tägliches Archiv: 03/02/2015

Morgenlage Wirtschaft am Dienstag, 3. Februar 2015

Für Wirtschafts-Entscheider am Dienstag, 3. Februar 2015

– WIRTSCHAFTSNEWS –

Karstadt setzt auf Stellenabbau und billigeres Personal: Mit weniger Stellen und günstigerem Personal will sich der angeschlagene Warenhauskonzern Karstadt aus der Krise manövrieren. Etwa 3.000 Mitarbeiter plant das Unternehmen einzusparen, die Personalkosten sollen um 64 Millionen Euro gedrückt werden. In den einzelnen Häusern soll es künftig drei Gruppen von Mitarbeitern geben. Wer künftig Waren auspackt, könnte bald 300 Euro weniger im Monat verdienen. Karstadt will in diesem Jahr auch sechs Filialen schließen, über 300 Mitarbeiter sind davon betroffen.
sueddeutsche.de, spiegel.de, welt.de

Deutsche Post übt Druck auf Teilzeitbeschäftigte aus: Die Deutsche Post heuert in großem Stil Beschäftigte für ihre 49 neuen Tochterfirmen namens Delivery an. Paketzusteller sollen in diesen Firmen zu schlechteren Bedingungen als im Postkonzern arbeiten. Ende vergangener Woche wurden dafür in Hotels Abendveranstaltungen für bislang befristet Beschäftigte der Post abgehalten. Dort wurden ihnen neue Jobs angeboten, allerdings mit einer unüblichen Vorgehensweise. So wurde die neuen Arbeitsverträge nicht ausgehändigt und Beschäftigte zur Unterschrift genötigt. Die Delivery-Töchter zahlen etwa 20 Prozent weniger als der Mutterkonzern.
welt.de

Nicht jeder Profitiert vom niedrigen Ölpreis: Der eingebrochene Ölpreis ist gut für die Konjunktur. Aber nicht für alle ist der Preissturz ein Segen. Etliche Unternehmen und Branchen geraten in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Am härtesten trifft es jene, die dem Rohstoff am nächsten kommen: Ölfördergesellschaften und ihre Zulieferer, Pipeline-, Transport- oder Lagerfirmen. Der europäische Marktführer Royal Dutch Shell, sein Wettbewerber BP und die österreichische OMV haben in den vergangenen Tagen milliardenschwere Kürzungen angekündigt. Mit den großen Konzernen sind aber auch die kleineren, oft mittelständischen Zulieferer bedroht. Weil es einen vergleichbaren Verfall des Ölpreises noch nicht gab, herrscht Planungsunsicherheit.
tagesspiegel.de

Flugbegleiter stimmen für Streik bei Lufthansa: Im Tarifstreit mit der Lufthansa erhöhen die Flugbegleiter den Druck. In einer Urabstimmung sprachen sich 93,3 Prozent der Mitglieder der Kabinen-Gewerkschaft Ufo prinzipiell für Streiks aus. Bei der Lufthansa und anderen betroffenen Fluggesellschaften sind nach der Abstimmung Streiks zwar grundsätzlich möglich, allerdings stehen Arbeitsniederlegungen nicht unmittelbar bevor. Die Flugbegleiter sind noch im Gespräch mit den Unternehmen. Auch mit verdi droht der Lufthansa ein Tarifstreit. Die Großgewerkschaft fordert für ihre rund 50.000 Beschäftigten 5,5 Prozent mehr Lohn.
handelsblatt.com, tagesschau.de

Air-Berlin-Partner Etihad auf Erfolgskurs: Der arabische Air-Berlin-Partner Etihad hat 2014 deutlich mehr Passagiere befördert. Wegen der Ausweitung von Strecken stieg die Zahl der Fluggäste um 23 Prozent auf 14,8 Millionen. Die staatseigene Etihad expandiert durch die enge Zusammenarbeit mit anderen Gesellschaften über Codesharing-Vereinbarungen und Zukäufe rasant. Allein durch Codesharing-Partner stiegen die Passagierzahlen im vergangenen Jahr um 40 Prozent auf 3,5 Millionen. Das Frachtgeschäft wuchs um 17 Prozent. Etihad ist in Europa neben Air Berlin etwa an der irischen Aer Lingus, Air Serbia und Alitalia beteiligt.
handelsblatt.com , fr-online.de

Intel übernimmt ehemalige Infineon-Tochter: Der weltgrößte Halbleiterproduzent übernimmt den Münchener Chiphersteller Lantiq vom Finanzinvestor Golden Gate Capital.
Mit dem Kauf der früheren Infineon-Tochter wollen die Amerikaner ihr Angebot für Breitbandtechnik erweitern. Lantiq liefert Chips für den Internetzugang und für Heimnetzwerke. Zum Kaufpreis machten beide Seiten keine Angaben.
handelsblatt.com

Geduldete Jugendliche sollen nach SPD-geführten Bundesländern arbeiten dürfen n-tv.de
Burger-King-Mitarbeiter erhalten Bonus für Unannehmlichkeiten welt.de
Stimmung in Schweizer Industrie stark eingetrübt spiegel.de
Gewerkschaften sehen Mindestlohn bedroht welt.de
TTIP-Verhandlungen gehen in die nächste Runde faz.net

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Stromnetzbetreiber erhöhen Gebühren mit dem Jahreswechsel deutlich: Die durch Stromkunden zu zahlenden Entgelte für die Netznutzung machen rund ein Fünftel des Strompreises aus. Ab 2015 erhöhen zwei Drittel der Netzbetreiber diese Gebühren – teilweise um bis zu 19%. Der unabhängige Energiedienstleister Ampere AG bietet Unternehmen eine kostenlose Prüfung der Preisentwicklung vor Ort an und vermittelt auf Wunsch in deutlich günstigere Tarife (mit Preisgarantie).
ampere.de, Telefon: 030/28 39 33-80

– STRATEGIE & MANAGEMENT –

Mittelstand hat Vorbehalte bei Cloud-Technologie: Cloud-Technologie ist ein zentrales Element der fortschreitenden Digitalisierung der Wirtschaft. Auch in Deutschland sind die Investitionen in Cloud-Dienste 2014 um 46 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro gewachsen. Bedenken bestehen allerdings beim Datenschutz. Gerade im Mittelstand sind viele Unternehmer skeptisch. Beim Breitbandausbau liegt Europas stärkste Wirtschaftsnation im Mittelfeld, die EU-Datenschutzgrundverordnung lässt auf sich warten. Für Experten ist aber klar, dass Entscheidungen in Sachen Digitalisierung, die heute getroffen werden, über die Wettbewerbsfähigkeit von morgen entscheiden.
sueddeutsche.de

Autokonzerne feuern Konkurrenzkampf unter Zulieferern an: Mit sogenannten Mehrraumverhandlungen und ähnlichen Praktiken zwingen Autobauer den Mittelstand, sich mit Dumpingpreisen gegenseitig zu unterbieten. Branchenkenner beklagen, dass zwischen einstigen Partnern Anstand und Respekt verloren gegangen sei. Die Ideenvielfalt der Hersteller ihre Ausstatter auszuquetschen, sei groß, der Fantasie keine Grenze gesetzt, um den psychischen Druck auf die Zulieferer unablässig zu erhöhen. Je größer das Alleinstellungsmerkmal, desto besser sei zwar die Verhandlungsbasis. Ewige Prosperität ist damit aber nicht gesichert, denn ein Hersteller kann binnen ein, zwei Jahren einen neuen Lieferanten aufbauen.
handelsblatt.com

– ANGEZÄHLT –

220 Milliarden Euro beträgt der Handelsüberschuss Deutschlands. Laut Ifo-Institut hat sich das Ungleichgewicht 2014 sogar verschärft. Demnach hat kein anderes Land weltweit einen so hohen Exportüberschuss wie die Bundesrepublik.
spiegel.de

– ZITATE –

“Wer eine dreijährige Ausbildung anfängt, muss zwei weitere Jahre hier bleiben dürfen. Dann ist der Betrieb zusätzlich motiviert, diese jungen Leute einzustellen.”

Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer fordert für Flüchtlinge in Deutschland ein humanitäres Bleiberecht.
sueddeutsche.de

“Es kann doch nicht sein, dass wir immer gleich über Mehrausgaben reden. Dann bräuchten wir weder einen Haushaltsausschuss noch ein Parlament und schon gar keinen Finanzminister. In diesem Fall würde eine Rechenmaschine ausreichen und zwar eine, die nur addiert.”

Finanzminister Wolfgang Schäuble hält nicht viel von Mehrausgaben und verteidigt die Schwarze Null.
welt.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR POLITIK-ENTSCHEIDER –

Pegida-Abtrünnige gründen neue Bewegung
Erster Prozess um Hooligan-Krawalle
Koalition streitet über Einwanderungsgesetz
Kanzlerin Merkel wirbt für Einigkeit in Ukraine-Krise
Regierung hält an Troika in Griechenland fest

Zur vollständigen Tagesspiegel Morgenlage für Politik-Entscheider:
morgenlage.tagesspiegel.de/politik

– WIRTSCHAFTSWUNDERLICH –

Der wundersame Aufstieg und tiefe Fall des H. Aslam: Ohne Abschluss wurde Harris Aslam mit 16 Jahren Manager des britischen Supermarkt-Lieferanten Nisa. Der 18-Jährige, der als nicht geschäftsführendes Mitglied im Vorstand saß, hatte sich eigentlich vorgenommen, dem bisherigen Chef der Kette ins Amt zu folgen und einer der jüngsten CEOs aller Zeiten zu werden. Eine Zeit lang war Aslam deshalb der Liebling der britischen Presse. Doch aus dem Traum von Asla wurde nichts. Anfang Januar wurde bekannt, dass ein ehemaliger Thomas-Cook-Manager neuer Nisa-Chef werden soll. Doch damit nicht genug. Aslam soll interne Daten und Passwörter veruntreut haben und ist mittlerweile aus dem Vorstand entfernt.
welt.de

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Morgenlage Politik am Dienstag, 3. Februar 2015

Für Politik-Entscheider am Dienstag, 3. Februar 2015

– TITELSEITEN –

Bild: Stadt muss Eltern 8000 Euro zahlen
FAZ: Prorussischer Separatistenführer kündigt „allgemeine Mobilmachung“ an
Handelsblatt: Das Ende der Troika
SZ: Berlin gibt Tsipras Kontra: Troika bleibt
Tagesspiegel: Westen streitet über Waffen für Kiew
taz: „Mich stört der Ton aus Athen“
Welt: Washington prüft Aufrüstung der Ukraine

– NEWS –

Pegida-Abtrünnige gründen neue Bewegung: „Direkte Demokratie für Europa“, die neue Bewegung der Ex-Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel und sechs weiterer Aussteiger, will für Volksentscheide eintreten und sich zu Einwanderungsfragen äußern. Laut Oertel werde sich der Verein rechts von der CDU positionieren. Man wolle keine Gegenveranstaltung zu Pegida sein und auch nicht am selben Tag demonstrieren. Die erste Kundgebung soll am kommenden Sonntag in Dresden stattfinden. In mehreren Städten demonstrierten Tausende gegen Pegida. In Leipzig wurden alle Pläne für künftige Freitagsdemos abgesetzt.
spiegel.de, tagesspiegel.de, faz.net, welt.de (Frankfurt)

Erster Prozess um Hooligan-Krawalle: Im ersten Strafprozess um die Ausschreitungen bei der Kölner Hooligan-Demonstration im Oktober hat das Kölner Amtsgericht eine Teilnehmerin der Krawalle zu sechs Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Die 21-jährige Angeklagte aus Bergisch-Gladbach habe eine gefüllte Plastikflasche auf Polizisten geworfen und Beamte beschimpft, und sich so der versuchten gefährlichen Körperverletzung und der Beleidigung schuldig gemacht. Den Vorwurf, sie habe auch den Hitlergruß gezeigt, ließ die Staatsanwaltschaft fallen. Die Angeklagte entschuldigte sich im Gerichtssaal für ihr Verhalten.
spiegel.de, zeit.de, focus.de

Koalition streitet über Einwanderungsgesetz: Die SPD warnt die Union vor einem Milliardenloch in der Rentenkasse, sollte sie ein Einwanderungsgesetz blockieren. Laut SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi werde Deutschland bis zum Jahr 2025 über sechs Mio. Arbeitskräfte verlieren, daher fordert sie die Union zu Gesprächen auf. Die Wirtschaftsflügel von Union und SPD befürworten ein Einwanderungsgesetz mit flexiblem Punktesystem, führende Fraktionsvertreter lehnen dies strikt ab. CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt sagt, solch ein System schaffe nur noch mehr Bürokratie.
stern.de, focus.de, dw.de, faz.net

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Kanzlerin Merkel wirbt für Einigkeit in Ukraine-Krise: Bei jüngste Gefechten in der Ostukraine haben laut Amnesty International beide Konfliktparteien zivile Opfer in Kauf genommen. Prorussische Separatisten und ukrainische Regierungstruppen feuern Raketen und Mörser in dicht besiedelten Gegenden ab. Solche Angriffe sind ein Verstoß gegen das internationale Menschenrecht. Die Separatisten kündigen eine Mobilmachung von bis zu 100.000 Kämpfern an. Angela Merkel wirbt derweil für eine einheitliche Linie der EU in der Ukraine-Krise. Ein Expertenteam in der Ostukraine hat Reste von Opfern des Absturzes von Flug MH17 gefunden.
spiegel.de, n-tv.de, tagesspiegel.de

Regierung hält an Troika in Griechenland fest: Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras wirbt auf seiner Europa-Tour für den Kurswechsel Athens und eine neue Schuldenregelung. Tsipras ist gegen einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Kanzlerin Angela Merkel lehnt einen Schuldenschnitt und ein Ende der Troika ab, zeigt sich aber offen für einen Dialog mit Tsipras. Ein Treffen von Finanzminister Wolfgang Schäuble mit seinem neuen Amtskollegen Giannis Varoufakis ist geplant.
focus.de, spiegel.de, welt.de, tagesspiegel.de

Ungarn soll Opposition und Medien wertschätzen: Kanzlerin Angela Merkel fordert Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban auf, die Opposition und kritische Bürger in seinem Land besser zu behandeln. Es sei wichtig, in einer Demokratie die Rolle der Opposition und die Rolle der Zivilgesellschaft und die der Medien zu schätzen, sagt Merkel in Budapest. Sie distanziert sich von Orbans Vorstellungen einer Regierungsführung nach dem Vorbild Russlands oder Chinas. Zugleich warb Merkel für eine einheitliche Linie der Europäer in der Ukraine-Krise, etwa wenn Sanktionsbeschlüsse der EU gegen Russland gefasst oder verlängert werden sollen.
welt.de, sueddeutsche.de, tagesspiegel.de

Sprengstoffalarm in Brüssel: Wegen eines verdächtigen Fahrzeugs wurden mehrere Gebäude des Europaparlaments in Brüssel evakuiert, darunter auch das Besucherzentrum. Ein Mann wurde wegen seines verdächtigen Verhaltens festgenommen. Er habe Tarnkleidung getragen und den Beamten erklärt, er wolle den europäischen Präsidenten treffen. Sprengstoff wurde in dem Auto des Slowaken nicht gefunden, dafür jedoch eine Waffe und eine Kettensäge. Am Vormittag war ein anderes verdächtiges Fahrzeug in der Nähe der US-Botschaft gemeldet worden, dort gab es kurz darauf Entwarnung.
tagesspiegel.de, spiegel.de

– IN KÜRZE –

Türkei will Demonstrationsstrafrecht verschärfen spiegel.de
Südsudanesischer Rebellenchef weist Berichte über Waffenruhe zurück tagesspiegel.de
183 Muslimbrüder in Ägypten zum Tode verurteilt spiegel.de
Anschlag nach Rede des nigerianischen Präsidenten Jonathan spiegel.de

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Am Dienstag in Tagesspiegel Agenda: Merkel arbeitet an Wohlstands-Kriterienkatalog *** Wechsel von Politik in die Wirtschaft *** Heute am Kiosk oder als E-Paper!
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– STANDPUNKT –

Kanzlerin Merkel schließt Waffenlieferungen an Ukraine aus: Angela Merkel ist fest davon überzeugt, dass der Ukraine-Konflikt nicht militärisch gelöst werden kann und spricht sich gegen Waffenlieferungen an die Ukraine aus. Medienberichten zufolge erwägen die USA Waffenlieferungen an das Land. Der außenpolitische Sprecher der SPD, Niels Annen, sieht dies als einen gefährlichen Schritt, der eine weitere Eskalation nach sich ziehen könnte. Auch der CDU-Außenpolitiker Karl-Georg Wellmann warnt davor. Der Westen müsse einheitlich agieren, gerade wenn es um Waffenlieferungen gehe, betont der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen.
tagesspiegel.de, welt.de, spiegel.de

Wirtschaftsminister Gabriel fordert direkten Zugang zu TTIP: Bei den Verhandlungen über das Handelsabkommen TTIP setzt die amerikanische Regierung weiter auf ein Höchstmaß an Geheimhaltung und verärgert damit ihre europäischen Partner. Für mehr Transparenz bieten die US nun an, Leseräume in den US-Botschaften in den Hauptstädten der EU-Mitgliedstaaten einzurichten. Sigmar Gabriel sieht das als einen guten Schritt in Richtung Transparenz, fordert aber weiterhin einen direkten Zugang zu den Verhandlungsdokumenten. Bis Freitag beraten EU und USA in einer achten Verhandlungsrunde über fast alle TTIP-Themengebiete.
tagesspiegel.de, welt.de, dw.de

Bayerische Wirtschaftsministerin Aigner fordert Verhandlungen auf Bundesebene: Nach dem Abschluss des Energiedialogs ist die Zukunft der bayerischen Stromversorgung immer noch ungeklärt. Ilse Aigner verlangt Verhandlungen über den Bau neuer Gaskraftwerke und erklärt Ministerpräsident Horst Seehofer für zuständig. Die größten Herausforderungen könnten nur auf Bundesebene gelöst werden, sagt Aigner. Seehofer will weniger Stromimporte aus dem Norden über die bei vielen Bayern unbeliebten Stromtrassen und dafür mehr Gaskraftwerke im eigenen Land.
tagesspiegel.de, welt.de, spiegel.de

– TALKSHOW –

Hart aber Fair: Alzheimer als Komödie – hilft Lachen gegen die Angst? Der Hirnforscher Gerald Hüther erklärt die Unterschiede zwischen einem Gehirn mit Alzheimer und einem gesunden Gehirn. Christiane Grote, die Pflegeexpertin der Verbraucherzentrale NRW betont, man solle die Krankheit nicht verharmlosen.
daserste.de

– HINTERGRUND –

Debatte um Sperrzeiten für Regierungsmitglieder: Die Parlamentarische Staatssekretärin im Verkehrsministerium, Katherina Reiche, möchte als Hauptgeschäftsführerin zum Verband Kommunaler Unternehmen wechseln. Der VKU vertritt 1430 Unternehmen der Energieversorgung, der Wasser- und Abwasserwirtschaft und der Abfallwirtschaft. Die Organisation LobbyControl kritisiert Reiches Wechsel aus der Politik ohne Karenzzeit. Das Kabinett soll am Mittwoch einen Gesetzentwurf mit Sperrzeiten für ausscheidende Regierungsmitglieder beschließen.
tagesspiegel.de, sueddeutsche.de, spiegel.de

Verwandtenaffäre in Bayern: Der frühere bayerische CSU-Fraktionschef Georg Schmid muss sich ab dem 2. März vor Gericht verantworten. Schmid wird vorgeworfen, sich durch Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt in 262 Fällen sowie Steuerhinterziehung in 59 Fällen schuldig gemacht zu haben. Schmid soll seine Ehefrau Gertrud 22 Jahre lang als Scheinselbstständige beschäftigt haben. Dadurch habe er die Sozialkassen um mindestens 340.000 Euro betrogen. Schmid plädiert auf „nicht schuldig“.
bild.de, welt.de, spiegel.de

Leipzig zahlt Schadenersatz für fehlende Kitaplätze: Wegen fehlender Kita-Plätze hat das Landgericht Leipzig drei Familien mehrere tausend Euro Schadenersatz zugesprochen. Die Kinder hatten mit Vollendung des ersten Lebensjahres keinen Betreuungsplatz in einer Tageseinrichtung bekommen, obwohl seit August 2013 bundesweit ein Rechtsanspruch darauf besteht. Die Mütter blieben deswegen länger als geplant zu Hause und klagten den Verdienstausfall ein. Die Kommune soll mehr als 15.000 Euro plus Zinsen zahlen, weil sie nach Auffassung des Gerichts ihre Amtspflicht verletzte.
tagesspiegel.de, stern.de, welt.de

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– KALENDER –

08:15 Staatsminister Michael Roth bei Dialog zu “Stärkung und Sicherung von Grundwerten und Rechtsstaatlichkeit in der EU”, Europäische Bewegung Deutschland, Berlin
10:00 Kanzlerin Angela Merkel, Gesundheitsminister Hermann Gröhe und Umweltministerin Barbara Hendricks bei der Einweihung des Laborneubaus des Robert Koch-Instituts, Berlin
10:15 Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel bei Tönnis Lebensmittel, Rheda-Wiedenbrück
11:30 Außenminister Frank-Walter Steinmeier trifft EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Pierre Moscovici, Auswärtiges Amt, Berlin
12:00 Kanzlerin Angela Merkel empfängt den singapurischen Premierministers Lee Hsien Loong mit militärischen Ehren, Kanzleramt, Berlin

– ANGEZÄHLT –

Rund 4520 illegale Einwanderer haben Fahnder der Bundespolizei bei ihren Kontrollen von Fernbussen vergangenes Jahr festgesetzt. Die meisten der aufgegriffenen, unerlaubt eingereisten Flüchtlinge stammen aus Somalia, Syrien, Eritrea, Serbien und der Ukraine.
bild.de

– ZITATE –

bernd-riexinger“Der Grexit wäre für Deutschland die teuerste aller denkbaren Lösungen.”

Der Linke-Vorsitzende Bernd Riexinger fordert Kanzlerin Angela Merkel auf, schnellstmöglich nach Athen zu fahren und das Gespräch mit der neuen griechischen Regierung von Alexis Tsipras zu suchen.
n-tv.de

angela-merkel“Ich persönlich kann mit dem Begriff illiberal im Zusammenhang mit Demokratie nichts anfangen.”

Kanzlerin Angela Merkel kritisiert das von dem ungarischen Ministerpräsident Viktor Orban im vorigen Jahr angekündigte Modell einer „illiberalen Demokratie“.
sueddeutsche.de

Juergen Trittin“Dann gewinnt die Wettrüsten-Logik des Kalten Krieges wieder die Oberhand.”

Der Grünen-Außenpolitiker Jürgen Trittin kritisiert mögliche Waffenlieferungen der USA an die Ukraine als ein „Spiel mit dem Feuer“.
spiegel.de

– AUS DER TAGESSPIEGEL MORGENLAGE FÜR WIRTSCHAFTS-ENTSCHEIDER –

Karstadt setzt auf Stellenabbau und billigeres Personal
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Air-Berlin-Partner Etihad auf Erfolgskurs
Intel übernimmt ehemalige Infineon-Tochter

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morgenlage.tagesspiegel.de/wirtschaft

– DAS LETZTE –

Bundestag wegen Toaster in Brandgefahr: In Bundestagsbüros lösen qualmende Toaster regelmäßig die Rauchmelder aus. Ein Vorfall im Januar war anscheinend so schwerwiegend, dass in einem Teil eines Gebäudes die Arbeit unterbrochen werden und die Feuerwehr gerufen werden musste. Der Brandschutzbeauftragte Markus Klose ließ nun mitteilen, wer schon unbedingt während der Arbeitszeit brühen, köcheln oder heizen muss, der soll sich wenigstens in der Nähe des Geräts befinden. Der gut gemeinte Hinweis sorgt bei einigen Abgeordneten eher für Spott.
spiegel.de

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