tägliches Archiv: 01/12/2017

Morgenlage Wirtschaft am Freitag, 1. Dezember 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Freitag, 1. Dezember 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Zu viel Stahl – G20 streitet über Abbau von Subventionen: Am Donnerstag haben sich die zuständigen Minister der G20-Staaten in Berlin zu einem Stahl-Gipfel getroffen, den die deutsche G20-Präsidentschaft einberufen hat. Zwar waren sich alle Teilnehmer einig, dass Überkapazitäten und marktverzerrende Subventionen abgebaut werden müssten. Konkret werden wollte man hingegen nicht. Nach Aussagen von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries sei man zwar in einem gemeinsamen Papier einen ordentlichen Schritt vorangekommen, das Ziel erreicht habe man hingegen noch nicht.
faz.net, spiegel.de

Lufthansa will Air-Berlin-Deal retten: Die Lufthansa will Insidern zufolge mit Zugeständnissen den Air-Berlin-Deal retten. Der Konzern werde noch im Laufe des Abends bei der EU-Kommission Vorschläge einreichen, um kartellrechtliche Zweifel auszuräumen, erfuhr Reuters am Donnerstag von einer mit der Situation vertrauten Person. Dabei gehe es etwa um den Verzicht auf Start- und Landerechte – sogenannte “Slots” – der Air-Berlin-Töchter Niki und LGW. Die Lufthansa hatte noch bis Donnerstagabend 23.59 Uhr Zeit den Bedenken der EU-Kommission durch eine Änderung der Übernahmeabsicht Rechnung zu tragen.
tagesspiegel.de, faz.net

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Volkswagen hält Diesel-Krise für überwunden: Ungeachtet enormer Investitionen in Elektromobilität und Zukunftsfelder hob VW am Donnerstag die Prognose für die operative Rendite an: Bis 2020 kann man sich nun bis zu fünf Prozent –
bisher vier Prozent – Rendite vorstellen. Im vergangenen Jahr war die Kernmarke VW als Schlusslicht im Zwölf-Marken-Konzern nur auf 1,9 Prozent gekommen, Umsatz und Gewinn im wichtigsten Teil des Autokonzerns mit 200.000 Mitarbeitern waren gesunken, die Diesel-Krise traf den Hersteller hart. 2017 stellt VW nun eine fast verdoppelte Rendite von mehr als 3,5 Prozent in Aussicht.
tagesspiegel.de

Totalverlust bei Kryptowährungen möglich: Die Finanzaufsicht Bafin hat bei Investitionen in Digitalwährungen zu Vorsicht gemahnt. So beobachte man den rasanten Kursanstieg des Bitcoin mit Skepsis. Nach Ansicht von Elisabeth Roegele, Chefin der Wertpapieraufsicht, würden in Zeiten niedriger Zinsen die Anleger eher zu Risiken neigen. Doch nicht jede Kryptowährung könne sich am Markt durchsetzen, im Falle des Scheiterns drohe Anlegern der Totalverlust.
spiegel.de

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Trotz Winterkälte weniger Arbeitslose: In ganz Deutschland ist die Zahl der Arbeitslosen auf rund 2,4 Millionen gesunken, obwohl Stellen in Außenberufen während der kalten Winterzeit tendenziell abgebaut werden. Auch das ist der niedrigste November-Wert seit 1991. Im Vergleich zum Vormonat waren 20.000 weniger Männer und Frauen ohne einen Job. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl um 164.000 zurück, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,3 Prozent. Erste Lichtblicke gibt es nach Einschätzung von BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker auch bei der Flüchtlingsintegration: Zwar galten im November immer noch 420.000 Flüchtlinge als arbeitssuchend; zugleich fänden aber auch immer mehr eine Stelle.
tagesspiegel.de

Teilerfolg für peruanischen Bauern: Das Oberlandesgericht Hamm hat am Donnerstag in einem Zivilrechtsstreit zwischen einem peruanischen Bauern und dem Energiekonzern RWE die Beweisaufnahme angeordnet. Damit wird erstmals ein deutsches Gericht über eine Klage auf Schadensersatz wegen CO2-Emissionen verhandeln. Der Hintergrund: Das Gelände des Bauern ist durch das Wasser eines tauenden Gletschers in Huaraz in den Anden bedroht. Dafür, so der Vorwurf, sei RWE mitverantwortlich. Der Konzern stößt 0,47 Prozent der Treibhausgase auf der Welt aus.
faz.net, spiegel.de, sueddeutsche.de

Fußballverein Bayer Leverkusen muss wegen falschem Sponsor Adventskalender zurückziehen spiegel.de
Paradise Papers: Staatsanwaltschaft interessiert sich für systematischen Verstoß deutscher Banken gegen Glücksspielgesetze sueddeutsche.de
Opec verlängert Förderbremse bis 2018 handelsblatt.com

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Berlins vielfältige Kreativlandschaft: 20 Aussteller haben sich am Mittwoch auf der Zehn- Jahres-Feier der Online-Plattform Creative City Berlin präsentiert. Creative City Berlin ist ein Projekt der Kulturprojekte Berlin GmbH mit dem Ziel, Kreativschaffende zu vernetzen. Seit nun zehn Jahren können sich Künstler, Designer und andere Akteure der Kreativszene austauschen und informieren. Die Website sieht sich selbst als Think Tank und digitale Schnittstelle für Kunst, Kultur, Musik und Kreativwirtschaft. Rund 30.000 Unternehmen in der Kreativszene erwirtschaften Jahr für Jahr über 20 Milliarden Euro in Berlin. Unter den Ausstellern: Ein Banjo-Bauer, der mit Abfällen wie Keksdosen arbeitet; ein Unternehmen, das Kino-Besuche für Blinde und Hörgeschädigte ermöglicht und eine Modedesignerin, die ihre Kollektionen aus vollständig wiederverwertbarem Material entwickelt.
tagesspiegel.de

Staat will Steuertrickser stoppen: Die Länderfinanzminister haben am Donnerstag eine Gesetzesinitiative beschlossen, die den Steuerspartricks ausländischer Händler bei Amazon und Co das Handwerk legen soll. Plattformen wie Amazon und Ebay sollen stärker in die Pflicht genommen werden, dass die Händler auf ihren Plattformen sich auch an deutsches Steuerrecht halten. Besonders Waren aus dem asiatischen Raum werden oft in Deutschland verkauft, ohne dass die Händler dafür Umsatzsteuern abführen.
spiegel.de

– ANGEZÄHLT –

Bis zu 30 Prozent mehr Beitrag müssen teilweise Neukunden bei Privatversicherungen zahlen.
spiegel.de

– ZITATE –

“Bei dieser Debatte wird häufig vergessen, dass die Deutschen beispielsweise ihre Miete, ihre Steuer, die Rechnung der Stadtwerke, ihr Gehalt oder ihre Rente per Überweisung – also bargeldlos – abwickeln. Aber vor allem im Handel möchten viele Deutsche weiter bar bezahlen, ich auch. Diese Freiheit dürfen wir nicht verlieren.”

Bundesbankvorstand Carl-Ludwig Thiele findet: Digitalwährungen können bestimmte Bedürfnisse der Deutschen nicht befriedigen.
sueddeutsche.de

“Es ist selten der Fall gewesen, dass Aktien sowie Anleihen und andere Zinspapiere zur gleichen Zeit ähnlich teuer waren, außer in den tosenden 20er Jahren und in den goldenen 50ern. Alle guten Dinge müssen zu einem Ende kommen.”

Die Strategen von Goldman Sachs warnen in einer aktuellen Analyse vor Risiken auf den Anlagemärkten.
handelsblatt.com

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Gabriel sieht SPD nicht unter Zeitdruck
Schmidt und Hendricks gehen im Glyphosat-Streit aufeinander zu
Außenminister Gabriel wirbt für UN-Mission in der Ostukraine
Weißes Haus dementiert Bericht über Absetzung von Tillerson

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Wie der Döner die Republik erschüttert:  Die EU, so machte es am Donnerstag die Runde, will unseren Döner verbieten.  Im Zentrum der Aufmerksamkeit ist eine erhöhte Phosphat-Konzentration und das ist schädlich für Herz, Nieren und Kreislauf. Was war passiert? Eigentlich wollte der Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit nur eine Gesetzeslücke hinsichtlich des tiefgefrorenen Dönerspießes schließen. Doch weil es neue wissenschaftliche Erkenntnisse hinsichtlich der Schädlichkeit der Phosphate gibt, wurde die Entscheidung auf Antrag der der Grünen und Sozialdemokraten vertagt. “Dönerspieße können wie bisher produziert und verkauft werden. Niemand muss auf seinen Döner oder Gyros verzichten”, erklärt Susanne Melior, SPD-Europaabgeordnete aus dem zuständigen Ausschuss.
spiegel.de, faz.net

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Morgenlage Politik am Freitag, 1. Dezember 2017

Für Politik-Entscheider am Freitag, 1. Dezember 2017

– TITELSEITEN –

Bild: Schlamm-Schlacht um Sylvie (“Let’s Dance”)
FAZ: Deutschland schränkt Beziehungen zu Nordkorea ein
Handelsblatt: Kann Deutschland Digitalisierung?
SZ: SPD-Ministerpräsident warnt vor Instabilität
Tagesspiegel: In 30 Jahren doppelt so viele Muslime in Deutschland?
taz: Merkels neue Koalition (EU-Afrika-Gipfel)
Welt: Scharfe Kritik am neuen Flüchtlingsdeal der Kanzlerin


– CASDORFFS AGENDA –

tagesspiegel-casdorffWenn sich da nicht mal einer warmläuft. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz ist gegenwärtig auf ziemlich vielen Kanälen zu sehen und zu hören. Und er selbst hört keinen Widerspruch zu dem, was er sagt, Stoppzeichen sind auch nicht zu sehen. Vielleicht hängt das mit seiner Analyse zusammen: Scholz greift Kanzlerin Angela Merkel passend zu den Sondierungsgesprächen zwischen Union und SPD aufs Neue an, attestiert Merkel wieder einen eklatante Mangel an “Leadership”, also Führungsschwäche, und sieht ihr politisches Ende gekommen. Der SPD-Frontmann ist sich nicht sicher, dass eine große Koalition im Bund kommt, ist sich aber sehr sicher, dass eine Minderheitsregierung nichts für Deutschland wäre. Das wiederum würde Neuwahlen bedeuten. Was heißt: Der kluge Mann baut vor. In einer GroKo kann Scholz Finanzminister werden, wie weiland Helmut Schmidt, der spätere Kanzler; und bei Neuwahlen kann er Kanzlerkandidat werden. Am SPD-Thron will der Hamburger vorerst nicht rütteln. Martin Schulz soll auch der nächste SPD-Vorsitzende werden. Bis Olaf Scholz sich warmgelaufen hat? Sagen wir so: Helmut Schmidt war auch nur SPD-Vize.

Einen guten Morgen wünscht
Ihr Stephan-Andreas Casdorff, Tagesspiegel-Chefredakteur


– NEWS –

Gabriel sieht SPD nicht unter Zeitdruck: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Donnerstagabend mit den Spitzen von Union und SPD die Chancen einer Regierungsbildung ausgelotet. Über den Inhalt der Beratungen hatten alle Seiten Stillschweigen vereinbart. Die Vorsitzenden wollten erst ihre Parteigremien informieren. Steinmeier hatte zuvor auch die AfD-Fraktionschefs Alexander Gauland und Alice Weidel empfangen. Außenminister Sigmar Gabriel sieht seine Partei bei den Gesprächen über eine Regierungsbildung nicht unter Zeitdruck. Niemand dürfe erwarten, dass das Ganze schnell gehe. Der frühere SPD-Chef forderte von der Union, zu zeigen, was sie denn wolle. Dann werde man sehen, welche Möglichkeiten es gebe.
tagesspiegel.de, faz.net, zeit.de

Schmidt und Hendricks gehen im Glyphosat-Streit aufeinander zu: Umweltministerin Barbara Hendricks und Landwirtschaftsminister Christian Schmidt haben bei einem Treffen ihren Streit über den Unkrautvernichter erörtert. Der Dissens sei damit zwar nicht aus der Welt, sagte Hendricks, aber man sei sich einig, dass man kollegial miteinander umgehen wolle. Hendricks hatte Schmidt ins Umweltministerium eingeladen, nachdem er Morddrohungen erhalten hatte. Die Drohungen gegen Schmidt seien unerträglich, erklärte Hendricks.
zeit.de, faz.net

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Engagement gegen AIDS bleibt unverzichtbar. Jedes Jahr stecken sich immer noch Tausende in Deutschland neu mit HIV an. Trotz aller medizinischen Fortschritte ist AIDS nach wie vor eine unheilbare Krankheit. Die Private Krankenversicherung setzt sich daher weiterhin engagiert für die AIDS-Prävention ein.
pkv.de

Kein Durchbruch auf G20-Stahlgipfel: Am Donnerstag haben sich die zuständigen Minister der G20-Staaten in Berlin zu einem Stahl-Gipfel getroffen, den die deutsche G20-Präsidentschaft einberufen hat. Zwar waren sich alle Teilnehmer einig, dass Überkapazitäten und marktverzerrende Subventionen abgebaut werden müssten. Konkret werden wollte man hingegen nicht. Nach Aussagen von Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries sei man zwar in einem gemeinsamen Papier einen ordentlichen Schritt vorangekommen, das Ziel erreicht habe man hingegen noch nicht. Argentinien hat von Deutschland die G20-Präsidentschaft der wichtigsten Wirtschaftsmächte der Welt übernommen.
faz.net, n-tv.de (Argentinien)

Außenminister Gabriel wirbt für UN-Mission in der Ostukraine: Zur Lösung des Ukraine-Konflikts hat Sigmar Gabriel für die Entsendung von UNO-Soldaten in das Konfliktgebiet der Ostukraine geworben. Die Blauhelme sollten dafür sorgen, dass die Waffenruhe eingehalten und die schweren Waffen abgezogen würden, sagte Gabriel nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen Rex Tillerson in Washington. Dafür bedürfe es eines robusten Mandates durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.
zeit.de

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Deutschland zieht Diplomaten aus Pjöngjang ab: Nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas schränkt Deutschland seine diplomatischen Beziehungen zu dem Land ein. Außenminister Sigmar Gabriel kündigte am Donnerstag den Abzug eines deutschen Diplomaten aus der nordkoreanischen Hauptstadt an. Gleichzeitig sei Nordkorea aufgefordert worden, einen Botschaftsmitarbeiter aus Berlin zurückzubeordern. China hat Forderungen der USA nach einem Stopp der Rohöllieferungen an Nordkorea indirekt zurückgewiesen. Russland wies US-Forderungen zurück, alle wirtschaftlichen und diplomatischen Beziehungen zu Nordkorea abzubrechen.
handelsblatt.com, faz.net, spiegel.de

Weißes Haus dementiert Bericht über Absetzung von Tillerson: Nach Informationen der “New York Times” will US-Präsident Donald Trump den Außenminister Rex Tillerson entlassen und durch CIA-Chef Mike Pompeo ersetzen. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, reagierte auf die Berichte mit einem Dementi. Auch die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, wies die Berichte zurück. Der Republikaner John McCain hat Trump seine Unterstützung für die umstrittene Steuerreform zugesagt. Trumps Schwiegersohn und Berater Jared Kushner soll vor Kurzem von Ermittlern zu der Russland-Affäre befragt worden sein. Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew sieht das Verhältnis zu den USA an einem Tiefpunkt angelangt. Trump steht nach Medienberichten unmittelbar vor einer Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels.
tagesspiegel.de, stern.de, faz.net (Steuerreform), spiegel.de (Russland-Affäre), zeit.de (Medwedew)

Europäer wollen Migranten aus Libyen ausfliegen: Zum Abschluss des zweitägigen EU-Afrika-Gipfels in der Elfenbeinküste haben die Staats- und Regierungschefs einen Beschluss zu den in Libyen festsitzenden Flüchtlingen gefasst. Demnach sollen die Menschen mit Hilfe der UNO in ihre Heimatländer zurückkehren. Frankreich plant nach Angaben von Präsident Emmanuel Macron derzeit keinen Einsatz von Soldaten oder Polizisten gegen Schleuserbanden in Libyen. EU-Ratspräsident Donald Tusk sprach von einem erfolgreichen Gipfel, die Hilfsorganisation “One” sprach dagegen von einer bitteren Enttäuschung für Afrikas Jugend.
tagesspiegel.de, faz.net, spiegel.de

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Deutschland hat im internationalen Vergleich eine hervorragende Gesundheitsversorgung, die extrem niedrigschwellig ist. „Das finden Sie in praktisch keinem anderen Gesundheitssystem der Welt, selbst wenn es zum Teil sehr viel teurer ist als bei uns”, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Andreas Gassen, im Interview.
Zum Interview

– IN KÜRZE –

Merkel verspricht Erdogan schnelles EU-Geld n-tv.de
Manfred Weber will laut Medien CSU-Chef werden zeit.de
Anzahl der Muslime in Europa wird laut Studie deutlich zunehmen sueddeutsche.de
Fortschritte bei Brexit-Gesprächen über Irland-Grenze handelsblatt.com
Vier Finanzminister im Rennen um Führung der Eurogruppe welt.de
Jakobsdottir führt Links-rechts-Regierung in Island zeit.de
UN mahnen zu Evakuierung aus Damaskus-Vorort n-tv.de
Jemen droht weiterhin eine Hungerkatastrophe handelsblatt.com

– STANDPUNKT –

Bundestagspräsident Schäuble verteidigt Twitter-Appell: Wolfgang Schäuble hat seine Ermahnung an die Abgeordneten, im Plenarsaal nicht zu twittern, gegen Kritik und Häme verteidigt. Schäuble sagte, es sei die Aufgabe des Bundestagspräsidenten dafür zu sorgen, dass das Ansehen des Parlaments hoch sei. Diejenigen, die vorlaut twitterten, mögen überlegen, wie das auf einen Staatsbürger wirke, der den Bundestag beobachte. Außerdem habe er nicht verstanden, was es zur öffentlichen Debatte beitragen solle, dass ein Großteil der Abgeordneten Selfies während der Bundestagsitzung mache. Gleichzeitig betonte Schäuble, dass er lediglich an einen Beschluss erinnert, keine neue Regeln erlassen habe.
tagesspiegel.de

Innenminister de Maiziere mahnt aus Sicherheitsgründen zur Eile: Thomas de Maiziere hat auch mit Blick auf die innere Sicherheit zur Eile bei der Regierungsbildung gemahnt. Eine stabile Regierung sei gut für die Sicherheit der Bürger, sagte de Maiziere am Donnerstag bei einem Besuch im Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum in Berlin. Für mehr Stellen bei der Polizei sei eine neue Regierung nötig, für Gesetzesänderungen sei eine stabile Koalition wichtig. Der Ressortchef betonte, rund ein Jahr nach dem Weihnachtsmarkt-Anschlag von Berlin sei die Bedrohung durch den islamistischen Terror unverändert groß.
handelsblatt.com

SPD-Ministerpräsident Weil warnt vor Instabilität in Deutschland: Der niedersächsische Regierungschef Stephan Weil hat an seine Partei appelliert, eine Regierung zu bilden. Er habe die Bundespolitik immer als sehr stabil wahrgenommen. Es sei erschreckend, wie instabil das politische Gefüge auf Bundesebene in relativ kurzer Zeit geworden sei. In welcher Form die SPD Verantwortung übernehmen werde, darüber werde man reden müssen. Weil geht allerdings davon aus, dass Koalitionsverhandlungen auch im allerbesten Fall nicht vor Februar fertig sein könnten.
sueddeutsche.de

– TALKSHOW –

Maybrit Illner: Kurs auf Schwarz-Rot – Merkels letzte Hoffnung?
Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz kritisierte, es fehle im Augenblick an Führung in Deutschland. Das Land brauche eine Regierung, die in der Lage sei, die wichtigen Themen zu diskutieren. Ein kühler Kopf sei jetzt für alle Beteiligten die richtige Maßgabe. Scholz vermisst in der deutschen Politik eine ernsthafte Debatte über die Folgen der Digitalisierung. Zudem betonte er, um eine Entlastung kleinerer und mittlerer Einkommen zu Lasten höherer Einkommen werde man nicht drum herumkommen. Nach Ansicht von Kanzleramtschef Peter Altmaier interessiere die Menschen gar nicht so sehr, wer die SPD in eine Große Koalition hineinführe, sondern mit welchen Inhalten und mit welchen Themen. Die Bürger wollten Klarheit haben, ob die drei Parteien ernsthaft eine Regierung bilden möchten.
zdf.de

– CAUSA-DEBATTE –

Stabilität oder Stillstand? Was Alt und Jung von der Politik fordern schreibt Marc Saxer, Leiter des Referat Asien und Pazifik der Friedrich-Ebert-Stiftung. Auch in Deutschland wird die Politik derzeit von einem Generationenkonflikt beeinflusst. Die Älteren wollen eine stabile Regierung und die Verteidigung des Status Quo. Die Jungen wollen diesem “Weiter So!” ein Ende setzen und den Sprung aus der Defensive wagen.
causa.tagesspiegel.de

– HINTERGRUND –

Mehrheit für GroKo-Gespräche der SPD: Eine Mehrheit der Bundesbürger (61 Prozent) ist einer Allensbach-Umfrage zufolge dafür, dass die SPD in Gespräche mit der Union über eine Neuauflage der großen Koalition eintritt. Diese Ansicht vertreten auch 58 Prozent der Anhänger der Sozialdemokraten. Für baldige Neuwahlen treten vor allem Anhänger von Linkspartei und AfD ein. Die Liberalen wollten mit dem Abbruch der Jamaika-Sondierungen Haltung zeigen – ihren Umfragewerten hilft das nicht. Die Befragung ergab für die FDP einen Wert von 10 Prozent. Die Werte für die anderen Parteien veränderten sich nur wenig.
faz.net

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– KALENDER –

09:00 Landwirtschaftsminister Christian Schmidt beim politischen Gespräch mit seinem französischen Amtskollegen Stephane Travert und EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis, Paris, Frankreich
09:15 Staatssekretärin Caren Marks beim “Kinderrechte-Filmfestival Berlin 2017” des Landesverbandes Kinder- und Jugendfilm Berlin, Filmtheater am Friedrichshain, Berlin
10:00 Staatssekretär Gunther Adler eröffnet die deutsch-ukrainischen Stadtentwicklungskonferenz des Umweltministeriums und des ukrainischen Ministeriums für regionale Entwicklung, Lviv, Ukraine
10:30 Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries bekommt die Wilhelm Leuschner-Medaille verliehen, Kurhaus-Kolonnaden, Wiesbaden
11:00 Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übergibt die Entlassungsurkunde an den Richter des Bundesverfassungsgerichts, Wilhelm Schluckebier, und verleiht ihm das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, anschließend Ernennung und Vereidigung von Josef Christ zum Richter des Bundesverfassungsgerichts, Schloss Bellevue, Berlin
13:00 Staatssekretär Jens Spahn auf dem Panel “Denk ich an Deutschland” bei der Konferenz “Die Stunde Europas – was Deutschland jetzt anpacken muss”, Atrium der Hauptstadtpräsenz der Deutschen Bank, Berlin
14:00 Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier entzündet die Lichter am Weihnachtsbaum im Ehrenhof von Schloss Bellevue, begleitet von Adventsliedern von Schülerinnen und Schülern der Mühlenau-Grundschule aus Berlin-Dahlem, Schloss Bellevue, Berlin
17:15 Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries bei der Preisverleihung Kultur- und Kreativpiloten Deutschland, Berlin
18:50 Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries bei der Preisverleihung “Digital Female Leader Award”, Berlin

– ZITATE –

“Die teilweise völlig entgleiste Art der Diskussion ist für mich erschreckend.”

Umweltministerin Barbara Hendricks kritisiert Morddrohungen gegen Agrarminister Christian Schmidt.
zeit.de

“Was Herr Schmidt, der Landwirtschaftsminister, gemacht hat, war eine Verletzung des Grundgesetzes.”

SPD-Politiker Carsten Schneider hält die Bemühungen um eine Regierungszusammenarbeit durch den Glyphosat-Alleingang von Agrarminister Christian Schmidt für belastet.
tagesspiegel.de

“Jetzt geht es um Schadensbegrenzung: Angela Merkel muss Minister Schmidt entlassen und einen nationalen Glyphosat-Ausstieg einleiten.”

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreite ruft Kanzlerin Angela Merkel auf, aus dem Glyphosat-Vorfall Konsequenzen zu ziehen.
sueddeutsche.de

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morgenlage.tagesspiegel.de/wirtschaft

– DAS LETZTE –

Trump sendet Wut-Tweet an falsche Theresa May: US-Präsident Donald Trump hat verärgert auf die britische Kritik an seinen Retweets von Beiträgen einer anti-islamischen Gruppierung reagiert. Theresa May solle sich lieber auf ihr eigenes Land konzentrieren, twitterte Trump vermeintlich in Richtung der britischen Premierministerin. Dabei unterlief ihm jedoch ein kleiner Fehler: Der Benutzername von Mays verifiziertem Konto lautet @theresa_may. Trump adressierte seine Mahnung an @theresamay – ein Konto, das einer anderen Nutzerin gehört.
welt.de

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