tägliches Archiv: 14/11/2017

Morgenlage Wirtschaft am Dienstag, 14. November 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Dienstag, 14. November 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Lufthansa kündigt 1.000 neue Flüge pro Monat an: Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat 1.000 weitere innerdeutsche Flüge pro Monat angekündigt. Damit soll der Kapazitätsengpass behoben werden, der durch den Wegfall der Flüge der insolventen Air Berlin entstanden war und zu hohen Ticketpreisen auf gefragten Strecken geführt hatte. Lufthansa will mit den Teilgesellschaften LG Walter und Niki für 210 Millionen Euro einen beträchtlichen Teil des Air-Berlin-Flugbetriebs mit 81 Jets und den dazugehörigen Verkehrsrechten übernehmen. Die EU-Wettbewerbshüter müssen dafür grünes Licht geben. Die Kommission hat nach der Anmeldung des Deals vor knapp zwei Wochen 25 Arbeitstage Zeit, das Geschäft abzuklopfen. Haben die Wettbewerbshüter Bedenken, können sie vertieft prüfen. Dann wären es noch einmal 90 Arbeitstage. Bis zum Abschluss liegt das Geschäft auf Eis.
tagesspiegel.de

Amazon und Ebay sollen für Umsatzsteuerbetrug ihrer Händler haften: Handelsplattformen wie Amazon oder Ebay müssen in Zukunft in Deutschland für Umsatzsteuerbetrug einstehen, der auf ihrer Plattform durch Drittanbieter passiert. Die Landesfinanzminister tagen derzeit in Berlin und wollen heute entsprechende Vorschläge präsentieren. Durch Betrug von Online-Händlern aus Asien und China sollen dem deutschen Fiskus jedes Jahr Milliardenbeträge entgehen.
faz.net

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Die Bundespressekonferenz ist gelebte Pressefreiheit in Deutschland. Wir feiern sie jedes Jahr beim Bundespresseball. Wir fragen, was uns wichtig ist, und nicht, was Politiker gefragt werden wollen. Mit dem Preis der Bundespressekonferenz erinnern wir in diesem Jahr auch an die Kollegen weltweit, die verleumdet und verfolgt werden. Der Bundespresseball dankt seinen Partnern.

Renten sollen um über drei Prozent steigen: Die Renten in Deutschland sollen 2018 um mehr als drei Prozent steigen. Dies geht aus einem Entwurf des Rentenversicherungsberichts der Bundesregierung hervor. Eine neue Bundesregierung müsste dem Entwurf allerdings noch zustimmen. Und mehr noch: Bis 2031 sollen die Renten jährlich um 2,2 Prozent steigen. Insgesamt also um 36 Prozent.
faz.net, spiegel.de, handelsblatt.com

Lampenhersteller Ledvance muss Werke schließen: Der Lampenhersteller Ledvance streicht bis Ende 2018 jede zweite Stelle in Deutschland. Insgesamt sind 1.300 Arbeitsplätze betroffen. Bis März gehörten die betroffenen Werke noch zu Osram. Dann wurde die Osram-Abspaltung an ein chinesisches Konsortium verkauft. Geschlossen werden die Standorte in Berlin und in Augsburg. Die Werke in Eichstätt und Wipperfürth werden ein Gros der Belegschaft verlieren.
faz.net

Schlecker-Familie will Gefängnis entgehen: Die Familie Schlecker will durch Rückzahlungen in die Insolvenzmasse der Drogeriekette einer Freiheitsstrafe entgehen. In der vergangenen Woche ist die Zahlung von vier Millionen Euro an den Insolvenzverwalter angekündigt, bzw. geleistet worden. Damit soll möglicherweise das Gericht milde gestimmt werden. Die Wirtschaftskammer des Stuttgarter Landgerichts will demnächst ihr Urteil fällen. Firmen-Patriarch Anton Schlecker und seine Kinder Lars und Meike könnte sogar eine Freiheitsstrafe drohen.
sueddeutsche.de, handelsblatt.com

ADAC in der Defensive: Zum einen wird eine Nachzahlung der Versicherungssteuer in Höhe von 90 Millionen Euro fällig. Was erst der Anfang sein könnte, denn in den kommenden Jahren sind weitere millionenschwere Steuerforderungen wahrscheinlich. Gleichzeitig will der Automobilclub bis 2020 etwa 170 Millionen Euro einsparen. Dazu sollen 400 Stellen in der Münchner Zentrale gestrichen werden. Schwierige Verhandlungen mit den Sozialpartnern stehen demnach bevor.
sueddeutsche.de

Brexit: Deutsche Wirtschaftsvertreter suchen in London das Gespräch mit Theresa May spiegel.de
USA: ehemaliger Pharmamanager Alex Azar soll neuer Gesundheitsminister werden handelsblatt.com
Umweltminister wollen Schiffe in Häfen zur Abschaltung des Motors zwingen welt.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Bei Krankheit besser zuhause bleiben: Laut einem Bericht der Bundesregierung fehlen Beschäftigte zuletzt an durchschnittlich 15,2 Tagen im Jahr, weil sie krank waren. Wobei es noch viel mehr sein müssten: Fast die Hälfte der Deutschen geht nämlich mit Beschwerden zur Arbeit, statt im Bett zu bleiben. Die Unternehmensberatung Booz & Company hat vor einiger Zeit ausgerechnet: Zwei Drittel der Krankheitskosten in den Unternehmen entstehen durch das Dasein kranker Mitarbeiter. Während Konzerne wie Daimler sogar Prämien für niedrige Fehlzeiten auszahlen, ist Unternehmerin Andrea Pfundmeier eine progressive Ausnahme: “Wer krank ist, steckt nicht nur andere an, sondern ist unkonzentrierter, macht mehr Fehler bei der Arbeit.”
tagesspiegel.de

Mit Smart Home gegen Einbrecher: Zwischen Oktober und März ist Einbruchssaison, dann steigt die Anzahl der Einbrüche statistisch gesehen um 40 Prozent an. Das liegt daran, dass Einbrecher vor allem die dunkle Jahreszeit für ihre Aktivitäten nutzen. “Einbrecher scheuen den Kontakt zu Bewohnern”, erklärt Caroline Hackemack, vom gemeinnützigen Verein “Zuhause sicher”. Smart-Home-Systeme könnten dabei helfen, Einbrecher abzuschrecken. Aktivierte Lampen könnten vortäuschen, dass jemand zuhaue ist. Auch Jalousien und Überwachungskameras lassen sich smart steuern, Sensoren können unbefugten Zutritt melden.
sueddeutsche.de

– ANGEZÄHLT –

230 Berufsgruppen sind laut einer Daten-Auswertung der ARD auch bei langer Lebensarbeitszeit von Altersarmut betroffen. Momentan sind nur drei Prozent der Rentner auf Zusatzleistungen angewiesen. 2036 könnten bereits 20 Prozent der Rentner betroffen sein.
tagesschau.de

– ZITATE –

“Fragen Sie Bono, weshalb er sich so entschieden hat. Im Übrigen vor zehn Jahren, wir reden ja nicht über etwas, das sich gerade zugetragen hat. Tatsache ist, dass Länder bei Steuern konkurrieren – Apple ist nach Irland gegangen, nicht nach Malta. Tatsache ist auch, dass wir da wettbewerbsfähig sind. Wir verhehlen das nicht.”

Maltas Regierungschef Joseph Muscat sieht den Inselstaat Malta zu Unrecht am Steuerpranger. Zum Beispiel nutzt der Rockstar Bono Malta als Steueroase.
spiegel.de

“Wer krank ist, sollte grundsätzlich zu Hause bleiben und sich auskurieren. Oft quält einen ja das schlechte Gewissen, dass man die Kollegen mit der Arbeit allein lässt, sie zusätzliche Aufgaben übernehmen müssen, aber es ist auch eine Belastung für andere, wenn ich permanent laut huste oder an einem Tag eine Kleenex-Box wegschniefe.”

Linda Kaiser empfiehlt als zertifizierte Trainerin der Knigge Akademie und stellvertretende Vorsitzende der Deutschen-Knigge-Gesellschaft: Erkältungen auszukurieren ist höflich.
tagesspiegel.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Weiter Differenzen bei Sondierungen
Frankreich gedenkt Opfern der Terroranschläge von Paris
Europäische Verteidigungsunion gestartet
EU-Parlamentspräsident Tajani will EU-Steuern erheben

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Das zerbrechlichste iPhone aller Zeiten: Stiftung Warentest warnt: Das iPhone X ist das zerbrechlichste iPhone aller Zeiten. Den Falltest habe die Glashülle nicht bestanden. Bei einem von drei getesteten Exemplaren war die gläserne Rückwand zertrümmert. Bei den anderen Modellen war das Display kaputt. Doch natürlich ist nicht alles schlecht am neuen iPhone: es habe die beste Kamera aller Smartphones und sei absolut wasserdicht. Suboptimal ist auch der Akku. Er hielt nur 16 Stunden durch. Der Testsieger von Lenovo kommt immerhin auf 35 Stunden.
welt.de

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Morgenlage Politik am Dienstag, 14. November 2017

Für Politik-Entscheider am Dienstag, 14. November 2017

– TITELSEITEN –

Bild: Mehr Geld für alle Rentner
FAZ: EU-Staaten wollen bei Verteidigung enger zusammenarbeiten
Handelsblatt: Here will Millionen Autos vernetzen
SZ: Deutsche Waffen für Saudi-Arabien
Tagesspiegel: Europäer gründen eine Verteidigungsunion
taz: “Wir sind optimistisch, was die Zukunft der Kohle angeht”
Welt: CSU droht Niederlage in der Zuwanderungspolitik


– CASDORFFS AGENDA –

tagesspiegel-casdorffEs ist schon auch eine verkehrte Welt. Da gerät ein (rechter) amerikanischer Präsident, der sich – auch – zur Lösung der Krisen dieser Welt um bessere Beziehungen zu seinem russischen Counterpart bemüht, in die Kritik derer, die auf der Linken in früheren Jahren immer genau das verlangt haben. Stattdessen werfen sie ihm vor, die USA gewissermaßen Russlands Einflussnahme auszuliefern. Jetzt mal abgesehen davon, ob die via Internet wirklich schon als bewiesen gelten kann, vor allem die auf den Wahlkampf vor einem Jahr – der amerikanische Präsident sagt nichts anderes als das, was er, was man durchaus sagen kann: Dass er die wiederholten Dementis des russischen Präsidenten nicht anzweifle, und dass er zugleich, ob er es glaube oder nicht, zu seinen Geheimdiensten stehe, dass er an sie glaube. Wäre es nun nicht Donald Trump, von dem wir reden, man könnte das geradezu für dialektisch halten: Indem er Wladimir Putin zubilligt, nicht (selbst) eingegriffen zu haben, sagt er nicht, dass nicht russische Stellen, welche auch immer, das getan haben. So bleibt der Gesprächskanal zum russischen Präsidenten offen, während andererseits die amerikanischen Untersuchungen weitergehen. Ja, so wäre es denkbar – wenn nicht Trump Präsident wäre. Aber er ist es. Und das ist die wirklich verkehrte Welt.

Einen guten Morgen wünscht
Ihr Stephan-Andreas Casdorff, Tagesspiegel-Chefredakteur


– NEWS –

Weiter Differenzen bei Sondierungen: Bei Klima und Familiennachzug kommen die möglichen Koalitionspartner nicht auf einen gemeinsamen Nenner. In der Klimapolitik hätten Union und FDP hätten zwar angeboten, zehn Kohlekraftwerke abzuschalten, sagte Grünen-Chefin Simone Peter; dies reiche aber bei weitem nicht aus, 20 Blöcke abgeschaltet werden, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Eine Einigung gab es bei der Digitalisierung. Union, FDP und Grüne planen einen Ausbau des schnellen Internets und das Schließen von Funklöchern auf dem Land. Fortschritte gab es bei der Bildung. Differenzen gibt es beim Thema Familiennachzug. Bis Donnerstagabend sollen die Sondierungsgespräche zwischen CDU, CSU, FDP und Grünen beendet sein.
tagesspiegel.de

Gespräche laufen schleppend: Am Montag wurde, um die Kompromisssuche zu erleichtern, von den Partei- und Fraktionschefs die Verhandlungen an sich gezogen. Verhandelt wurde jeweils etwa eine Stunde lang über ein bestimmtes Thema, dafür kam jeweils ein Experte der vier Parteien dazu. Unionschef Volker Kauder sieht die Chancen für Jamaika gestiegen, sagte er der Passauer Neuen Presse. Bis Freitag rechne er mit einem positiven Sondierungsergebnis.
n-tv.de, faz.net

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Deutschland hat im internationalen Vergleich eine hervorragende Gesundheitsversorgung, die extrem niedrigschwellig ist. „Das finden Sie in praktisch keinem anderen Gesundheitssystem der Welt, selbst wenn es zum Teil sehr viel teurer ist als bei uns”, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Andreas Gassen, im Interview.
pkv.de

Personelle Neuaufstellungen: Aydan Özoguz gibt ihr Amt als SPD-Vize auf und schlägt Natascha Kohnen für ihre Nachfolge vor. Sie werde beim Parteitag Anfang Dezember nicht erneut für das Vize-Amt, aber für den Parteivorstand kandidieren. Mit Natascha Kohnen würde der SPD im Süden wieder zur Stärke verhelfen, sagte Özoguz. Kohnen ist SPD-Landeschefin in Bayern. Bei der Linkspartei ist Harald Wolf Geschäftsführer der Partei, nachdem sein Vorgänger Matthias Höhn wegen innerparteilichen Queren sein Amt aufgegeben hatte. Wolf rief nun die Parteiführung auf, ihren Machtkampf zu beenden.
tagesspiegel.de, spiegel.de

Frankreich gedenkt Opfern der Terroranschläge von Paris: Zwei Jahre nach den Terroranschlägen von Paris ist mit schlichten Zeremonien an die Opfer erinnert worden. Staatspräsident Emmanuel Macron legte Kränze in den Nationalfarben beim Musikclub Bataclan und den anderen Anschlagsorten nieder. Frankreichs Inlandsgeheimdienst DGSI rechnet derzeit nicht mit einer massiven Rückkehr französischer IS-Anhänger nach Europa; Kämpfer warteten eher darauf, nach Malaysia, Indonesien oder Afghanistan geschickt zu werden.
faz.net (Gedenken); spiegel.de (FAZ-Rückkehrer)

Schutz für Flüchtlinge verbessern: Vertreter von 13 Ländern in Europa und Afrika fordern, dass die Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen besseren Zugang zu Haftzentren für Migranten in Libyen erhalten. Dort werden Tausende unter teils menschenunwürdigen Bedingungen festgehalten. Flüchtlinge sollen stärker vor Ausbeutung geschätzt werden; außerdem verständigte sich die Kontaktgruppe mit dem Namen “Zentrales Mittelmeer” auf neue Initiativen, damit Migranten mit einer besseren Perspektive in ihre Heimatländer zurückkehren können.
handelsblatt.com

Europäische Verteidigungsunion gestartet: 23 EU-Staaten, darunter auch Deutschland, haben am Montag ein weitreichendes Grundsatzabkommen für eine militärische Zusammenarbeit abgeschlossen. EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sprach von einem historischen Moment in der Geschichte Europas. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen erklärte, dass die verstärkte Zusammenarbeit bei der Verteidigung in der EU auch eine Reaktion auf den Kurs von US-Präsident Donald Trump sei; sie betonte gleichzeitig, dass die europäische Verteidigungszusammenarbeit komplementär zu der von den USA dominierten Nato sei.
tagesspiegel.de, faz.net, spiegel.de

Bundesregierung bietet Iran und Irak nach Erdbeben Hilfe an: Bei dem schweren Beben der Stärke 7,3 in der Region zwischen der Stadt Halabdscha auf irakischer Seite und der Provinz Kermansha im Iran sind über 400 Menschen ums Leben gekommen. Deutschland bietet beiden Ländern Hilfe an; welche Hilfsgüter gebraucht werden, würde derzeit geklärt. Regierungssprecher Steffen Seibert sprach den Ländern und der betroffenen Bevölkerung die tief empfundene Anteilnahme der Bundesregierung aus.
tagesschau.de

– IN KÜRZE –

Kataloniens Ex-Präsident Puigdemont sieht Katalonien-Lösung auch ohne Abspaltung von Spanien tagesspiegel.de
EU verhängt Sanktionen gegen Venezuela faz.net
EU streicht Farc von Liste der Terrororganisationen deutschlandfunk.de

– STANDPUNKT –

Grünen-Außenpolitiker Nouripour unterstreicht Interesse der Grünen am Außenamt: Der Außenministeriumsposten in einer möglichen Jamaika-Regierung sei eines der Ämter, die tatsächlich ernsthaft in Frage kämen, und das sei auch längst nicht vom Tisch. Omid Nouripour sagte, Grünen-Chef Cem Özdemir könne Außenminister werden; er sei aber so ziemlich für jedes Amt geeignet. Man habe sich noch nicht auf Ämter festgelegt. Jamaika werde nicht an der Außen- und Sicherheitspolitik scheitern.
faz.net, tagesspiegel.de

EU-Parlamentspräsident Tajani will EU-Steuern erheben: Die EU brauche doppelt so viel Geld, um mit den USA und China konkurrieren zu können, sagt Antonio Tajani. Er fordert die Verdoppelung des Haushalts der Europäischen Union. Diese soll durch Steuern und nicht durch zusätzliche Überweisungen aus den Mitgliedstaaten finanziert werden. Statt 140 Milliarden will Tajani 280 Mrd. Euro haben; unter anderem um die Kosten für die Bewältigung der Flüchtlingskrise und den Antiterrorkampf sowie den erhöhten Bedarf an Investitionen zu finanzieren. Die Bundesregierung lehnt Tajanis Forderung nach EU-Steuern ab.
tagesspiegel.de, zeit.de

Bundespräsident Steinmeier fordert Debatte über Demokratie: Der Dialog mit der Politik sei ein Mittel gegen erstarkenden Populismus, sagte Frank-Walter Steinmeier bei seinem Antrittsbesuch in Sachsen. Eine solche Debatte über die Zukunft der Demokratie müsse nicht nur, aber auch in Sachsen geführt werden, sagte Steinmeier in Oberwiesenthal. In Oberwiesenthal war die AfD bei der der Bundestagswahl vor der CDU stärkte Kraft geworden. Alle in der Politik müssten mit einem solchen Ergebnis umgehen, unterstrich Steinmeier.
welt.de

– TALKSHOW –

Hart aber fair: Stadtverstopfer, Luftverpester: Muss das Auto an den Pranger? Autolobbyist Matthias Wissmann lieferte sich mit dem Grünen-Umweltminister in Niedersachsen Stefan Wenzel einen Schlagabtausch; Wissmann hatte als Verteidiger der zuletzt skandalgeschüttelten Industrie keinen leichten Stand. Der österreichische Kabarettist Werner Schneyder begann die Diskussion mit der Theorie, dass die Autoindustrie die Emanzipation der Bahn verhindert hätte.
daserste.de

– CAUSA-DEBATTE –

Bundestagsvize: Warum der AfD-Kandidat ein viertes Mal durchfallen muss, erklärt Rechtsanwalt Heinrich Schmitz in seiner Causa-Kolumne “Alles Recht?”. Jede Fraktion des Deutschen Bundestages ist durch mindestens einen Vizepräsidenten oder eine Vizepräsidentin im Präsidium vertreten. Das bedeutet aber nun nicht, dass jede Fraktion dem Bundestag oder dem einzelnen Abgeordneten vorschreiben kann, welchen Kandidaten dieser zu wählen hat.
causa.tagesspiegel.de

– HINTERGRUND –

Bundestagswahl hat 92 Millionen Euro gekostet: Im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 war die Wahl Ende September teurer. 2013 kostete die Wahl nur 77 Mio. Euro. Grund für die höheren Kosten in diesem Jahr seien unter anderem die Portoerhöhungen für das Versenden von Briefwahlunterlagen sowie ein höheres Erfrischungsgeld für die Wahlhelfer.
handelsblatt.com

Am Dienstag in Tagesspiegel Agenda: Das war’s – Kein deutscher Lobbyist ist mächtiger als er. Doch der Einfluss von Matthias Wissmann bröckelt. Autobosse und Politiker blicken längst nach vorne. *** Lindners Heimat – Freche Farben, schnelle Bilder, krasse Sprüche: Eine Berliner Werbeagentur hat der FDP aus der Versenkung geholfen. Ein Werkstattbesuch. *** Regieren ist ja auch Mist – Die SPD wird sich gerade selbst zur eigenen Opposition. *** Heute am Kiosk oder als E-Paper!
tagesspiegel.de/agenda

– POLITIK-JOBS –

Fulbright-Kommission sucht Leiter Kommunikation (m|w) *** SEEK Development seeks Senior Consultant *** Seek Development seeks Project Manager *** BDI sucht Referent (m/w) Digitalisierung, Innovation und Gesundheitswirtschaft *** Technopolis Group sucht Research Consultant für Forschungs- und Innovationspolitik (m/w) im Schwerpunkt Green Economy *** Technopolis Group sucht Research Consultant für Forschungs- und Innovationspolitik (m/w) im Schwerpunkt Internationale Kooperation *** Freie Demokraten Baden-Württemberg suchen Social Media Referent/in *** CDU Pankow sucht Kreisgeschäftsführer/in *** DIHK sucht Referenten/-in „Europäisches Wirtschaftsrecht, deutsches und internationales Handelsrecht“
politjobs.de, politjobs.de/go/ (Inserat schalten)

– KALENDER –

10:00 Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries beim Messerundgang auf der Formnext 2017, Messe Frankfurt/Main
10:00 Bundestagspräsidenten a.D. Rita Süssmuth und Wolfgang Thierse, Topographie-des-Terrors-Chef Andreas Nachama und Deutsches-Polen-Institut-Darmstadt-Chef Dieter Bingen rufen die Mitglieder des neu gewählten Bundestages zu einem Polen-Denkmal in der Mitte Berlins auf, Bundespressekonferenz, Berlin
13:15 Staatssekretär Thomas Silberhorn bei der Unterzeichnung der „InsuResilience Global Partnership“ zwischen den G20-Staaten und Entwicklungsländern, Weltklimakonferenz, Bonn
14:30 Staatssekretär Peter Bleser bei der Veranstaltung “Potentiale in der Landwirtschaft der Ukraine” im Rahmen der Agritechnica, Messe Hannover
16:30 Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries bei der Preisverleihung “Wissenschaftspreis 2017” der HDA Darmstadt

– ZITATE –

“Heute legen wir den Grundstein für eine Europäische Verteidigungs- und Sicherheitsunion.”

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen verweist darauf, dass eine gemeinsame europäische Verteidigung ein Gründungsgedanke der Europäischen Gemeinschaft war.
tagesschau.de

“Die Demokratie kennt keine Erbhöfe, die man weitergeben kann.”

Der frühere CSU-Chef Erwin Huber kritisiert Horst Seehofer.
br.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR WIRTSCHAFTS-ENTSCHEIDER –

Lufthansa kündigt 1.000 neue Flüge pro Monat an
Amazon und Ebay sollen für Umsatzsteuerbetrug ihrer Händler haften
Lampenhersteller Ledvance muss Werke schließen
Smart Home gegen Einbrecher

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Wirtschafts-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/wirtschaft

– DAS LETZTE –

Russischer Abgeordneter droht “Deutscher Welle”: Nachdem die USA die Mitarbeiter des staatlichen russischen TV-Senders RT aufgefordert haben, sich als ausländische Agenten registrieren zu lassen, weil Kanal für ein Propagandainstrument des Kreml sei, könnten von den russischen Vergeltung auch Journalisten der „Deutschen Welle“ betroffen sein. Der russische Abgeordnete Andrej Issajew sagte, auch die Deutsche Welle können könnte unter das Gesetz für Auslandsagenten fallen, welches sich seit 2012 auch gegen Nichtregierungsorganisationen richtet, die Geld aus dem Ausland erhalten.
spiegel.de

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