert Osten von Damaskus

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Ungarn will Heineken-Logo verbieten: Die Ungarn trinken gerne Bier.  Vor allem zwei große Konzerne profitieren: SAB Miller und die Heineken-Brauerei mit ihrer Tochter Heineken Hungaria. Mit Heineken streitet die Regierung von Viktor Orbán schon seit Monaten. Aus Budapest heißt es, man plane die Verabschiedung eines Gesetzes, das die Verwendung nationalsozialistischer und kommunistischer Symbole unter Strafe stellt – und der rote Stern, das Emblem von Heineken, müsse vor diesem Hintergrund womöglich verboten werden. Der wahre Hintergrund ist allerdings Vergeltung: Eine kleine Brauerei in Rumänien, die einem ungarnstämmigen Unternehmer gehört, hat einen Namensstreit mit dem Konzern um ein Bier verloren, das bei der ungarischen Minderheit in Rumänien sehr beliebt ist.
sueddeutsche.de

morgenlage.tagesspiegel.de erscheint täglich als E-Mail-Newsletter gegen 6 Uhr. Für den Ausdruck hier ein PDF-Dokument herunterladen. Für ein kostenloses E-Mail-Abo einfach hier klicken oder eine E-Mail an abo-mw@tagesspiegel.de schicken.