tägliches Archiv: 17/08/2017

Morgenlage Wirtschaft am Donnerstag, 17. August 2017

Für Wirtschafts-Entscheider am Donnerstag, 17. August 2017

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Barley droht Vorständen mit Frauenquote: Familienministerin Katarina Barley hat der Wirtschaft mit einer Frauenquote für Unternehmensvorstände gedroht. “Ich gebe der Wirtschaft noch ein Jahr Zeit, die Sache selbst zu regeln. Wenn sich bis dahin nichts tut, werden wir gesetzlich eingreifen”, sagte Barley. Nach einem gemeinsamen Bericht von Familien- und Justizministerium stieg der Anteil der Frauen in den Aufsichtsräten der betroffenen Unternehmen binnen Jahresfrist von 25,0 (2015) auf 27,3 Prozent (2016). In den Vorstandsetagen bestehe mit einem Anteil von nur 6,1 Prozent allerdings noch “deutlicher Verbesserungsbedarf”. Auch in den Führungspositionen der Bundesverwaltung seien Frauen nach wie vor unterrepräsentiert.
tagesspiegel.de

Merkel verteidigt Air-Berlin-Kredite: Der irische Billigflieger Ryanair wittert bei der Insolvenz von Air Berlin ein “Komplott” zwischen Bundesregierung und deutschen Fluggesellschaften. Es gehe darum, Ryanair am Wachstum in Deutschland zu hindern, sagte Ryanair-Chef Michael O’Leary. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verteidigte das Vorgehen der Bundesregierung. Sie gehe fest von einer Rückzahlung des 150-Millionen-Euro-Kredits aus, den die Regierung Air Berlin nach dem Insolvenzantrag gewährt hat. Die Kanzlerin fügte hinzu, dass sich die Bundesregierung den Überbrückungskredit “sehr gut überlegt” habe. “Wir müssen das ja auch in Brüssel genehmigen lassen”, sagte sie mit Blick auf das Genehmigungsverfahren der EU-Kommission.
tagesspiegel.de, handelsblatt.com

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Selbstbestimmt: Gesundheitsförderung für Menschen mit Behinderung — Diskutieren Sie u.a. mit der neuen Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung, Christine Braunert-Rümenapf, Dr. Rolf Schmachtenberg, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Ulrike Elsner, Verband der Ersatzkassen. 13.9.2017, Tagesspiegelhaus, 15.00-19.00 Uhr. Exklusive Tickets für Leser der Morgenlage hier

Irland will keine 13 Milliarden von Apple eintreiben: Der neue irische Finanzminister Paschal Donohoe will nicht wie von der EU-Kommission gewünscht 13 Milliarden Euro Steuern bei Apple eintreiben. “Wir sind nicht der globale Steuereintreiber für alle anderen”, sagte Donohoe gegenüber der FAZ. Er betonte, es habe keine spezielle Vereinbarung mit Apple gegeben. Der Konzern habe von unabhängig angewandten für alle gültigen Regeln profitiert. Diese Regeln seien im Einklang mit europäischem Recht. Trotzdem sperre man sich nicht im Kampf gegen Steuervermeidung und sei darin auch schon ein gutes Stück vorangekommen.
faz.net

Trump löst Berater-Gremium auf: Die Beratergremien des US-Präsidenten für verarbeitende Industrie sowie Strategie und Politik wurden aufgelöst. Trump kam damit einer Selbstauflösung beider Gremien zuvor, denn immer mehr der CEOs amerikanischer Top-Unternehmen wollten sich nicht länger vom Präsidenten instrumentalisieren lassen. “Angesichts der Kommentare der vergangenen Tage wollte niemand weiterhin als ein Unterstützer dieser Art von Entzweiung gelten,“ wird einer der CEOs anonym von den US-Medien zitiert.
handelsblatt.com , sueddeutsche.de

Umweltministerium rechnet mit E-Auto-Quote in Europa: Nach dem Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Jochen Flasbarth, wird die Quote für Elektroautos auf EU-Ebene kommen. Trotz offizieller Dementis aus Brüssel und heftiger Widerstände in der deutschen Autoindustrie und Politik: Hersteller und Importeure werden sich offenbar sehr bald mit der Frage auseinandersetzen müssen, wie sie den Anteil emissionsfreier Fahrzeuge an ihren Verkaufszahlen erhöhen – auch, um Strafzahlungen zu vermeiden. Die hält Flasbarth für wahrscheinlich: “Nach allem, was wir wissen, wird der Quotenvorschlag im Rahmen der CO2-Grenzwertregulierung eingebracht – mit entsprechenden Sanktionsmechanismen.”
tagesspiegel.de

Bread and Butter wird größer: Zalando veranstaltet vom 1. bis 3. September in Berlin zum zweiten Mal die Messe Bread & Butter, mit der es jüngere Kunden für Mode interessieren will. Und es soll alles größer werden. 50 Prozent mehr Fläche schaffen Platz für 30.000 Besucher. Das wären 10.000 mehr Besucher als im letzten Jahr. Auch die Zahl der präsentierten Marken wird auf 50 verdoppelt. Darunter Namen wie Adidas, Asics, Hilfiger, Hugo, Boss, Nike, Puma und Converse. “Wir wollen die Veranstaltung zur Plattform für neue Modeprodukte für die beginnende Saison machen, eine Art Saisonstart-Festival für den Endkunden“, beschreibt Carsten Hendrich von Zalando das Konzept.
handelsblatt.com

US-Währungshüter zeigen sich über niedrige Inflation besorgt handelsblatt.com
Bundesfinanzhof: Scheidung nicht mehr von der Steuer absetzbar sueddeutsche.de
Air-Berlin-Pleite könnte zum Anstieg der Ticketpreise führen welt.de

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Fiat-Chrysler arbeitet mit BMW am autonomen Fahren: Der erste autonome BMW soll in vier Jahren auf den Markt kommen. BMW, Intel und der israelische Kameraspezialist Mobileye entwickeln zusammen das “i-Next” genannte Fahrzeug. Jetzt gaben die Unternehmen am Mittwoch bekannt, dass auch Fiat-Chrysler mit von der Partie ist. Bereits in den vergangenen Monaten waren die Autozulieferer Delphi und Continental zu dem Bündnis hinzugestoßen. Weitere Partner sollen Folgen. “Wir verhandeln noch mit anderen“, sagte ein BMW-Sprecher.
faz.net

Keine Ausnahmen für EU-Firmen bei Sozialabgaben: Firmen aus dem EU-Ausland haben keinen Sonderstatus, um sich höhere Sozialabgaben in Deutschland für jahrelang dort eingesetzte Mitarbeiter zu sparen. Das Bundessozialgericht in Kassel wies damit die Klage eines polnischen Unternehmens gegen die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung – Ausland (DVKA) zurück. Im Zeitraum 2005 bis 2006 hatte die Firma Arbeitnehmer in Deutschland beschäftigt. Die wesentlich höheren Sozialbeiträge in Deutschland wollte die Firma nicht zahlen und beantragte eine Ausnahmegenehmigung, die ihr aber verwehrt wurde.
spiegel.de

– ANGEZÄHLT –

Fast 60 Prozent der Deutschen sind nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey gegen die 150 Millionen Euro Staatskredite an Air Berlin.
spiegel.de

– ZITATE –

“Das war klar. Es war absehbar, dass die den Hahn abdrehen.”

Der ehemalige Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn hat damit gerechnet, dass Anteilseigner Etihad irgendwann bei Air Berlin den Geldhahn zudrehen würde. Mehdorn hatte in seiner Zeit an der Spitze der Airline 2011 bis 2013 den Deal mit der Gesellschaft aus Abu Dhabi selbst eingefädelt.
tagesspiegel.de

“Wir sind der Motor der deutschen Pay-TV-Industrie. Und unter Wettbewerb waren wir immer am besten. Wir haben einen großen Zuwachs an Neukunden über alle Pakete.”

Der Chef des Bezahlsenders Sky Deutschland, Carsten Schmidt, ist unter Druck geraten, denn erstmals ist nicht die komplette Bundesliga bei Sky zu sehen. Die Freitagsspiele laufen bei Eurosport und bei Amazon.
faz.net

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Türkei fordert Auslieferung eines Theologen
Bundesanwaltschaft klagt Schweizer wegen Spionage an
SPD-Fraktionschef Oppermann kritisiert Dobrindt in Streit um Tegel
USA fordern von China mehr Druck auf Nordkorea

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– PETITESSE –

Gehalt von Air-Berlin-Chef in trockenen Tüchern: Bei Air Berlin herrscht Chaos. Die Kunden müssen um ihre Flüge, die Gläubiger um ihr Geld, die Angestellten um ihre berufliche Zukunft bangen. Einer allerdings ist abgesichert: Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann. Für seinen bis 2021 gültigen Vertrag sind die Gehälter durch eine Bankgarantie gesichert. Sein Gehalt beläuft auf 950.000 Euro pro Jahr und kann sich durch Boni verdoppeln.
spiegel.de

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Morgenlage Politik am Donnerstag, 17. August 2017

Für Politik-Entscheider am Donnerstag, 17. August 2017

– TITELSEITEN –

Bild: Mein Leben als Ultra
FAZ: Union greift Schulz wegen Schröders Posten bei russischem Ölkonzern an
Handelsblatt: Streit über Staatshilfe (Air Berlin)
SZ: Plan für Air Berlin stößt auf Widerstand
Tagesspiegel: Air Berlin – Ryanair wittert ein Komplott
taz: Der Pop, die Kultur und der Boykott (Israel-Boykotteure)
Welt: Air-Berlin-Pleite macht Flugtickets teurer
Zeit: Warum sind die Steuern so ungerecht, Herr Schäuble?

– NEWS –

Berlin weist kartellrechtliche Bedenken zurück: Nach der Insolvenz von Air Berlin hat der Bund die kartellrechtlichen Bedenken von Ryanair zurückgewiesen. Der irische Billigflieger wittert ein Komplott zwischen Regierung und deutschen Fluggesellschaften und reichte Beschwerde beim Kartellamt und der EU-Kommission ein. Kanzlerin Angela Merkel versicherte, der Überbrückungskredit für Air Berlin werde den Steuerzahler nichts kosten. Auch Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries verteidigte den Kredit und wies Kritik von FDP-Chef Christian Lindner zurück. Unionsfraktionsvize Michael Fuchs sagte dagegen, der Steuerzahler werde die Zeche zahlen. Die 150 Mio. Euro werde man nie wiedersehen.
welt.de, tagesspiegel.de, handelsblatt.com

Barley will Frauenquote für Vorstände: Frauenministerin Katarina Barley will mit einer Quote dafür sorgen, dass Frauen in Unternehmensvorständen nicht mehr unterrepräsentiert sind. Wenn es nach ihr gehe, müsse sich ein solches Instrument im Koalitionsvertrag der nächsten Regierung wiederfinden. Der frauenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Marcus Weinberg, nannte Barleys Kritik verfrüht: Viele Positionen seien noch gar nicht frei gewesen, um neu besetzt zu werden. Nach Einschätzung der Regierung hat die seit vergangenem Jahr gültige Frauenquote eine gute Wirkung entfaltet. Die Grünen nannten die bisher gültige Quote halbherzig.
tagesspiegel.de, handelsblatt.com, zeit.de

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Die medizinische Versorgung in Deutschland gehört zu den besten der Welt. Ein neuer Informationsfilm zeigt, warum das duale Gesundheitssystem mit Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung der beste Garant für eine hochwertige medizinische Versorgung und für die Leistungsfähigkeit des Standorts Deutschlands ist.
pkv.de

Türkei fordert Auslieferung eines Theologen: Die Türkei verlangt die Auslieferung des mutmaßlichen Putschistenführer Adil Öksüz, der sich in Deutschland aufhalten soll. Eine entsprechende diplomatische Note sei nach Berlin geschickt worden, sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu. Unterdessen wurde die Einzelhaft des deutschen Menschenrechtlers Peter Steudtner und seines schwedischen Kollegen Ali Gharavi aufgehoben. Allerdings seien die Haftbedingungen im Gefängnis Silivri westlich von Istanbul nach wie vor schwierig und teilweise gesetzeswidrig, sagte einer der Anwälte der Beschuldigten.
tagesspiegel.de, zeit.de

NRW-Innenminister warnt vor gefälschtem Flüchtlingserlass: In sozialen Netzwerken kursiert ein gefälschtes Schreiben, das angeblich von NRW-Innenminister Herbert Reul stammt. Wie das Innenministerium am Dienstag warnte, sei das unter der Überschrift “Polizei soll Kriminaldelikte von Migranten verdecken” veröffentlichte Dokument eine dreiste Fälschung. Die Zahl der Asylbewerber aus Afghanistan stieg Ende 2016 auf rund 253.000. Nur die Hälfte von ihnen ist schutzberechtigt, trotzdem bleiben die meisten in Deutschland. Die Bundespolizei ist mit einer Razzia in fünf Bundesländern gegen ein Schleusernetzwerk vorgegangen, das Migranten illegal auf dem Luftweg in die EU gebracht haben soll.
welt.de, spiegel.de (Afghanistan), n-tv.de (Razzia)

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Tagesspiegel Politikmonitoring: Spezialpaket zur Bundestagswahl
Die wichtigsten Schritte auf dem Weg zur neuen Bundesregierung in vier Briefings: Wahlprogramme – Verbandspositionen – Koalitionsvertrag – Kontakte. Weitere Informationen finden Sie hier oder unter robert.hackenfort@tagesspiegel.de / +49 30 29021-11424

Trump löst Beratergremien auf: Nach Kritik an seiner Reaktion auf die Gewalt von Charlottesville hat US-Präsident Donald Trump zwei Beratergremien aufgelöst. Zuvor hatten etliche der Experten angekündigt, sich aus den Gremien zurückzuziehen. Trumps Beraterin Hope Hicks übernimmt interimistisch die Rolle der Kommunikationschefin im Weißen Haus. Justizminister Heiko Maas kritisierte neue Äußerungen von Trump zu Charlottesville: Es sei unerträglich, wie Trump die Gewalt jetzt auch noch beschönige. Unterdessen beraten die USA, Kanada und Mexiko seit Mittwoch über eine Neufassung des Freihandelsabkommens Nafta.
sueddeutsche.de, spiegel.de, faz.net, faz.net (Maas), zeit.de (Nafta)

USA fordern von China mehr Druck auf Nordkorea: Die USA haben China aufgefordert, die Schrauben gegenüber Nordkorea enger anzuziehen. Sollten die diplomatischen und wirtschaftlichen Optionen scheitern, seien die USA entschlossen, ihre militärischen Fähigkeiten einzusetzen. Russland spricht sich dagegen aus, Nordkorea wirtschaftlich in die Knie zwingen zu wollen. US-Präsident Donald Trump hat Nordkoreas Machthaber dafür gelobt, dass ein Angriff auf Guam zurzeit nicht geplant ist. Nordkorea kann nach Einschätzung des US-Geheimdienstes vermutlich aus eigener Kraft Raketentriebwerke herstellen.
tagesspiegel.de, handelsblatt.com, spiegel.de, welt.de

Bundesanwaltschaft klagt Schweizer wegen Spionage an: Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen einen Schweizer wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit erhoben. Er soll im Auftrag des schweizerischen Geheimdienstes die NRW-Finanzverwaltung und einige ihrer Mitarbeiter ausgespäht haben. Der frühere Polizist und Sicherheitsberater soll damit beauftragt worden sein, Informationen über die Arbeitsweise deutscher Steuerbehörden im Zusammenhang mit dem Ankauf sogenannter Steuer-CDs zu beschaffen.
welt.de, zeit.de

Das Tagesspiegel Wahl-Spezial 17 – Wer macht das Rennen um Platz 3? Wie hat meine Gemeinde in der Vergangenheit gewählt? Wer tritt eigentlich in meinem Wahlkreis an? Besuchen Sie unsere Sonderseite. Zum Wahl-Spezial `17

– IN KÜRZE –

Horst Köhler zum UN-Beauftragten für Westsahara-Konflikt ernannt tagesspiegel.de
Fipronil-Skandal noch schlimmer als bisher bekannt bild.de
G20-Polizisten sollen Reizgas-Vorgabe ignoriert haben zeit.de
Landrat von Bautzen verteidigt Gespräche mit Neonazis tagesspiegel.de
AfD-Funktionäre sollen Verbindungen zu russischem Spion haben sueddeutsche.de
Russlands Ex-Wirtschaftsminister Uljukajew bestreitet Korruptionsvorwürfe handelsblatt.com

– STANDPUNKT –

SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach sieht in Beitragssenkung Wahlkampfmanöver: Die private Krankenversicherung Debeka kündigt schon jetzt Beitragssenkungen für 2018 an. Karl Lauterbach sieht darin ein gezieltes Wahlkampfmanöver. Schließlich begründen SPD, Grüne und Linkspartei ihren Ruf nach einer Bürgerversicherung auch mit dem Argument, dass die Beiträge der privaten Krankenversicherung für viele zunehmend unbezahlbar würden. Bei der Debeka handle es sich aber um eine Sondersituation, sagte Lauterbach. Die meisten der dort Versicherten seien Beamte. Weil diese eine staatliche Beihilfe erhielten, werde der Kostenanstieg zum größten Teil vom Steuerzahler abgefangen. Die angekündigte Beitragssenkung verweise infolgedessen nur umso stärker auf die Ungerechtigkeiten der Finanzierung.
tagesspiegel.de

SPD-Fraktionschef Oppermann kritisiert Dobrindt in Streit um Tegel: Der Streit über die Zukunft des Berliner Flughafens erfasst zunehmend die Bundesebene. Thomas Oppermann sagte, Kanzlerin Angela Merkel dürfe sich nicht von Verkehrsminister Alexander Dobrindt auf der Nase rumtanzen lassen. Die Schließung von Tegel sei im Planfeststellungsbeschluss für den BER festgelegt und zugesagt worden und sei damit geltendes Recht – davon könne auch Dobrindt nicht abweichen. Der Bund als Mitgesellschafter solle eindeutig zum Regierungsbeschluss stehen, dass Tegel geschlossen werde.
welt.de

SPD-Kanzlerkandidat Schulz kritisiert Merkel: Martin Schulz wirft Kanzlerin Angela Merkel zu große Nachsicht gegenüber US-Präsident Donald Trump vor. Er sei überzeugt, dass man bei einem Typen wie Trump mit klaren Ansagen mehr erreiche. Merkel hingegen verhalte sich derzeit zu zurückhaltend, während Trump systematisch Tabubrüche begehe, Repräsentanten demokratischer Staaten einfach wegrempele und sich mit Beratern umgebe, die schieren Hass säten. Schulz fügte hinzu, er halte Merkels Satz in dieser Hinsicht für zu schüchtern, wonach die Zeiten ein Stück vorbei seien, in denen man sich auf andere habe völlig verlassen können.
deutschlandfunk.de

– CAUSA-DEBATTE –

Der Diesel gehört in die Nische, sagt Tim Butler, Projektleiter am IASS Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung im Rahmen der Causa-Debatte “Diesel und moderne Verkehrspolitik – Geht das zusammen?”. Seit Jahrzehnten wurden Dieselfahrzeuge in Europa unverhältnismäßig bevorzugt, mit gravierenden Konsequenzen für die Luftqualität und Gesundheit der Menschen. Eine Abkehr von allen Diesel-Subventionen ist unumgänglich.
causa.tagesspiegel.de (Tim Butler); causa.tagesspiegel.de (Alle Debattenbeiträge)

– HINTERGRUND –

Jeder vierte Deutsche ist unentschlossen: Sechs Wochen vor der Bundestagswahl bleibt es spannend. Im stern-RTL-Wahltrend ist der Anteil jener, die nicht wählen wollen oder noch unentschlossen sind, ob sie sich beteiligen werden oder nicht, auf jetzt 26 Prozent gestiegen. Das sind zwei Punkte mehr als noch in der Vorwoche. Der Caritasverband sorgt sich um Populismus und das Schüren von Vorurteilen durch politische Parteien. Deshalb will er im Wahlkampf eine Art Wächterrolle übernehmen.
bild.de, tagesspiegel.de (Caritas)

– POLITIK-JOBS –

Gamomat sucht Marketing-Manager (m/w) *** Sächsischer Flüchtlingsrat sucht Projektmitarbeiter*in IQ Netzwerk Sachsen *** Accenture sucht Associate Manager (f/m) Government Relations *** Medienbüro am Reichstag sucht PR-Berater (m/w) im Bereich Luftfahrt *** gplus europe seeks Intern *** Amazon seeks Public Policy Operations Manager, Germany *** Heinrich-Böll-Stiftung sucht studentische Teilzeitkraft *** Audi bietet Praktikum im Bereich Politik *** Lufthansa AirPlus sucht Expert Regulatory & Public Affairs (m/w) *** WestLotto sucht Referenten (m/w) Stakeholdermanagement
politjobs.de, politjobs.de/go/ (Inserat schalten)

– KALENDER –

08:15 Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen eröffnet Workshop zur Überarbeitung des Traditionserlasses, Berlin
11:00 Umweltministerin Barbara Hendricks bei Fachgesprächen zur “Aktuellen Lage und zukünftige Perspektiven des hiesigen Wohnungsmarktes”, Frankenthal
11:00 Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries besucht die Securepoint GmbH, Lüneburg
12:30 Staatssekretärin Iris Gleicke besucht die Tourismuszentrale “Großes Meer”, Südbrookmerland
13:30 Arbeitsministerin Andrea Nahles und MdB Andreas Rimkus besuchen die Rheinbahn AG, Betriebshof Heerdt, Düsseldorf
14:00 Familienministerin Katarina Barley beim Tag der offenen Tür im Bildungszentrum Trier-Saarburg zum Start des zweiten Bildungsjahres am neuen Standort, Saarburg
15:30 SPD-Generalsekretär Hubertus Heil stellt zweiten Teil der Kampagne vor, Willy-Brandt-Haus, Berlin
16:00 Justizminister Heiko Maas trifft Angehörige von Organspendern, Saarbrücken
17:15 Gesundheitsminister Hermann Gröhe und Staatssekretärin Ingrid Fischbach besuchen die Palliativstation im evangelischen Krankenhaus, Herne

– ZITATE –

“Auch ein Präsident mit der unglaublichen Machtfülle des amerikanischen Präsidenten kann nicht machen, was er will.”

Finanzminister Wolfgang Schäuble kritisiert US-Präsident Donald Trump.
handelsblatt.com

“Ohne meine bescheidene Mitwirkung wäre Angela Merkel wahrscheinlich 2005 nicht Kanzlerin geworden.”

Der Grünenpolitiker Hans-Christian Ströbele schreibt sich selbst einen Anteil daran zu, dass Angela Merkel Kanzlerin wurde.
zeit.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR WIRTSCHAFTS-ENTSCHEIDER –

Irland will keine 13 Milliarden von Apple eintreiben
Umweltministerium rechnet mit E-Auto-Quote in Europa
Modemesse Bread and Butter wird größer
Fiat-Chrysler arbeitet mit BMW am autonomen Fahren

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Wirtschafts-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/wirtschaft

– DAS LETZTE –

YouTuber fragen Merkel: In einem Interview mit vier populären YouTubern im Internet hat Kanzlerin Angela Merkel versucht, jungen Menschen vor dem Hintergrund der verbalen Eskalation im Konflikt um Nordkorea die Sorge vor einem 3. Weltkrieg zu nehmen. Zudem offenbarte die Kanzlerin große Unzufriedenheit mit der föderalen Struktur der Bildungspolitik. Sie wolle sich bei den Kultusministern noch stärker für mehr Standards einsetzen. Auf eine Frage zu E-Autos sagt Merkel, dass es zwar nicht einfach werde, sie aber daran festhalten wolle, eine Mio. E-Fahrzeuge bis 2020 auf deutsche Straßen zu bringen.
welt.de, tagesspiegel.de

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